Auch wenn da vielleicht keiner mehr so richtig dran glaubte: ta,ta!
Senf™ bezüglich der Mädchen im Wettbewerb; spät, sehr spät, aber immerhin. Und vor allem noch rechtzeitig, wenn es hier bassbetont wird, d.h. also diese Bewertung ansteht. Ich bin echt in Verzug, warum nur? Ach ja, das Wetter, es war zu warm. Prima Entschuldigung, was anderes fiel mir jetzt auf die Schnelle nicht ein.
MusicalBox - Anneke van Giersbergen - Physical
Ich kenne die Dame nicht, und das ist wohl auch gut so. Die Stimme ist bemüht; in diesem Stück für mich unangenehm bemüht. Nun will ich von einem tontechnisch nicht gerade preisverdächtigen Filmchen in der Tube unbedingt auf das Gesamtwerk der Dame schließen, aber ich bin dicht dran…
Firebyrd - Sandy Denny - Late November
Eine Schöne Stimme, aber kein schönes Lied. Ein mystischer, dunkler Text. Vielleicht kommt dies alles im Solovortrag auch nicht so gut, so hat es leider nur für den einen Punkt gereicht.
Moniek - Bettina Wegener Sind so kleine Hände
Ihre Vita ist interessant.
https://de.wikipedia.org/wiki/Bettina_Wegner
http://www.jugendopposition.de/index.php?id=3402
Die Begeisterung vor allem damals für diese Lied konnten wir nicht nachvollziehen; die vom Staat geschmähte und verhaftete Sängerin konnte in den Westen reisen (hatte jahrelang einen Pass mit Dauervisum) und eine Platte bei CBS veröffentlichen (…“Sie konnte ihr Berufsverbot in der DDR nun mit Auftritten in der Bundesrepublik Deutschland, Österreich, Belgien und der Schweiz kompensieren…) (ich hätte damals auch gerne etwas „kompensiert!) – dies hatte für uns damals ein (wie man heute fast allgemein sagt) „Geschmäckle“. Es war nicht glaubwürdig, Kungelei mit der Stasi wurde vermutet. Frau Wegner gab (bei Dirk Sager in Kennzeichen „D“) gute Ratschläge aus dem Westen, durfte reisen, andere die das auch wollten ließen ihr Leben oder wurden eingesperrt. Nun ja, die ganze Geschichte diskreditierte ihr vielleicht ehrenvolles Anliegen in unserem Kreis, es war schlicht und einfach realitätsfern.
Da Bettina Wegner auch mit Thomas Brasch (Brasch über die DDR: „Knast mit Grünanlagen.“) verheiratet war, empfehle ich ein Buch seiner Schwester Marion Brasch, „Ab jetzt ist Ruhe“, in dem sie die Geschichte ihrer Familie beschreibt ( Vater deutscher Jude, die Mutter Wiener Jüdin – ihr Wien sah sie nie wieder, da sie nach dem WK II in der DDR lebten ) und in dem auch beschrieben wird, wie hoch angebunden vermeintliche Probleme bezüglich Kunst & Kultur in der DDR waren. Da entschied der Staatschef persönlich über Wohl und Wehe Einzelner, da ging nichts ohne Erlaubnis von ganz, ganz oben, da war ohne Stasi in solchen Fällen wie Bettina Wegner nichts, aber auch gar nichts möglich.
Trurl - Kate Bush - Among angels
Von Kate Bush habe ich nur eine Platte, die „Never Forever“, zu mehr hat es nie gereicht. Dieses Lied hier klingt für mich sehr „verkopft“, wäre aber noch egal, nur erreicht es mich musikalisch überhaupt nicht. Also gar keinen Punkt für Kate!
radiot - P.J. Harvey - To bring you my love
Das Stück ist von ihrer vielleicht besten Platte „To bring you my love“, könnte auch im Basswettbewerb aufgetaucht sein, wurde aber bei „Unbeschreiblich weiblich“ eingesetzt, wo es vielleicht nicht so ganz hinpasst. Nebenbei ist die Platte, zumindest mit einigen ihrer Titel, auch sehr gut als Boxentestplatte besonders für den Bassbereich einzusetzen. Meine Empfehlung!
Negerhalle - Nina Simone - My Baby Just Cares for Me
Das leider wirklich abgenudeltste Stück von Nina Simone. Es gibt insgesamt Besseres von ihr.
Triskell - Anna Ternheim - Quiet Night
Mir völlig unbekannt die Sängerin. Es plätschert fast völlig belanglos dahin. Und „unbeschreiblich weiblich“ ist dies für mich auch nicht, nur weil von einer Frau gesungen. Die Krux wie immer: ein vorgestellter Titel, etwas anderes ist (mir) nicht bekannt, entsprechend „vernichtend“ dann die Bewertung. Insgesamt, wenn ich jetzt so andere Tubenstücke von ihr höre, also dass, was auf den Wettbewerbstitel folgt, langweilig. Wie heißt ihre Platte? „Lullabys für Pädagogen“?
Maddrax - Laura Marling - Sophia
Die nächste große mir Unbekannte, der auch das gewisse Etwas, der nötige Pfiff zu fehlen scheint. Vielleicht gibt es besseres von ihr zu hören – irgendwann…
Frimp - Joni Mitchell - This Flight Tonight
Joni Mitchell fängt bei mir einige Platten später an, aber alles von ihr ist hier auch nicht versammelt. Und trotz höchsten Lobes für sie und diese Platte und die Musik gefällt mir das Stück nicht.
Geheimrat Günstig - Voices On The Verge - Softly Moses
Sagt dem Holzohr natürlich auch nichts, Holzohr gab aber 8 Punkte. Klarinette höre ich auch gerne; insgesamt dann doch vernünftig.
caramel - Loreena McKennitt - The Dark Night Of The Soul
Auch hochgelobt (ich habe unlängst meine erste und letzte Platte von ihr - kam 3€ - verschenkt), sagt mir diese Musik leider nichts bis gar nichts. Es mag gefühlvoll sein, ist für mich aber leider nur langweilig. C’est la vie!
Street66 - Alela Diane - The rifle
Bewegt sich im Singer/Songwriter/Folkmuster, kein schlechter Gesang, trotzdem nicht mein Fahrwasser. Ist nicht schlecht, bekam aber wie bekannt keine Punkte von mir.
Thorens - Joss Stone - It's A Man's World
Möglich, dass ihr noch etwas Volumen in der Stimme fehlt, aber das wird wohl noch kommen. Weiter so, Frau Stone! Evtl. muss ich da mal ein Ohr riskieren, ihre neuste Platte ist ja wohl gerade am Markt. 10 wohlverdiente Punkte!
Proggy - Regine Dobberschütz - Solo Sunny
Renate Krößner als Solo Sunny in diesem Outfit und dieses Lied (gesungen von Regine Dobberschütz,
https://de.wikipedia.org/wiki/Regine_Dobbersch%C3%BCtz) fand ich immer schlimm, wenn nicht sogar oberpeinlich. Der Film (Co-Regie: Konrad Wolf, Wolfgang Kohlhaase), in dem auch Klaus Brasch mitspielt, der Bruder von Marion und Thomas Brasch - s.o., dagegen ist eine dicke Empfehlung wert. Wahrscheinlich mit das Beste, was das DDR-Kino hergab. Das er überhaupt ins Kino kam, grenzt an ein Wunder, wird doch die DDR (die größte der Welt selbstredend) in ihrer ganzen maroden Verfassung ungeschminkt gezeigt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Solo_Sunny
3 Punkte: mehr für den Film als für die Musik.
Floyd Pink - Joan Armatrading - Starlight
Da hätte ich etwas von „The Shouting Stage“ genommen, meine Lieblingsplatte von ihr. Ist vielleicht auch zu alt, von 1988, long time ago. Aber mich fragt ja keiner … Und dann diese Hupfdohlen in dem Filmchen!
Sunny . Inga Rumpf - Remember
Inga Rumpf und das „Outfit des Grauens“. Dazu noch ein sehr schwacher Song, schwach vorgetragen.
Mr. Upduff - Cocteau Twins - Pandora (For Cindy)
Ich glaube, das Stück geht nur zusammen mit dem Film. Den habe ich, aber noch nicht angesehen…
Trotzdem 2 Punkte.
Tom Cody - Judy Collins - Amazing Grace
Gottes Lob - nicht mein Fall. Dazu noch unlängst, leider aus traurigem Anlass, von Barack Obama besser vorgetragen. Aber er ist ja keine Frau…
Leslie - Alison Moyet - Should I feel That it's Over
Das rockt mir zu wenig und die Singstimme gefällt mir einfach nicht. Was will ich machen? Dann klingt es noch wie Weichspüler, den mag ich auch nicht. Und nebenbei habe ich von Alison Moyet null CDs im Haus.
Epikur - Dana Fuchs - Drive
Den Song finde ich lahm, ihre Stimme aber ist gut. Gab’s Punkte dafür? Nö, sorry!
35 years after - Beth Hart - Leave The Light On
Dass geht für mich in Richtung Schmachtfetzen; mit ihrer Stimme könnte sie mehr anstellen und besseres singen. Sicher hat sie auch bessere Songs auf Lager, vielleicht auch was rockiges?. Kenn’ ich aber nicht. Auch keine Punkte, aber sie wird es überleben…
Freaksound - Alice Russell - Let us be loving
Ok. Schöne Stimme, die an Diven erinnert, die Musik ist auch gut, dann wird aber reichlich auf die Tube gedrückt. Aber 7 Punkte eingeheimst. Vom Holzohr!
Walter - Doro - The Fortuneteller
„Outfit des Grauens II“, ein peinlicher Auftritt, schwach und schmalzig für mich. Da muss man(n) wohl hartgesotten sein, um dies zu mögen, oder?
Scoot - Jennifer Warnes - Song Of Bernadette
Kurz und knapp: Diese Baustelle wurde zwangsläufig immer weit umfahren.
Xanadu - Dani Wilde - Open Road
Gar nicht so wild(e), aber gut und mir doch 4 Punkte wert. Allerdings kenne ich von Dani Wilde wirklich nur den Namen, sonst nix.
Benefit - Curved Air - Melinda (more or less)
Das ist auch nicht mein Fach, aber doch recht ordentlich gemacht. Muss ich zugeben. 6 Punkte von mir, ich staune über mich selbst.
Stattmeister - Eva Cassidy - Time after time
Bedeutungsschwanger vorgetragen, Guitarre ok, der Gesang zu bemüht. Aber jede wie sie will. Das Original ist für mich besser. Selbst die Miles Davis Interpretation.
Krautwickel: Ulla Meinecke - Die Tänzerin
„Wenn schon nicht für immer dann wenigstens für ewig“. Warum auch nicht. Ein schönes Lied (Edo Zanki keyboards) auf dieser Platte, meiner einzigen von Ulla Meinecke! Douze points pour M. Krautwickel.
Napoleon Wilson - Lana Del Rey - Ultraviolence
Sie soll besser sein als ihr (anfänglicher) Ruf. Nun ja. Aber so viele Leute da, nur wegen ihr? Aber nicht so viele Punkte von mir. Nur 5.
bad Moon - Andrea Schroeder / Helden
Wie kann frau/man so lahm interpretieren? Soll bestimmt auch ganz bedeutungsvoll rüberkommen, „…die Berliner Folk-Noir-Sängerin…“
Ich kann da aber fast nur einschlafen. Schade eigentlich, Bowies „Heroes“ im Original kommt da entschieden besser. Frau Schroeder muss sich hier also messen lassen. Aber die „Fachpresse“ bescheinigt ihr „…schleppendes Tempo, dräuende Gitarren, viel düstere Sound-Atmosphäre – und dieser wunderbar sinnliche Gesang…“ - mir kommt dies alles nur sehr lahm vor. Egal. Keine Punkte. Schluss.
radiot grüßt!