(Vorab zur Einordnung meines Gekläffes: Die Rubrik heißt „Der Laberthread - Gescheites und NONSENS zum Musikcontest.“ Kann also jeder einordnen, wie ihm beliebt. Oder gar nicht. Gar nicht erst lesen zum Beispiel…)
Worauf die Welt nicht gewartet hat: Senf™ zum Bass-Solo Wettbewerb, endlich doch noch fertig geworden, war halt ein langes WE.
Floyd Pink - Primus - Tommy The Cat
Wie ich lesen muss , nennt sich dieses Genre Funkmetal, Crossover. Artistischer Bass; die Musik, nun ja, ziemlich steril, glattpoliert. Da fehlt ein bisschen Wärme….
Thorens - Jeff Beck & Tal Wilkenfeld - Cause We've Ended As Lovers
Jeff Beck gibt hier den Weichspüler, Tal Wakenfield sticht glücklicherweise noch heraus in diesem doch seichten Stück, rettet es aber auch nicht. Beck ist in Wakenfield verliebt, oder? Er scheint sie mächtig anzuhimmeln! Die alten Männer eben. Die CD „Blow by Blow“ von Jeff Beck (1975), da ist das Stück drauf im „Original“, hatte ich mal als Japan-Gold CD. Nach ein, zwei Hördurchgängen sofort veräußert den Schurrmurr. Schon damals fand ich das Stück zum Gähnen langweilig, obwohl es natürlich hochgelobt wurde. Die Gitarre bedienen kann Beck ja zweifelsfrei. Im Regal gibt es immerhin „truth & beck-ola“, „Wired“, „Jeff Beck With The Jan Hammer Group - Live“ und „There And Beck“ von ihm. Aber es geht ja nicht um Jeff Beck…
Trurl - The WHO - 5:15
Auch wenn ich einen shitstrom riskiere, das Stück ist furchtbar für mich. Gerettet wird es vom Bass-Solo, darum geht es ja am Ende nur. Bekam aber immerhin 4 Punkte von mir - dem Basser sei Dank!
Firebyrd - Jaco Pastorius - Donna Lee
Das Wunderkind am E-Bass, musikalisch nicht so berauschend, aber sehr gut gespielt. 10 Punkte eingeheimst.
Street66 - Metallica - For whom the bell tolls
Der Bass klingt wahrlich metallisch. Musikalisch ist dies für mich eine no go area, da es mir zu langweilig ist, trotz allem Gepose & Gehabe. Konnte damit nie etwas anfangen. Aber der Bass wird ordentlich malträtiert, keine Frage.
Triskell - Ekseption - Improvisation
Ausgerechnet die „Trinity“ ist meine einzige Ekseption - Platte, auf dieser ist die hier fragliche „Improvisation“ zu hören. Ordentliches Stück (was ich so gar nicht mehr erinnerte!), 7 Punkte vom Holzohr dafür!
Leslie - Carolyne Mas - Sittin in the dark
Ein artiges Bass-Solo, gemessen an der Gesamtlänge des sehr schönen Stückes leider zu kurz. 8 Punkte dafür. Carolyne Mas war bis dato für mich völlig unbekannt. Man lernt eben nie aus.
Scoot - Gary Moore - Empty Rooms Live
Kann es sein, dass Gary Moore keinen eigenen Eintrag im Rocklexikon hat? Das Solo ist auch recht kurz, aber ordentlich singender Bass im Solo. Das Stück selbst, nun ja… Aber wer zerrt da eigentlich an den vier Saiten?
Frimp - Stanley Clarke, Marcus Miller & Victor Wooten - School Days
Kurz: Das Original ist wesentlich besser. Drei Artisten spielen um die Wette, wer wird Erster? Aber immerhin im Original ein schönes Stück, nur gefallen mir solche „summits“ nicht. Mein Problem, aber 3 Punkte.
Proggy - Yes - The Fish (Schindleria Praematurus)
Plattenoriginal und Liveperformance sind zwei Sachen. Live zieht sich das Stück wie Kaugummi hin, im Original kommt es besser. (Nebenbei: Einen ersten Preis für die Bühnendeko oder gar Punkte würden sie von mir dafür auch nicht bekommen!). Das Original von der Platte „Fragile“ ist ca. 2:30min „kurz“, die 31 Jahre später in Montreux gespielte Version 9:24 min „lang“. Ich denke mir immer, irgendwann haben Yes vergessen, aufzuhören. Es hört sich alles irgendwie an, aber die Luft ist lange raus. Irrational, ich weiß, aber mir geht es so mit Yes. Ach ja, das Solo: etwas müde, meine ich.
Ziggy - Alexis Korner - Worried Blues
Hier gab es nur eine Lösung: 12 Punkte! Klasse! Fetter Bass, schön gespielt von Colin Hodgkinson, eine Ohrenweide!
Maddrax - Kraan - Borgward
Ein ausuferndes Solo bzw. fast das ganze Stück ist ein Solo; das Stück selbst musikalisch nicht umwerfend, aber es gab immerhin 6 Punkte dafür. Sound über die Tube grottenschlecht, leider. Und sonst: Meine einzige Kraan - Platte (Flyday?) habe ich verschenkt. Der Beschenkte freute sich. So muss es sein! Irgendwas von Hattler steht hier noch rum, glaub ich. Mal suchen…
Mr. Upduff - Renaissance – Ashes Are Burning
Ashes Are Burning als Instrumentalversion und es hätte auch 12 Punkte bekommen können, auch wegen des schönen Bass-Spiels. Das Gesäusel der Sängerin zerrt an meinen Nerven. Aber: 5 Punkte!
Freaksound - Vanilla Fudge - Shotgun
Eine verrückte Truppe, verrücktes Solo. Kannte ich so gar nicht, blieb aber punktelos, obwohl es beträchtlich und nicht schlecht rockt. Hier irrelevant, schreibt notfragile33 in der Tube vor 2 Monaten: „Two Italians, a Jew, and a Dutchman--ALL NEW YORK!“
Benefit - Rancid - Maxwell Murder
Maybe the fastest solo in contest? Nur verdorben durchs Schlagzeug. Ansonsten: Punk! Grrrr!
Sunny - Rory Gallagher - Bad Penny
Ein ordentliches Stück, aber das sehr kurze Bass-Solo nun nicht gerade hitparadenverdächtig. Da müssen der Rory und sein Bassknecht leider ohne Punkte ins Bett.
Epikur - Puppenhaus - Anfang
Das Stück hat seine Momente, das Bass-Solo wäre für mich jetzt nicht irgendwie repräsentativ, ist auch ein bisschen kurz und nicht so gut zu hören; aber na ja, es kann nicht alles gefallen. Die Band selbst ist mir auch völlig unbekannt.
Tom Cody - Canned Heat - Fried Hockey Boogie
In einem anderen Wettbewerb hätte Canned Heat mindestens Sympathiepunkte von mir bekommen. Leider ist das Bass-Solo in diesem hier vorgestellten Stück ziemlich kurz und nicht sehr virtuos gespielt. Sagt der Nichtmusiker!
radiot - Jonas Hellborg - miklagaard
Mein Favorit; für mich lebt das Stück durch das Zusammenspiel zwischen Bass und Schlagzeug. Tony Williams finde ich hier hervorragend; prägnantes Spiel, Bass wie Schlagzeug. Und eigentlich wollte ich mit dem Stück auch gewinnen….
Moniek - Billy Sheehan Bass Solo
Gesucht wurde eigentlich ein Musikstück mit einem Bass-Solo, das hier ist nur Bass-Solo und geht somit an der Zielstellung vorbei. Gleichwohl natürlich artistisch & fingerfertig gespielt, aber das reicht nicht immer.
Xanadu - Tal Wilkenfeld - Chelsea Hotel
Sie zupft hier den Bass so schön wie eine Guitarre, singt auch noch dazu. Aber Punkte bekam sie trotzdem nicht. Eine ziemlich amerikanische Veranstaltung, soft, sehr ruhig, fast langweilig (für mich!). Ohne Gesang hätte sie mit ihrem doch schönen Spiel mehr Chancen bei mir gehabt. Und ganz nebenbei: auch am Ziel vorbei, denn nur Solo war nicht gefragt. Na ja, sie singt noch dazu...
35 years after - Bootsy Collins - I'd Rather Be With You
Bei James Brown hat er besser gezupft; nun, die Aufnahme ist ja auch ein paar Jährchen später entstanden. Der Bootsy Collins Zirkus eben. Aber nicht sonderlich aufregend, gut gespielt, doch es zündet leider nicht. Und dann diese Fielmann Brille!
MusicalBox - Yes - Heart of the sunrise
Ha! Hatten wir schon mal. 2003 in Montreux. Das Original ist Spitze, aber wie man nach so vielen (erfolgreichen!) Jahren immer noch versucht, so zu spielen wie früher, wird mir ewig ein Rätsel bleiben. Doch ok, alles ordentlich aufgeführt und gespielt und gesungen, aber diese Altherrenriege zündet bei mir nicht mehr. Das fragliche Solo ist nicht der Brüller; auch Bassisten werden eben älter. Da bleibt eigentlich nur Wehmut.
Negerhalle - George Benson - On Broadway
Der Bass reißt’s raus, so soll es sein. Aber es gab trotzdem keine Punkte von mir. Liegt sicher auch an dieser schrecklichen Tubenqualität.
Krautwickel - Yes - On the Silent Wings of Freedom .
Es ist leider so - „On the silent wings of freedom“ von der Platte "Tormato" ist das für mich schlechteste Yes - Album! Ein Freund bekam 1978 diese Platte (er war natürlich stolz auf die Scheibe!, die Oma hatte sie wohl mitgebracht), wir verabredeten uns zum Hörtreff, das Auflegen der Platte wurde zelebriert und beim Hören bekamen alle lange Gesichter. So schlimm hatten wir es uns nicht vorgestellt, Enttäuschung war gar kein Ausdruck. Mit „Tormato“ (vor einiger Zeit als CD nachgekauft - 4,99€ oder so, also preislich ok) endet dann auch mein Vorrat an Yes - Scheiben. Es sind sechs Stück, nach „Tormato“ kam mir nichts mehr von den Jungs ins Haus. Das Bass-Solo selbst ist auch etwas, nun ja, bescheiden, oder?
Walter - Jan Garbarek Group - Basssolo Eberhard Weber (ab 8:40 min)
Eberhard Weber habe ich nur ein Mal live gesehen & gehört, 70er Jahre bei einer Jazzwerkstatt in Peitz, irgendwie hat er da Stücke von der Platte „Yellow Fields“ gespielt (meine erste Platte von ihm!, letztens endlich als gut erhaltenes Exemplar nachgekauft!), aber der Schlagzeuger war John Marshall an Stelle von Jon Christensen. Egal. Weber und sein Bass-Spiel mag ich sehr, leider nur nicht mehr in dieser hier dargebotenen Konstellation mit Garbarek, Brüninghaus (ich habe nur eine CD von ihm; insgesamt gibt es nur zwei auf ECM?) und Mazur; die Sängerin mal außen vor. Also in der Konstellation haben wir ihn vor Jahren im Tempodrom zu Berlin gehört. Letzmalig. Das Konzert war einfach nur öde. Jazz spielt er schon lange nicht mehr, schade. Seine Mitstreiter sind natürlich über jeden Zweifel erhaben, nur Marylin Mazur höre ich lieber das Schlagzeug wie ein Schlagzeug behandeln. Ihr Geklöppel und Gebimmel an gefühlten 200 Mitbringseln an der Schießbude gefallen mir überhaupt nicht. Aber egal, es geht ums Bass-Solo. Gefällt mir hier im Kontext auch nicht so, da gibt es besseres von Weber und leider nur ein Verlegenheitspünktchen von mir dafür.
radiot grüßt!