.

 
Zu den vollständigen Übersichten
Tipp des Monats

Oktober 2020 - The Allmann Betts Band - Bless your Heart

"...Ruhig wird erstmal angestimmt auf „Savannah's Dream“ - und hier ist er, der Allman Geist, der über diesm herrlichen Jamsong schwebt. Der Drummer hält das Grundgerüst fest und gibt den Weg vor, die Rhodes malt diesen bezaubernden Hintergrund, nur um Duane und Devon die Freiheit zu geben, miteinander frei zu improvisieren. Je länger der Song, umso intensiver wird das ganze. Ein wunderbares Feeling mit viel Seele und handwerklichem Können.
Schöne geschmeidige Rocksongs wie „Southern Rain“ wechseln sich ab mit akustisch angehauchtem Folk („Rivers Run“) und fetzigen dreckigem Rocker („Should we never Part“).

Wiederentdeckt

Oktober 2020 - Stills-Young Band - Long May You Run

Meines Wissens war dies das einzige Mal, dass Stills / Young als Duo zusammenfanden und eine gemeinsame Platte aufnahmen. Die Veröffentlichung der Scheibe sorgte wohl kurzfristig für einigen Zwist zwischen Stills/Young und Crosby/Nash. Sei's drum, das Quartett fand sich dennoch immer wieder für gemeinsame Veröffentlichungen zusammen. Gut so!
Die Paarung Stills/Young hat mit "Long May You Run" ein abwechslungsreiches, homogenes Album geschaffen, welches auch kommerziell einen gewissen Erfolg verzeichnen konnte. Im weltweiten Informationsmedium namens Internet sind zur Entstehung bis zur Veröffentlichung des Werkes viele Geschichten zu finden. Beispielsweise sei hier genannt, dass Young die Parts von Crosby/Nash zunächst aus den Mastertapes (?) herausfrickelte...

Neu im Portal

Reuter, Motzer, Grohowski - Shapeshifters

"Shapeshifters", so der Titel der CD. "Shapeshifting", nun, das hat so etwas mit Gestaltwandlung zu tun, so denke ich, wie man den Angaben im Innenteil der CD-Hülle entnehmen kann, soll das wohl ein Akt schneller physischer Transformation von einer Form zu einer anderen sein, mittels übernatürlicher Mittel. Das klingt ziemlich abgehoben, das klingt nach innerer geistiger Einkehr, nach Schamanismus oder vielleicht auch nach Schwarzer Magie.
So werden wir am Ende des Textes dann auch entsprechend gewarnt: "Prepare to be amazed, earthling!" Na, dann werde ich mich als Erdenmensch so vorbereitet auf das Wagnis einlassen, der Musik der Entrückten, Nicht-Erdlingen (?) zu lauschen und mich damit zu beschäftigen.

Lucio Battisti - Anima latina |1974

Manchmal bin ich mir gar nicht sicher, ob es sich hier tatsächlich um ein Progalbum, wie es meist zu lesen ist, oder um ein einfach schönes, nicht in eine Schublade wollendes Werk handelt. Allein der Opener lässt mich immer wieder zweifeln: beginnt er zunächst mit leisem, schwebendem Keyboardteppich, begleitet von Bläsern und rhythmisch geschlagenen Drums und eingerahmt von Battistis zarter Stimme, bricht er plötzlich fast experimentell auf, um langsam wieder in sanftem Fahrwasser auszuklingen.
Eine oft orchestrale Anmutung durchzieht das komplette Album. Mag manch ein Musikfreund Battistis Stimme als zu dünn oder nicht ausdrucksstark betrachten - ich liebe diese leicht Melancholie, die in seinem Gesang mitschwingt...

Elbow - Live at the Ritz (2020)

Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 2019, aus der Tour zu ihrem bis lang letzten Album "Giangt Of all Sizes". Das Konzert fand im Manchester Ritz statt es handelt sich also um ein Heimspiel für die Mannen um Guy Garvey und mir kommt es so vor als spüre man das bei Band und Publikum. Es bietet einen schönen Mischung älterer und neuerer, eine Auswahl wie mir scheint der Intimeren ruhigeren Lieder der Band. Eine Akustische Instrumentierung liegt da nahe und macht sich bezahlt. Und wem die ruhigen Melancholischen Lieder wie Empires, Great Expectations oder Seven Veils auf Dauer zu lahm sind, der muss nur etwa 30 Minuten durchhalten...

Beverly Glenn-Copeland - Transmissions: The Music Of Beverly Glenn-Copeland

Vom 2004er Album "Primal Prayer" finden wir gleich vier Songs (#1, 8, 10, 11). Auf dem Eröffnungstitel "La Vita" betört uns mit einem zusätzlichen Gesangsbeitrag die Mezzo-Sopranistin Maggie Dace Hollis, Glenn-Copeland singt dazu sehr ausgeprägt und kraftvoll mit sehr viel Ausdruck, einige Rap-Passagen inklusive. Die hintergründige Musik schwebt förmlich im Hintergrund im New Age - Modus. "This Side Of Grace" besitzt leichte Gospel-Anteile, "In The Image" und "A Little Talk" basieren grundsätzlich zwar auch auf starker Keyboard-Ausrichtung, aber besitzen einen guten Groove mit einem Hauch Soul-Feeling, jedenfalls zählen die Beispiele des Albums "Primal Prayer" zu den sehr interessanten der Platte.

Darlingside - Fish Pond Fish

Indie Folk Pop, Neo-Folk, Neo Baroque Pop, eigentlich werden alle diese Schubladen bedient. Und zusammen ergeben sie eben diesen Sound für alle Jene, die auf Schönheit und Harmonie in der Musik stehen, und auch damit umgehen können, dass letztlich nicht wirklich viel Abwechslung geboten wird. Zarte Gesänge, spartanische, sehr zarte Instrumentierung, durchgehend, Stimmung wie aus einem Stück. Wie auch immer, das ist ein Soundtrack zum Abschalten aus hektischen Phasen des Alltags.

Roger Waters - Us + Them | GB 2020| Livekonzert, Aufzeichnung in Amsterdam

"Us + Them" präsentiert neben den Waters-eigenen Songs auch jede Menge der alten Pink Floyd-Stücke. Ton und Bild sind ein wahrer Genuss! Absolut Top, wie das Konzert so auf Konserve gehievt wurde, dass das Gefühl entsteht, mitten darin und dabei zu sein. Waters ist der Zorn und die Wut, wenn er sich über politische oder soziale Verhältnisse auslässt, regelrecht anzumerken.

Fazit: Mitten drin statt nebenan! Wer live nicht dabei war, kann das Konzert hier hautnah mit- und nacherleben. Lasst euch visuell und bei perfektem Sound mit auf Waters Reise nehmen. Versprochen: die 148 Minuten vergehen wie im Flug.

Elvin Bishop & Charlie Musselwhite - 100 Years Of Blues

Na, das ist doch endlich einmal wieder eine Blues-Platte von Format. Immer stärker ist es deutlich geworden, dass sich vorwiegend bleichgesichtige Musiker der Urformen des Blues annehmen und ihn authentisch umsetzen. Annäherungen an Trends sucht man hier vergeblich, das ist purer Blues mit dem ursprünglichen Feeling. Und wenn sich dann noch alte Recken wie Elvin Bishop und Charlie Musselwhite damit beschäftigen, dann kann man davon ausgehen, dass dieses auf höchstem Niveau und musikalisch erstklassig über die Bühne geht.
Bei 100 Years Of Blues hat man sich auf eine kleine Besetzung geeinigt, zwei Gitarren, Mundharmonika und ein akustischer Bass zeigen auf, wie es einst mit dem Blues begann und er sich auch entwickelte.

Wytch Hazel - II Sojoum

Die Englische Band Wytch Hazel formten sich 2012 um dem Gitarristen, Sänger und Songwriter, Colin Hendra. und bevor im November 2020 ihr 3. Album „III Pentecost“ erscheint, will ich euch noch auf die Band aufmerksam machen und vor allem auf ihrem 2018 erschienenes Album „Wytch Hazel- IISojoum“
Die 10 Song sind von einer Leichtigkeit die in diesem Genre Hardrock selten zu finden ist. Schöne Gitarrenharmonie , eigentlich, einfachen Songstrukturen und eben dieses „easy listening“. Nicht übertrieben und doomig, jede Note muss dahin wo sie ist.


Höstsonaten - Autumnsymphony | Italien 2005

Orchestral, leicht jazzig bis rockig wird der Herbst mit diesem Opener eingeläutet. Meist jedoch geht es, fast skandinavisch-kühl, progressiv-rockig weiter durch die Herbstlandschaft. Wechselhaft wie diese Jahreszeit sind auch die Songs. Elegische, weit ausufernde Gitarrensoli zeugen von den Stürmen dieser Jahreszeit, beruhigend und dezent, manchmal spielerisch, deutet das Klavier die von den Bäumen fallenden Blätter an. Mitten in eine Herbstdepression wird durch die klagende Geige am Ende des Stückes Out of Water versetzt. Bevor diese jedoch völlig gefangen nimmt, naht Rettung durch die aufmunternden Klänge des Nightswan I...

Frutería Toñi - El Porvenir Está En Las Huevas

"Ja, wie soll man die Musik der Band nur einordnen? Die ersten Takte von "Agonía En Koyukuk" führen mich zunächst grundsätzlich in Richtung Prog Rock. Doch der Einsatz eines Saxofons bringt einige jazzige Sprenkel ein sowie jene einer Violine einen Hauch Folklore. Doch im Kern ist dieses aufwändig arrangierter Prog Rock, mit vielleicht dezenten Anklängen an Van der Graaf Generator. Man singt Spanisch, entsprechend sind die Texte auch im Booklet abgedruckt. Sänger Salva Marina verfügt über eine raue und kratzige Stimme und einen hohen Grad an Individualität.
Das 10:35 Minuten lange Stück ist wie eine Suite aufgebaut und besteht aus drei Teilen, davon wird nur im ersten Teil gesungen, der Rest ist instrumental. Der Sound erinnert mich stark an zurückliegende Zeiten, ..."

Wer ist online?
Leslie, Triskell

Momentan sind 49 Benutzer online: 2 registrierte, 0 versteckte, 47 Gäste. Der Besucherrekord liegt bei 1976 Besuchern zeitgleich online am 23.07.2016 um 22:59 Uhr.
Statistik
Dieses Forum startete am 28.04.2006 und hatte seitdem 56351605 Besucher. Es gibt insgesamt 84 Benutzer und es wurden seit Beginn 402337 Beiträge in 16573 Topics geschrieben.

Der neueste Benutzer ist Steinbart.