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Tipp des Monats ...
Oktober 2026: Suecide High - Chaos Has Its Charm

Bereits seit mehr als 40 Jahren ist der Belgier Renaud Mayeur als Musiker und Komponist tätig. (...)Zwischendurch warf ihn die Diagnose inoperabler Hirntumor aus der Bahn. Aber entgegen aller Prognosen hat der diesen Schock nicht nur überstanden, nachdem sich der Tumor zurückgebildet hatte, fand er die Kraft, mit alten Freunden mit SUECIDE HIGH neue Wege zu beschreiten.
Der Vierer präsentiert auf seinem Debütalbum „Chaos Has Its Charm“ eine gut abgehangene Mischung aus Blues Rock, Grunge, Heavy Sounds und leicht punkigem Alternative.
Wiederentdeckt im Monat ...
Oktober 2026 | SIMPLE MINDS - Sons And Fascination / Sister Feelings Call

1981 waren die SIMPLE MINDS noch eine ziemlich andere Band. „Sons And Fascination / Sister Feelings Call“ steckt voller treibender Rhythmen, flirrender Keyboards, kantiger Gitarren und einer angenehmen Portion musikalischer Unruhe. Von späterem Stadionrock ist hier noch herzlich wenig zu hören. Besonders interessant wird die Sache durch die vielen kleinen Details, die sich zwischen Bass, Schlagzeug, Gitarre und Keyboards verstecken. Mal geht es stoisch voran, mal wird es geradezu hibbelig, und zwischendurch tauchen Instrumentalpassagen auf, die auch heute noch erstaunlich frisch wirken.
Beim Hören musste ich dabei immer wieder an die TALKING HEADS und „Remain In Light“ denken. Nicht, weil die SIMPLE MINDS ähnlich klingen würden, sondern wegen dieser eigenartigen Nervosität und dem permanenten Gefühl, dass irgendwo im Hintergrund noch etwas passiert.
Klangspuren
EELS – Cookie Happened
Bei Mark Oliver Everett alias E fragt man sich schon, was das Leben eigentlich gegen diesen Mann hat. Sein Vater stirbt früh, seine Schwester nimmt sich das Leben, später verliert er auch noch seine Mutter an Krebs. Stoff genug, um endgültig in der Traurigkeit zu versinken. Doch E macht daraus Musik: mal tieftraurig, mal herrlich schräg und immer wieder mit einem Humor, der selbst im größten Schlamassel nicht den Kopf verliert. Wer mehr über seine bewegte Lebensgeschichte erfahren möchte, dem sei seine Autobiografie „Glückstage in der Hölle“ ans Herz gelegt. Ein bewegendes Buch, das ganz ohne …
Neu im Portal
CANNED HEAT - Boogie With Canned Heat

Ein alter Bekannter ist plötzlich wieder da. Dank des Shuffle-Modus meiner NAS landete nach langer Zeit ausgerechnet CANNED HEAT wieder auf dem musikalischen Radar. Der bekannte Gassenhauer
On The Road Again spülte dabei nicht nur Erinnerungen hoch, sondern sorgte auch dafür, dass „Boogie With Canned Heat“ nach ziemlich langer Zeit wieder im Player landete.
Beim erneuten Hören ging es diesmal allerdings um mehr als den bekannten Hit. Vor allem das Gitarrenspiel von Henry Vestine und Alan Wilson hat mich überrascht. Rau, bluesig, manchmal ziemlich lässig und dann wieder mit ordentlich Druck. Den musikalischen Höhepunkt bildet für mich inzwischen das über elfminütige
Fried Hockey Boogie, bei dem sich die Band richtig austoben darf. Eine kleine Wiederentdeckung also – ausgelöst durch einen simplen Zufallsgenerator und mit durchaus angenehmen Nebenwirkungen.
Van der Graaf Generator – The Least We Can Do Is Wave to Each Other (1970)

Während Bands wie King Crimson kurz zuvor mit orchestraler Härte experimentierten, gingen VDGG unter der Führung des charismatischen Sängers und Songwriters Peter Hammill einen ganz eigenen, ungleich düstereren und psychologischeren Weg.
Dieses Album markiert den eigentlichen Wendepunkt und den wahren kreativen Urknall der Band.
VDGG klingen auf diesem Album rau, exzentrisch und emotional aufwühlend.
Das liegt zum einen an David Jacksons markantem Spiel, der oft zwei Saxophone gleichzeitig spielte und sie durch Verzerrer jagte, und zum anderen an Hugh Bantons sakraler Hugh-Banton-Orgel.
Über allem thront jedoch das Jahrhunderttalent Peter Hammill.
Danni Nichols - Making Moves

Mag die Musikerin wohl auch recht unbekannt sein, so legt sie mit dieser Veröffentlichung bereits ihr viertes Soloalbum vor, allerdings erschien das letzte nun auch schon vor sieben Jahren. Wie sie selbst schreibt, hätten sie diese Songs des neuen Albums durch große Veränderungen und neue Anfänge begleitet, und jetzt sei es an der Zeit, sie so weit wie möglich zu verbreiten. Und genau dabei möchte ich ihr natürlich gern helfen. Denn nicht nur aus subjektivem Blickwinkel, gleich vorweg, ich liebe diese harmonische Musik, sondern auch aus objektiver Sicht bin ich der Meinung, das hat die Künstlerin verdient, dass man sie mit diesen Songs wahrnehmen möge.
SHEARWATER - The New World

Acht SHEARWATER-Alben stehen mittlerweile in meinem Regal. Angefangen hatte alles mit dem aus meiner Sicht hervorragenden „The Great Awakening“. Und nun also „The New World“, eine Veröffentlichung, die für mich gleich doppelt interessant wurde: Zum einen natürlich wegen SHEARWATER selbst, zum anderen durch die Mitwirkung von Laurie Anderson, deren „Big Science“ mit dem unvergesslichen
O Superman seit vielen Jahren in meiner Sammlung steht.
Musikalisch gibt es ruhige, wunderbar entschleunigte Momente, aber auch vielschichtige Songs voller kleiner Überraschungen, Effekte und Details. SHEARWATER machen es sich dabei nicht in der eigenen Vergangenheit gemütlich, sondern lassen Raum für neue Klangfarben und so manchen unerwarteten Einfall. „The New World“ ist eine Platte, die sich nicht gleich komplett ausbreitet, sondern bei genauerem Hinhören immer wieder kleine Besonderheiten preisgibt – und genau das macht sie für mich so spannend.
THE CLEANERS FROM VENUS – Beryl & Ruff Go Shopping

Was passiert, wenn ein einzelner Musiker sich mit Gitarre, Bass, Keyboards und einem 8-Spur-Portastudio bewaffnet und einfach loslegt? Im Fall von THE CLEANERS FROM VENUS kommt dabei mit „Beryl & Ruff Go Shopping“ ein erstaunlich charmantes Stück britischer Popmusik heraus. Zwischen BEATLES-Flair, Jangle Pop und einer guten Portion Eigenwilligkeit gibt es einiges zu entdecken – und möglicherweise auch eine kleine Gefahr für den Geldbeutel. Ein kleiner Ausflug abseits der üblichen Britpop-Pfade, der bei mir jedenfalls für gute Laune und einen gewissen Haben-wollen-Reflex gesorgt hat.
Last Knight - The Lords Of Wisdom I : Reconquista I

Heute geht es um den spanischen Songwriter und Produzenten Jose Manuel Medina. Mit dieser Veröffentlichung tritt er auf als Schöpfer des internationalen Musikprojekts Last Knight. Ursprünglich geht es zurück mit seiner Gründung im Jahre 1997. Es war und ist beabsichtigt, verschiedene Musikstile zu verbinden, symphonische Orchesterarrangements mit Folklore und Prog Rock, um eine historische Geschichte über das Mittelalter in Verbindung mit der iberischen Halbinsel darzustellen. Höhepunkte sind hier auf jeden Fall die beiden langen Songs, "The Kingdom Of Leon" mit 13:52 Minuten und "The Kingdom Of Galicia" mit einer Länge von 16:12 Minuten!
CREEDENCE CLEARWATER REVIVAL – Willy And The Poor Boys

Hits wie
Fortunate Son, Down On The Corner oder
Cotton Fields kennt vermutlich fast jeder. Doch gerade den kompletten CCR-Longplayern sollte man etwas mehr Aufmerksamkeit schenken. Denn neben den großen Klassikern findet sich dort vieles, was im Radio nie die ganz große Runde gemacht hat und trotzdem zum Besten gehört, was die Band aufgenommen hat. "Willy And The Poor Boys" ist dafür ein schönes Beispiel: Rock, Blues, Country und Folk verbinden sich zu einem Album, das auch nach mehr als fünf Jahrzehnten nichts von seinem Charme verloren hat. Wer CCR bislang vor allem über die bekannten Hits kennt, bekommt mit dieser Vorstellung eine gute Gelegenheit, sich einmal etwas intensiver mit einem der Longplayer zu beschäftigen. Und vielleicht wartet dabei ja die eine oder andere kleine Überraschung.
Modest Mouse - An Eraser And A Maze

Bei der Band Modest Mouse handelt es sich um eine 1993 in Washington gegründete Indie-Rock-Band. Als wirklich festes Mitglied ist heute noch der Leadsänger und Gitarrist Isaac Brock an Bord. Auf einige durchaus erfolgreiche Alben kann man zurückblicken, mit auch unterschiedlichen musikalischen Ausrichtungen, auch durch Einbeziehungen verschiedener stilistischer Elemente.
Doch Eines ist geblieben, dieses „Unbequeme“ im Sound und in den Arrangements, so auch beim neuen, dem mittlerweile achten Album, "An Eraser And A Maze". So fließen in den fünfzehn Songs der Veröffentlichung recht verschiedene Stimmungen ineinander, so recht festmachen kann man das nicht.
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