Boston und der Bosstown Sound

 
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Boston und der Bosstown Sound

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Gepostet: 29.12.2020 - 17:07 Uhr  ·  #1
Boston und der Bosstown Sound

Der erste Versuch, die Stadt in der Mitte des Musik-Weltatlas zu positionieren erfolgte 1965,
als 'Die Überreste'; also 'The Remains' (aka Barry & The Remains) Support für die Beatles
spielen durften und anschließend eine Vermarktungskampagne als die 'Amerikanischen Beatles'
durchlaufen mußten.
Nun, die Band war allererste Sahne und legte eine LP vor, die unbedingt zu den Klassikern
jener Jahre gezählt wird. Leider war kein einziger Hitparaden-Hit darauf (damals unumgänglich,
um Erfolg zu haben) und noch bevor eine zweite LP eingespielt wurde, war dieses erste Boston
Wunder schon wieder Geschichte (Ob John, Paul, George & Ringo das überhaupt zur Kenntnis
nahmen...?).



1967 erreichten Rising Storm noch weniger (hatten allerdings auch keine irgendwie gearteten
Ambitionen), als sie mitten im Kernjahr der Psychedelia mit 'Calm Before ....' eine LP mit
feinster Garagen-Psychedelia veröffentlichten. Nicht ganz mit dem harten Sound der Urmütter,
13th Floor Elevators, aber dennoch ein zukünftiger Meilenstein.
Aber die Band bestand aus Studenten, denen der akademische Abschluß wichtiger war als die
Rock'n'Roll-Karriere. Als sie 15 Jahre später ein Re-Union-Konzert spielten und als LP heraus
brachten ('Alive Again'; ausschließlich Coverversionen und völlig uninteressant), lag der Preis
des Debuts schon bei über 1,000 DM (!)



'Frozen Laughter'
https://www.youtube.com/watch?v=IZxRzykWPZ0

Als aber Rising Storm die Unitüren hinter sich schlossen, gab es schon eine Menge anderer
vielversprechender Bands die nachdrängten. Sie hatten alle von San Francisco gehört und sich
von neuen Ideen beeinflussen lassen und natürlich spielten sie auch alle reihum in den angesagten
Clubs. Aber eine der West Coast vergleichbare Szene war das nicht; es gab keinen gemeinsamen Sound
und all die Mechanismen San Franciscos (von den Diggers bis zu den Be-Ins, etc.) gab es nicht oder
sie wurden nur schwach imitiert.

Alan Lorber, verantwortlich für MGM-Records wollte das ändern und da er ein rechter Svengali,
Manipulator und Vermarkter vor dem Herrn war, geschah dies mit Getöse; mit einer großen
Werbekampagne und allerlautesten Tönen (vor allem von Alan himself):
'Der Boston Sound ist viel größer und wichtiger als der San Francisco Sound!'

Aus irgend einem Grund spielte die (Musik-)Presse, die ja immer bereit ist, sich manipulieren und
bestechen zu lassen, diesmal nicht mit und auch die Fans auf den Straßen strömten nicht in Scharen
nach Boston oder zumindest in die Plattenläden.
Auch europäischen Rock-Enthusiasten blieben außen vor; die meisten hatten nie vom Bosstown
Sound gehört und nur einige Platten schafften den Sprung über den Teich, wo sie in den wenigen
Plattenläden von vielleicht London, Amsterdam, Berlin, Hamburg zu finden waren, aber sonst
nirgends.

Die finanzielle Bauchlandung Lorbers und von MGM Records ließ nicht auf sich warten und damit
war das Thema bis zum Aufkommen des 60s-Sammlerbooms Anfang der 80er vom Tisch.
Nun kauften sich die Sammler ein; oftmals zu günstigen Preisen, denn Lorber hatte in seinem
Größenwahn große Stückzahlen von Ultimate Spinach oder Beacon St. Union pressen lassen.
Bald fand man heraus, daß es noch weitere 2-3 Dutzend interessante Namen gab, deren Lps
immer noch relativ preisgünstig zu kaufen waren.

Dieses neu entflammte Interesse brachte Lorber dazu, im aufkommenden CD-Zeitalter noch einmal
Material auf den Markt zu werfen; immer unterstrichen durch seine 'Ich-Ich-Und-Ich-Bin-Der-Größte'-
Rhetorik.
Aber zum Glück wußten die hardnasigen Sammler schon längst Bescheid; sie vervollständigten ihre
Sammlung und ignorierten das Großmaul Alan.
Schade nur, daß zufällige Sammler vielleicht abgeschreckt werden.
Nun das müssen sie nicht! Denn nochmal zur Wiederholung: es gab eine Menge wirklich toller
Bands und LPs in Boston.

Zunächst mal stellen wir fest, daß viele Gruppen teils oder ganz aus Studenten bestanden, die
das Muckemachen als Hobby und Zusatzeinkommen betrachteten und die, wie Rising Storm,
kaum eine Musikkarriere planten. Eine LP, selten auch zwei; und dann waren sie schon wieder
aus dieser Welt verschwunden. Nur zur Erinnerung, Boston ist Harvard.

Außerdem gab es zwar verschiedene Einflüsse; speziell Jazz und Folk, aber Blues und Soul oder
Latinoklänge, die man an der West Coast fand, hörte man seltener.
Es gab kaum zwei bands, die man in die gleiche Schublade stecken konnte; ein gemeinsamer
Sound...?... wer hätte den ausgemacht:

Längst nicht alle Bands waren bei Lorber unter Vertrag und viele, die sich damals nicht unter
diesem 'Boston-Sound-Schirm' wähnten, werden heute dazugezählt; einfach weil sie ungefähr
in den Jahren '67 - '70 am selben Ort waren.

Am bekanntesten wurden wohl Ultimate Spinach mit ihrer schon fast gotischen und düsteren
Folk-Psychedelia; getragen durch Orgel und ätherische Frauenstimme
Zwei hervorragende LPs und eine mäßige... und damit waren sie schon die
Größten. Tip: 'Same' + 'Behold & See'.



Beacon St. Union hinterließen zwei superbe Garagen-Psych-Werke ('The Eyes Of' und 'Clown Died
In Marvin Gardens') bevor sie sich zu Eagle umformierten und mit 'Come Under Naney's Tent'
einfacheren Rock machten.



'May I Light Your Cigarette'
https://www.youtube.com/watch?v=dG-ZWEmPxEo

Eden's Children wurden als Ersatz-Cream hochgejubelt, nur weil sie ein Trio waren.
Aber dieser jazz-beeinflußte hard rock hat mit Cream wirklich wenig zu tun. Trotzdem zwei
sehr gelungene LPs: 'Same' + 'Sure Looks Real'



Ill Wind - Flashes: 4 Typen mit Sängerin...aha, muß also ein bißchen Richtung Jefferson Airplane
gehen. Allerdings ohne einen Jorma Kaukonen an der Gitarre. Nur eine LP...dicker Tip.



Earth Opera - 'Same' + 'Great American Eagle Tragedy': ein bißchen Jazz, Country, Folk... mir
rockt das viel zuwenig, aber andere Fans sind begeistert.

Ford Mudge Memorial Dump - 'Same' ziemlich nahe an West Coast-Klängen und mit prima
Gitarre.



Chameleon Church - 'Same'. Soft Psych um den später sehr bekannten Komiker Chevy Chase.
Tolles Werk!



Listening - 'Same' wird gerne als 'Vanilla-Fudge-beeinflußt' bezeichnet; wir hören 'heavy soul'.

Pluph - 'Same'. Auch hier Psychedelia der etwas lebendigeren Art mit Orgel- und Gitarrendominanz.



Quill - 'Same'. Haben (m.W.) das Woodstock-Festival eröffnet; zu sehen auf dem Director's Cut.
Die LP bietet prima psych/prog mit etwas Hippie-Geschmack.

Freeborne - 'Peak Impressions'. Acid Psych-Klassiker, natürlich mit Genretypischer Gitarre.



Applepie Motherhood Band - 'Same' + 'Apple Pie' Hippierock mit Garagenwurzeln; ein bißchen
Blues ging auch. Zwei LP-Treffer.



Front Page News - 'Mystic Soldiers'. Fast schon ein bißchen progressive mit viel Orgel und elegischem
Gesang; mal ein bißchen folkig, dann wieder mit Fuzz und gutem Rhythmus.

Tea Company - 'Same'. Im Zeitlupentempo, eine der psychedelichsten Scheiben überhaupt. Ein Muß!



Das sind längst nicht alle wichtigen Gruppen (ein paar schlechte wie Bagatelle oder Orpheus hab ich
weggelassen) und sie bestanden auch keineswegs alle aus Studenten oder Ortsansässigen (in den
USA gibts ja eh kaum jemand mit echten Wurzeln-am-Ort).
Die Rock-Welt haben sie alle nicht verändert, aber etwas Eigenes und Wichtiges hinzugefügt, nun,
das haben sie schon. Und ihre musikalische Hinterlassenschaft läßt sich heute noch mit Begeisterung
hören.

Bis auf zwei Ausnahmen: Soundbeispiele erspare ich mir wegen der vielen Tips, die man machen müßte;
aber man findet sie bei Youtube oder direkt in meinen Regalen....
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Re: Boston und der Bosstown Sound

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Gepostet: 29.12.2020 - 18:36 Uhr  ·  #2
@ badger

sehr gelungene Beschreibung der damaligen Scene ; hier stehen aus Deiner Auflistung diese :

ULIMATE SPINACH
BEACON ST. UNION - beide
EARTH OPERA
FORD MUDGE MEMORIAL DUMP
PLUPH
TEA COMPANY

LG - Franz :-)
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Re: Boston und der Bosstown Sound

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Gepostet: 29.12.2020 - 18:54 Uhr  ·  #3
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Re: Boston und der Bosstown Sound

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Gepostet: 29.12.2020 - 22:46 Uhr  ·  #4
Welch eine Fleißarbeit über die damalige Musikszene in Boston! Das ganze Hintergrundwissen war mir in der detailierten Form auch nicht bekannt. Ansonsten haben wir uns in der Vergangenheit bereits mehrfach im Brezel die Bälle über den Bosstown Sound zugeworfen. Insofern wird es dich nicht verwundern, dass bis auf die Chameleon Church sämtliche der von dir erwähnten Bands hier vertreten sind. Aber mit dieser Band werde ich mich mal näher beschäftigen.

badger, erneut danke für deine umfassenden Ausführungen :-D
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Re: Boston und der Bosstown Sound

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Gepostet: 30.12.2020 - 15:09 Uhr  ·  #5
Hallo lieber Jürgen,

wieder mal eine beieindruckende Datensammlung zu dieser feinen Scene.
Wirklich toll beschrieben und fast immer deckungsgleich zu meinen Eindrücken.

bedankt 8)

Die eine oder andere Bands steht ebenfalls hier
(teilweise ohne zu wissen, daß sie Boston-Leute waren :-o ).


The Remains' (aka Barry & The Remains)
Steht hier, ebenso die "Sessions" welche ich sogar noch höher
einstufen würde, wie das endgültige Werk

Rising Storm
leider bisher unbekannt

Ultimate Spinach
alle 3 stehen hier

Beacon St. Union
stehen auch hier

Eden's Children
leider bisher unbekannt

Ill Wind - Flashes
nur von einem Sampler bekannt

Earth Opera
die tragischen Adler stehen hier

Ford Mudge Memorial Dump
ist da

Chameleon Church - 'Same'.
leider bisher unbekannt

Listening - 'Same'
ist da

Pluph - 'Same'.
leider bisher unbekannt

Quill - 'Same'
leider bisher unbekannt

Freeborne - 'Peak Impressions'.
leider bisher unbekannt

Applepie Motherhood Band - 'Same' + 'Apple Pie'
sind da

Front Page News - 'Mystic Soldiers'.
sind da

Tea Company - 'Same'.
leider bisher unbekannt
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Re: Boston und der Bosstown Sound

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Gepostet: 30.12.2020 - 17:21 Uhr  ·  #6
schon beim einstellen des postings merkte ich, daß noch ein paar ganz wichtige bands übersehen waren,

es werden also nachgeliefert:

The Art Of Loving - 's/t'. Werden immer als 'psych' deklariert, aber das ist Humbug. Das, was sie spielten, muß
aber trotzdem jene interessieren, die Growing Concern, Neighb'rhood Childr'n oder Yankee Dollar mögen:
Folkrock mit weiblich/männlich gemischtem Harmoniegesang und voller Melodien. Es muß ja nicht immer
eine Tonne Fuzz zu hören sein.



Bead Game - 'Welcome'. Einflüsse von Jazz über Folk bis Psych und mit exzellenter Gitarre; ein bißchen
gefuzzt wird gelegentlich auch. Sehr professionelle Band, die später noch eine LP mit Archivmaterial
hatten ('Baptism'); dann zu 'Freedom Express' mutierten und eine weitere recht psychische Scheibe aufnahmen.



Flat Earth Society - 'Waleeco'. Diese Jungs waren maximal 16-17, als sie für den Schokoladenriegelhersteller
Waleeco eine Gimmick-Werbeplatte(!) machten, die zu einem der obergesuchtesten Teile überhaupt werden
sollte und die Mitte der 80er locker die DM 1000,00 im Ankauf überschritt.
Man hört melodischen West(!) Coast mit acidiösen Gittarenläufen und längeren instrumtentalen Passagen.
Ein absolutes Muss für Genrefans.
Übrigens: auf die CD wurde aus irgend einem Grund ein total bescheuertes Hörspiel (!) von ca. 30 min.
dazugepackt. Zum Glück kommts am Ende.



Bo Grumpus - 'Before The War'. Ein ex-Remains-Mann war dabei, Felix Pappalardi hat produziert, zu hören
gibt es soften Folk Rock mit gelegentlichen Acid-Gitarren-Exkursionen.



Tangerine Zoo - 's/t' + 'Outside Looking In'. Etwas garagig (spielen 'Gloria), zumeist gut durchrockend mit
wirbelnder Orgel und gelegentlicher Fuzz-Gitarre. Die zweite LP ist etwas 'wilder'; beide sind gute Tips.



-------------------------------

Und zum Schluß noch einmal zurück in die Vor-Boston-Sound-Zeit der Remains.

Barbarians - 's/t'. Hatten, was die Remains nicht schafften; einen USA-weiten Riesenhit mit dem
stark Bob Dylan-artigen 'Are You A Boy Or Are You A Girl', gesungen vom einhändigen (!) Drummer
Moulty (er hat wohl mit einer Art Hakenprothese getrommelt). Wir hören äußerst ansprechenden
Folk Rock a la 1965; nicht genau wie die Byrds, aber doch verwandt.
Alan Lorber hätte sie bestimmt gerne für sein Manipulationsprojekt eingekauft, aber... da gab es sie
schon nicht mehr.



hoffentlich sind damit die wirklich wichtigen Gruppen aufgezählt.... (?)
DJ
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Re: Boston und der Bosstown Sound

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Gepostet: 30.12.2020 - 17:43 Uhr  ·  #7
Psychrockfan und Freaksound:
da sind ja eine Menge Scheiben schon bestens bekannt und ich denke, daß auch unter den noch nicht
im Regal stehenden cds noch viele sind, die in Eure persönliche Geschmacksrichtung gehen.
Nur mit der 'Psychedelia' ist das so eine Sache; der Begriff ist ja millionenfach überstrapaziert und die
meisten darunter laufenden Gruppen hatten wenig oder gar nichts psychedelisches an sich.

Das gilt auch für die Bosstown-Szene. Es macht aber die Bands nicht schlecht!
Der Vorteil leigt auf der Hand: Man muß keine Trips schmeißen, um die Mucke zu genießen ;-)

Krautbrain:
Na, die eine wird doch wohl noch gehen. Ist zwar soft, aber nicht zum Einschlafen, sondern auf eine genau
in die Seele eindringende Weise. Und 'soft' heißt ja nicht, das nicht der ein oder andere Rockakkord kommt.

Firebyrd:
ich weiß natürlich nicht, was du im Regal hast, aber bei Dir würde man auch die Remains und Barbarians
vermuten. Und den Spruch 'Are You A Boy Or Are You A Girl' vom Barbarians-Hit kennen wir doch alle noch
aus eigener Erfahrung, wenn wir wegen unserer Matten angemacht wurden..... >_<

Danke an die Interessierten!
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Re: Boston und der Bosstown Sound

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Gepostet: 30.12.2020 - 18:00 Uhr  ·  #8
Jürgen, vielen Dank für diese großartige Story über Boston und den Bosstown- Sound. :-D Einige Sachen stehen bei mir, viele jedoch nicht und die Anzahl der Bands von denen ich noch nichts gehört habe, bzw. kaum etwas kenne, ist auch nicht gerade klein. o)

Du hast allerdings eine Ader, einem die Alben schmackhaft zu machen. Toller Schreibstil ! :-D Im neuen Jahr werde ich mir die vorgestellten Bands noch einmal genauer anschauen. Wahrscheinlich muß mich dann meine Frau wieder vom Bestellbutton reißen.... :lol:
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Re: Boston und der Bosstown Sound

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Gepostet: 30.12.2020 - 18:04 Uhr  ·  #9
Zitat geschrieben von badger


Firebyrd:
ich weiß natürlich nicht, was du im Regal hast, aber bei Dir würde man auch die Remains und Barbarians
vermuten. Und den Spruch 'Are You A Boy Or Are You A Girl' vom Barbarians-Hit kennen wir doch alle noch
aus eigener Erfahrung, wenn wir wegen unserer Matten angemacht wurden..... >_<




es stehen hier Platten (LPs, CDs) von:

The Remains
Eden's Children
Barbarians

die kenne ich und mag ich:

Ultimate Spinach
Beacon St. Union
Ill Wind
Earth Opera (stehen aber bereits auf der Anschaffungsliste)
Quill
Applepie Motherhood Band
Bo Grumpus

(Den einen oder anderen Song habe ich auf irgendwelchen Kompilationen....)

die kenne ich und mag ich eigentlich nicht:

Tea Company

die kenne ich bisher gar nicht:

The Rising Storm
Ford Mudge Memorial Dump
Chameleon Church
Listening
Pluph
Freeborne
Front Page News
The Art Of Loving
Bead Game
Flat Earth Society
Tangerine Zoo

Ansonsten hatte ich mich damals in der Regel im Umfeld des klassischen Nuggets-Samplers orientiert, und mit anderen teils obskuren Kompilationen des Genres beschäftigt....
Ich will mal schauen, inwieweit Zeit bleibt, auch hier tiefer einzusteigen....
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Re: Boston und der Bosstown Sound

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Gepostet: 31.12.2020 - 12:32 Uhr  ·  #10
@ badger

lese gerade den Artikel von David Johnson über die Musikscene in Boston & New England aus Greg Shaw's " BOMP " . Auch sehr
aufschlußreich !
Diese von Dir aufgeführten Platten stehen hier auch :

FLAT EARTH SOCIETY - waleeco
BO GRUMPUS - before the war
TANGERINE ZOO - outside looking in

LG - Franz :-)
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Re: Boston und der Bosstown Sound

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Gepostet: 13.01.2021 - 14:41 Uhr  ·  #11
@badger,

mit großem Interesse habe ich Deinen Beitrag gelesen und in viele Musikbeispiele hineingehört. Die meisten Songs geschweige denn Bands waren bzw. sind mir völlig unbekannt. Aber - die bisher belauschten Hörproben gefallen mir sehr gut.

Nun folgt noch ein ABER, auch bezogen auf Deinen ebenfalls sehr interessanten Artikel im Schmökerbereich, ---> A Sharp Shock To The System - die UK-Punk, -New Wave, -Power Pop und -Neo Mod-Bibel.

WANN soll ich das, was Du hier vorstellst, alles hören? Würde ich mir das Buch anschaffen, kämen wohl noch hunderte weitere Tipps hinzu. Das wäre ein Fass ohne Boden. Dabei stelle ich bereits jetzt eine gewisse Überforderung fest, all das zu hören, was hier steht, was "frisch geliefert" wurde und teilweise nicht einmal entsiegelt wurde.

Eigentlich kann ich nur sagen - besten Dank für Deine ausführlichen und informativen Beiträge, die wirklich sehr neugierig machen. Aber, ich schaffe das einfach nicht mehr - zumal noch andere Interessen neben dem Musikhören vorhanden sind.
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Re: Boston und der Bosstown Sound

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Gepostet: 29.01.2021 - 19:17 Uhr  ·  #12
Ich liebe deine ausführlichen Beiträge, selbst wenn es nicht meinen musikalischen Geschmack trifft.
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