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Exklusivinterview mit "Poor Genetic Material"
Ohne Zweifel dürfen "Poor Genetic Material" als eine der besten deutschen Progressiv- oder Artrockbands bezeichnet werden. Nach einer Schaffenspause von annähernd vier Jahren erschien am 18. September 2020 ihr neues Album mit dem Titel "Here Now".

Anlässlich dieser Veröffentlichung gewährte die Band dem Musikzirkus ein exklusives Interview. Unserem Forum stand für die Beantwortung der Fragen der Keyboarder der Band, Philipp Jaehne, zur Verfügung.

Für das Interview bedanken wir uns ganz herzlich. Das Interview wurde geführt von Achim M.

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Tipp des Monats

September 2020 - Motorpsycho - The All Is One

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. So beenden Trondheims finest ihre Gullvag-Trilogie mit „The All Is One“ einem Doppel-CD und Doppel-Vinyl Paket. Warum Gullvag-Trilogie? Nach „The Tower“ und „The Crucible“ hat auch hier Hakon Gullvag das famose Artwork beigesteuert.

Der majestätische Titeltrack, der Retro-Prog mit samtigen Melodien vereint, eröffnet ein schillerndes Panorama, das alles offenbart, was MOTORPSYCHO zu bieten hat Kraftvollen Rock mit einem guten Schuss Stoner, aber ohne Angst vor großen Melodien, aber auch immer wieder Kanten und Ecken. Sinfonisches und Jazziges, natürlich Prog, aber auch Space-Rock, Krautrock und immer mal wieder auch ein paar Popmomente zum Durchatmen.

Wiederentdeckt

September 2020 - Aurora - Shroom Music / 1999

Seit Anfang dieses Jahres, durchforste ich nun meine alten Cassetten nach längst vergessenen Aufnahmen. Irgendwann Ende der 1970 Jahre habe ich auch eine Menge Mitschnitte auf AFN getätigt, mitunter vieles auch ohne detaillierte Angaben. Wie auch bei dieser Band, die ich heute vorstellen möchte. Es waren genau drei Titel, die ich damals mitgeschnitten habe.

Eine Band aus der Mitte der siebziger Jahre, die es aus irgendeinem Grund nicht in die große Liga schaffte, war die Jazz-Fusion / Progressive-Rock-Band "Aurora".

Neu im Portal

Höstsonaten - Autumnsymphony | Italien 2005

Orchestral, leicht jazzig bis rockig wird der Herbst mit diesem Opener eingeläutet. Meist jedoch geht es, fast skandinavisch-kühl, progressiv-rockig weiter durch die Herbstlandschaft. Wechselhaft wie diese Jahreszeit sind auch die Songs. Elegische, weit ausufernde Gitarrensoli zeugen von den Stürmen dieser Jahreszeit, beruhigend und dezent, manchmal spielerisch, deutet das Klavier die von den Bäumen fallenden Blätter an. Mitten in eine Herbstdepression wird durch die klagende Geige am Ende des Stückes Out of Water versetzt. Bevor diese jedoch völlig gefangen nimmt, naht Rettung durch die aufmunternden Klänge des Nightswan I...

Frutería Toñi - El Porvenir Está En Las Huevas

"Ja, wie soll man die Musik der Band nur einordnen? Die ersten Takte von "Agonía En Koyukuk" führen mich zunächst grundsätzlich in Richtung Prog Rock. Doch der Einsatz eines Saxofons bringt einige jazzige Sprenkel ein sowie jene einer Violine einen Hauch Folklore. Doch im Kern ist dieses aufwändig arrangierter Prog Rock, mit vielleicht dezenten Anklängen an Van der Graaf Generator. Man singt Spanisch, entsprechend sind die Texte auch im Booklet abgedruckt. Sänger Salva Marina verfügt über eine raue und kratzige Stimme und einen hohen Grad an Individualität.
Das 10:35 Minuten lange Stück ist wie eine Suite aufgebaut und besteht aus drei Teilen, davon wird nur im ersten Teil gesungen, der Rest ist instrumental. Der Sound erinnert mich stark an zurückliegende Zeiten, ..."

Winter Moon - Hearts and Hands

Durch den im Musikzirkus regelmäßig stattfindenden Songcontest lernte eines unserer Mitglieder eine Band kennen, die ansonsten wohl spurlos an ihm vorbeigerauscht wäre. Es handelt sich um die australischen Winter Moon aus Melbourne. Wieder eine Retroband, könnte leichtfertig abgetan werden. Also, was gefällt unserem Mitglied so sehr an deren Sound?

"Als erstes die angenehm leicht rauchige und vor allem facettenreiche Stimme von Milly Moon und die unaufgeregte, teilweise chillige Rockcombo. „Wasted with you“ spiegelt das recht gut. Immer wieder leichte Tempiwechsel lockern die Songs auf. ..."

Nick Mason - Saucerful of Secret

Nick Mason, der Schlagzeuger von Pink Floyd, hat sich befreundete, teils junge Mitmusiker zusammengetrommelt, um sich einen Traum zu erfüllen. Nach 55 Jahren der ersten Formation der Band wurde die Musik der Anfangszeit - bis hin zum Album "Meddle" - im Londoner Roundhouse geradezu zelebriert.

Ein kraftvolles „Installer Overdrive“ leitet diese besondere Reise ein. Es hört sich an als wenn sie sogar noch die alten analogen Instrumente benutzten. Das Feeling schwebt aus den Boxen, und übergangslos ist man schon im All - „Astrnomy Domine“ und danach runter in die Hölle - „Lucifers Sam“ gebeamt...

Bladed -The Ballad Of The Hammer And The Nail

BLADED ist das Projekt der norwegischen Sängerin, Komponistin und studierten Jazzmusikerin Anita Kaasbøll, die darin mit wechselnden Musikern das musikalisch Machbare auslotet. „The Ballad Of The Hammer And The Nail“ ist schon das vierte Album und fasziniert durch seine Vielschichtigkeit, Klarheit, technische Brillanz der gesanglichen Darbietung die zum Teil staunenswerte Tonumfänge offenbart.

Kaasbøll entführt in ganz eigene, originelle Klangwelten, irgendwo zwischen fein ziseliertem Indie Pop, moderner Klassik, zerbrechlichem Folk und leichtfüssig anmutendem Jazz...

Poor Genetic Material - Here Now

Nach genau 4 Jahren veröffentlicht die wohl qualitativ beste „Amateur-Band“, die wir hier im deutschen Lande haben, sein mittlerweile 9. Album
Poor Genetic Material aus dem Großraum Mannheim, präsentieren auf „Here Now“ ein Hörgenuß der Spitzenklasse. Diese Zeit brauchte es anscheinend die Songs, die von Philipp Jähne und Stefan Glomb komponiert und produziert wurden.
Eine Achterbahnfahrt der Harmonien und Rhythmen, rockig, proggig, jazzig. Im wechsel mit gefühlsvollen und aufregenden Sangespassagen. Die 45 Minuten Laufzeit sind voll aufgefüllt mit einfach guter Musik.

The Boomers - What We Do | Canada | 2004

What We Do - das ist keinesfalls ein Album mit vertrackten Strukturen, kein Album, welches sich erst nach vielen Durchläufen erschließt oder mühsam erkämpft werden muss. Was hier geboten wird, spielt auf einem sehr hohen Level. Sei es der gnadenlos gute Gesang oder die hohe Qualität der Musiker. Während die Musik, ganz nebenbei genossen, wegen des hohen Entspannungsfaktors ohne weiteres auch einmal aus der Wahrnehmung entschwinden kann, offenbaren sich unter dem Kopfhörer erst die ganzen Feinheiten. Plötzlich wird man die Hammond wahrnehmen, die durch die Songs flirrt. Das feine Fingerpicking, die präzise geschlagenen Drums oder den Bass, der oft den Takt zum Fußwippen bestimmt.

Avishai Cohen - Big Vicious | Israel | 2020

Während der letzten Tage ergab sich hier des Öfteren die Gelegenheit, die Plattenliste auf lange nicht gehörte Schätzchen zu durchstöbern und markante Fundstellen in der Tube aufzusuchen. Eine häufiger vertretene Band hört auf den Namen "Massive Attack", meine Wahl fiel auf die Scheibe mit dem wohl markantesten Plattencover, dem Hirschkäfer. Schnell war mit dem erweiterten Suchbegriff "Mezzanine" das Prachtexemplar gefunden, sodass einem Hördurchgang nichts im Wege stand.
Über den Song "Teardrop" stieß ich alsbald auf einen Querverweis gleichen Namens, dargeboten von dem mir völlig unbekannten Interpreten Avishai Cohen. Eine dermaßen coole Interpretation, ...

Janus - Gravedigger

"Gleich das erste Stück "Red Sun" auf dem Album ist das Paradebeispiel für die härtere Gangart der Band. Ein Lied mit hohem Wiedererkennungswert. Der Song ist auf vielen Samplern zu finden. Der Track beginnt mit einem sauberen Gitarrenintro - psychedelisch aufgemotzt -, wird dann heftiger und treibender bis zum Einsatz des Gesanges. Danach folgt ein furioser Mittelteil mit sehr interessanten Gitarrensoli..."

The Nick Moss Band featuring Dennis Gruenling - Lucky Guy!

"...Und den Blues seiner Heimatstadt scheint er vollends aufgesogen zu haben, denn sein Blues ist geerdet im klassischen Chicago Blues. Seit 2008 leitet er seine eigene Band, seit 2009 nennt sie sich The Nick Moss Band. Diese fünf Bleichgesichter plus Gäste spielen einen dermaßen authentischen Blues, dass man mit dieser Platte so manchen Blindfold-Test-Spezialisten an der Nase herumführen könnte. Als Bandmitglied ist vor allem der Mundharmonikaspieler Dennis Gruenling zu nennen, einen Virtuosen an seinem Instrument, den ich bereits durch seine erste Platte aus 1999 als hervorstechend kennen lernte. “Best Modern Blues Harmonica Player”, dazu wurde er drei Mal hintereinander vom Real Blues Magazine gewählt. "

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