Lakomy war wohl sehr populär durch seine Kinderlieder vom "Traumzauberbaum" und weitere folgende Schallplatten in dieser Richtung.(Die in der Pop-Szene der größten DDR der Welt unternommenem Schritte bzw. Aufnahmen Lakomys stufe ich mal vorsichtig als etwas besseren Schlagergesang ein. Relevant waren diese Aufnahmen für mich nie.) Für unseren Sohn waren diese Kinderplatten in seiner Kindheit sehr wichtig, einfach gute, sehr gute kindgerechte Musik war das. Modern gespielt, moderne Instrumente und seltsam ideologiefrei. Und auch für uns Erwachsene damals durchaus hörbar. Jetzt ist bald der Enkel dran, vielleicht gefällt ihm diese Musik auch?
Für mich selbst wurde Reinhard Lakomy interessant durch seine Aufnahmen elektronischer Musik, die sich in drei Schallplatten niederschlug.
"Das geheime Leben" 1982
"Der Traum von Asgard" 1983 und
"Zeiten" 1985, zusammen mit Rainer Oleak (der heute noch manchmal im Fernsehen als Filmmusikautor genannt wird)
Alle drei Platten kann man sich heute noch getrost anhören. Lakomy verwendete damals Klangerzeugungsgeräte, die auf den Platten nur als "Elektronische Instrumente" benannt werden, ganz sicher aber nicht aus volkseigener DDR-Produktion stammten.
Bei "Buschfunk" gibt es die ersten beiden Platten als DCD in der Reihe „ORIGINAL AMIGA MASTERS", leider wohl doch ohne irgendwelches evtl. hilfreiches Eingreifen zwecks Klangverbesserung. Will sagen, die CD-Ausgabe klingt nicht so gut, wie die originalen AMIGA-Platten. "Zeiten" gibt es nicht auf CD, zum Glück nenne ich noch alle drei Platten mein Eigen.
Diese Zeilen können auch als Anhörtipp für elektronische Musik aus der größten DDR der Welt betrachtet werden. Schlechter als vergleichbare Arbeiten westdeutscher Gruppen/Solisten oder internationaler Künstler sind diese Aufnahmen bestimmt nicht.
Radiot grüßt und lauscht "Zeiten"!