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Tipp des Monats

Januar 2022 - Neil Young and Crazy Horse - Barn

Ich als ewiger Youngologe bleibt mir nichts anderes übrig gleich im Neuen Jahr vom Neil Young und seinen verrückten Pferde und über sein neues Album „Barn“ zu schreiben.
Und was soll ich dazu sagen ? Neil Young eben, wunderbar !!!!
Aber ich nehme mal die rosarote Brille ab und höre sie mir ein/zweimal/dreimal neutral an und bei jedem Durchgang find ich das Album immer besser, dies schon mal vorweg. Im Gegensatz zum Vorgänger „Colorado“ merkt man die positive Stimmung und das bessere Zusammenspiel der Musiker an. Es scheint auch das Neil seine Wut auf die amerikanische Politik abgelegt hat und mit neuen Mut und positiver Gelassenheit ins jetzige Amerika geht.
Diese Grundstimmung mit der akustischen, Akkordeon und Mundharmonika bringt er bei dem gemütlichen Opener „Song of the Seasons“ sehr gut rüber.

Wiederentdeckt

Januar 2022 - Dire Straits - Dire Straits

Völlig entspannt entlässt das Album den Hörer nach 41:34 Minuten mit dem Song Lions. Einundvierzig Minuten, die wie im Flug vergehen und bereits damals erahnen ließen, dass hier eine Band ins Rampenlicht trat, von der noch viel zu erwarten sein wird. Ein Debut, randvoll mit prächtigen Songs, ein Album ohne Lückenfüller oder Durchhänger. Mein Highlight bleibt jedoch bis heute der Titel, der einst wie frischer Wind durch die Plattenküche fegte und noch heute frisch wie am ersten Tag klingt. Egal, wie häufig er durch die Wohnung schallt, die DIRE STRAITS bleiben die Sultans Of Swing.
Noch bevor das Debutalbum 1978 weltweit die Charts erobert, supporten die DIRE STRAITS Bands wie die TALKING HEADS, STYX oder die CLIMAX BLUES BAND. Wahrscheinlich nicht ahnend, dass sie selbst als Hauptact in Kürze riesige Stadien füllen werden.

Der Sound der 70er! 50 Jahre ...

David Bowie „The Rise And Fall Of Ziggy Stardust And The Spiders From Mars” | 1972

"Zudem pendelte Bowie in den ersten Jahren seines musikalischen Schaffens zwischen Pop, Rock, Folk und Balladen. Parallel lebte er in dieser Zeit seine Vorlieben als Performancekünstler und Pantomime aus. Seine Darbietungen war aber derart exaltiert, mondän und abgedreht, so dass auch sie wenig Anklang fanden. Der rettende Anker war der Produzent Tony Visconti, der den jungen David Bowie 1967 unter seine Fittiche nahm und musikalische Strukturen für den Künstler eröffnete. Die Alben „The Man Who Sold The World“ (1970) und „Hunky Dory“ (1971) waren sicherlich der Nährboden für das Erdbeben, dass die Einspielung „The Rise And Fall Of Ziggy Stardust And The Spiders From Mars im Jahre 1972 auslöste und aus meiner Sicht zum Höhepunkt der Glam-Rock-Phase avancierte."

Barry Hay - Only Parrots, Frogs & Angels | 1972

"Only Parrots, Frogs & Angels" ist Hays' erstes Soloalbum (weitere Soloalben: 1987: Victory of Bad Taste / 2008: The Big Band Theory). In psychedelisch-progrockigem Gewand finden sich Einflüsse der Bands PINK FLOYD oder auch JETHRO TULL - vor allem, wenn die Querflöte zu hören ist - und natürlich der GOLDEN EARRING. Das ganze, dank der eingesetzten Orgel im Stil der späten 60er verpackt, eine kleine in die Vergangenheit gewandte Zeitreise.
Sein wohlverdientes Image als hervorragender Sänger mit dem gewissen Etwas in der Stimme stellt Hay gleich mit dem Opener Xeña unter Beweis. In floydscher Manier flirrt dem Hörer hier die E-Gitarre um die Ohren, eingebettet in druckvollen Drums und satten Bassläufen.

Don McLean - American Pie | 1971

Don McLean, geboren am 2. Oktober 1945 in New Rochelle, NY., war vor 50 Jahren, als "American Pie" erschien, ein noch recht unbekannter Singer-Songwriter. Damals, als 25-jähriger, schrieb er gerade an seinen Songs für den Nachfolger seines bis dato kaum beachteten Debutalbums "Tapestry". McLean wurde seinerzeit von Bob Seeger betreut, und dem Vernehmen nach bot man das Debutalbum mehr als 34 Plattenfirmen an. Alle lehnten es ab wie einen kalten Kaffee, was sich im Nachhinein als großer Fehler herausstellte, denn nach Veröffentlichung des Albums "American Pie" erlangte auch "Tapestry" Erfolg und Chartplätze. Nun, die meisten Songs seines neuen, seines zweiten Albums, so ist zu lesen, waren geschrieben, es fehlte noch DER EINE Song, der das Album zu einer runden Sache machen sollte.

Neu im Portal

Dagobert Böhm - Within A Dream

Mit "The Sea" startet die Platte mit einem sehr romantisch-verträumten Ausdruck. So der Kommentar zum Song: "Sonne, Sand, Westerland". Nun, zwar nicht dort, aber hier vor Ort stelle ich mir diesen Song vor, wie ich ihn am hiesigen Strand zu Gehör bekomme. Ja, ich kann hier emotional aufspringen und das nachvollziehen. So stelle ich mir eine Sonnenuntergangs-Stimmung vor, die Flut ist vorbei, das Wasser geht, leicht rauscht es noch, die Besucherscharen sind entschwunden und einige Wasservögel begleiten mich bei meinen Gedanken. Es wirkt ein wenig traurig, etwas melancholisch, aber auch schön.

King Mountain - Kingdom of Shadows

"Kingdom Of Shadows" ist ein gutes, durchgehendes Album mit wenigen Ecken und Kanten. Hier die stonergetränkten Riffs, die mit einem Hardrock-Gerippe unterlegt werden, auf welches wiederum bluesgetränkte schnelle Griffbrett-Läufe gelegt werden; und dann diese harmonische Stimme, die dem Ganzen das I-Tüpfelchen aufsetzt.
Ich habe lang überlegt, wo ich diese Musik ansiedeln kann, bzw. mit wem sie vergleichbar ist. Am ehesten fielen mir Black Country Communion oder Blues Traveler ein, die mit dem Endsiebziger Rory Gallagher, den neunziger Whitesnake sowie Alice In Chains in einem Topf geworfen werden.

Curse Of Lono - People In Cars

Im Zuge des Durchlaufs fällt mir immer mehr die Nähe zu The Church auf, zu ihrer Musik, die sie später, und noch heute, mit einigen Songs vorstellt. Düster, mysteriös, schwebend, träge, fast wie in Trance. Ja, welch' ein Curse/Fluch hat Curse Of Lono getroffen, in diese Richtung abzutreiben? Das meine ich nicht in negativer Form, sondern stelle es nur fest. Denn dieser Sound hat durchaus seine fesselnden und faszinierenden Seiten. In dieser Dunkelheit lebt auch viel Schönheit und Wärme, alles sehr intensiv und emotional total anspringend.

Paul Wertico/John Helliwell Project - The Bari Sessions

"Toms For Talia" ist ein reines Schlagzeug-Solo, bevor der schnarrende Bass "Cowboys & Africans" einleitet, dass nachfolgend beschwingt, mit einem dezenten Latin-Touch, leicht dahingleitet. Angenehm auffällig ist das außergewöhnlich "andere" Gitarrensolo von Raimondo Meli Lupi, der mit einem ganz individuellem Ton vorträgt, hier spüre ich dezente Spuren von Terje Rypdal aus dessen Anfangstagen. Ansonsten zeigt der Gitarrist auch durchaus einmal seine Krallen mit vom Rock inspirierten Passagen. Brillant hier, wie generell, die Schlagzeugarbeit von Wertico, und überhaupt das dichte Zusammenspiel aller Akteure. Schließlich bleibt mir festzustellen, dass jeder Song des Albums "The Bari Sessions" mein Lieblingssong ist.

Michael Nesmith & The First National Band - Magnetic South

Nesmiths Gesangausdruck gefällt mir hier am besten und es ist für mich auch das Herzstück auf der Platte. "Joanne", war die Single des Albums, was sicher an der exquisiten Melodie lag. Die Grundinstrumentierung wird durch ein Honky-Tonk-Klavier von Earl P. Ball ergänzt. Eine trommellose Ballade mit glitzerndem Falsett von Nez, untermalt von Rhodes weinenden Pedal Steel- Läufen. Die Emotionen zwischen dem Erzähler und Joanne verstärken sich durch die karge Instrumentierung. Hier singt er Falsett wobei ich ziemlich erstaunt bin, wie gut Nesmith im oberen Register singen kann. Nez ist kein großartiger Sänger, aber ich würde schon sagen, dass er ein sehr talentierter Sänger ist. "Joanne" ist und bleibt ein wunderschönes, pastorales Porträt einer Liebe, die nie sein sollte.

Nina Simone - Little girl blue

Hier stelle ich das Debüt-Album der Musikerin vor – "Little Girl Blue" – 1959 auf Bethlehem Records veröffentlicht. Im Untertitel heißt es 'Jazz As Played In An Exclusive Side Street Club'. Ja, das ist auch ein fast reines Jazz-Album, allein die Begleitung durch zwei Asse des Genres, den Bassisten Jimmy Bond und den Schlagzeuger Albert 'Tootie' Heath, geleitet die Musik in diese Richtung. Doch ist das natürlich keines der typischen Piano-Trios geworden, denn in vorderster Front steht natürlich Nina Simone mit ihrer unverwechselbaren Art, diese Klassiker des Great American Songbooks mit ihrer ausdrucksstarken Stimme zu präsentieren, bis auf die Tracks 7, 9 und 11, die rein instrumental sind und auch von ihrer besonderen Art des Pianospiels geprägt sind.

Cuby + Blizzards - Grolloo Blues

Die Songs stammen aus Konzerten, die zwischen 2000 und 2011 stattfanden. Trotz der elf Jahre Unterschied wirkt das Ganze wie ein einziges Konzert, und das alles in sehr guter Klangqualität. Neben der Stammband gibt es auf einigen Titeln noch eine Horn-Section zu hören. Die Band spielt absolut professionell, der Blues wirkt sehr authentisch, aber eben mit dieser typischen Färbung, wie man sie von Cuby + Blizzards kennt. Harry's Stimme ist gealtert, sicher, aber stark wie immer, und bei den frühen Songs, die teilweise auch noch von Eelco Gelling mitkomponiert wurden, zeigt Erwin Java mit großem Einfühlungsvermögen, wie er sie ganz im Ausdruck der ehemaligen Originale interpretiert, ein wenig von Eelco kann man heraushören, aber mit Erwin's persönlichem Anstrich.

Eric Dolphy - Last Date

Die auf "Last Date" dokumentierten Aufnahmen stammen vom 2.Juni 1964 und entstanden in Hilversum, Niederlande. Allerdings soll ein weiteres, wirklich letztes Konzert am 11. Juni in Paris stattgefunden haben. Nun, in Hilversum wurde er von Spitzenmusikern der niederländischen Jazz-Szene begleitet, von Misha Mengelberg am Piano, Jacques Schols am Bass und Han Bennink am Schlagzeug. Das Publikum setzte sich zusammen aus geladenen Gästen von Mitarbeitern von Plattenfirmen und Studiopersonal. Und - das ist erfreulich, das soeben erwähnte Konzert aus Paris hat man dieser CD als Bonus spendiert, das sind die Stücke 7-10.

Melissa Etheridge – One Way Out

Als 1988 die Welt Melissa Etheridge mit ihrem selbsbetitelten Album entdeckte und mit den Superhits „Bring me some Water“ und „Like the Way I do“ die Hitparaden eroberte, ist sie seitdem immer wieder präsent als Musikerin oder als Frauenrechtlerin. Musikalisch hallte ihr Erfolg noch bis weit in die 90er Jahre hinein mit sehr guten Alben wie „Brave and Crazy“(1989) oder „Your little Secret“ (1995). Danach verlor ich sie aus den Augen.
Mir gefiel damals ihre Energie die sie in ihren Songs einhauchte und ihre kraftvolle, aber doch wärmende Stimme.

Curtis Harding - If Words Were Flowers (2021)

Curtis Harding macht einen etwas psychedelisch anmutenden Soul, der auch auf den Klassikern von Curtis Mayfield zu finden ist aber auch die Helden von Stax und Motown ehrt. Das Besondere an Curtis Hardings Musik ist, dass der Musiker zwar mit einem Bein in der Vergangenheit steht, sein anderes Bein aber fest in die Gegenwart gepflanzt hat. ‎‎ ‎‎
Zu den Einflüssen aus dem Vintage-Soul schöpft Harding aus zeitgenössischem R&B, Hip Hop, Jazz und Neo-Soul.‎ Elemente, mit denen er bereits auf seinen früheren Veröffentlichungen gekonnt gespielt hatte. In weiten Teilen klingt Harding jazziger, reicher und experimenteller als je zuvor, ohne dabei Intimität und Aufrichtigkeit zu verlieren.

Gene Clark with the Gosdin Brothers (1967)

Manager Jim Dickson brachte Clark mit den Country-Musikern Vern und Rex Gosdin für den Harmoniegesang zusammen und gesellte Gitarrist Clarence White hinzu. Chris Hillman, Michael Clarke und Gitarrist Bill Rhinehart (von The Leaves) komplettieren zunächst die Band, die im Herbst 1966 im Columbia Recording Studio am Sunset Boulevard die Basictracks für Clarks Soloalbum aufnehmen sollte. Aber später bringt Dickson noch viele weitere Session-Musiker mit: Earl Palmer (Schlagzeug), Glen Campbell (Gitarre), Van Parks (Keyboards), Doug Dillard (Banjo) und ein 32-köpfiges Orchester – dirigiert von Leon Russell. Dieses Orchester und Russells wunderschöne Arrangements wird beim barocken Höhepunkt von ‎‎Gene Clark With The Gosdin Brothers:‎‎ Echoes voll ausgeschöpft. ‎‎

haesen & breidenbach - où est l'amour?

Durch die recht intime Atmosphäre geht die Musik rasch nah und kann berühren, sofern man sich darauf einlässt. Breidenbach gestaltet die Instrumentierung sehr gefühlvoll und weiß alle anderen Instrumente außer der Gitarre passend einzubinden, und das in einer sehr zurückhaltenden Begleitung und dem jeweiligen Song dienlich. Seine Gitarrenarbeit wirkt stark eingebunden in die Songs und ist nicht auf wilde Solo-Exkursion ausgerichtet. Doch wenn er dann gelegentlich stärker zu vernehmen ist, dann ist dieses sehr ausgewogen und mit vielen Zwischentönen sehr auskleidend aktiv. So wirkt jeder Song ausgesprochen rund und ausdrucksstark auf subtile und emotional eingängige Art und Weise.

Mala Oreen - Awake

Einige Stücke sind etwas üppiger und andere wieder sehr spartanisch orchestriert. Und aus genau diesen entspringt eine großartige Kraft, wie zum Beispiel bei "Soldier On" herrlich nachzuvollziehen. Die akustische Gitarre und das Cello bilden eine eng verschlungene und wunderschöne Einheit, die sich sogleich auf das Hörvergnügen auswirkt. Man wird förmlich angesprungen von der Schönheit der Melodie und der Instrumentierung, im Einklang mit der sehr gefühlvollen Stimme. Da steckt ein wenig von Joni Mitchell als auch von Eva Cassidy im Ausdruck. Letztlich bleibt es jedoch Mala Oreen, die sich mit ihrer harmonisch strahlenden Art in Herzen von Zuhörern/innen singen kann.

Juli Kapelle - Dem Firnis

Jawohl, es gibt sie tatsächlich – deutschsprachige Musik jenseits von Sarah Connor, Max Giesinger, Mark Forster oder Johannes Oerding oder wie auch immer die Interpreten der vor Beliebigkeit strotzenden Stangenware für den Dudelfunk heißen. Seit 1998 veröffentlicht der Wahl-Niedersachse Achim Sauer unter dem Projektnamen JULI KAPELLE in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen Tonträger mit durchaus mysteriösen Titeln und irgendwie ebensolcher Musik. „Dem Firnis“ ist der achte Streich und kommt schon vom Artwork ziemlich dunkel daher - mit außerirdischen Assoziationen.

Nils Pilerot - Blått

Markenzeichen der durchweg sehr entspannten Soundgestaltung ist auch der sehr sanfte Gesang, sehr zurückhaltend, mitunter fast schon einem Flüstern gleichkommend, aber sehr sympathisch und entgegenkommend. Und so zieht sich diese Atmosphäre durch die ganze Platte, eingepackt in zehn Songs mit kurzer Spielzeit. Da alles wie aus einem Guss ist, mag man nun kritisieren, dass nicht wirklich viel Abwechslung geboten wird, doch muss man dem dann entgegenhalten, dass die Abwechslung in den Nuancen liegt, in den feinen Zutaten, die vorsichtig eingestreut wurden...

Strand of Oaks - In Heaven (2021)

Strand of Oaks versteht es, auf In Heaven fast ununterbrochen zu fesseln, besonders bei den langsameren Stücken. "Hurry" ist eine funkelnde Ballade mit einem großen, manchmal epischen Sound und weiten Klangräumen. Showalter sinniert in "Horses At Night" ernüchternd: "Diese Welt ist nicht für mich bestimmt...", wieder eine tadellose Ballade, diesmal akustisch ergänzt mit Synthies und einer zweiten Stimme. "Somewhere In Chicago", der Track mit den meisten Americana-Features, ist dem im vergangenen Jahr verstorbenen Singer-Songwriter John Prine gewidmet.

Starry Eyed And Laughing - Same

Von den zwölf Songs des Albums wurden vier Songs auf Singles veröffentlicht: "Money Is No Friend Of Mine / See Your Face" und "Nobody Home / Closer To You Now". Da The Byrds damals bereits Geschichte waren, war die Musik von Starry Eyed And Laughing seinerzeit bereits nostalgisch und die Bezeichnung Retro passte auch schon. Damit war die Band in gewisser Weise auch ihrer Zeit voraus, denn solche Sounds wurden viel später auch von Gruppen wie R.E.M. oder The Jayhawks integriert.
Und so waren die vier Briten damals, als ich der ersten LP habhaft wurde, für mich ein wohltuender Ersatz für The Byrds, die es nicht mehr gab. Aber es waren nicht nur The Byrds allein, auch konnte man durchaus Spuren von Poco, Crosby, Stills, Nash & Young und anderen ähnlichen gelagerten Acts vernehmen.

Bernardo Lanzetti - Horizontal Rain

Vordergründig regieren die harmonischen Songs, "Time Is King" zum Beispiel erinnert ein wenig an Genesis und andere Songs enthalten viele Elemente und Passagen des Art Rocks. Natürlich ist es stets die musikalische Vergangenheit des Veteranen, die aufblitzt und Einzug gehalten hat. Eine durchaus formidable Leistung ist vollbracht worden, Musik mit Charme, mit Retro-Anteilen, auch mal kraftvoll zupackend ("Horizontal Rain"), aber sonst oft sphärisch schwebend mit verträumtem Ausdruck. Und vor oder über Allem steht diese unverwechselbare Stimme, mitunter ein wenig hektisch agierend, aber ungeheuer individuell.

Lou-Duo / Souvenir

Gleich zu Beginn, mit dem Song "Geburah", kann ich spontan Parallelen zur Musik des Münchner Labels ECM herstellen. Langsam beginnend, entwickelt sich die Stimmung ständig, getragen von der Melodik des Pianos und der sich steigernden Intensität des Schlagzeugspiels. Sehr bemerkenswert empfinde ich es, wenn ich im Laufe der Spielzeit des Songs feststelle, dass tatsächlich nur die beiden Musiker spielen. Sie sind so intensiv beim Aufbau und der Gestaltung beschäftigt, dass ich es gar nicht vermisse, weitere Musiker herbei zu wünschen.

Impact - Initial Impact

Instrumental sind die Jungs eingespielt und lösen schon mal den ein oder anderen WOW-Moment aus, vor allem wenn Morris Roman ('Kick it Morris') zum Solo ausholt – ein wahrer Genuss. Oder wenn sie bei "Motherfucking Outlaw" kurz Metallica-Riffs unterbringen. Das strotzt vor Überzeugung.
"We Want Out", die Singleauskopplung mit YouTube-Video zum Album ist kraftvoll und sticht mit einem scharfen Appreggio gleich in die Vollen, was mit einem fetten Riff unterstrichen wird. Das was beim Opener noch unterdrückt war, fällt hier schon mehr ins Gewicht...

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