.

 
Zu den vollständigen Übersichten
Tipp des Monats

August 2019 - Children of the Sün - Flowers

„Flowers“ gedanklich in die übervolle Retro-Kiste zu packen, ist ein leichtes! Natürlich finden sich in jedem Titel Verbeugungen vor der Rock-Musik der letzten 40-50 Jahre. Aber COTS waren schlau genug, nicht wieder den Geist einer längst vergangenen Zeit aus der Flasche zu zaubern und letztendlich doch nur einen weiteren garstigen Gollum hervorzubringen. Es ist nur meine Einschätzung, aber meiner Meinung nach haben die Achtlinge sich darüber Gedanken gemacht, wie die Musik aus der Vergangenheit sich wohl in der Neuzeit anhören könnte.
Das instrumentale folkloristische Titelstück lässt in seiner Kürze noch am ehesten eine gedanklich rückwärtige Reise zu. Ab „The game“, das auch von Sarah McLachlan hätte stammen können, ...

Wiederentdeckt

August 2019 - Snowball - Cold Heat

Leider nur kurz war die Geschichte der deutsch-amerikanischen Funk-Rock-Band SNOWBALL. Schön jedoch, dass Sireena Records nun die alten Scheiben als CDs neu auflegt, so kann ich auch mein Vinyl von “Cold Heat“ aus dem Jahre 1979 im Schrank lassen. Das ist auch schon ganz schön runtergespielt, denn die Scheibe drehte sich damals doch recht häufig bei mir. Nicht mehr ganz so fusionbetont wie der Vorgänger “Defroster“ prägten die neu hinzu gekommenen Bandmitglieder Frank Diez (später ja auch bei PETER MAFFAY oder dem ELECTRIC BLUES DUO) und Eddie Taylor den Gesamtsound, der etwas zugänglicher, zugleich aber auch erdiger wurde.

Neu im Portal

Herbert Pixner Projekt - Lost Elysion

Angefixt wurde ich durch meinen Schwager, der im Urlaub in Südtirol Karten zu unserer Überraschung für die komplette Familie erworben hatte. Ich hatte vom Pixner Projekt natürlich gehört, aber noch kein Stück vom ihm hören können. Umso überraschender kam somit der Konzertbesuch im Bozen.
Der Saal war wie fast alle Konzerte restlos ausverkauft und ich war somit schon einmal positiv gestimmt. Schon der Einmarsch der vier Musiker war überwältigend. Das Publikum tobte schon bevor die erste Note gespielt wurde. Wahnsinn. Nach einem kurzen Intro wurde die Band von Herbert vorgestellt. Der Gitarrist Manuel Randi war mir bekannt, er ist ein begehrter Studiomusiker und hat einige Solowerke veröffentlicht. Er sollte für mich der zweite Star des Abends werden, da er mindestens gleichwertig gut sein Instrument beherrscht wie Herbert Pixner...

Jess and the Ancient Ones - Same (2012)

Wiedermal eine Retro Band mit Sängerin aus Skandinavien, besser gesagt aus Finnland. Riffige Lead Gitarre die nicht zu sehr verzerrt sind, damit ist der Sound nicht heavy sondern richtig groovig, aber immer noch vordergründig und frech.
Dazu eine Vorzeige Sängerin, Jess , die die Melodielinien vorgibt, ähnlich der holländischen 60er Band. Gleich der Opener Prayer for the Death and Fire, gibt die Richtung vor,einfach gerade aus. Das Antike Twilight Witchcraft" umgibt eine mystische Aura mit den in Moll gehaltenen Rhytmusgefüge. Bei rockigeren Ghost Rider ziehen sie das Gas nochmal nach oben. Die fette Hammond kommt hier besonders zur Geltung. Besonders stark singt Jess in dem swingender Halb Ballade Ghost (in G Minor) und der beste Songs des Albums ist Come Crimson Death...

Light Of Darkness - Same

LOD spielt einen ziemlich songorientierten , kräftigen Bluesrock mit leichten Anteilen von Folk und Psychedelic ohne diese damals üblichen krautigen instrumentellen Ausschweifungen. Die eigenwilligen Vocals von John Latimer sind eventuell ein Manko. Wer sich mit der Stimme anfreunden kann, wird dieses Werk sehr wertschätzen. Wer es nicht kann, tja, für den wird es schwierig werden.

Möglicherweise sind das auch Gründe gewesen, daß Phillips die Band so gut wie gar nicht promotet hat. Obwohl die Gruppe als Support für die Rolling Stones auf Tournee war...

Pristine - Road Back To Ruin

Kurz auf die Drums gedroschen, setzt schon die fette Stonergitarre ein, und schwupp wird der Opener "Sinnerman" durch das Mikrofon getrieben. Drei Minuten lang die reinste Verfolgungsjagd - wer treibt hier wen? Die Drums die Gitarre? Die Gitarre die Stimme? Zwischendurch sattes Hammondgetöse. Ich glaube, die Gitarre treibt hier alles vor sich her und macht das Rennen. Grandios, keine Sekunde bleibt zur Erholung, das E-Werk hat mächtig zu tun, diesen Dauerstrom zu liefern, und Headbanger sind reif für den Physiotherapeuten.

Wer hier die Nase in den Wind hält, schnuppert schon wieder diesen leichten, im Trend liegenden Retro-Duft. Nachahmer? Aber woher denn - trotz Retro scheint hier ein Fass Frischware aufgemacht worden zu sein....

Hong Faux - The Crown That Wears The Head

Die Schweden machen es wahrlich nicht leicht, einen der auf der Platte verewigten acht Songs besonders hervorzuheben. Das ganze Album ist einfach eine schöne, runde, homogene und abwechslungsreiche Sache. Bester Sound im Retrogewand. So kann ich ruhigen Gewissens neben den bereits erwähnten Bands (...) einen weiteren Vergleich ziehen. Wem also diese Scheibe gefällt, der sollte auch ein Ohr riskieren bei Graveyard - Hisingen Blues oder Gingerpig - Hidden From View. Freunde der 70er-Jahre-Musik werden hier voll auf ihre Kosten kommen. Ob nun Ähnlichkeiten zu BLACK SABBATH, Jonathan Wilson, Crosby, Stills, Nash and Young oder Gingerpig erkannt werden oder nicht, sollte dabei keine Rolle spielen.

Fanny Walked The Earth

Ähnlich wie Suzie Quatro die vor kurzem ein durchaus überzeugendes Album vorgelegt hatte, ist FWTE kein "lasst es wie anno dunnemals krachen " Album, dass dann doch am krampfhaften bemühen scheitert. Locker, ohne irgendeinem kommerziellen Druck zu unterliegen, wurden 11 Titel eingespielt, die mit recht recht überschaubaren Spielzeiten, 33 Minuten Pop-Rock vom feinsten zu Gehör bringen. Parallelen zu den ganz frühen Bangles sind nicht ganz von der Hand zu weisen, aber es gibt schlimmere Referenzen. Lockere Rocker, "Not my monkey" ergänzen sich perfekt mit "One", einem gemütlichen Schleicher, dem gegenüber der Totalausfall "It happenend here" steht.

Beach Boys - Düsseldorf, 02.07.19, Mitsubishi Electric Halle

Es ist bereits einige Monate her, dass uns unser Freund Stefan anrief. Düsseldorf, ...Beach Boys, ...ob wir Lust hätten, mitzukommen. Was sagt man in einem solchem Fall, wenn gerade einmal eine CD der Band im Regal steht? Und wenn aus der jugendlichen Sturm- und Drangzeit wohl noch einige ihrer Hits, aber ansonsten kein Album präsent ist? The Beach Boys - das ist ja nun eine Institution. Und bevor später wieder einmal gedacht wird "...wären wir doch", haben wir diesmal spontan zugesagt.

Wie sich am Ende zeigte, war unsere Entscheidung, das Konzert zu besuchen absolut richtig. Wir hätten einen tollen Abend verpasst...

Bruce Springsteen - Western Stars

Auf diesem Album erleben wir nicht den karo-hemdsärmeligen Worker, der seine Songs, unterstützt von seiner E-Street-Band, in ein paralysiertes Publikum schreit. Hier hören wir Springsteen leise und verhalten, Springsteen als famosen Storyteller. Meist spartanisch instrumentiert starten seine Geschichten, um ab und an in orchestrale Höhen zu steigen. Und - der Mann kann singen. Wenngleich ich das auf seinem Album "The Ghost of Tom Joad" bereits ahnte oder nach seinem wunderschönen Soundtrack-Song Lift Me Up bereits wusste, war ich hier ob seiner Vielfalt doch überrascht ...

CARA, Live 13.06.19 - Alter Bahnhof, Hützemert

CARA spielen traditionell angehauchten keltischen Folk, vorwiegend mit irischen und schottischen Einflüssen. Und schon bei den ersten beiden Stücken merkte man dem Quartett an, dass es viel Spaß am Musizieren hat und den Kontakt zu seinem Publikum sucht. Die gute Laune der Musiker übertrug sich dann auch ganz schnell auf das Publikum. Bereits nach zwei Stücken wurde eifrig mitgeklatscht und für besondere solistische Leistungen erntete die Band begeisterte Zwischenrufe. Kurzum: es herrschte eine ausgelassene Stimmung zu der insbesondere die fröhlichen und schwungvollen irischen Traditionals bestens passten.

Louise Lemón - A Broken Heart is an Open Heart

"...Unaufgeregt, minimalistisch, in wenigen Minuten großes gestalten, wären die Schlagworte, die mir momentan spontan einfallen. Neben der unaufdringlichen aber wirkungsvoll eingesetzten Stimme der Dame ist es der musikalische Rahmen, der mit wenigem aber um so prägnanter Akzente setzt. Hier ein düsteres Piano im finstersten Moll, dort ein kraftvoller Bass, eine verzerrt psychedelische Gitarre ganz kurz im Hintergrund oder deutlich als Leitmotiv. Um mal kurz in die Malerei abzuschweifen. Mit wenigen Pinselstrichen wurde ein ausdrucksstarkes Gemälde geschaffen!"

Wer ist online?
Street66

Momentan sind 50 Benutzer online: 1 registrierter, 0 versteckte, 49 Gäste. Der Besucherrekord liegt bei 1976 Besuchern zeitgleich online am 23.07.2016 um 22:59 Uhr.
Statistik
Dieses Forum startete am 28.04.2006 und hatte seitdem 47613663 Besucher. Es gibt insgesamt 82 Benutzer und es wurden seit Beginn 366897 Beiträge in 15172 Topics geschrieben.

Der neueste Benutzer ist BaalianOne.