Peter Green – The end of the game
Wahrlich – ein Abenteuer! Eine der wohl kontroversesten Platten, die es gibt.
Einige hassen sie, andere lieben sie.
Dieses zeigt sich aus mir bekannten, sehr unterschiedlichen Betrachtungsweisen.
Daher heute meine Sichtweise zu dieser Scheibe, Stück für Stück:
Spontan stellt sich, gleich bei Beginn des ersten Stückes, „Bottoms up“, der Eindruck ein, dieses sei eine Fortsetzung der Jams von „Then play on“ von Fleetwood Mac.
Aber – weit gefehlt. Mag sich der Eindruck bei diesem ersten Stück selbst noch bestätigen, so verliert sich dieser Anspruch zusehends ab Stück 2, „Timeless time“.
Gäbe es eine Fortsetzung der Session im Sinne des ersten Stückes, hätte eine richtig gute Scheibe herausspringen können.
Denn hier herrscht grundsätzlich lockerer Jamcharakter, gerade durch die guten Musiker, die bei der Produktion mitwirken, unterstützt.
Peter Green - guitar
Zoot Money - piano
Nick Buck - keyboards
Alex Dmochowski - bass guitar
Godfrey Maclean - drums, percussion
Weiter mit den Stücken, Track 2:
„Timeless time“ erscheint mir völlig überflüssig, denn hier wird wahllos „gestochert“, Langeweile durch Strukturlosigkeit erzeugt, kein Spannungsbogen entsteht.
So ist auch das dritte Stück, „Descending scale“, ziellos und die vermeintliche Spontanietät als möglicher Hinweis auf jazzmäßige Fusion hat jedoch nichts mit der Eleganz jazzmäßiger Exkursionen zu tun.
Als Gegenbeispiel(so, wie es hätte sein können), empfehle ich einmal, sich in diesem Umfeld Sonny Sharrock vorzustellen!!!
Der Umstand, dass hier versucht wird, zu swingen durch den entsprechenden Einsatz des Schlagzeugs, erhebt die Musik noch lange nicht in den Bereich der Fusion.
Der Rest des Stückes entwickelt sich dann doch noch zufriedenstellend, rettet das Gesamtbild aber nicht mehr!
Stück 4, „Burnt foot“ beginnt recht vielversprechend in Richtung Jazz-Rock-Fusion, verheddert sich dann aber in einem Schlagzeugsolo endenden uninspirierten Klängen, bis es in den langen Anfang eines nie beginnenden Stückes übergeht.
Als nächstes, „Hidden depth“, mein Favorit. Das mag ich! Hier beginnt es leicht groovend, bis es dann langsam atmophärisch sehr ansprechend langsam zerfließt. Das klingt für meine Ohren und meine Seele wirklich angenehm.
Beim Titeltrack, "The end of the game", hingegen ist dann wieder „Soundcheck“ angesagt, keiner scheint zu wissen, wohin er will.
Um noch einmal am Anfang anzuknüpfen, beginnt die Platte tatsächlich mit einer irgendwo logischen Fortführung von „Then play on“, und so hätte es gern weitergehen können.
Da ich mich für fast alle Arten von Musik interessiere (nur gut muß sie sein) und mich auch damit intensiv beschäftige, glaube ich, mich dieser Musik aus verschiedenen Richtungen nähern zu können.
Sicher, vom Aspekt „eines weiteren, vielleicht offeneren Blicks“ des Jazz betrachtet, finden sich hier durchaus Berührungspunkte, hinsichtlich des Rhythmusgespanns, denn durch Green und die Keyboarder wird dieser Anspruch sicher nicht erfüllt.
Green ist und bleibt ein Bluesgitarrist mit einem unvergleichlichen Feeling, kommt aber bei diesen Aufnahmen über Benutzung althergebrachter Bluesstrukturen und einfacher Improvisationsstrukturen nicht hinaus.
Dieses mag zwar die Platte in ein Umfeld besonderer Reibung bringen, denn diese findet durchaus – zwischen mehreren Stilelementen – statt, aber was hier konkret angegangen werden sollte - denn vielleicht ist der Expressionismus dieser Aufnahmen im persönlichen Umfeld Green’s zu suchen und findet auch hier seine Erklärung - bleibt verborgen..
Es war wohl schon gewagt, diese Aufnahmen überhaupt zu veröffentlichen.
Dennoch, wenn sie mich auch nicht vollends begeistern, möchte ich diese Platte nicht missen, so sie doch ihren ganz besonderen Reiz hat.
Man mag sie lieben oder hassen, aber ich denke, auch dazwischen findet sie ihren Platz, und so geht es mir jedenfalls.
Noch einmal alle Titel:
"Bottoms Up" - 9:05
"Timeless Time" - 2:37
"Descending Scale" - 8:17
"Burnt Foot" - 5:16
"Hidden Depth" - 4:54
"The End of the Game" - 5:08
Wolfgang
Wahrlich – ein Abenteuer! Eine der wohl kontroversesten Platten, die es gibt.
Einige hassen sie, andere lieben sie.
Dieses zeigt sich aus mir bekannten, sehr unterschiedlichen Betrachtungsweisen.
Daher heute meine Sichtweise zu dieser Scheibe, Stück für Stück:
Spontan stellt sich, gleich bei Beginn des ersten Stückes, „Bottoms up“, der Eindruck ein, dieses sei eine Fortsetzung der Jams von „Then play on“ von Fleetwood Mac.
Aber – weit gefehlt. Mag sich der Eindruck bei diesem ersten Stück selbst noch bestätigen, so verliert sich dieser Anspruch zusehends ab Stück 2, „Timeless time“.
Gäbe es eine Fortsetzung der Session im Sinne des ersten Stückes, hätte eine richtig gute Scheibe herausspringen können.
Denn hier herrscht grundsätzlich lockerer Jamcharakter, gerade durch die guten Musiker, die bei der Produktion mitwirken, unterstützt.
Peter Green - guitar
Zoot Money - piano
Nick Buck - keyboards
Alex Dmochowski - bass guitar
Godfrey Maclean - drums, percussion
Weiter mit den Stücken, Track 2:
„Timeless time“ erscheint mir völlig überflüssig, denn hier wird wahllos „gestochert“, Langeweile durch Strukturlosigkeit erzeugt, kein Spannungsbogen entsteht.
So ist auch das dritte Stück, „Descending scale“, ziellos und die vermeintliche Spontanietät als möglicher Hinweis auf jazzmäßige Fusion hat jedoch nichts mit der Eleganz jazzmäßiger Exkursionen zu tun.
Als Gegenbeispiel(so, wie es hätte sein können), empfehle ich einmal, sich in diesem Umfeld Sonny Sharrock vorzustellen!!!
Der Umstand, dass hier versucht wird, zu swingen durch den entsprechenden Einsatz des Schlagzeugs, erhebt die Musik noch lange nicht in den Bereich der Fusion.
Der Rest des Stückes entwickelt sich dann doch noch zufriedenstellend, rettet das Gesamtbild aber nicht mehr!
Stück 4, „Burnt foot“ beginnt recht vielversprechend in Richtung Jazz-Rock-Fusion, verheddert sich dann aber in einem Schlagzeugsolo endenden uninspirierten Klängen, bis es in den langen Anfang eines nie beginnenden Stückes übergeht.
Als nächstes, „Hidden depth“, mein Favorit. Das mag ich! Hier beginnt es leicht groovend, bis es dann langsam atmophärisch sehr ansprechend langsam zerfließt. Das klingt für meine Ohren und meine Seele wirklich angenehm.
Beim Titeltrack, "The end of the game", hingegen ist dann wieder „Soundcheck“ angesagt, keiner scheint zu wissen, wohin er will.
Um noch einmal am Anfang anzuknüpfen, beginnt die Platte tatsächlich mit einer irgendwo logischen Fortführung von „Then play on“, und so hätte es gern weitergehen können.
Da ich mich für fast alle Arten von Musik interessiere (nur gut muß sie sein) und mich auch damit intensiv beschäftige, glaube ich, mich dieser Musik aus verschiedenen Richtungen nähern zu können.
Sicher, vom Aspekt „eines weiteren, vielleicht offeneren Blicks“ des Jazz betrachtet, finden sich hier durchaus Berührungspunkte, hinsichtlich des Rhythmusgespanns, denn durch Green und die Keyboarder wird dieser Anspruch sicher nicht erfüllt.
Green ist und bleibt ein Bluesgitarrist mit einem unvergleichlichen Feeling, kommt aber bei diesen Aufnahmen über Benutzung althergebrachter Bluesstrukturen und einfacher Improvisationsstrukturen nicht hinaus.
Dieses mag zwar die Platte in ein Umfeld besonderer Reibung bringen, denn diese findet durchaus – zwischen mehreren Stilelementen – statt, aber was hier konkret angegangen werden sollte - denn vielleicht ist der Expressionismus dieser Aufnahmen im persönlichen Umfeld Green’s zu suchen und findet auch hier seine Erklärung - bleibt verborgen..
Es war wohl schon gewagt, diese Aufnahmen überhaupt zu veröffentlichen.
Dennoch, wenn sie mich auch nicht vollends begeistern, möchte ich diese Platte nicht missen, so sie doch ihren ganz besonderen Reiz hat.
Man mag sie lieben oder hassen, aber ich denke, auch dazwischen findet sie ihren Platz, und so geht es mir jedenfalls.
Noch einmal alle Titel:
"Bottoms Up" - 9:05
"Timeless Time" - 2:37
"Descending Scale" - 8:17
"Burnt Foot" - 5:16
"Hidden Depth" - 4:54
"The End of the Game" - 5:08
Wolfgang