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Über die Adventstage präsentiert Xanadu dem Musikzirkus eine kleine Überraschung
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Tipp des Monats

Dezember 2019 - Bask - III

Ich habe was gemacht, was ich schon ewig nicht gemacht hatte.
Ein Album nur nach dem aussehen eines Cover gekauft. Dieses Bild hat mich irgendwie magisch angezogen. Der Jüngling mit dem, ich nehme mal an, Hase in der Hand und der Bandname in einer geschnörkelte Schreibschrift gehalten. Da konnte ich einfach nicht anders. Obwohl ich von dieser Band aus North Carolina noch nie was vorher gehört hatte.
Nach mehrmaligen anhören finde ich, ist es wert dieses Album euch nicht vorzuenthalten und speziell hier Vorzustellen, denn Es ist wirklich gut.

Wiederentdeckt

Dezember 2019 - Meredith Monk - Dolmen music

Mein Wiederentdeckt zum Jahresende ist nichts für Anhänger von Rockmusik oder ähnlichen Sounds, sondern wieder etwas für sehr entdeckungsfreudige Menschen, die auch Klängen aus der eher "akademischen" Musikwelt etwas abgewinnen können. Dolmen Music ist ein Werk für drei Frauen- und drei Männerstimmen, Violoncello und Percussion, auf einem anderen Stück gibt es auch ein Piano zu hören. Der Titel bezieht sich übrigend auf die Megalith-Anlage La Roche-aux-Fées in der Bretagne. Wesentliches Merkmal sind also die Stimmen, mal nur von Meredith Monk, mal auch zusammen mit den anderen

Neu im Portal

Taming the Shrew - Cure

So kann ein runder Retro-Rocker klingen! Auf 43 Minuten keine Langeweile. Auf den Punkt sitzende Jameinlagen, eine ausgewogene Mischung aus treibenden oder verhaltenen Songs sowie das perfekte Spiel jedes einzelnen Bandmitgliedes machen die Scheibe zu einem Genuss. Wer auf gut gemachte Rockmusik, gewürzt mit viel Hammond und einer ausdrucksstarken Stimme steht, sollte hier unbedingt einen Lauschangriff riskieren. Eine Scheibe, die aus der fast unüberschaubaren Masse monatlicher Neuveröffentlichungen weit herausragt. Daher: Macht die Kohle locker, kauft das Album und unterstützt damit diese Band. Auf dass ein weiteres Album erscheinen möge.

Thin Lizzy - Irische Waisenkinder

1971 war es wieder einmal John Peel (wer sonst), der mit 'Return Of The Farmer's Son' Thin Lizzy vorstellte: eine neue irische Band.., nein, eine neue IRISCHE Band. Eine ganz andere Band, als die später international erfolgreiche (und längst nicht mehr in Irland verwurzelte) Thin Lizzy.

Zwei Jahre vorher: Brush Shiels entließ Phil Lynott bei Skid Row, brachte ihm zum Trost aber noch das Bassspielen bei. der so 'verwaiste' Phil gründete damit ein Waisenhaus (Orphanage), in der auch ein alter Kumpel, Drummer Brian Downey ein Zuhause fand.

Gods & Punks - And the Celestial Ascension

"Auf der einen Seite wird die schwere Rifflastigkeit des Stoners mit einer spur Doom gewürzt. Auf der anderen Seite findet sich zeitloser Psychedelic-Sound mit fliessenden Gitarren, untermalt von einer schwebenden Hammond und einer gekonnt agierenden Rhytmusgruppe.

Der Gesang eher hoch und ein bischen klagend. Gekonnt ausgeführt, melodisch und songdienlich. Wer mit Rush oder DeWolff klar kommt dürfte hier keine Probleme haben."

Gebhard Ullmann-Hans Lüdemann-Oliver Potratz-Eric Schaefer / mikroPULS

Ullmann offenbart sich mit seinem Spiel als einer der derzeitig interessantesten Saxofonisten der deutschen Jazz-Szene. Dabei blieb der nun auch schon über sechzigjährige Musiker merkwürdigerweise eher im Schatten, trotz bisher einiger verliehener Auszeichnungen. Für mich bestimmt er den Sound dieser Platte, "mikroPULS", recht prägend durch seinen individuellen Stil. Und dann das oft verstimmt klingende Piano, denn nur dadurch wird dieses „schräge“ Element des Mikrotonalen einbezogen, mitunter spüre ich dadurch auch eine Nähe zu Aufnahmen von George Russell aus den Sechzigern und Siebzigern.

The Flying Colors (...zum zweiten) - The Other Side

Durch den Namen der Supergroup bin ich fälschlicherweise auf dieses Album gestoßen, da ich wirklich dachte das dies mit Flying Colors etwas zu tun hat.
Dann lief es um mir wurde klar, das ist definitiv was anderes, aber ich lauschte weiter und es entwickelte sich zu etwas besonderen. Die musikalische Leichtigkeit fließt vor sich hin. Man kann nicht anders als zuhören.
The Flying Colors ein Jam-Country-Western-Pop-Rock-Jazz Ensemble. Leider findet man im weltweiten Netz nicht viel Infos raus. Aufgenommen 2010 und der Hauptmusiker scheint ein Mike Banks zu sein, ...

Stephan Eicher - Homeless Songs

"...Diese Stimmung kann Gänsehaut und Schauer den Rücken hinunter verursachen, wenn dann, und das ist einer meiner persönlichen Lieblingssongs, „Haiku – Papillons“, ertönt. Anfangs liest Rudolph Stalder das Gedicht „Summerabe“ vor, und dann wird es ganz melancholisch und warmherzig, Streicher, eine Pedal Steel und diese schwebende leichte Atmosphäre, die zum Schluss erneut mit einem Poem ausklingt. Ähnlich tief bewegend ist „Toi et ce monde“, aber dieses Gefühl tritt darüber hinaus auch bei anderen Songs auf, „Still“, mundartlich vorgetragen, oder „La Fête est finie“, alles das sind so wunderschöne Lieder, sie alle können ganz warm und weich das Herz erfreuen. "

Flying Colors - Third Degree

Der dritte Streich der Supergroup Flying Colors. "Third Degree" beinhaltet nichts neues und ist auch kein Meisterwerk, warum auch ? Einzig sie sind noch kompakter zusammengewachsen. Der Stil aus ClassicRock und Prog funktioniert hervorragend. Die Ausnahmemusiker und ihr Können braucht man hier nicht weiter erläutern. Dass sie dies so ineinander verweben und jeder zurückstecken kann, ist in meinen Augen respektwürdig - und sie haben riesig Spaß dabei. Darum kommt auch so eine gute, hochwertige, zeitlose Musik heraus. Schon eingebürgert hat sich, dass der letzte Track eine besondere ProgPerle herauskristallisiert. ..

Gunnar Halle - Halle’s Planet

2015 war es, dass ich mich der Platte “Istanbul Sky“ des in Oslo lebenden Trompeters Gunnar Halle widmete, als sehr empfehlenswert hatte ich das Album vorgestellt. Und zwar darum, weil Halle Musik mit einem eigenständigen Sound geschaffen hatte, einen Sound, der zwar mannigfaltige Einflüsse einschloss, diese aber mit einer persönlichen Note ausstattete, und somit ein hohes Maß an Individualität ausstrahlte.
Und genau das ist so geblieben, und hat sich verdichtet, mit dem Nachfolger "Halle’s Planet". Abermals sind es Miles Davis und Nils Petter Molvær, die mir spontan assoziativ einfallen, doch grundsätzlich sind es auch Einflüsse, die nicht nur von Miles Davis allein während seiner “Bitches-Brew“-Phase und kurz danach einbezogen wurden, ...

Chris Knight - Almost Daylight

Ich denke, mit "Almost Daylight" ist Knight sein bisher am meisten beeindruckendes Album gelungen, es strotzt förmlich vor geballter und konzentrierter Kraft, und das alle sehr zurückgenommen und strukturiert, manchmal kurz vorm Platzen stehend. Doch diese Kraft ist kontrolliert, sie strahlt aus der Tiefe, auch, wenn etwas ruhiger gehaltene Titel mit mehr akustischem Ausdruck, wie “Go On“ geboten werden. Emotionen aller Art durchziehen die Atmosphäre der Platte, dunkel statt hell ist jedoch vorrangig die vorherrschende Stimmung, dunkel im Sinne von Melancholie, jedoch nie so gestaltet, dass die Musik depressiv wirkt. Denn schöne Momente sind stets nuanciert wahrzunehmen, immer auch dann, wenn sich klassische Instrumente aus Country und Bluegrass zu Wort melden...

The Nick Moss Band featuring Dennis Gruenling - Lucky Guy!

“Chicago’s my home town, born and raised”, so singt Nick Moss im selbst komponierten Auftaktsong seiner neuen Platte "Lucky Guy!". Und da hat er recht, erblickte er doch am 15.Dezember 1969 dort das Licht der Welt.
Und den Blues seiner Heimatstadt scheint er vollends aufgesogen zu haben, denn sein Blues ist geerdet im klassischen Chicago Blues. Seit 2008 leitet er seine eigene Band, seit 2009 nennt sie sich The Nick Moss Band. Diese fünf Bleichgesichter plus Gäste spielen einen dermaßen authentischen Blues, dass man mit dieser Platte so manchen Blindfold-Test-Spezialisten an der Nase herumführen könnte...

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