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Tipp des Monats

April 2020 - Siena Root - The Secret Of Our Time

"...Der erste Song klingt aufgrund des modern gehaltenen Tastenintros ungewohnt, für Walter Sehrer von der eclipsed „nach frühen MMEB denn nach Deep Purple und Uriah Heep“. Dem kann ich soweit zustimmen, zumindest was die einleitenden und begleitenden Keyboardeinsätze angeht, ansonsten geht „Final Stand“ für mich schon stark in Richtung Heep zu "Easy Livin'"-Zeiten – nur eben mit – und das ist neu bei den Nordlichtern – weiblichem Gesang und das gleich doppelt. Mit Lisa Lystam und Zubaida Solid setzt man jetzt wieder, wie in den Anfangstagen, auf Frauen-Power, wie von den Kollegen von Wucan und Blues Pills bereits gewohnt. Und ich finde, die beiden Damen machen ihre Sache sehr gut. Allerdings muss man bis zum dritten Track warten ehe beide im Doppel in Erscheinung treten."

Wiederentdeckt

April 2020 - Sleep - Holy Mountain

Wenn ich 1992 das die CD eröffnende "Dragonaut" ganz pauschal als blutarmes Black Sabbath Deivat abgetan hatte, ist zwar im erneuten Hördurchgang eine latente BS Grundtendenz vorhanden, über der aber unüberhörbar ein psychedelischer Überbau steht, der wiederum die Nähe zu Blue Cheer oder Mountain nicht leugnen kann. Der nachfolgende "Druid" hatte offensichtlich ein paar kreative Kräuter in der Pfeife, was in den folgenden Minuten zu einem Par Force Ritt durch die Geschichte des siebziger Jahre Hard Rock animierte. Versucht euch vorzustellen das Leslie West, Tony Iomi und Randy Holden sich leicht benebelt zu einem Gitarenduell getroffen haben. Den dritten Titel hätte ich fast übersprungen, weil die ersten Takte zu sehr an die Vorläuferband erinnerten und es ein wenig dauert, bis "Evil Gypsy / Solomon's Theme" aus dem Mustopf kommt...

Neu im Portal

Awa Ly - Safe And Sound

Musik von hoher Intensität, vorgetragen von der Protagonistin‘ warmer und tief klingender Stimme, im Einklang beider Elemente voller Botschaft, und Aufmerksamkeit erhaschend. Zudem wird eine recht ruhige und beschauliche Stimmung versprüht, die auch zum Innehalten animiert. “What Goes Around“ wurde zusammen mit dem Trio Delgres aus Frankreich eingespielt, drei Musiker mit karibischer Herkunft, und “Are You Satisfied“ entstand mit dem Sänger Arthur H als Gast. Diese beiden Gastbeiträge wären gar nicht nötig gewesen, denn Awa Ly füllt die Bandbreite der Musik ganz allein ganz aus, vielmehr lenken die beiden Songs vielleicht sogar eher ab.

Yuri Gagarin - Same

Der Bandname Yuri Gagarin läßt schon ahnen, was sich die Band auf die musikalische Fahne geschrieben hat.
Yuri Gagarin, der legendäre russisch-sowjetische Pilot und Kosmonaut war das erste menschliche Wesen, das in den Weltraum geflogen ist. Auch die Hündin Laika, das erste Lebewesen, das vom Menschen gezielt in eine Umlaufbahn um die Erde befördert wurde (Sputnik 2) und die Erkenntnisse aus dieser Mission, die die erste bemannte Raumfahrt (Vostok-1) mit Yuri Gagarin überhaupt erst ermöglichte, trug zur Namensfindung bei. In Anlehnung an das Vermächtnis dieses Kosmonauten spielen Yuri Gagarin einen schweren spacig psychedelisch instrumentalen Weltraumrock.
Wer Hawkwind schätzt, wird sich gerne mit dieser Band auf die musikalische Reise durch die unendlichen Weiten des Universums begeben.

Tony Allen, Hugh Masekela - Rejoice

Gut, dass diese Platte realisiert wurde! Tony Allen ein legendärer afrikanischer Schlagzeuger, unter anderem Vorbild für Ginger Baker, und der gleichermaßen legendäre afrikanische Trompeter Hugh Masekela, einst bereits in Monterey dabei (und von Eric Burdon im gleichnamigen Song auch erwähnt), beabsichtigten schon in den Siebzigern, gemeinsam eine Platte aufzunehmen.
Erst im Jahre 2010 führte eine jeweilige Tournee die Beiden in Großbritannien zusammen und man begab sich zusammen mit dem Produzenten Nick Gold in das Livingston Studio in London. Leider blieben diese Sessions unvollständig und letztlich unveröffentlicht...

Harvey Mandel - Snake Attack

Nur instrumental eingespielt, rangiert die Bandbreite der Songs von künstlich mit Overdubs überladenen Songs wie der Titelsong hin zu dem Latin-beeinflussten Titel “Packin‘“ mit reichlich Perkussion und einem Streicherarrangement, und dem typischen Tapping auf dem Griffbrett, dieses Stück erinnert mich stark an alte Aufnahmen des Protagonisten. "Freak Of Dawn" im Fusiongewand mit knarzig knurrendem Gitarrensound, ein sehr romantisches und nach Unterhaltungsmusik klingendes “A Luscious Life“, “Sinister“, das an Jeff Beck erinnert oder das fließende und stark elektronisch trockene “Criminal Intent“, das man auch als Soundtrack für “Miami Vice“ hätte verwenden können, das sind weitere Stationen dieser CD, die letztlich stark geprägt ist von der Persönlichkeit des Künstlers und seiner Absicht, dieses genauso aufzunehmen.

Ben Lorentzen - King Of Bitter Sorrow

"King Of Bitter Sorrow", das ist das bereits dritte Album des norwegischen Musikers Ben Lorentzen. Ich denke, die wenigsten werden von ihm bisher Notiz genommen haben. Dem mittlerweile in den USA lebende Künstler schreibt man als Einflüsse Kollegen wie Nick Cave, Bob Dylan und Nick Drake zu. Nun, sicher nicht ganz abwegig im einen oder anderen Fall, wie man im Verlauf der Platte feststellen wird.
Musikalisch erwartet uns Musik voller Emotionen, angesiedelt im Umfeld Singer/Songwriter mit Anleihen am Indie-Rock und auch einigen wenigen Pop-Elementen. Auf jeden Fall ist etwas entstanden, das sich nicht in eine bestimmte Schublade sortieren ließe...

Julie Campiche Quartet - Onkalo

Begleitet von Saxofon, Bass und Schlagzeug wird das Klangspektrum noch durch Effekte erweitert, von allen Beteiligten eingebracht. Einigen Jazzfreunden mag die Harfenistin noch bekannt sein durch ihre Mitwirkung in der sehr originellen und innovativen Gruppe Orioxy (von 2008-2016). Den Bassisten Manu Hagmann nahm sie mit für ihr eigenes Quartett und mit "Onkalo" liegt die aktuelle Platte vor. War ich von der letzten Platte von Orioxy, “Lost Children“, schon sehr begeistert, so übernehme ich diese gern für das Solowerk des Julie Campiche Quartets.
Kurzum, diese Platte sei Allen ans Herz gelegt, die Jazz mögen, aber nicht den traditionellen, sondern Jazz als Basis für Improvisation, und Allen, die solche elektronische Begleitung lieben, ...

Jonathan Wilson - Dixie Blur

Zwei Jahre ist es her, dass ich den von Roger Waters auf seiner Us & Them-Tour als "der letzte Hippie" angekündigten Jonathan Wilson auf einer Bühne erlebt hatte. Bescheiden und im Hintergrund hat er mit seinen Gitarrenklängen die Songs begleitet. Anlässlich seiner vorherigen drei Alben sowie seinem Mitwirken bei Waters war ich bei den Vorankündigungen zum neuen Album sehr überrascht, solch ein Schlagwort wie "Country" zu lesen. Was mich nicht davon abhielt, sein neues Werk quasi im Blindflug zu erwerben.
...Dixie Blur ist ein ganz anderes Album als dessen drei Vorgänger. Dennoch ist es unverkennbar ein Jonathan Wilson-Album. So schön und authentisch wie er hat noch niemand ein 60er/70er-Jahre Album erschaffen, welches nicht in diesem Zeitraum entstand.

Yuri Honing Acoustic Quartet - Bluebeard

Zwei Jahre ist es her, dass das Yuri Honing Acoustic Quartet das Album “Goldbrun“ veröffentlichte. Mit der Musik jener Platte hatte mich der niederländische Saxofonist auf eine Gedankenreise durch verträumte Welten geschickt und mein Kopfkino auf kreative Weise aktiviert. Die äußerst sphärische Stimmung der Musik wiederholt sich auf "Bluebeard", vielmehr scheint sie sich noch zu vertiefen. Ich wiederhole an dieser Stelle eine sicher wichtige Aussage des Protagonisten: 'Ich komponiere von einem Kern und arbeite von dort bis zu den Rändern, ebenso wie harmonische Strukturen, die in der Mitte beginnen und sich ausbreiten.'

Willow Mae - Song Of Songs

"Wollte man einen Vergleich zu ähnlichen Musikern suchen, kommen bereits während des ersten Songs Assoziationen auf. Die Atmosphäre und der Aufbau des Titelstücks erinnern mich an Einiges von James Taylor. Eine feine Melodie, ein griffiges Arrangement mit Bläsern und eine wohlige Stimmung, ein kurzes Gitarrensolo und darüber die angenehme Stimme der Protagonistin heben dieses Stück auf ein niveauvolles Plateau.
"Dancer" bringt dazu noch eine gewisse Portion Groove mit ein, der Gesang ist auch hier recht fließend und gestaltend mit dieser oben genannten Portion von Jazzfeeling. "

Jan James - Justify

"...Die US-Amerikanerin Jan James aus Chicago präsentiert mit "Justify" ihr bereits elftes Album und beweist, dass sie zur Spitze jener Sängerinnen zählt, die bleichgesichtigen Blues mit Soul-Feeling überzeugend präsentieren können. Wesentlich unterstützt wird sie dabei vom Songschreiber und Gitarristen, ihrem Partner Craig Calvert, den sie seinerzeit in Michigan kennen lernte.
Größtenteils orientiert sich die Musik am Blues, erweitert um soulige Aspekte, und das auf rockender Basis. Bei einigen Songs ist es so, dass man über den „Blues-Tellerrand“ hinausschaute ... "

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