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Tipp des Monats

Juli 2021 - Restless Bones - Captured by the Roots

... Und ja, es rockt, und ich bin aber zuerst ein wenig irritiert und fühle mich zurückverstetzt in die End70er und den Sound von Blue Oyster Cult !!!! Hatte eigentlich mehr Deep Purple erwartet. Aber da ich BOC sehr gerne höre, geht mir das gleich in Mark und Bein über, passend zu "Bonewalk". Typisch, wie die Songmelodien mit denn Gitarrenthema übereinstimmen. Und nun lassen Restless Bones das "Monster" raus. Coole Riffs von einer nur leicht, aber hart gespielten "Paula" und einem unglaublich starken Solo von Arno Pfeiler, der auch gleichzeitig der Leadsänger ist, entwickelt es sich gleich von eines der Highlights auf "Captured by the roots".
Tiefe dauerhafte Drumpattern stimmen ein, auf das düstere "Common Sense" , leider schwächelt der Song auf die Dauer, da komm ich nicht richtig rein ...

Wiederentdeckt

Juli 2021 - Chris Harwood - Nice To Meet Miss Christine

Abgesehen von einer Coverversion (Wooden Ships C/S/N/Y)) haben die von Chris Harwood selbstkomponierten Titel, neben denen die von u. a. Dave Mason und Dave Lambert komponiert immer noch ein auch so langer Zeit keine Patina angesetzt oder können unter „so war das damals“ beurteilt werden. Relaxt, unaufgeregt, entspannt, sind sicherlich erstmal nur Phrasen. Wenn aber „Wooden Ships“ gemütlich durchs Wasser gleiten und die Ohren umschmeicheln, das Gesamtpaket aus Keyboards, Violine, Percussion, Chor wie Seerosen glänzt, dann ist alles im grünen Bereich. Dazu kommt die für eine Sängerin in dem Alter sehr ausgereifte, Variationsreiche Stimme, die über jedem Titel, jeder Note zu schweben scheint. ...

Der Sound der 70er! 50 Jahre ...

Budgie "Same" | 1971

Mit dem anschließenden Stück „Nude Disintegrating Parachutist Woman“ wird in meinen Augen eines der absoluten Höhepunkte des Albums eingeläutet. Ein Riff für die Ewigkeit, das auch aus der Feder von Tony Iommi stammen könnte, eröffnet das Stück und wird zugleich von zarten Schlagzeugtupfern begleitet. Was dann erfolgt, ist pure hardrockende Magie, die wie ein nicht endender Lavastrom vorantreibt. Gepaart wird alles durch das druckvolle Drumming von Ray Phillips und dem energischen Gesang von Burke Shelley. Hier zeigt sich auch, welch einen talentierten Gitarristen die Band hatte...

Marvin Gaye - What's going on? | 1971

Nur wenige Alben habe ich im Doppel als CD und LP, diese hier ist eine davon. Dabei hat dieses epochale Werk erst spät (2002) Einzug in mein CD-Regal gefunden und zwar in Form der seinerzeit veröffentlichten remasterten Version der Serie „Motown Classic Albums“ . In den LP-Ständer wurde die Scheibe 2016 aufgenommen. Hier steht seitdem das Reissue aus 2016 in der 180 g coloured Version.

Humble Pie: Perfomance - Rockin' The Fillmore | 1971

In meiner ehemaligen Grundschule hatte eine Zweigstelle der Böblinger Stadtbibliothek eröffnet, was ein überaus cleverer pädagogischer Schachzug war. Denn das war weniger eine Bibliothek mit Bücherwürmern, die ihre Nase in Gedrucktes steckten und bei jedem Geräusch „psst!“ machten, sondern eher eine Begegnungsstätte für die Kids, die dort in lockerer Atmosphäre ans Lesen herangeführt werden sollten. So fanden dort auch häufig Veranstaltungen oder Lesungen statt.
Was aber das Allerbeste war: es gab eine Musikabteilung, die praktisch ausschließlich mit Rock-Schallplatten bestückt war (ich kann mich allenfalls an ein paar Jazz-Vinyls erinnern, aber sonst kein anderes Genre). ...

Neu im Portal

Kungens Män - Trappmusik | Schweden 2020 | Psychedelic-, Kraut-, Spacerock

Man nehme einen ausreichend großen Shaker und fülle ihn mit erlesenen Zutaten: Ein Happen Kraut, eine Prise Psychedelic, ein kräftiger Schuss Space, eine kleine Schippe Jazz. Füge ein dickes, fettes Saxophon hinzu, ergänzt durch Drums und Gitarre, Synthie und Bass. Nun fehlt ein erfahrener Keeper, der das ganze ordentlich durchschüttelt und voilà - fertig ist ein schmackhaftes Gebräu aus schwedischen Landen.
Ein Kunststück dieser Scheibe macht für mich aus, wie es ebenso von Psychedelic-Freunden und auch Krautern, Spacerockern oder Proggern gehört werden kann. Ein herrliches Gebräu!

Ralph Mothwurf Orchestra - Zelt

Heute lässt mich das Ralph Mothwurf Orchestra in sein "Zelt". Der aus Linz stammende österreichische Komponist, Dirigent und Musiker Ralph Mothwurf stellt mit seinem zweiundzwanzig-köpfigen Orchester etwas vor, dass Grenzen zu sprengen scheint. Zunächst vermutet man anhand der Vielzahl der Musiker sicherlich gewohnte Bigband-Klänge, doch außer, dass entsprechende Arrangements solcher Formationen hier sicher auch Anwendung finden, hat der Komponist hier offensichtlich angestrebt, eine Verschmelzung von Traditionen zeitgenössischer Moderne und Jazz zu vollstrecken. Dieses gelingt mit den verschiedenen Musikern/innen vorzüglich...

Arabs In Aspic | First (2003) and Last (2020) | Norwegen

Schwere, satte Gitarrenläufe, fette Orgelklänge, prog- und psychedelicdurchtränkter Sound kennzeichnen das Debut der Norweger. Ja, die tonnenschweren Gitarrenriffs erinnern an BLACK SABBATH. Das war es aber noch nicht mit der Reminiszenz an diese Band - der Band, die ARABS IN ASPIC möglicherweise erst begründete. Deren Verehrung lauert in vielen Einzelheiten der Stücke auf dieser EP um die Ecke.
Mit "Madness and Magic" ist 2020 das derzeit letzte Album der Band erschienen. Nach dem freudig aufgenommenen Debut war ich sehr neugierig darauf, was sich bei ARABS IN ASPIC in den vergangenen 17 Jahren getan hat. Ist die Band ihren Wurzeln treu geblieben? Wie hat sie sich entwickelt, ist das noch die Band der Anfangszeit?

Wrekmeister Harmonies - Light Falls

Die Spannung zwischen leisen Parts, fast friedlichen und sanften Klängen und lauten Ausbrüchen, verstärkt mit Schlagzeug und brazenden metallischen Gitarrenklängen zieht sich durch das komplette Album.
Mit den Musikern von Godspeed You! Black Empereor ist es Wrekmeister Harmonies gelungen, die von Levi beschriebenen Grausamkeiten in Töne, in eine nachempfindbare Klangwelt zu verwandeln. Eine auch ohne viele Worte auskommende nicht nur als bedrückend und düstere empfundene Welt, die jedenfalls die Aufmerksamkeit des Hörers fordert um verstanden zu werden.

Dool - Here Now, There Then (2017)

Dool wurden 2015 in den Niederlanden gegründet und sind durch die Rhytmusgruppe der verblichenen The Devil´s Blood mit gewissen Vorschusslorbeeren gestartet. Im Jahr darauf spielte man schon auf den Roadburn, also ein durchaus respektabler Start. 2017 erschien dann mit „Here Now, There Then” das Debut-Album, welches sehr gut angenommen wurde.
Die Hinweise Metal Hammer und Devils Blood führen musikalisch aber ein bischen in die Irre wie ich finde. Da schwirren Label wie Occult-Rock oder Progressive-Metal durch den Raum, die Band selbst nennt wohl Sisters of Mercy und Sonic Youth als Einflüsse.

Erik Cohen - Northern Soul | Deutschland 2021

Kurz und knackig auf den Punkt gebracht: Das Album hätte locker in der Schublade "Neue Deutsche Welle" einsortiert werden können. Kräftig auf die Lauscher drücken die Songs, die auch ein Plätzchen in der Kategorie Punk, Hardrock oder Metal beanspruchen könnten. Mich hatte es sofort an beispielsweise Extrabreit, streckenweise an Achim Reichel erinnert. Allzeit dominant, natürlich neben der markanten Stimme, ist die Starkstromgitarre, die permanent unter Stress zu stehen scheint. Feinste Rocksongs, immer nur geradeaus, keine Schlenker oder Umwege, Speed ist angesagt. Das ganze gewürzt mit feinen Texten.

Logan Richardson - Afrofuturism

Ist es Jazz? Oder nicht? Jedenfalls gilt der 1980 in Kansas City geborene Saxofonist Logan Richardson als Jazzmusiker. Denn nach einer kurzen Ansage von Stefon Harris hört man zwar ein Saxofon, doch vernehme ich harte Fusion-Klänge im Jazz Rock-Gewand. Dabei steht das wummernde Schlagzeug ziemlich stark im Vordergrund, ich meine, etwas zu präsent, weil sich dahinter teilweise ein verflochtener Klangbrei verbirgt, der einen breiten Klangteppich dazu bildet. Zu dem Song hat sich Richardson wie folgt geäußert: Frank Zappa, Queen, Brian Wilson and Radiohead meets Schoenberg in a sci-fi 80s lounge.

Annie Keating - Bristol County Tides

Der Songreigen startet mit knochentrockenem Rock, satte Riffs und ein treibender Groove, so hätten ihn unter anderem auch die Rolling Stones oder etwa Dave Edmunds spielen können, "Third Street" setzt Zeichen. Doch "Kindred Spirit" ist schon anders, hier assoziiere ich spontan Songs von The Band, in deren schleppenden und lasziven Stil, aber auch das andere aus dem großen Topf Americana könnte ich hervorzaubern, um diesen Sound zu beschreiben, der total cool kommt.
Ja, das achte Album bietet erneut Americana vom Feinsten. Mittels einer herrlich entspannten Atmosphäre, die mich gedanklich mitunter auch in Richtung Lucinda Williams oder Kate Campbell führt, ...

Helsinki-Cotonou-Ensemble - Same

Wie las ich jüngst zur musikalischen Einschätzung dieser Band? Weather Report meets Fela. Also stellt man sich diese besondere Art der Fusion von Weather Report (nur - welcher Zeitraum war gemeint?) vor in Verbindung mit der afrikanischen Fusion-Musik von Fela Kuti. Das Helsinki-Cotonou Ensemble besteht auf finnischen und afrikanischen (aus Benin, Westafrika) Musikern.
Entstanden ist die Band im Jahre 2012, als drei finnische Musiker nach Benin reisten, und sich mit dem Sänger und Perkussionisten Noel Saizonou zusammenschlossen. Musiker aus der Stadt Cotonou wirkten nachfolgend mit und der Name der Band war geboren, Helsinki-Cotonou-Ensemble.

Fabrice Martinez, Laurent Bardainne & Thomas de Pourquery - Drôles de Dames

Und schon wieder bin ich auf der Suche. Auf der Suche nach einer Schublade. Nach einer Schublade, in die ich diese Musik stecken kann. Hinter dem Ganzen steckt der französische Saxophonist, Sänger und Komponist Thomas de Pourquery, bekannt als "New Prophet of Jazz". Mit zwei weiteren Musikern hat er das gemeinsame Album "Drôles de Dames" veröffentlicht.
Den Begriff "Drôles de Dames" kenne ich in Verbindung mit der US-amerikanischen Fernsehserie "Charlie's Angels". Ob und inwieweit diese Produktion damit in Verbindung gebracht werden sollte oder in Verbindung gebracht werden sollte, ist mir nicht bekannt. Darum lasse ich es einfach einmal so stehen und verweise auf die einleitenden Worte von Éric Delhaye im Booklet der CD.

Will Stratton - The Changing Wilderness

Vom Sound der Akustikgitarre geführt startet die Platte mit "Tokens", und rasch stellt sich eine beschauliche und sehr angenehme Stimmung ein. Und wenn dann der zurückhaltende, fast schon nah am Rand des Hauchens befindliche, Gesang einsetzt, dann kann man sehr wohl an Nick Drake denken. Doch klang Drake sehr stark in seiner Melancholie und einer Art Trauer verhaftet, so wirkt es bei Will Stratton anders. Im Übrigen ist dieser Auftaktsong ein sehr schöner, und hinsichtlich des Arrangements ist man sehr subtil und nuanciert vorgegangen, zum Beispiel meine ich den Einsatz des Vibrafons, ganz sanft, ganz sacht im Hintergrund.

Vanessa Peters - Modern Age

Letztlich strotzt die Musik voller Energie, wirkt sehr entgegenkommend und ist voller Harmonie und Melodienreichtum. Man spürt eine Art unbekümmerter Leidenschaft, die nahtlose Annäherung an den Bereich des Power Pops, einzig eine Zutat würde für mich diese Musik absolut perfekt machen - eine jingelnde Rickenbacker 12 string! Vielleicht das nächste Mal, Vanessa???
Ach, in der Tat reihen sich die Songs wie eine Reihe kostbarer Perlen aneinander, gerade läuft schon wieder "Never Really Gone" und fasziniert mich, das gibt einen richtig warm strömenden Solarplexus! ...

Andrew Tuttle - Same |Australien | 2018

Wie in einem Episodenfilm, der im Zeitraffer abläuft, findet langsam und gemächlich Stück für Stück den Weg in die Boxen. Einen Song, den ich sofort noch ein wenig mehr auf "maximal-nachbarfreundliche Lautstärke" drehte als die anderen Songs, war Transmission Interrupted. Ein Wahnsinn, der Raum war voller Musik, aus allen Ecken schienen andere Instrumente in den Mittelpunkt dringen zu wollen. Wieder schwebte über allem ein konstanter synthetischer Ton, zarte Gitarrentöne, Banjogeschrammel, elektronisches Gezwitscher... soviel Musik, wie aus den Lautsprechern heraus will, scheint gar nicht in die Wohnstube zu passen.

Pete Brown & Piblokto! - Thousands On A Raft

Highland song(Mullen) 17:00, das längste Stück der Platte. Der Anfang könnte auf ein startendes Stück aus dem damaligen Rock-Jazz hindeuten. Aber das Rock-Thema setzt sich dann doch durch.
Mullen zeigt aber, daß er hier durchaus auch anderes spielen kann. Das Instrumentalstück der Platte, das ausgedehnt Gitarre und Keyboardsoli bietet. Herrlich, dieser Jim Mullen, wie gefühlvoll er doch agierte...Auch der Bassist Steve Glover hat hier noch ein feines Solo. Zum Schluß swingt es dann noch gar recht fusionmäßig. Sehr interessant und abwechslungsreich, dieses Stück, es verändert sich immer wieder. Das ist aus meiner Sicht auch sehr "prog-rockig"...

Aaron Brooks - Homunculus

Nach 2 jähriger musikalischer Auszeit und der Trennung von Simeon Soul Charger, ist der charismatische Sänger und Entertainer wieder zurück mit seinem ersten Solo Album "Homunculus"
Er brauchte diese Zeit, um einfach mal runterzukommen und neue Ideen zu finden. Und das Ergebnis wurde hier verewigt. Er kehrte wieder in seine mittlerweile bayrische Zweit-Heimat bei Freising zurück und fand auch gleich Unterstützung durch seine alten Musikerfreunde, allen voran Jogi Lang von RPWL. Er hatte Aaron eine Plattform gegeben und in seinem Studio aufgenommen, sowie bei ein paar Tracks auch selber mitgespielt.

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