September 26 | Pearl Jam - Ten

Der große musikalische Knall !!!

 
xanadu
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September 26 | Pearl Jam - Ten

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Gepostet: 30.08.2026 - 21:09 Uhr  ·  #1


Am 26. August 1991, also vor 35 Jahren begann die letzte große Musikrevolution durch ein Debüt Album und einem danach veröffentlichten Album von Nirvana - „Nevermind“ (24.Sept 91)
Die beiden läuteten den aus Seattle stammenden Grunge ein. Dieser Sound überschwemmt die ganze Welt und suggeriert das Leben einer ganzen Generation.
„Ten“ das heute immer noch wie ein Urknall gleicht und hier bei mir gerade aus den Boxen dröhnt und zwar die original LP vom damals.
Die Rede ist natürlich von Pearl Jam, mit ihrem eigenwilligen Sänger Eddie Vedder, den ich immer noch als modernen Jim Morrison sehe, ihn umgibt eine besondere Aura ebenso seine unwiderstehliche Stimme.
Aus einem langsam aufbauendes Intro, durchschneidet ein Riff das Konstrukt und läutet ein hartes funky angehauchtes Feuerwerk ab. „Once“ der Opener zeigt dem Weg wohin es geht. Darauf folgt das nicht minder straffe „Even Flow“ das als eine der drei Singles ausgekoppelt wurde. Die Energie und Emotionen die hier in den nicht mal ersten zehn Minuten her ausgeblasen wird ist enorm. „Alive“ DIE Hymne der Band war einer der drei Tracks für Ihr instrumentales Demo Tape mit dem Sie einen Sänger suchten, nachdem die Vorgängerband Mother Love Bone ihren charismatischen Sänger Andrew Wood verlor und dieser 1990 sich vollkommen dem Alkohol und Drogen hingab. Eddie Vedder bekam dieses Demotape in San Diego von Jack Iron (Red Hot Chili Peppers) zu hören und machte sich gleich ran, einen fiktionalen Text darüber zu schreiben. Hier ging es, wie vieles von Eddie um persönlicher Erfahrung und um dem Alltag in seiner näheren Umgebung.
Bei „Alive“ beschreibt er das Gefühl wie er erfuhr das sein Vater nicht sein leiblicher Erzeuger ist. Das ellenlange Gitarrensolo von Mike McCready wurde am Ende an einem Stück niedergespielt und aufgenommen. Der eingängige Refrain lädt direkt einzusteigen und alles um dich herum zu vergessen.

lasst euch treiben - Alive

Steve Gossard und Jeff Ament, die vorher bei Green River spielten, machten nach dem Schicksal schlag von Mothe Love Bone weiter und haben mit dem befreundeten Mike McCready und Drummer Matt Cameron (Soundgarden und Regisseur von „Singles“) ein Demo Tape eingespielt, das Sie nach einiger Zeit von Eddie Vedder als Absender zurück bekommen hatten. Die Musiker waren begeistert und luden ihn nach Seattle in die London Bridge Studios zu einer Aufnahmesession ein. Da nahm die Geschichte Pearl Jam ihren Lauf. Am Anfang der Aufnahmen nannten sich die Musiker noch „Mookie Blaylock“ nach einem bekannten NBA Spieler, der immer die Rückennummer 10 trug, daher auch der Albumtitel !!!
Bis auf wechselnde Schlagzeuger blieben die 4 Musiker das Grundgerüst von Pearl Jam.

Der nächste Knaller und die dritten erfolgreichen Singleauskopplung ist „Jeremy“. Dies gehört in die Schublade der musikalischen Meilensteine. Man fühlt die Atmosphäre, den Hass, der Schock und am Ende sogar das Mitleid. Es ging um einen Jungen der in der Highshool dauernd gemobbt bis Er es nicht mehr aushält und sich selbst erschoss. Hierzu wurde ein aufwändiges Video gedreht das sogar in den MTV Awards 1993 vier mal ausgezeichnet worden war unter anderen als „Video das Jahres“. Unvergesslich auch die Live Performance eines sehr energiegeladenen „Rockin in the Free World“ mit keinem geringeren als Neil Young, der hier als Godfather des Grunge liebevoll bezeichnet wurde.

Jeremy - Das offizielle Video

Rockin in the free World with Neil Young

Die ruhigeren und emotionalen Momente beherrschen Sie ebenso. Songs wie das intimere „Black“ oder „Garden“, das sich am Ende auch noch brachial aufbaut, fügen sich besten in das Konstrukt der Grunge Kracher wie „Why Go“ oder „Oceans“ ein. Den Abschluss „Release“ das sich meditativ hinziehende Stück überzeugt durch unheimliche gefühlvolle Stimmung und immer das wiederholte „Release me“ wird hier regelrecht gefordert.

Release

Das ganze Album durch überzeugt ebenso von der Instrumentalisten, allen voran die Gitarrenbasis und den emotionalen und stark hervorstechenden Soli’s von McCready und Gossard. Genau eben diese Songs und deren Sound macht die Verbundenheit der Fans zu dieser Band Pearl Jam aus. In Ihren Songs ist wahnsinnig viel Leben verarbeitet und auch nach 35 Jahre ist da kein Funken davon verloren gegangen. Ich merke es selber an mir dass der Sound mich immer noch voll und ganz mitnimmt.
Zurecht war und ist das Album „Ten“ immer noch einer der erfolgreichsten Debut Alben der Rockgeschichte und gehört in jede gut sortierte Plattensammlung.



• Jeff Ament: Bass
• Eddie Vedder: Gesang
• Mike McCready: Gitarre
• Stone Gossard: Gitarre
• Dave Krusen: Schlagzeug

Produzent Rick Parashar

1.Once (Vedder, Gossard) – 3:51
2. Even Flow (Vedder, Gossard) – 4:53
3. Alive (Vedder, Gossard) – 5:40
4. Why Go (Vedder, Ament) – 3:19
5. Black (Vedder, Gossard) – 5:43
6. Jeremy (Vedder, Ament) – 5:18
7. Oceans (Vedder, Gossard, Ament) – 2:41
8. Porch (Vedder) – 3:30
9. Garden (Vedder, Gossard, Ament) – 4:58
10. Deep (Vedder, Gossard, Ament) – 4:18
11. Release (Vedder, Gossard, Ament, McCready, Krusen) – 6:10
freaksound
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Re: September 26 | Pearl Jam - Ten

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Gepostet: 31.08.2026 - 09:01 Uhr  ·  #2
moins lieber Achim,

was für eine schöne und detaillverliebte Rezi. Da rennst du offene Türen bei mir ein :-)
Die TEN ist nach all den Jahre immer noch eines meiner Lieblingsalben.
Gerade im Bereich des Melodielastigen Grunge ist das für mich DIE Scheibe.
Leider habe ich ehedems die TEN-Tour in München verpasst, aber zu Konzerten von Mudhoney und Screaming Trees hat es noch gereicht :-)

Ende 80 anfang 90 war das mein Ding. Die etablierte Rockwelt war (für mich) damals todeslangweilig
und Grunge, Noise und Hardcore habe da frischen Wind reingebracht und waren meinen persönlichen Rettungsanker
zum Thema aktuelle Musik.
In meinem persönlichen erleben war allerdings das Erscheinen von Nevermind weniger der Urknall
sondern eher der Schwanengesang dieser Scene. TEN ist zwar am Anfang von Pear Jam,
aber am ausklingen der ursprünglichen, wilden und unkommerziellen Scene.

Ich habe mich am wohlsten gefühlt mit dem spät-80 output von Labels wie
Amphetamine Reptile
SST Records
Homestead Records
Sub Pop
anfang 90 hat dann Nevermind das Ganze wie einen riesigen Ballon aufgeblasen
die Majors sind auf den Zug aufgesprungen und nach wenigen Jahren war die Luft raus :-(
hmc
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Re: September 26 | Pearl Jam - Ten

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Gepostet: 31.08.2026 - 10:28 Uhr  ·  #3
Klasse Rezi.

Die Band ist bei mir nie richtig vorgekommen.
Klar mag ich Black Betty, aber mehr kenne ich nicht.
Anscheinend habe ich da etwas verpasst.
Floyd Pink
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Re: September 26 | Pearl Jam - Ten

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Gepostet: 31.08.2026 - 10:46 Uhr  ·  #4
Black Betty? Verwechselst Du da nicht Ram Jam mit Pearl Jam?

Ansonsten bin ich ziemlich bei freaksound, auch für mich waren die frühen 90er mit Grunge eine "Erlösung" was den musikalischen Output anging, wobei da dann auch noch die Desert Sounds von Kyuss und der Crossover von Faith No More hinzukamen.
Ich hatte auch das Glück, Pearl Jam auf den "Ten"-Tournee in Stuttgart zu sehen, im Vorprogramm gab es Danzig, das passte doch. War schon eine legendäre Zeit.
Leslie
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Re: September 26 | Pearl Jam - Ten

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Gepostet: 31.08.2026 - 11:08 Uhr  ·  #5
Pearl Jam sind meine Grunge Faves und Ten war oder ist ein tolles Debüt! - aber auch im neuen Jahrtausend hatten die Jungs um Eddie noch klasse Alben - zum Beispiel Riot Act oder Backspacer!
freaksound
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Re: September 26 | Pearl Jam - Ten

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Gepostet: 31.08.2026 - 13:00 Uhr  ·  #6
Zitat geschrieben von Floyd Pink


.................Ansonsten bin ich ziemlich bei freaksound, auch für mich waren die frühen 90er mit Grunge eine "Erlösung" was den musikalischen Output anging, wobei da dann auch noch die Desert Sounds von Kyuss und der Crossover von Faith No More hinzukamen..................................


Ohhh JA

allerdings kam Dessert/Stoner-Rock bei mir erst nach dem Grunge.
Die Ecke habe ich erst so 95/96 mit Colour Haze in München kenne und lieben gelernt.
Dessert Sessions, Blues for the red sun, Yawning Man ....................
frimp
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Re: September 26 | Pearl Jam - Ten

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Gepostet: 31.08.2026 - 22:48 Uhr  ·  #7
Da bin ich komplett bei euch, sowohl im Grunge auch im aufkommenden Stoner. Auch die Alternative-Szene war in den 90ern richtig gut!

Von Pearl Jam stehen hier inzwischen alle Studioalben.
Stattmeister
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Re: September 26 | Pearl Jam - Ten

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Gepostet: 01.09.2026 - 08:17 Uhr  ·  #8
Danke für den Reminder. Ich schließe mich den Vorpostern an, ein wegweisendes Album. Sehr gut von dir in Szene gesetzt. Hier stehen die ersten vier Alben der Jams und einige der späteren. Ihr Debüt sogar als Vinyl. Sollte ich mal wieder auflegen. Wie Leslie schon richtig schrieb hatten sie auch in jüngerer Zeit immer mal wieder tolle Alben erstellt. Dankenswerterweise stellt er die auch häufig in die Rätselecke. Auch die Solo-Werle von Eddie haben ihren Reiz. Insbesondere natürlich der Soundtrack "Into the wild". Unbedingt mal reinhören. Besser geht das allerdings wenn man den Film auch vorab gesehen hat.
xanadu
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Re: September 26 | Pearl Jam - Ten

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Gepostet: 01.09.2026 - 22:52 Uhr  ·  #9
Erstmal Dankeschön euch und es freut mich das dies Thema dann doch nicht untergeht 😁

Ich bin seit der Anfangszeit bei Pearl Jam dabei und die Band hat , wie Leslie schon geschrieben hat, immer gute Alben rausgebracht. Jedes für sich anders , weiterentwickelt, Experimentell, kraftvoll und auch zart. Nicht gescheiut auch mal in die Popwelt abzutauchen.
Eddie's Solo Werk ist auch schon erwähnt worden. "into the Wild" eigentlich ein Must Have Film und Soundtrack.

Zum Thema Grunge, natürlich ist es nach Nevermind aufgebläht worden und wie alles was gerade eine Revolution startet komplett ausgemistet worden ist.
Trotzdem wurden in dieser Zeit viele legendäre Alben rausgekommen und der Sound in den Medien wurde doch wieder ein/zwei Jahre rauher und wilder.

Siehe Kyuss und die ganze aus der Stonerszene entstand daraus und profitierten reichlich davon !!!
hmc
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Re: September 26 | Pearl Jam - Ten

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Gepostet: 03.09.2026 - 14:23 Uhr  ·  #10
Huch, falsche Zuordnung, danke FP.
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