Gerade bin ich auf YouTube über die gut acht Minuten lange Live-Version von „Lay Down Sally“ aus "The Definitive 24 Nights" gestolpert. Einmal mehr dieser Moment, in dem man - zumindest aber ich - den Song nicht einfach ausklingen lässt, sondern anschließend ganz selbstverständlich "Slowhand" aus dem Regal zieht.
Dabei ist das Album so viel mehr als seine berühmten Klassiker Cocaine, Lay Down Sally oder Wonderful Tonight. Beim Wiederhören blieb ich vor allem an The Core hängen – einem der stärksten Titel der Platte. Über einem treibenden Groove entwickeln Eric Clapton und Marcy Levy ein mitreißendes Wechselspiel, bevor Clapton zu einem ausgedehnten Gitarrensolo ansetzt, das für mich zu den Höhepunkten seiner Studioaufnahmen zählt. Hier zeigt sich seine Klasse nicht durch Effekthascherei, sondern durch Gefühl, Timing und einen unverwechselbaren Ton.
Ich weiß, dass "Slowhand" im Forum nicht bei jedem einen Spitzenplatz einnimmt. Manchem ist das Album schlicht zu mainstreamig. Das ist für mich völlig in Ordnung – mein Hörvergnügen schmälert das kein bisschen. Im Gegenteil: Ich liebe diese Scheibe, hole sie immer wieder aus dem Regal und entdecke jedes Mal aufs Neue, warum sie seit Jahrzehnten zu meinen liebsten Clapton-Alben gehört.
Eingebettetes Medium: https://www.youtube.com/watch?v=xcJe8nJ3JXQ
Eingebettetes Medium: https://www.youtube.com/watch?v=Q7m83IUK9ZI