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Tipp des Monats

September 2019 - Ceeys - Hiddensee

Ceeys - das sind die Brüder Sebastian und Daniel Selke. Geboren in der "Deutschen Demokratischen Republik", wie das früher einmal hieß. Ihr Album, so ist einem Pressetext zu entnehmen, erzählt nicht nur von der malerischen Insel Hiddensee, sondern eben auch von einem Ort und einer Zeit, die für die Brüder von geistiger Bedeutung sind.

"Im Grunde geht es um das bescheidene Eldorado unserer Kindheit", erklärt Daniel. So darf man das Album möglicherweise auch als eine musikalische Aufarbeitung ihrer Kindheit verstehen? Möglicherweise, aber das zu erkennen oder zu verstehen - hier wären die gefragt, die das Leben in der ehemaligen DDR erlebt haben.

Wiederentdeckt

September 2019 - YES 90125

Obwohl ich meinen ersten Kontakt zu YES mit Changes hatte, gehört auf einer Kassette meines älteren Cousins, bleibt dieser Song auf 90125 mein Favorit. Hier war ich schon fasziniert von dem schrägen Intro und dem Wechsel zu Melodic Classic Rock und wieder zurück, dieser Song verursacht mir immer noch Gänsehaut. Das Album erwies sich als physikalisches Gemisch aus Rock, intelligenter Popmusik und astreinem Progressive Rock.

Als ich es letztens wiederentdeckt und es komplett durchgehört hatte, war ich immer noch außergewöhnlich überrascht, wie frisch die Songs klingen, ...

Neu im Portal

Whitesnake - Flesh and Blood (2019)

„Gonna Be Alright“ könnte noch ein Überbleibsel von der Page/Coverdale Session sein. „Shut up & Kiss me“ geht gut ab und besticht ebenfalls wie der Opener als guter Mitgeh-Rocker. „Hey You (You make me Rock)“, der härteste Song auf dem Album, könnte neben "Crying in the Rain" eine gute Figur abgeben. Gute Riffs, ein klassischer Mitgrölrefrain und eine eher düstere Stimmung treiben der Song voran. Bis jetzt nicht schlecht. Mit „Always & Forever“ geht es steil bergab, da wird das Tempo ein wenig rausgenommen und der Refrain süßlich hochgetrimmt.

Howling Rain - Magnificent Fiend (2008)

Was - schon wieder eine Retro Band? ……. Nein! Ihre Wurzeln vergessen Sie nicht und ein Flair Gospel und Soul hat noch niemandem geschadet. Ein wenig Blind Faith gefällig ? Dann empfehle ich "Nomads", der Geist schwebt hier nicht nur musikalisch über dem Song. Sie hatten sogar an die Raumatmosphäre gedacht. Der vor sich hinschwebende psychedelische Song nimmt dich mit auf einen drogenfreien Trip, der gleich übergeht ins folkige "El Rey", das sich zum Refrain hin mächtig aufbaut, nur damit sie mit einem Rhodes den Fahrtwind gefühlvoll wieder rausnehmen - um dann wieder voll starten zu können, wenn die Bläser mit einsteigen. Für mich das Highlight auf Magnificent Fiend.

IZZ - Don't Panic (2019)

Mit feiner Klavierstimme eröffnet sich "Moment of Inertia", bis sich eine straighte Gitarre dazugesellt und plötzlich wie wild reinrockt und sich in die Unendlichkeit hinein katapultiert. Man weiß ja nie wohin die Reise geht, wenn man den Unwahrscheinlichkeitsknopf drückt. So ist dieses neunminuten-Instrumental Intermezzo eine Reise in die musikalischen Weiten des Universums. Aber nie vergessen, immer das Handtuch mitnehmen...
"Age of Stars" brilliert nochmals mit dem harmonischen Gesang, greift am Schluss das Don't Panic Thema nochmals auf und lässt es ruhig in das Finale enden. Diese Album ist für mich schon jetzt, mit Riverside, DAS ProgAlbum des Jahres 2019.

Herbert Pixner Projekt - Lost Elysion

Angefixt wurde ich durch meinen Schwager, der im Urlaub in Südtirol Karten zu unserer Überraschung für die komplette Familie erworben hatte. Ich hatte vom Pixner Projekt natürlich gehört, aber noch kein Stück vom ihm hören können. Umso überraschender kam somit der Konzertbesuch im Bozen.
Der Saal war wie fast alle Konzerte restlos ausverkauft und ich war somit schon einmal positiv gestimmt. Schon der Einmarsch der vier Musiker war überwältigend. Das Publikum tobte schon bevor die erste Note gespielt wurde. Wahnsinn. Nach einem kurzen Intro wurde die Band von Herbert vorgestellt. Der Gitarrist Manuel Randi war mir bekannt, er ist ein begehrter Studiomusiker und hat einige Solowerke veröffentlicht. Er sollte für mich der zweite Star des Abends werden, da er mindestens gleichwertig gut sein Instrument beherrscht wie Herbert Pixner...

Jess and the Ancient Ones - Same (2012)

Wiedermal eine Retro Band mit Sängerin aus Skandinavien, besser gesagt aus Finnland. Riffige Lead Gitarre die nicht zu sehr verzerrt sind, damit ist der Sound nicht heavy sondern richtig groovig, aber immer noch vordergründig und frech.
Dazu eine Vorzeige Sängerin, Jess , die die Melodielinien vorgibt, ähnlich der holländischen 60er Band. Gleich der Opener Prayer for the Death and Fire, gibt die Richtung vor,einfach gerade aus. Das Antike Twilight Witchcraft" umgibt eine mystische Aura mit den in Moll gehaltenen Rhytmusgefüge. Bei rockigeren Ghost Rider ziehen sie das Gas nochmal nach oben. Die fette Hammond kommt hier besonders zur Geltung. Besonders stark singt Jess in dem swingender Halb Ballade Ghost (in G Minor) und der beste Songs des Albums ist Come Crimson Death...

Light Of Darkness - Same

LOD spielt einen ziemlich songorientierten , kräftigen Bluesrock mit leichten Anteilen von Folk und Psychedelic ohne diese damals üblichen krautigen instrumentellen Ausschweifungen. Die eigenwilligen Vocals von John Latimer sind eventuell ein Manko. Wer sich mit der Stimme anfreunden kann, wird dieses Werk sehr wertschätzen. Wer es nicht kann, tja, für den wird es schwierig werden.

Möglicherweise sind das auch Gründe gewesen, daß Phillips die Band so gut wie gar nicht promotet hat. Obwohl die Gruppe als Support für die Rolling Stones auf Tournee war...

Pristine - Road Back To Ruin

Kurz auf die Drums gedroschen, setzt schon die fette Stonergitarre ein, und schwupp wird der Opener "Sinnerman" durch das Mikrofon getrieben. Drei Minuten lang die reinste Verfolgungsjagd - wer treibt hier wen? Die Drums die Gitarre? Die Gitarre die Stimme? Zwischendurch sattes Hammondgetöse. Ich glaube, die Gitarre treibt hier alles vor sich her und macht das Rennen. Grandios, keine Sekunde bleibt zur Erholung, das E-Werk hat mächtig zu tun, diesen Dauerstrom zu liefern, und Headbanger sind reif für den Physiotherapeuten.

Wer hier die Nase in den Wind hält, schnuppert schon wieder diesen leichten, im Trend liegenden Retro-Duft. Nachahmer? Aber woher denn - trotz Retro scheint hier ein Fass Frischware aufgemacht worden zu sein....

Hong Faux - The Crown That Wears The Head

Die Schweden machen es wahrlich nicht leicht, einen der auf der Platte verewigten acht Songs besonders hervorzuheben. Das ganze Album ist einfach eine schöne, runde, homogene und abwechslungsreiche Sache. Bester Sound im Retrogewand. So kann ich ruhigen Gewissens neben den bereits erwähnten Bands (...) einen weiteren Vergleich ziehen. Wem also diese Scheibe gefällt, der sollte auch ein Ohr riskieren bei Graveyard - Hisingen Blues oder Gingerpig - Hidden From View. Freunde der 70er-Jahre-Musik werden hier voll auf ihre Kosten kommen. Ob nun Ähnlichkeiten zu BLACK SABBATH, Jonathan Wilson, Crosby, Stills, Nash and Young oder Gingerpig erkannt werden oder nicht, sollte dabei keine Rolle spielen.

Fanny Walked The Earth

Ähnlich wie Suzie Quatro die vor kurzem ein durchaus überzeugendes Album vorgelegt hatte, ist FWTE kein "lasst es wie anno dunnemals krachen " Album, dass dann doch am krampfhaften bemühen scheitert. Locker, ohne irgendeinem kommerziellen Druck zu unterliegen, wurden 11 Titel eingespielt, die mit recht recht überschaubaren Spielzeiten, 33 Minuten Pop-Rock vom feinsten zu Gehör bringen. Parallelen zu den ganz frühen Bangles sind nicht ganz von der Hand zu weisen, aber es gibt schlimmere Referenzen. Lockere Rocker, "Not my monkey" ergänzen sich perfekt mit "One", einem gemütlichen Schleicher, dem gegenüber der Totalausfall "It happenend here" steht.

Beach Boys - Düsseldorf, 02.07.19, Mitsubishi Electric Halle

Es ist bereits einige Monate her, dass uns unser Freund Stefan anrief. Düsseldorf, ...Beach Boys, ...ob wir Lust hätten, mitzukommen. Was sagt man in einem solchem Fall, wenn gerade einmal eine CD der Band im Regal steht? Und wenn aus der jugendlichen Sturm- und Drangzeit wohl noch einige ihrer Hits, aber ansonsten kein Album präsent ist? The Beach Boys - das ist ja nun eine Institution. Und bevor später wieder einmal gedacht wird "...wären wir doch", haben wir diesmal spontan zugesagt.

Wie sich am Ende zeigte, war unsere Entscheidung, das Konzert zu besuchen absolut richtig. Wir hätten einen tollen Abend verpasst...

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