Hallo...Hallo
hier was zu einem Mann, über den sehr wenig bekannt ist, der vor einigen Jahren in Deutschland mit dem Trio "Tri Continental" unterwegs war und mir schon dort mit einem ausergewöhnlichen und bemerkenswerten Stil aufgefallen ist...es gibt glaube ich nur 3 Solo CD's von Ihm und ich kenne nur die "So Here We Are", auf die ich hier mal kurz hinweisen möchte...die Rede ist von Lester Quitzau....
ein weißen Kanadier europäischer Abstammung spielt Blues...so oder ähnlich sollte man anfangen denn das erste Lied auf seiner CD die Version des Muddy Waters-Klassikers "Rollin' and Tumblin'", oh man dachte ich...schon wieder die Nummer...wer will das teil den nun schon wieder quälen...also ab in den Player...und dann hob es mich hab, das mir Hören und Sehen verging...was für eine Hammernummer... was natürlich meine Erwartungen sofort in die Höhe springen liess....und glaubt mir es wurde einfach noch besser und ...schöner und interessanter....
Denn Quitzau kann nicht nur Gitarre spielen, er tut es auch schön dreckig, ohne den Blues zum Rock'n'Roll zu machen. Eine schwierige Gratwanderung, die schon Jimi Hendrix und Jeff Beck gelungen ist, zwei Musiker, die Quitzau bei Stil und Gesang Vorbild zu sein scheinen.
Sonst wäre kaum zu erklären, warum "Rollin' and Tumblin" als Opener herhalten muss, nachdem es erst vor zwei Jahren Jeff Becks "Earthquake! in ähnlich energischer Form eröffnete. Die Ausführung ist jedoch tadellos und neben "Honey Bee" die einzige nachgespielte Version in einem Album, das ansonsten aus eigenem Material besteht. Schon "Waiting", das erste selbst komponierte Lied, zeugt von Qualität, mit schön melancholischem Bottleneck, bluesigem Text ("Maybe nobody loves me but Jesus. Maybe nobody loves me but me") und einer Stimme, die manchmal an Hendrix erinnert, jedoch um Längen ausreizbarer wirkt. "Every Minute Of Every Day" trägt im ersten Teil akustische Hard Rock-Züge, ist im zweiten Teil eher folkig. "Devil's Dues" ist dem Titel gerecht verraucht, "Home On The Range" scheppert, "Time Takes Its Time" wäre ein gutes Ende, aber Quitzau schiebt nun hier noch zum Abschluss die jazzige Jam-Session "Heart And Soul." nach....einfach klasse
Gut begleitet von Lyle Molzan (Schlagzeug) und Greg Johnston ( Klavier und Bass ), entpuppt sich Quitzau als einfühlsamer und talentierter Gitarrist. Zwar bietet er nichts Revolutionäres, die Charts wird er mit solch einem Produkt auch kaum erobern, aber für mich eine der absoluten musikalischen Entdeckungen des vergangenen Jahres....
Für Emzo Fans natürlich im Anschluß mal zum Schnuppern und von mir wieder mal eine Kaufempfehlung !!!
hier was zu einem Mann, über den sehr wenig bekannt ist, der vor einigen Jahren in Deutschland mit dem Trio "Tri Continental" unterwegs war und mir schon dort mit einem ausergewöhnlichen und bemerkenswerten Stil aufgefallen ist...es gibt glaube ich nur 3 Solo CD's von Ihm und ich kenne nur die "So Here We Are", auf die ich hier mal kurz hinweisen möchte...die Rede ist von Lester Quitzau....
ein weißen Kanadier europäischer Abstammung spielt Blues...so oder ähnlich sollte man anfangen denn das erste Lied auf seiner CD die Version des Muddy Waters-Klassikers "Rollin' and Tumblin'", oh man dachte ich...schon wieder die Nummer...wer will das teil den nun schon wieder quälen...also ab in den Player...und dann hob es mich hab, das mir Hören und Sehen verging...was für eine Hammernummer... was natürlich meine Erwartungen sofort in die Höhe springen liess....und glaubt mir es wurde einfach noch besser und ...schöner und interessanter....
Denn Quitzau kann nicht nur Gitarre spielen, er tut es auch schön dreckig, ohne den Blues zum Rock'n'Roll zu machen. Eine schwierige Gratwanderung, die schon Jimi Hendrix und Jeff Beck gelungen ist, zwei Musiker, die Quitzau bei Stil und Gesang Vorbild zu sein scheinen.
Sonst wäre kaum zu erklären, warum "Rollin' and Tumblin" als Opener herhalten muss, nachdem es erst vor zwei Jahren Jeff Becks "Earthquake! in ähnlich energischer Form eröffnete. Die Ausführung ist jedoch tadellos und neben "Honey Bee" die einzige nachgespielte Version in einem Album, das ansonsten aus eigenem Material besteht. Schon "Waiting", das erste selbst komponierte Lied, zeugt von Qualität, mit schön melancholischem Bottleneck, bluesigem Text ("Maybe nobody loves me but Jesus. Maybe nobody loves me but me") und einer Stimme, die manchmal an Hendrix erinnert, jedoch um Längen ausreizbarer wirkt. "Every Minute Of Every Day" trägt im ersten Teil akustische Hard Rock-Züge, ist im zweiten Teil eher folkig. "Devil's Dues" ist dem Titel gerecht verraucht, "Home On The Range" scheppert, "Time Takes Its Time" wäre ein gutes Ende, aber Quitzau schiebt nun hier noch zum Abschluss die jazzige Jam-Session "Heart And Soul." nach....einfach klasse
Gut begleitet von Lyle Molzan (Schlagzeug) und Greg Johnston ( Klavier und Bass ), entpuppt sich Quitzau als einfühlsamer und talentierter Gitarrist. Zwar bietet er nichts Revolutionäres, die Charts wird er mit solch einem Produkt auch kaum erobern, aber für mich eine der absoluten musikalischen Entdeckungen des vergangenen Jahres....
Für Emzo Fans natürlich im Anschluß mal zum Schnuppern und von mir wieder mal eine Kaufempfehlung !!!