Joe Bonamassa - Blues DeLuxe
Vorweg - ich bin kein Freund der Musik Bonamassa's, zumindest was seine mehr rockorientierten Produktionen betrifft.
Ich mag auch keine "Gitarrenhelden" im Sinne von "noch schneller, noch wilder etc.", weil sie in der Regel ohne viel Seele spielen.
Eigentlich gar keine Frage - warum also eine CD von Bonamassa kaufen und auch noch rezensieren?
Nun, mein Sternzeichen ist Zwilling und die andere Hälfte hat mir zugeflüstert, es doch einmal mit dieser reinen Bluesscheibe zu versuchen.
Für Gitarrenfreaks ist dieses eine hervorragende CD mit herrlicher, gitarrenbetonter Gitarrenmusik.
Bonamassa zeigt hier den hervorragenden Techniker und spielt oft genug auch mit sehr viel Gefühl.
Doch auch hier wieder schafft die Musik es nicht, etwas grundlegendes zu erfüllen, nämlich mich in besonderem Maße in der Seele zu berühren.
Im Booklet wird dann auch von "finger-cramping pyrotechnics" gesprochen, die eigentlich nicht Hauptkriterium sein sollten!
Alles gut, aber meine Kritikpunkte sind hier:
Bonamassa zitiert hier viele seiner Vorbilder und wir hören Stevie Ray Vaughan, Freddie King, Jeff Beck, Albert Collins, Elmore James u.a.
Und ich scheine hier in der Tat überwiegend obige zu hören, und nicht überwiegend Bonamassa.
Anders ist es bei seinen eigenen Stücken, bei "Woke up dreaming", "I don't live anywhere", "Mumbling word".
Hier schafft er es blendend, seine Art auszudrücken, im Songwriting wie im Spiel. Davon mehr und ich wäre mehr angetan gewesen.
Seine Stimme gefällt mir. Er hat eine besondere Art zu singen, die mir zusagt. Hier bringt er auch gutes Feeling herüber. Well done, Joe!
Unabhängig davon, daß die Musik in ihrer Gesamtheit , gerade auch hinsichtlich seines Gitarrenspiels, gut dargestellt ist, komme ich zum nächsten Kritikpunkt. Hiervon ist jedoch nicht nur Bonamassa betroffen, hier ist er in oft guter Gesellschaft. Ich meine die Begleitband, die aus meiner Sicht sehr steif agiert.
Welch ein Gegenstück dazu war Stevie Ray's Double Trouble!
Im übrigen verwöhnt von meinen Bluesern der 50er/60er Jahre, die stets diesen unwiderstehlich swingenden Beat hatten, gibt es dieses heute nur noch selten.
Alles wirkt oft so bemüht, reine Begleitfunktion des Solisten im Vordergrund als Beweggrund, hier zu musizieren, unabhängig davon, ob es nun gute oder schlechte Musiker sind. Und schlecht ist Bonamassa's Band sicherlich nicht.
Aber der überspringende Funke, der Swing, die Verschmelzung der Band zu einem Ganzen - das fehlt mir hier!
Unabhängig davon ärgere ich mich nun nicht, diese Scheibe gekauft zu haben. Wie gesagt - es ist ja gute Musik...
Wolfgang
Vorweg - ich bin kein Freund der Musik Bonamassa's, zumindest was seine mehr rockorientierten Produktionen betrifft.
Ich mag auch keine "Gitarrenhelden" im Sinne von "noch schneller, noch wilder etc.", weil sie in der Regel ohne viel Seele spielen.
Eigentlich gar keine Frage - warum also eine CD von Bonamassa kaufen und auch noch rezensieren?
Nun, mein Sternzeichen ist Zwilling und die andere Hälfte hat mir zugeflüstert, es doch einmal mit dieser reinen Bluesscheibe zu versuchen.
Für Gitarrenfreaks ist dieses eine hervorragende CD mit herrlicher, gitarrenbetonter Gitarrenmusik.
Bonamassa zeigt hier den hervorragenden Techniker und spielt oft genug auch mit sehr viel Gefühl.
Doch auch hier wieder schafft die Musik es nicht, etwas grundlegendes zu erfüllen, nämlich mich in besonderem Maße in der Seele zu berühren.
Im Booklet wird dann auch von "finger-cramping pyrotechnics" gesprochen, die eigentlich nicht Hauptkriterium sein sollten!
Alles gut, aber meine Kritikpunkte sind hier:
Bonamassa zitiert hier viele seiner Vorbilder und wir hören Stevie Ray Vaughan, Freddie King, Jeff Beck, Albert Collins, Elmore James u.a.
Und ich scheine hier in der Tat überwiegend obige zu hören, und nicht überwiegend Bonamassa.
Anders ist es bei seinen eigenen Stücken, bei "Woke up dreaming", "I don't live anywhere", "Mumbling word".
Hier schafft er es blendend, seine Art auszudrücken, im Songwriting wie im Spiel. Davon mehr und ich wäre mehr angetan gewesen.
Seine Stimme gefällt mir. Er hat eine besondere Art zu singen, die mir zusagt. Hier bringt er auch gutes Feeling herüber. Well done, Joe!
Unabhängig davon, daß die Musik in ihrer Gesamtheit , gerade auch hinsichtlich seines Gitarrenspiels, gut dargestellt ist, komme ich zum nächsten Kritikpunkt. Hiervon ist jedoch nicht nur Bonamassa betroffen, hier ist er in oft guter Gesellschaft. Ich meine die Begleitband, die aus meiner Sicht sehr steif agiert.
Welch ein Gegenstück dazu war Stevie Ray's Double Trouble!
Im übrigen verwöhnt von meinen Bluesern der 50er/60er Jahre, die stets diesen unwiderstehlich swingenden Beat hatten, gibt es dieses heute nur noch selten.
Alles wirkt oft so bemüht, reine Begleitfunktion des Solisten im Vordergrund als Beweggrund, hier zu musizieren, unabhängig davon, ob es nun gute oder schlechte Musiker sind. Und schlecht ist Bonamassa's Band sicherlich nicht.
Aber der überspringende Funke, der Swing, die Verschmelzung der Band zu einem Ganzen - das fehlt mir hier!
Unabhängig davon ärgere ich mich nun nicht, diese Scheibe gekauft zu haben. Wie gesagt - es ist ja gute Musik...
Wolfgang