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Tipp des Monats ...

Juli 2026 | Kein Tipp des Monats

Kein Tipp des Monats im Monat Juli

Wiederentdeckt im Monat ...

Juli 2026 | Neil Young – Sleeps With Angels

Vier verschiedene Neil-Young-Songs innerhalb weniger Tage im Radio – das kommt heute nicht allzu oft vor. Keiner davon stammte allerdings von dem Album, das daraufhin bei mir wieder im Player landete: "Sleeps With Angels" aus dem Jahr 1994. Eine Platte, die neben ihren nachdenklichen und melancholischen Momenten auch überraschend rau und gitarrenbetont daherkommt. Stücke wie das ausufernde Change Your Mind, das druckvolle Driveby oder das düster schleppende Blue Eden zeigen Neil Young und Crazy Horse in starker Form. Für mich eine jener Scheiben, die man viel zu lange nicht hört – und die beim Wiederentdecken sofort daran erinnert, warum sie ihren Platz im Regal verdient hat.

Klangspuren

Jay Buchanan | Weapons Of Beauty

Vor einigen Tagen fiel mir beim Stöbern durch verschiedene Musikseiten immer wieder der Name Jay Buchanan auf. Seine Stammband RIVAL SONS war mir bislang eigentlich nur durch ihre ausgesprochen gelungenen Plattencover aufgefallen. Die Musik selbst konnte mich bei früheren Hörproben dagegen nie so recht überzeugen. Umso neugieriger war ich, wie sich Buchanan auf seinem ersten Soloalbum präsentieren würde. Also wurden einige der bereits verfügbaren Songs angehört. Wer hier den kraftvollen Bluesrock seiner Stammband erwartet, dürfte zunächst überrascht sein. "Weapons Of Beauty" schlägt …
Neu im Portal

Modest Mouse - An Eraser And A Maze

Bei der Band Modest Mouse handelt es sich um eine 1993 in Washington gegründete Indie-Rock-Band. Als wirklich festes Mitglied ist heute noch der Leadsänger und Gitarrist Isaac Brock an Bord. Auf einige durchaus erfolgreiche Alben kann man zurückblicken, mit auch unterschiedlichen musikalischen Ausrichtungen, auch durch Einbeziehungen verschiedener stilistischer Elemente.
Doch Eines ist geblieben, dieses „Unbequeme“ im Sound und in den Arrangements, so auch beim neuen, dem mittlerweile achten Album, "An Eraser And A Maze". So fließen in den fünfzehn Songs der Veröffentlichung recht verschiedene Stimmungen ineinander, so recht festmachen kann man das nicht.

Brock Davis - Nothing Lasts Forever

Die Musik von Brock Davis gefiel mir 2022 schon gut, und 2024 noch etwas besser, doch sein aktuelles Album, "Nothing Lasts Forever" trifft „meinen Nerv“ nun vollends und kann mich sehr begeistern mit dieser sehr ansprechenden Atmosphäre!
Und die hier erzeugte Stimmung läßt sich nicht spontan und auch nicht später im Verlauf kategorisieren, denn Davis bedient sich recht unterschiedlicher Elemente, sei es stilistisch mit Musik der letzten Jahrzehnte, seien es bestimmte Genres und ganz viele Stimmungen, die so wirken, als würden sie in irgendeiner Form Jede/n von uns ansprechen können, vielleicht, weil man Ähnliches, wie der Protagonist es vorträgt, bereits selbst erlebt hat oder man Menschen kennt, denen solches widerfuhr. Mithin, es ist wie aus dem Leben gegriffen, Momente und Tage und mehr, in denen man davon persönlich betroffen zu sein scheint.


Bjarke Falgren - Turkis

Ein Jazz-Violinist aus Dänemark? Klar, da muss ich sofort an den legendären Svend Asmussen denken. Auch ein gewisser Mads Tolling sollte erwähnt werden, doch nun hat sich ein weiterer Musiker angeschickt, sein Heimatland mit seinem Violinenspiel zu vertreten. Bjarke Falgren ist sein Name, und mit dem Album "Turkis" hat er seine zweite Produktion vorgelegt. Ein großartiger Reigen verschiedener Einflüsse, die sich zu einem Ganzen verbinden, zeichnet die zehn Songs aus. Das ist sicher kein purer Jazz in seiner Urform, und ist auch nicht an bestimmten Epochen festzumachen. Hier wird eindeutig fusioniert. Jazz, ein wenig Anklänge an klassische Musik, Latin-Elemente, und solche aus der Folklore grundsätzlich, und an Filmmusik kann man auch durchaus denken.


Mick Flannery - The House Must Win

So muss ich gelegentlich auch an Musik von Tom Waits denken, vielleicht auch gelegentlich an Nick Cave. Diese Erzählung wird dann auch nicht nur vom Protagonisten allein vorgetragen, sondern wird er unterstützt von den Gaststimmen von Anaïs Mitchell, Jeffrey Martin, Jenn Grant, Susan O’Neill, Tabitha Smyth, Yvonne Daly und Lisa Hannigan. Sie alle sind, inklusive aller Musiker*innen, Garanten dafür, dass hier etwas Ungewöhnliches geschieht. Man fühlt sich quasi wie in einer anderen Welt, und es fühlt sich halt so an, als würde man diese Bühne betreten, auf der diese Geschichten musikalisch erzählt werden. Nachlesen kann man sie gern im separaten Booklet und sich somit noch tiefer in die Gefühlswelt von Flannery einbringen.

Annika Fehling - Ja Tack

Bereits im Jahr 2010 erntete sie mit 12 entspannten Folksongs mit musikalischen Abstechern in die Country-, Blues- und Popmusik gute Kritiken anlässlich ihrer damaligen Veröffentlichung „Fireflies“, Es geht um die schwedische Musikerin Annika Fehling. Nun, viele Jahre später, liegt mir das aktuelle Album "Ja Tack" vor. "Ja Tack", ich denke, soll es heißen, „Ja, dankeschön“ ? Nun, gleich vorweg, ja, ich spreche schon jetzt einmal meinen Dank aus für die elf Songs, weil sie mich in den Genuss sehr schöner und bezaubernder Musik bringen. Nun, alle Texte sind auf Schwedisch, aber so kann ich mich zunächst einmal allein auf die Musik konzentrieren.


THE WESTERN FRONT - Eureka

Weder die Band THE WESTERN FRONT noch ihr Album Eureka waren mir bislang ein Begriff. Umso neugieriger wurde ich, als ich von einem Werk las, das mehr als vierzig Jahre unveröffentlicht in den Archiven geschlummert haben soll und heute von vielen Kritikern begeistert aufgenommen wird. Tatsächlich erwartet den Hörer hier ein hervorragend gespieltes Album zwischen AOR, melodischem Rock und klassischem US-Rock der 80er Jahre, veredelt durch Musiker wie Scott Gorham (THIN LIZZY). Doch handelt es sich wirklich um das verschollene Meisterwerk, als das es mancherorts gefeiert wird? Meine Spurensuche führte zu einem guten, teilweise sehr guten Album – und zu einer etwas differenzierteren Einschätzung.

Cotton Pickers - Pickin' Out Strong

Ja, diese Musik ist sehr lebendig und sprüht voller rauer Spielfreude, jeder Song wirkt glaubhaft, ausgereift und professionell dargeboten durch alle drei Musiker, sicher, man hat hier „das Rad nicht neu erfunden“, aber der Unterhaltungswert ist ein recht hoher. Alle zehn Songs kommen wie aus einem Guss, es gibt keinen Ausfall, mir selbst gefallen solche shuffelnden Nummern wie „It's Time“ am besten, hier kann die Band ihr Feeling in voller Breite ausspielen! Eigentlich ist diese Musik in genau dieser Art mittlerweile recht „altmodisch“ und schnörkellos, und ich freue mich, dass sich dieses Genre auf diese klassische Art mit den Cotton Pickers neu ausdrückt und kraftvoll belebt wird, und mit einem „modernen“ Anstrich etwas aufgepeppt wurde.

Rag-And-Bone - Strain

Es fällt mir angenehm auf, dass sich die Band so gar nicht an modernen Ausprägungen der Musik orientiert, sondern eher „altmodisch“ agiert, und sich dabei der langen Geschichte der Rockmusik bedient, ohne Gefahr zu laufen, Plagiate abzuliefern. Als Grundpfeiler der Musik entdecke ich Rockmusik, die sich mit Zutaten der Popmusik einschmiegend paart. Dabei entstehen auch solche Songs mit einer individuell stark geprägten Ausstrahlung wie „Pour Out The Rain“, auch irgendwie ein echter „Hit“! Und mir fiel es einfach nicht ein, woran mich dieses Arrangement erinnert, bis dann der „Groschen fiel“: The Pretty Things mit „Sickle Clowns“ von der Platte „Parachute“. Und somit stecke ich assoziativ erneut in den Siebzigern.

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