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Tipp des Monats

Juli 2020 | Vespero - The Four Zoas

Auch wenn eine erste Überzeugungsarbeit positiv ausgefallen ist, bleibe ich immer noch skeptisch. Aber auch der zweite Titel, mit Referenzen wie Return to Forever oder erwähntem Mahavishnu Orchestra nicht geizend, verliert sich nicht stumpf im repetiven abarbeiten bekannter Jazz-Rock Muster, sondern weicht diese langsam auf um dann sanft und behutsam in ein Klangbild zu gleiten, das Prog-Rock alter Schule und Space- Rock aufs beste vereint. Zweiter Überzeugungsversuch gelungen. Nun mag man der Band „vorwerfen“ den Teufelsgeiger von der Wolga etwas zu häufig ins Spiel zu bringen und z.B. den Keyboards oder Gitarren zu wenig Freiheit zu lassen. Aber auch beim dritten Titel ist die Geige das Instrument das praktisch den Takt vorgibt, sich dann dezent in den Hintergrund begibt und den anderen Instrumenten den Vortritt lässt.

Wiederentdeckt

Juli 2020 - In the Nursery

Das Cover der ersten LP TWINS zeigt es schon, trotz Mitmusiker sind ITN das Projekt der Zwillinge Klive und Nigel Humberstone.
Die Anfänge der Band klangen sehr nach ihren Kollegen Joy Division, aber schon mit dem Debütalbum fügten sie ihrem Sound erste eher ambientmäßige Elemente zu. Als Beispiel dient hier mal der Titelsong
Auf dem folgenden Album "Stormhorse", eine LP für einen imaginären Film war dann das grundlegende Soundkonzept der Band fertig. Zusammen mit der mehrsprachigen Sängerin Dolores Marguerite C und dem Percussionisten Q (nicht zu verwechseln mit Q aus dem StarTrek Universum) schufen sie Songs für Filme. Neoklassik trifft auf Filmmusik, der Gesang tritt immer stärker in den Hintergrund, um im Verlauf der Jahre fast völlig zu verschwinden.

Neu im Portal

Earl Hooker - Rockin' Wild, 1952-1963 Recordings

Trotz seiner Innovationen wurde er nie entsprechend gewürdigt, vergleicht man ihn mit damals populären Bluesern wie Buddy Guy, Otis Rush, Magic Sam. Diese Kollektion möge also dazu beitragen, den hervorragendem Musiker verdientermaßen wieder ein wenig in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken! Denn sie enthält durchaus die verschiedenen Stilelemente, die anhand einiger Songs perfekt dargestellt wurden, mit einem seiner wohl wichtigsten Titel vorab, "Blue Guitar", das später, allerdings unter Beteiligung von Hooker, später von Muddy Waters zu "You Need Love" umfunktioniert wurde, und letztlich als "Whole Lotta Love" von Led Zeppelin endete.

Greg Copeland - The Tango Bar

Im Kern relativ spartanisch arrangiert und eingespielt, als Basis sind es eigentlich neben dem meist singenden Copeland die beiden Musiker Tyler Chester und Greg Leisz, die den Hauptanteil ausmachen und den ganzen Charakter der Musik mitbestimmen. So ist es gelungen, eine sehr intime Atmosphäre zu schaffen, die dennoch sehr ausdrucksstark und expressiv ihre Wirkung entfalten kann. Anlässlich eines Interviews mit dem Künstler wies dieser auch darauf hin, dass das Hauptanliegen war, alles Ausschmückende weitestgehend zu eliminieren, so dass nur das Wesentliche auf dieser Platte zählen soll.

Emiliano Sampaio - Music For Large Ensembles Vol. II

Bereits der erste Song zeigt eine betörende Stimmung, wenn sich die Posaune und das Streicherensemble umschmeicheln, eine Harfe dazwischen zupft und ein Bass ruhig und gelassen den Rhythmus trägt. Schon schnell verspüre ich eine Tango-Atmosphäre, eine Stimmung, die sich wunderbar als Musik für einen Film eignen würde. Ein wenig Zirkus-Stimmung kommt auch auf, waghalsige Artisten in der Manege begleitend, mit spannenden und entspannten Momenten. Ja, wird ganz großartiges Kopfkino geboten. Dieser Auftakt ist einer nach Mass, ein Auftakt, der Spannung aufbaut, Lust auf mehr macht, und dabei sehr angenehme Gefühle verbreitet mit dem warmherzigen Ausdruck der Musik, ...

Clem Snide „Forever Just Beyond“ -2020-

Die Musik ist geprägt von einer berührenden Melancholie, Düsterheit, aber auch positiven Momenten, die Freude vermitteln. Wem sich die Musik eröffnet, kann sich treiben lassen von der einfühlsamen Stimme von Eef, dem Harmoniegesang, dem unaufdringlichen Gitarrenspiel und dem bisweilen zart akzentuierten Begleitspiel der anderen Musiker, die immer dann Kontrapunkte zu setzen wissen, wenn sie angebracht sind und somit eine Abrundung der Musikstücke erzeugen. Trotz allem strahlt die Musik eine große Wärme aus. Alles wirkt nie belanglos trotz seiner Eingängigkeit und auch die Texte sind eine Sammelfeld von Höhen und Tiefen aus dem Leben dieses Musikers.

William Prince - Reliever

Es ist sehr erfreulich, wenn man in der Masse von Veröffentlichungen immer wieder etwas Besonderes entdeckt. Und wenn dieses zudem außerhalb dessen abläuft, was sich heutzutage im Mainstream und in den Charts tummelt, dann ist das besonders angenehm. So geschehen mit der aktuellen Platte "Reliever" des aus Kanada stammenden Singer/Songwriters William Prince. Und dazu verfügt der Mann über eine sehr ausdrucksstarke Stimme, die ihn ebenfalls besonders macht, 'One In A Million', so könnte man es treffend formulieren.
...Eingepackt ist die Musik in das, was man bereits in den Siebzigern im Bereich von Singer/Songwritern vorfand, assoziativ fallen mir hier John Prine, Mickey Newbury oder auch Townes Van Zandt ein, ...

Louise Patricia Crane - Deep Blue

Oft, wenn man glaubt, es gäbe an Neuerscheinungen nicht Neues, oder Musik, die zum Aufhorchen zwingt, weil sie anders ist als das, was im riesigen Meer der Genres mittlerweile fest verankert ist, dann wird man eines Besseren belehrt. Nun, die Musik von Louise Patricia Crane ist in ihrer Gesamtheit oder zumindest in der Gesamtheit ihrer Elemente sicher nicht neu. Doch sie ist anders, sie streckt ihre Fühler in verschiedene Richtungen, ist im Zusammenschluss dieser sehr individuell zugeschnitten und verfügt über dieses gewisse Charisma, von dem man unvermittelt gepackt wird und so schnell nicht losgelassen.

Horisont - Sudden Death

„Sudden Death“ ist Breitwand Pop, Hard/Soft-Rock, aus dem Zeitraum Mitte der siebziger Jahre bis weit in die achtziger, deckt ein Spannungsfeld zwischen A(bba) bis T(oto) in Perfektion aber nicht Sterilität ab. Wann hat das ELO zuletzt einen Titel wie das eröffnende „Revolution“ veröffentlicht? Wer erinnert sich nicht gerne die großen Momente der Outlaws? Die in „Runaway“ ihre Würdigung finden um gleichzeitig auch FM oder LeRoux in Erinnerung zu bringen. Wären Horisont mit „Graa Dagar“ beim ESC vertreten gewesen hätte Schweden einen Sieg eingefahren, mit einer Punktzahl die es so noch nie gegeben hatte. Pop mit Pomp und Pathos ohne Fremdschämfaktor! Ich bin bekennender Abba Fan und daher um so mehr überrascht wie gut „Sail on“ die Magie dieser Band widerspiegelt. Bei aller Begeisterung ...

Bill Fay – Countless Branches

Langweilig, habe ich über dieses Album einmal gelesen. Mir ist völlig unverständlich, wie ein solches Album so bewertet werden kann. Möglicherweise stammt diese Einschätzung von einem DSDS-Kandidaten, der auf schnellen Erfolg auf schnellen Kanälen aus ist. Niemals aber kann jemand, der sich ein wenig mit dem Album beschäftigt hat, ein solches Urteil abgeben. Es sei denn, man ist gefeit vor jedweden Gefühlen.

Mit 77 Jahren muss sich Bill Fay nichts mehr beweisen. Auch seinem Publikum nicht. Nur so wird man in der Lage sein, ein Album frei von allem Fishing for Compliments oder von allen Verkaufszwängen zu produzieren...

Lenny Sendersky & Moon Strings - Blues Mizrahi

"Und nun einer der Klassiker des Jazz schlechthin: “Take Five“ von Paul Desmond, bekannt durch dessen damalige Zusammenarbeit in der Band von Dave Brubeck. Und hier sind die Streicher wirklich sehr präsent und geben dem Song einen rhythmischen und arrangierten Rahmen, zusammen mit dem Bass, und darüber setzt Sendersky seine Improvisation, in der Stimmung durchaus an Desmond angelehnt. Und auch ohne Schlagzeug geht das gut, der typische Rhythmus wird beibehalten und der Swing bleibt auch nicht außen vor.
Einer Hommage an die Heimat gleichzukommen scheint “Walking In St. Petersburg“, und so mag der Protagonist gedanklich die Straßen seines Geburtsortes, gedankenverloren erscheinend, zu durchschreiten, dieser Titel atmet in der Tat einen Hauch Melancholie und Wehmut. "

Ginhouse - Same

Bei Ginhouse handelt es sich um ein Hardrock- Trio mit leichten bluesigen Einschlägen. Die Band stammte aus Newcastle, UK. Das Album wurde 1971 veröffentlicht. Es blieb ihr einziges Werk. Im Laufe der Zeit wurde die Langspielplatte zu einem begehrten Sammelobjekt - so rar war das Album geworden. Der Name der Gruppe war auf den St. Andrews Pub zurückzuführen.

Während andere Gruppen, wie zum Beispiel Beggar`s Opera zur Zeit dieser Prog- Revolution Anfang der Siebziger Schwergewichte setzen konnten, wurde die Band aus Newcastle meistens vergessen. Dabei genossen sie durchaus eine gute Reputation als Live- Act.

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