Januar 2022 - Dire Straits - Dire Straits

 
badMoon
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Januar 2022 - Dire Straits - Dire Straits

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Gepostet: 01.01.2022 - 19:11 Uhr  ·  #1
Es ist gar nicht lange her, als mir ein Freund einen Link zu einem youtube-Clip schickte. Begleitet wurde der Link von Worten überschäumender Begeisterung ob der Intensität der Darbietung. Neugierig, sehr neugierig geworden folgte ich dem Hörtipp und landete bei einer fulminanten Liveversion des Songs "Telegraph Road", dargeboten von Mark Knopfler in ---> Sevilla am 26.07.15..

Es vergingen nur wenige Minuten, bis ich mich an meine erste Begegnung, mein erstes Hörerlebnis mit diesem Musiker erinnerte. Seinerzeit gab es eine Fernsehsendung auf WDR namens "Plattenküche". Ein Format mit viel Klamauk, oft barbusig herumhüpfenden Go-Go-Girls, manchen Peinlichkeiten und - eben auch Musik. 1978 war es, als hinter drei Gitarristen, von denen einer sang, in einer riesigen, glitzernden Muschel ein Schlagzeuger den Rhythmus zu "Sultans of Swing" trommelte. Am Ende diese peinliche Szene, in der die Muschel zusammenbrach und die Band gespielt fluchtartig dem Set entfloh, ---> hier in leicht antiquitierter Form noch zu bestaunen.

Möglicherweise war die Band bereits vorher in Deutschland, im Rundfunk oder Fernsehen, in Erscheinung getreten. Für mich jedoch war es die Geburtsstunde dieses Quartetts. In meiner Erinnerung waren sie nie vorher irgendwo in Deutschland zu hören gewesen, und ich fühlte mich, zumindest in meinem Freundeskreis, als "der Entdecker" dieser Band. Der Name braucht, so vermute ich, gar nicht länger verschwiegen werden. Es geht natürlich um die DIRE STRAITS

Das war mutig! Mitten in der Hochzeit des fast gitarrenlosen Punk der RAMONES oder SEX PISTOLS, der langsam der New Wave - Welle den Platz räumte, wagten es vier Briten, die Gitarre wieder in den Vordergrund zu rücken. Sie pfiffen darauf, sich dem seinerzeit populären Musikstil anzupassen und machten "ihr Ding". Als "Sultans of Swing" erstmals durch die heimischen Lautsprecher schallte, fühlte sich dies an, als würden die Fenster weit geöffnet und eine frische Brise würde den mittlerweile anwesenden Muff abgestandener Luft vertreiben. Das klang dermaßen frisch, luftig, unschuldig und unverbraucht, dass der zugehörige Longplayer unverzüglich! in die Plattensammlung aufgenommen werden musste. Der Kauf ließ nur wenige Tage auf sich warten. Mit dem Bus fuhr ich nach Mönchengladbach, um in dem Plattenladen meines Vertrauens die Scheibe zu erwerben. Ich wollte sie endlich in den Händen halten, endlich nach Hause entführen.

DIRE STRAITS | Dire Straits | GB 1978 | Rock, Poprock, Americana

Wie schon der Song "Sultans of Swing", so war auch die Plattenhülle eine Wohltat. Schlicht, ganz schlicht auf gelblich-weißem, scheinbar verblichenem Grund war in einem großen Quadrat ein karger, offensichtlich nur aus Beton bestehender Teil eines Gebäudes zu sehen. Ein Parkhaus? Gestützt von zwei Pfeilern gaben überdimensionierte Fenster den Blick auf eine weite Leere frei. An einem dieser Pfeiler lehnt eine Frau, scheinbar nur von einem luftigen Kleid oder Nachthemd bekleidet. Das ganze Bild ist sehr verschwommen dargestellt, nichts lässt irgend etwas klar erkennen. Geschweige denn, dass das Konterfei eines der Künstler abgebildet ist. Diese sind erst auf der Rückseite des Covers zu entdecken, oberhalb der genannten Titel der Scheibe, unter denen sich auch, als erster auf der Seite "B", "Sultans of Swing" wiederfindet.

Während dieser Song abging wie eine Rakete und für die Band den Durchbruch ihres Erfolges markierte, waren die Anfänge wohl schwerlich und ein Erfolg noch nicht zu erahnen. So wurde der Name DIRE STRAITS nicht zufällig gewählt, bedeutet er doch sinngemäß "Notlage" oder "Schwere Zeiten". Erst Mitte der 77er Jahre landete, nachdem genügend Material vorhanden war, ein Demo-Tape bei BBC-Radio in London. Der Moderator Charlie Gillett spielte fortan Songs dieses Tapes, bis eine Plattenfirma darauf aufmerksam wurde, die Band unter Vertrag nahm und im Oktober 1978 ihr Debut-Album "Dire Straits" auf den Markt brachte.

Die Single "Sultans Of Swing", Knopfler spielte ihn auf einer roten Fender Stratocaster, auch heute noch sein Markenzeichen, kletterte in den USA in die Top fünf der Hitparaden, in Großbritannien auf Platz acht. Dem Vernehmen nach ist die Geschichte des Songs auf eigene Erfahrungen und Begebenheiten zurückzuführen. Demnach geht dessen Entstehung zurück auf das Jahr 1977. Knopfler soll sich in einem mittelmäßigen Pub aufgehalten haben, in dem sich eine noch mittelmäßigere Jazzband vor fast leerem Saal abmüht, dass Publikum zu unterhalten. Unabhängig von der mangelnden Qualität der Musik habe sich der Sänger sehr selbstbewusst mit den Worten „Gute Nacht und vielen Dank. Wir sind die Sultans Of Swing“ verabschiedet und den Set beendet.

Am Ende des Songs "Sultans of Swing" heißt es:

And then the man he steps right up to the microphone
And says at last just as the time bell rings
"Goodnight, now it's time to go home"
Then he makes it fast with one more thing
"We are the Sultans
We are the Sultans of Swing"

Und ein Mann, er geht auf die Bühne direkt ans Mikrofon
Und sagt schließlich, als die Glocke läutet

„Wünsche euch gute Nacht, es ist jetzt Zeit nach Hause zu gehen“
Er beeilt sich noch eines zu sagen

„Wir sind die Sultans,
ja wir sind die Sultans of Swing"


Wie eingangs erwähnt - die DIRE STRAITS waren keine Punk- oder New Wave-Band, und eine solche Scheibe zur damaligen Zeit auf den Markt zu werfen, konnte sicher als mutig betrachtet werden. Die Wurzeln der DIRE STRAITS sind wohl eher bei Künstlern wie J.J.Cale denn den seinerzeit angesagten Acts zu verorten. Dies ist vor allem in dem Laid-Back-Song Water Of Love, der auch als Single veröffentlicht wurde, oder auch Six Blade Knife, einem rhythmischen, sehr straight gespieltem Titel, zu hören.

Klarer, melodischer Rock kennzeichnet die Songs dieses Albums. Der unangefochtene Meister der DIRE STRAITS dürfte unbestreitbar der geniale Texter und Gitarrist Mark Knopfler sein. Als Sänger jedoch trat er nur sehr bescheiden auf, sodass der Erfolg der Band ohne die gekonnt aufspielenden Mitspieler fraglich sein dürfte. Mit ihrem Können sorgten David Knopfler (Gitarre), John Illsley (Bass) und Pick Withers (Schlagzeug) für die passende Bandunterstützung und schufen selbst bei den schmissigeren Songs eine stets entspannte Atmosphäre.

So entlässt das Album den Hörer nach 41:34 Minuten völlig relaxt mit dem Titel Lions. Einundvierzig Minuten, die wie im Flug vergehen und bereits damals erahnen ließen, dass hier eine Band ins Rampenlicht trat, von der noch viel zu erwarten sein wird. Ein Debut, randvoll mit prächtigen Songs, ein Album ohne Lückenfüller oder Durchhänger. Mein Highlight bleibt jedoch bis heute das Stück, das einst wie frischer Wind durch die Plattenküche fegte und noch heute frisch wie am ersten Tag klingt. Egal, wie häufig er durch die Wohnung schallt, die DIRE STRAITS bleiben die Sultans Of Swing.

Noch bevor das Debutalbum 1978 weltweit die Charts erobert, supporten die DIRE STRAITS Bands wie die TALKING HEADS, STYX oder die CLIMAX BLUES BAND. Wahrscheinlich nicht ahnend, dass sie selbst als Hauptact in Kürze riesige Stadien füllen werden.


[Die Songs]

* Down to the Waterline - 3:55
* Water of Love - 5:23
* Setting Me Up - 3:18
* Six Blade Knife - 4:10
* Southbound Again - 2:58

* Sultans of Swing - 5:47
* In the Gallery - 6:16
* Wild West End - 4:42
* Lions - 5:05
Leslie
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Re: Januar 2022 - Dire Straits - Dire Straits

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Gepostet: 01.01.2022 - 19:25 Uhr  ·  #2
da hatten wir schon die Rede von....

Zitat geschrieben von badMoon

Zitat geschrieben von Leslie

After Midnight...the moon goes behind a cloud and no one else around...

1978 im Main Taunus Zentrum bei Frankfurt/Höchst - war grad im Kaufhaus Hertie - da ertönten aus der Musikabteilung unbekannte Töne - auf meine Frage wer das denn sein kam die Antwort : neue Band mit Namen DIre Straits und ein Mark Knopfler - die Platte wurde spontan gekauft und Knopfler gehört seitdem zu meinen Freunden ;-)

Dire Straits - In The Gallery




Leslie,

bei mir schlug die Scheibe auch ein wie eine Bombe, damals, als permanent NewWave und Punk gedudelt wurde. Meine Offenbarung hatte ich mit der Sendung "Plattenküche", Zander und Feddersen moderierten höchst albern/peinlich herum, und in einer riesigen, kitschigen, offenen Muschel spielten Dire Straits "Sultans of Swing". Die Scheibe wurde offensichtlich ebenso spontan gekauft wie bei Dir. Und zählt heute möglicherweise - wenngleich ich die Liste noch nicht zusammengestellt habe - zu meinen Inselscheiben.
xanadu
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Re: Januar 2022 - Dire Straits - Dire Straits

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Gepostet: 01.01.2022 - 19:56 Uhr  ·  #3
Ja sauber zuruckgebrüllt.

Sehr schöne fein rezisierte Album, wenn ich sie nicht schon 3mal hätte (Vinyl,Amigo Vinyl und CD) würde ich mir sie glatt wieder kaufen. Mit Making Movies 2 Inselscheiben für mich.
Vielen Dank für die Erinnerung,

Ein guter Start in das neue Jahr
Floyd Pink
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Re: Januar 2022 - Dire Straits - Dire Straits

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Gepostet: 01.01.2022 - 20:08 Uhr  ·  #4
Die Scheibe lief bei mir so lange rauf und runter bis ich sie echt nicht mehr hören konnte. Habe sie dann weggegeben, blieb aber den Dire Straits einigermaßen treu. Die langen Songs (Telegraph Road, Brothers In Arms) gingen gut für mich, war aber auch einiges schreckliches dabei (Walk of Life). Im Konzert haben sie mich irgendwie nicht so gepackt, war aber auch in der unsäglichen Stuttgarter Schleyerhalle. Mark Knopfler solo finde ich meist smoother.
Mr. Upduff
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Re: Januar 2022 - Dire Straits - Dire Straits

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Gepostet: 01.01.2022 - 20:20 Uhr  ·  #5
.... diese Platte war für mich damals der Soundtrack während eines wundervollen unbeschwerten Sommers...höre ich noch immer gerne..

...feine Rezi übrigens..
Trurl
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Re: Januar 2022 - Dire Straits - Dire Straits

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Gepostet: 01.01.2022 - 21:19 Uhr  ·  #6
schöne Rezi, auch wenn ich mit den Straits erst ab Love over Gold was anfangen konnte. Die ersten LPs fand und finde ich einfach langweilig. Und in der damaligen Zeit war ich voll auf New Wave gepolt und eher schräge Sachen. Da kommt mir gleich auch ne Wiederentdeckungsidee :-)

trurl
frimp
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Re: Januar 2022 - Dire Straits - Dire Straits

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Gepostet: 01.01.2022 - 21:47 Uhr  ·  #7
Für mich immer noch das beste Album der Dire Straits, mit „Water of Love“ als mein Lieblingssong.
Noch wirken sie frisch, da lässt Mark Knopfler auch mal einen Akkord etwas unsauber in der Aufnahme, auch finde ich sein Genuschel noch charmant.
Im Gegensatz zu Trurl haben sie für mich mit Einführung des Keyboards deutlich verloren.
Und „Walk of Life“ kann ich bis heute nicht entschuldigen. Das toppte noch „Industrial Disease“.

Danke an bM für diese feine Rezi. Du hast das richtige Album gewählt.
kraut-brain
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Re: Januar 2022 - Dire Straits - Dire Straits

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Gepostet: 01.01.2022 - 23:15 Uhr  ·  #8
In der Hochzeit des englischen Punk und der New Wave Bewegung schickte sich seinerzeit eine Band an, leicht bluesgetränkten Rock mit sehr viel Gefühl zu spielen. Wie konnte das gutgehen, zumal die anderen verhassten Dinosaurier aus den Jahren davor vom Hof gejagt worden waren.

Ein helfender Aspekt war sicherlich die damals bestehende Pubrock Szene, die sich in den unterschiedlichsten musikalischen Facetten aufsplitteten. Und da passte Dire Straits irgendwie rein. Zudem traten sie eingangs in kleinen Clubs auf und fanden so die Nähe zu ihrem Publikum.

Allerdings konnte 1978 keiner ahnen, dass das musikalische Produkt Dire Straits derart durch die Decke schießen würde. Auch ich zählte mich zu den Jüngern dieser Band, die so ganz anders aufspielen konnte. Bei ihnen wurde nicht gebrettert, sondern das berührende Spiel stand im Mittelpunkt. Der "Sultan" war somit mitten unter uns angekommen.

Die Liaison funktionierte mit mir nur mit den ersten beiden Alben. Danach änderte sich ihre Spielweise und sie mutierten geradezu zu Giganten. Musikalisch war das nicht mehr meine Spielwiese.

Abschließend sei angemerkt, das komplette erste Album weiß zu überzeugen und man sollte es nicht einzig auf den "Sultan" reduzieren. Und natürlich höre ich es auch heute nocht gerne.

@badMoon: Danke für diese schöne Rezi
White Bird
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Re: Januar 2022 - Dire Straits - Dire Straits

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Gepostet: 02.01.2022 - 12:30 Uhr  ·  #9
Da war doch etwas - ja genau: Im Jahre 1985 habe ich von meinem damaligen Chef zwei Eintrittskarten zu der "Brothers In Arms - Tour" in der Alsterdorfer Sporthalle geschenkt bekommen. Und für mich war das ein berauschender Abend, zumal sie auch einige Stücke von ihrem Debüt präsentiert haben.

Im Gegensatz zu meinem Mann gefallen mir aber auch die späteren Alben der Band, auch wenn ich sie erst später kennengelernt habe.

Und nun noch einige Worte zu deiner Rezi, die du in deiner Beschreibung wieder punktgenau rübergebracht hast. Es hat wieder Spaß gemacht, deinen Zeilen zu folgen .....
Tom Cody
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Re: Januar 2022 - Dire Straits - Dire Straits

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Gepostet: 02.01.2022 - 15:33 Uhr  ·  #10
Nun, ich sehe das ähnlich wie Kraut- Brain. Für mich brachte die Band frischen Zug in die damalige musikalische Lage. Sie hob sich aus meiner Sicht wohltuend mit neuen Klängen aus der bestehenden Szene hervor. Keiner konnte ahnen, daß sie so durchstarten würden. Viele gute Songs sind der Gruppe zu verdanken, "Sultans Of Swing" bleibt für mich jedoch unübertroffen.

1978 befand ich mich in der Berufsausbildung. Zum Unternehmensverbund gehörte auch eine Schallplattengroßhandlung. Die Mitarbeiter durften sich 3 - 5 LPs am Wochenende ausleihen und mit nach Hause nehmen. Von dieser Regelung habe ich natürlich reichlich Gebrauch gemacht und die beiden ersten Werke der Dire Straits wurden ausführlich getestet.

Wie gewohnt, eine souveräne und interessante Vorstellung von dir. Deine Zeilen habe ich gerne gelesen. Vielen Dank, Wolfgang! :-D
Twister
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Re: Januar 2022 - Dire Straits - Dire Straits

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Gepostet: 03.01.2022 - 19:38 Uhr  ·  #11
Zitat geschrieben von frimp

Für mich immer noch das beste Album der Dire Straits, mit „Water of Love“ als mein Lieblingssong.

Danke an bM für diese feine Rezi. Du hast das richtige Album gewählt.


DAS und "In the Gallery" konnte ich damals rückwärts pfeifen.

Danke für die Rezi, bMchen und das Erinnern.
Ich höre bereits..
freaksound
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Re: Januar 2022 - Dire Straits - Dire Straits

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Gepostet: 03.01.2022 - 20:31 Uhr  ·  #12
Dieser feinen Rezi hab ich eigentlich nix hinzuzufügen,
möchte aber als Dessert auf diese schöne Scheibe hinweisen, welche die schon damals tolle Live-Band präsentiert:

Dire Straits - Live BBC

bis auf den Letzten Song stammen die Aufnahmen vom 19. Juli 1978, also direkt nach dem erscheinen der LP.

Knackig und flüssig gespielt, toller Klang und zwingende Versionen von:
Down to the Waterline
Water of Love
Sultans of swing
YETI
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Re: Januar 2022 - Dire Straits - Dire Straits

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Gepostet: 06.01.2022 - 11:49 Uhr  ·  #13
Auch ein Dank von mir an den gar nicht schlechten mond.
Ich bevorzuge zwar Brothers in Arms aber das ist ein Debutalbum dass es in sich hat.

Down to the Waterline, Water of Love und In the Gallery finde ich klasse und Sultans of Swing ist natürlich DER Hammer!
badMoon
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Re: Januar 2022 - Dire Straits - Dire Straits

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Gepostet: 06.12.2022 - 12:11 Uhr  ·  #14
Zitat geschrieben von White Bird

Da war doch etwas - ja genau: Im Jahre 1985 habe ich von meinem damaligen Chef zwei Eintrittskarten zu der "Brothers In Arms - Tour" in der Alsterdorfer Sporthalle geschenkt bekommen. Und für mich war das ein berauschender Abend, zumal sie auch einige Stücke von ihrem Debüt präsentiert haben.

Im Gegensatz zu meinem Mann gefallen mir aber auch die späteren Alben der Band, auch wenn ich sie erst später kennengelernt habe.

Und nun noch einige Worte zu deiner Rezi, die du in deiner Beschreibung wieder punktgenau rübergebracht hast. Es hat wieder Spaß gemacht, deinen Zeilen zu folgen .....


Gerade stöbere ich noch ein wenig durch alte Posts, und soeben flattert mir diese Antwort vor die Nase. Zu Deinem Konzertbesuch, White Bird, "Brothers In Arms" hätte ich noch eine kleine Anekdote parat:

Nach der Veröffentlichung des Debutalbums tourten die DIRE STRAITS auch durch Good Old Germany. Seinerzeit hatten meine damalige Ehefrau und ich, gemeinsam mit ein paar Freunden, Karten für ein Konzert. Ich glaube, das war im Sportpalast Köln. Dort wollten wir uns mit unseren Freunden treffen.

Vor der Haustür parkte mein Auto (...ein metallicblauer Opel Manta Typ A (wird heute richtig teuer gehandelt)) gegen die Fahrtrichtung am Bordsteinrand. Ich saß bereits am Steuer, meine Damalige stand an der geöffneten Beifahrertür, die Tür leicht zu sich herangezogen, um einem herankommenden Fahrzeug Platz zu machen. Ein Ford Granada, wenn ich mich recht erinnere. Kurz danach krachte es heftig, der Granada ist vor die leicht geöffnete Türkante gebrettert - gottseidank war meiner Damaligen nichts passiert. Der Granadafahrer schien noch zu überlegen, ob er anhalten wollte oder nicht - entschied sich dann jedoch zu stoppen. Hölle, als der mich ansah, dachte ich, der hat Glasbausteine in der Brille. Gemeinsam begutachteten wir den Schaden, der Fahrer des Fords wies jede Schuld von sich, sodass ich die Polizei rief. Die Sache war schnell geklärt - er bekam einen Strafzettel, war dennoch der Meinung, er sei schuldfrei und zog vor Gericht. Witzig war - sein ausgebuffter Anwalt fragte meine Damalige, ob sie vielleicht auf dem langen Abendkleid stand und deswegen etwas zu lange in der Beifahrertür stehen musste. Leicht süffisant antwortete sie sinngemäß und schmunzelnd "...das wäre ein Rockkonzert, ich hatte eine Jeans an". Gelächter im Publikum, die Sache war erledigt, der Schaden am Manta wurde durch die Gegenversicherung bezahlt.

Achso - das Konzert war nach dem Bumms natürlich gelaufen. Unsere wartenden Freunde waren mit der Entschuldigung zufrieden und im Nachhinein nicht mehr sauer gewesen.

So habe ich also nie ein Konzert der DIRE STRAITS gesehen :-(
White Bird
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Re: Januar 2022 - Dire Straits - Dire Straits

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Gepostet: 06.12.2022 - 15:05 Uhr  ·  #15
Zitat geschrieben von badMoon

Zitat geschrieben von White Bird

Da war doch etwas - ja genau: Im Jahre 1985 habe ich von meinem damaligen Chef zwei Eintrittskarten zu der "Brothers In Arms - Tour" in der Alsterdorfer Sporthalle geschenkt bekommen. Und für mich war das ein berauschender Abend, zumal sie auch einige Stücke von ihrem Debüt präsentiert haben.

Im Gegensatz zu meinem Mann gefallen mir aber auch die späteren Alben der Band, auch wenn ich sie erst später kennengelernt habe.

Und nun noch einige Worte zu deiner Rezi, die du in deiner Beschreibung wieder punktgenau rübergebracht hast. Es hat wieder Spaß gemacht, deinen Zeilen zu folgen .....


Gerade stöbere ich noch ein wenig durch alte Posts, und soeben flattert mir diese Antwort vor die Nase. Zu Deinem Konzertbesuch, White Bird, "Brothers In Arms" hätte ich noch eine kleine Anekdote parat:

Nach der Veröffentlichung des Debutalbums tourten die DIRE STRAITS auch durch Good Old Germany. Seinerzeit hatten meine damalige Ehefrau und ich, gemeinsam mit ein paar Freunden, Karten für ein Konzert. Ich glaube, das war im Sportpalast Köln. Dort wollten wir uns mit unseren Freunden treffen.

Vor der Haustür parkte mein Auto (...ein metallicblauer Opel Manta Typ A (wird heute richtig teuer gehandelt)) gegen die Fahrtrichtung am Bordsteinrand. Ich saß bereits am Steuer, meine Damalige stand an der geöffneten Beifahrertür, die Tür leicht zu sich herangezogen, um einem herankommenden Fahrzeug Platz zu machen. Ein Ford Granada, wenn ich mich recht erinnere. Kurz danach krachte es heftig, der Granada ist vor die leicht geöffnete Türkante gebrettert - gottseidank war meiner Damaligen nichts passiert. Der Granadafahrer schien noch zu überlegen, ob er anhalten wollte oder nicht - entschied sich dann jedoch zu stoppen. Hölle, als der mich ansah, dachte ich, der hat Glasbausteine in der Brille. Gemeinsam begutachteten wir den Schaden, der Fahrer des Fords wies jede Schuld von sich, sodass ich die Polizei rief. Die Sache war schnell geklärt - er bekam einen Strafzettel, war dennoch der Meinung, er sei schuldfrei und zog vor Gericht. Witzig war - sein ausgebuffter Anwalt fragte meine Damalige, ob sie vielleicht auf dem langen Abendkleid stand und deswegen etwas zu lange in der Beifahrertür stehen musste. Leicht süffisant antwortete sie sinngemäß und schmunzelnd "...das wäre ein Rockkonzert, ich hatte eine Jeans an". Gelächter im Publikum, die Sache war erledigt, der Schaden am Manta wurde durch die Gegenversicherung bezahlt.

Achso - das Konzert war nach dem Bumms natürlich gelaufen. Unsere wartenden Freunde waren mit der Entschuldigung zufrieden und im Nachhinein nicht mehr sauer gewesen.

So habe ich also nie ein Konzert der DIRE STRAITS gesehen :-(


Das sind doch Geschichten, die man nie vergißt. Bekleidungsmäßig: Nur gut, dass ihr nicht auf dem Weg zu einem Swingerclub gewesen seid. 8)
hmc
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Re: Januar 2022 - Dire Straits - Dire Straits

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Gepostet: 27.07.2023 - 14:56 Uhr  ·  #16
Klasse Arbeit.
Das Album ist in der Tat klasse. Ich habe den Vorteil es nicht rauf und runter gehört zu haben, so lege ich die CD fast regelmäßig ein.
Private Investigation und Telegraph Road aber bleiben für mich ihre Überflieger.
PI ist auch ein Hi-Fi Leckerbissen. Ich liebe das splittern eines Glases.
dan
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Re: Januar 2022 - Dire Straits - Dire Straits

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Gepostet: 27.07.2023 - 15:32 Uhr  ·  #17
Schöne Rezi und Geschichte :-)

SULTANS OF SWING kann ich echt nicht mehr hören. Aber IN THE GALLERY ist immer noch der Knaller. Ich hatte auch als einer der ersten was von der Band gehört und mir dann die LP zugelegt. Weiss noch, wie meine damaligen Bekannten unwissenderweise mich als Punker betrachteten....
badMoon
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Re: Januar 2022 - Dire Straits - Dire Straits

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Gepostet: 27.07.2023 - 16:03 Uhr  ·  #18
Zitat geschrieben von hmc

Klasse Arbeit.
Das Album ist in der Tat klasse. Ich habe den Vorteil es nicht rauf und runter gehört zu haben, so lege ich die CD fast regelmäßig ein.
Private Investigation und Telegraph Road aber bleiben für mich ihre Überflieger.
PI ist auch ein Hi-Fi Leckerbissen. Ich liebe das splittern eines Glases.


War schon deren Debüt klasse produziert, gerieten die Alben der DIRE STRAITS tatsächlich von Album zu Album in highfidele Klangwelten. Ich mochte auch diese Alben, jedoch sind die DIRE STRAITS mit deren Erstling für mich DIE DIRE STRAITS. Ehrliche, handgemachte Arbeit.

Zitat geschrieben von dan

Schöne Rezi und Geschichte :-)

SULTANS OF SWING kann ich echt nicht mehr hören. Aber IN THE GALLERY ist immer noch der Knaller. Ich hatte auch als einer der ersten was von der Band gehört und mir dann die LP zugelegt. Weiss noch, wie meine damaligen Bekannten unwissenderweise mich als Punker betrachteten....


Witzig, dan, ...den SULTANS OF SWING höre ich noch heute immer wieder gerne. Vor allem mit den Textzeilen folgend macht das sehr viel Spaß. Schön beobachtet und umgesetzt von Mr. Knopfler :-)

Hier noch der von mir erstmalig gesehene Auftritt der DIRE STRAITS in der Plattenküche. Jesses, die Sendung war von heiter bis peinlich.

Eingebettetes Medium: https://www.youtube.com/watch?v=PIIcjulUhYE
frimp
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Re: Januar 2022 - Dire Straits - Dire Straits

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Gepostet: 27.07.2023 - 17:28 Uhr  ·  #19
Plattenküche ging eigentlich gar nicht, diese Art von Klamauk mochte ich schon als Jugendlicher nicht mehr. Erstaunlich, wieviele Musiker diesen Quatsch damals mitgemacht haben.
Natürlich musste ich trotzdem gucken. Aber bei „Disco“ ging es mir vorher ähnlich - diese „Humoreinlagen“ von Ilja Richter waren auch schlimm.
Floyd Pink
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Re: Januar 2022 - Dire Straits - Dire Straits

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Gepostet: 27.07.2023 - 19:24 Uhr  ·  #20
Zitat geschrieben von frimp

Natürlich musste ich trotzdem gucken. Aber bei „Disco“ ging es mir vorher ähnlich - diese „Humoreinlagen“ von Ilja Richter waren auch schlimm.


Was denn, das war doch voll "lustig" (Vorsicht, Ohrenbluten!)
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Re: Januar 2022 - Dire Straits - Dire Straits

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Gepostet: 27.07.2023 - 19:28 Uhr  ·  #21
Zitat geschrieben von Floyd Pink

Zitat geschrieben von frimp

Natürlich musste ich trotzdem gucken. Aber bei „Disco“ ging es mir vorher ähnlich - diese „Humoreinlagen“ von Ilja Richter waren auch schlimm.


Was denn, das war doch voll "lustig" (Vorsicht, Ohrenbluten!)


Heidewitzka, ...sowas sollte nach dem Emissionsschutzgesetz verboten werden - schmerzhaft für Augen und Ohren.
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