The Yardbirds - Five Live Yardbirds 1964

...wahrlich ein wertvolles Zeitdokument und ein Muss für jeden Freund der Band!

 
firebyrd
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The Yardbirds - Five Live Yardbirds 1964

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Gepostet: 27.04.2024 - 17:08 Uhr  ·  #1
The Yardbirds - Five Live Yardbirds 1964

“Five Live Yardbirds”??? Jetzt eine Neuveröffentlichung? Denn Repertoire Records hatte ja bereits eine CD des legendären Konzerts vom 20. März 1964, aus dem Marquee Club, London, veröffentlicht. Doch diese neue Platte der Yardbirds mit vollem Titel "Five Live Yardbirds 1964" enthält Aufnahmen aus dem gleichen Club, jedoch vom 7. August 1964.

Die Band war damals darauf spezialisiert, Blues- und Rhythm & Blues-Titel US-amerikanischer Künstler zu interpretieren, ebenso wie die Rolling Stones oder die Pretty Things seinerzeit. Die Yardbirds standen mit ihnen in vorderster Front, und gerade die Liveaufnahmen zeugen vom Enthusiasmus der Musiker. Folgerichtig wurde die erste “Five Live Yardbirds“ auch als Debüt veröffentlicht. So, was hatte sich nun von März bis August verändert? Nun kann man das sehr gut nachvollziehen anhand der neu vorgelegten Veröffentlichung.

Ich habe das einmal versucht anhand einiger ausgesuchter Songs, die auf beiden Konzerten gespielt wurden, und muss tatsächlich feststellen, dass die Interpretation der Klassiker nun sicherer geworden war. Keith Relf sang noch überzeugender, die Band spielte dichter und Clapton hatte sein Solospiel auch entwickeln können, gerade besonders nachzuvollziehen auf “The Sky Is Crying“. Auch war das Repertoire etwas abwechslungsreicher geworden. Mit dem Doppel-Song “Respectable / Humpty Dumpty“ hat man sich stilistisch mehr dem R&B geöffnet und, im zweiten Teil noch mehr vorhanden, vermag man gar Anteile von Ska zu vernehmen.

Zwischendurch gibt es kurze Sequenzen, in denen man sich einspielt (“Tuning Up/Tuning Up(2)“) oder Ansagen von Relf, während Clapton sich seine Gitarre stimmt, die wie er sagt, „that this is the only black Fender Jazzmaster in the world“, oder wie die Geschichte zu Chris Dreja erzählt wird, als vor kurzer Zeit seine Gitarre zerstört wurde. Und wieder ein Chuck Berry-Song, Songs, die ja eigentlich eher den Rolling Stones vorbehalten waren, doch bei “Too Much Monkey Business“ zeigt Clapton seine individuelle Seite, indem er es vermeidet, die typische Berry-Riffs nachzuahmen, und dafür ein tolles Solo auf seine Art spielt.

Leider gab es damals nur ein Set, weil Relf mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte. Noch am gleichen Abend wurde er in die Klinik verbracht wegen eines sehr starken Asthma-Anfalls, seine Lunge war bereits kollabiert. So musste er live für einige Zeit aussetzen, unter diesem Aspekt sind die Aufnahmen noch ganz anders zu beurteilen, wenn man bedenkt, unter welchen Anstrengungen er wohl sang und auch noch die Harp spielte.

Hinsichtlich des Sounds sind die Aufnahmen einwandfrei und die einzelnen Instrumente sind sehr gut gestaffelt zu vernehmen. So ist hier ein sehr wichtiges Dokument hinterlegt worden mit dieser Veröffentlichung, wahrlich ein wertvolles Zeitdokument und ein Muss für jeden Freund der Band!

Keith Relf (vocals, harmonica)
Eric Clapton (guitar, vocals - #8)
Chris Dreja (guitar, vocals - #8)
Paul Samwell-Smith (bass)
Jim McCarty (drums)

1 Someone To Love Me
2 Tuning Up
3 Too Much Monkey Business
4 I Got Love If You Want It
5 Keith Relf talks about Eric Clapton’s black Fender Jazzmaster
6 Smokestack Lightning
7 Keith Relf talks about Paul “Sam” Smith & Eric Clapton
8 Good Morning Little Schoolgirl
9 Tuning Up (2)
10 Respectable / Humpty Dumpty
11 Announcement
12 The Sky Is Crying

hmc
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Re: The Yardbirds - Five Live Yardbirds 1964

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Gepostet: 28.04.2024 - 13:48 Uhr  ·  #2
Interessant das du sagts, ihr Spiel, insbesondere Eric Solo Passagen, habe sich in nur knapp fünf Monaten signifikant verbessert.
Ich werde einmal schauen, ob ich beide Alben finden kann, um zu versuchen, deine Eindrücke nachvollziehen zu können.

Ich kenne einiges von ihnen, bin also nicht ganz unerfahren.
Tom Cody
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Re: The Yardbirds - Five Live Yardbirds 1964

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Gepostet: 28.04.2024 - 16:28 Uhr  ·  #3
Ganz unerfahren bin ich auch nicht, aber 1964 ist für mich doch noch etwas früh gewesen.

Mir sind hauptsächlich Singles wie z.B. "For Your Love" und "Heart Full Of Soul" bekannt.

Firebyrd, vielen Dank für diese schöne Rezi ! Detailliert und interessant ! :-D
firebyrd
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Re: The Yardbirds - Five Live Yardbirds 1964

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Gepostet: 28.04.2024 - 17:10 Uhr  ·  #4
Zitat geschrieben von hmc

Interessant das du sagts, ihr Spiel, insbesondere Eric Solo Passagen, habe sich in nur knapp fünf Monaten signifikant verbessert.
Ich werde einmal schauen, ob ich beide Alben finden kann, um zu versuchen, deine Eindrücke nachvollziehen zu können.

Ich kenne einiges von ihnen, bin also nicht ganz unerfahren.


als SIGNIFIKANT hatte ich es aber nicht bezeichnet, nur so:


"Clapton hatte sein Solospiel auch entwickeln können"
Leslie
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Re: The Yardbirds - Five Live Yardbirds 1964

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Gepostet: 28.04.2024 - 17:28 Uhr  ·  #5
Zitat geschrieben von firebyrd



"Clapton hatte sein Solospiel auch entwickeln können"

was denn - das hast du in 1964 festgestellt ;-)

ich selbst wußte 1964 mit Sicherheit nicht wer Yardbirds geschweige denn wer Clapton ist - evtl Ende 1966 oder eher in 1967 kamen die Namen Cream und Clapton bei mir aufs Tapet - Yardbirds habe ich erst später mal kennengelernt...
firebyrd
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Re: The Yardbirds - Five Live Yardbirds 1964

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Gepostet: 28.04.2024 - 17:37 Uhr  ·  #6
Zitat geschrieben von Leslie

Zitat geschrieben von firebyrd



"Clapton hatte sein Solospiel auch entwickeln können"

was denn - das hast du in 1964 festgestellt ;-)

ich selbst wußte 1964 mit Sicherheit nicht wer Yardbirds geschweige denn wer Clapton ist - evtl Ende 1966 oder eher in 1967 kamen die Namen Cream und Clapton bei mir aufs Tapet - Yardbirds habe ich erst später mal kennengelernt...


Mir lief die Band erstmals mit "For Your Love" über den Weg, das war 1965, und der Song hatte noch nicht mal eine Lead-Gitarre dabei...., und schon war auch der Eric weg, die Yardbirds brachte ich insofern nur mit Jeff Beck in Verbindung. Ihren Clapton lernte ich auch erst nachträglich kennen, nachdem er mir bei Mayall zuerst begegnete...

Und vor den VÖ mit den Yardbirds war es deren Begleitung von Sonny Boy Williamson (Sonny Boy Williamson and the Yardbirds), die mich dem Eric nachträglich näher brachte....Erst danach lernte ich die "Five Live Yardbirds" kennen...
badger
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Re: The Yardbirds - Five Live Yardbirds 1964

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Gepostet: 28.04.2024 - 21:58 Uhr  ·  #7
ich mag die Yardbirds, natürlich.
und die erste 'live' steht auch schon viele Jahrzehnte hier.
jetzt aber nochmal ein Set rauszutun, daß ausschließlich aus Covern besteht....
mit Zeugs, daß man schon vor vielen Jahren nur noch durchgewunken hätte, weil
man die Originale viel ergreifender fand...?

Da habe ich andere Yardbirds-Lieblingsscheiben: Roger The Engineer oder Cumular Limit.
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