April 2019 - Devin Townsend-Empath

 
DJ
Avatar
Geschlecht:
Herkunft: Paderborn(woanders lohnt sich nicht)
Alter: 59
Beiträge: 3157
Dabei seit: 03 / 2018
Betreff:

April 2019 - Devin Townsend-Empath

 · 
Gepostet: 01.04.2019 - 08:14 Uhr  ·  #1
„Es gibt keine Zugeständnisse, und wenn ich der Meinung bin, dass ich nicht auf Tour gehen möchte, dann bleibe ich halt zu Hause. Ich mache Musik nur für mich. Ich bin Egoist. Wenn es da draußen Menschen gibt, denen meine Musik gefällt, dann freut mich das. Aber ich mache meine Musik nicht für andere. Ich gehöre niemandem, nur mir allein.

Elektra Women's Choir is regarded as a leader in the classical women's choir.
Dazu kommen noch weitere Mitwirkende die mehr oder weniger bekannt sind.

 Morgan Ågren

Steve Vai,

Mike Keneally (als Co Produzent)

Als wichtigste zu nennende Mitmusiker, die alle drei im musikalischem Kosmos von Frank Zappa involviert waren.

Ist Devin Townsend jetzt nach gefühlten 100 Veröffentlichungen an denen er beteiligt war, endgültig reif für die Insel? Zumindest suggeriert das der einleitende Titel seiner neuesten CD bei den ersten Takten. Aloha Feeling, Ukele inklusive. Aus der Wohlfühloase in die musikalische Realität. Die ist nach dem Ende des Devin Townsend Project wieder „nur“ unter seinem Namen entweder federführend für eine der besten Prog-Metal Veröffentlichungen der letzten Jahre oder wird auf Grund der jeden Titel beherrschenden Unvorhersehbarkeit auch auf Dauer für Verwirrung sorgen. Das das ganze aus meiner Beurteilung heraus nicht als totaler Super-Gau wahrgenommen wird, hat einen einzigen Grund. Ein Genie beherrscht das Chaos! Wie sonst schafft man es Musical, Blast Beats und Extreme Prog-Metal in einem Titel logisch zusammengefügt zu integrieren? Würde „Jesus Christ Superstar“ im Jahr 2019 neu arrangiert wie „Evermore“ klingen? Ein zu Anfang „harmloser“ Pop Song (Sprite) wie ihn auch die Imagine Dragons nicht besser hinbekommen hätten, kann natürlich nicht friedlich den Ohren schmeicheln. Darum wird ein wenig Freddie Mercury(Barcelona) hinzugefügt, garniert mit kleineren elektronischen Spielereien und dazu eine Kindermelodie! Passt und wackelt nicht! Wenn morgen zu lesen wäre, dass Frank Zappa auferstanden ist und in Vancouver eine überschwängliche Laudatio auf Devin Townsend hält, ich würde es glauben!
Natürlich und dieser Einschub muss sein, steht Devin Townsend seiner durchaus positiven Selbstüberschätzung auch ein wenig selbst im Weg. Wenn mit Macht über sechs Minuten progressives auf Black Metal trifft, Death-Core und vieles mehr bei „Hear me“ reingequetscht wurde und die Nachvollziehbarkeit nicht mehr gegeben ist, hilft nicht einmal mehr die Notbremse. Dann stellt sich die Frage, ob dem ersten guten Drittel nur noch kakophonisches Stückwerk folgt. Aber das ist so eingeplant und irgendwie ist es doch spannend zu erfahren, wie es weitergeht. „Time to say good bye“ zu oft gehört? „Why“ lässt mit seinem Bombast und den erneuten Blast-Beats die Titanic nochmals in Höchstgeschwindigkeit untergehen. Das „Sommer Sonne Cabrio“ Thema des ersten Titels wird bei „Borderlands“ erneut aufgegriffen und in null momma nix zum Boot Camp mit der Aussicht bei guter Führung wieder auf die sonnige Seite zu kommen. Ein kurzes „Requiem“ leitet klassisch beschwingt den finalen Paukenschlag ein. 23:32 Minuten, dass als Vorwarnung. „Singularity“ in der Gesamtheit zu beschreiben, ist mit wenigen Worten kaum möglich. Ein gefühlvolles Liebeslied zu Anfang, dann wieder das aufgreifen des Grundthemas von „Why“, nahtlos übergehend in die besten Momente des Prog-Metal, dann wird es für ein paar Sekunden kakophonisch, überleitend in eine ausufernde Chorleistung und wieder zurück auf Anfang. Das ganze Verwirrspiel wie geschrieben über zwanzig Minuten.. Da braucht es Durchhaltevermögen!
Zusammengefasst ist „Empath“ nicht die Quintessenz des mehr als zwanzigjährigen Schaffens eines sich immer neu erfindenden Musikers. Auch nicht die repetiv geäußerten „Psychological wars“, somit auch nicht die inneren Dämonen von Devon Townsend, die zu diesem Überwerk geführt haben. Es gibt keine Erklärung! „Empath“ ist wie es ist!



Genie und Wahnsinn gibt es bei YouTube zu hören!
DJ
Avatar
Geschlecht: keine Angabe
Herkunft: Freudenstadt
Beiträge: 4887
Dabei seit: 03 / 2007
Betreff:

Re: Devin Townsend-Empath

 · 
Gepostet: 01.04.2019 - 20:30 Uhr  ·  #2
Endlich mal wieder was Neues von dem Irren. Hat ja mindestens zwei Monate lang nix veröffentlicht...

Bei Strapping Young Lad musste ich immer schnel fliehen, aber seine "Solosachen" (unter verschiedenen Projektnamen) haben meistens gerade noch so die Kurve gekriegt (außer das Weichspüler-Teil "Ghosts"). Ziltoid ist Kult, Ki und Deconstruction gelungen und Terria und Accelerated Evolution sowieso Inselplatten. Und mit Mike Keneally hat er jetzt noch so einen Wahnwitz-Musiker mit dabei (Vai ist dagegen ja fast Mainstream). Muss ich schleunigst antesten.
DJ
Avatar
Geschlecht:
Herkunft: Paderborn(woanders lohnt sich nicht)
Alter: 59
Beiträge: 3157
Dabei seit: 03 / 2018
Betreff:

Re: Devin Townsend-Empath

 · 
Gepostet: 01.04.2019 - 20:42 Uhr  ·  #3
Zitat geschrieben von Floyd Pink

Endlich mal wieder was Neues von dem Irren. Hat ja mindestens zwei Monate lang nix veröffentlicht...

Bei Strapping Young Lad musste ich immer schnel fliehen, aber seine "Solosachen" (unter verschiedenen Projektnamen) haben meistens gerade noch so die Kurve gekriegt (außer das Weichspüler-Teil "Ghosts"). Ziltoid ist Kult, Ki und Deconstruction gelungen und Terria und Accelerated Evolution sowieso Inselplatten. Und mit Mike Keneally hat er jetzt noch so einen Wahnwitz-Musiker mit dabei (Vai ist dagegen ja fast Mainstream). Muss ich schleunigst antesten.


Dann aber fix. Kleiner Wermutstropfen, Mike Keneally ist "nur" der Co-Produzent!
DJ
Avatar
Geschlecht: keine Angabe
Herkunft: Berlin
Alter: 64
Beiträge: 4279
Dabei seit: 05 / 2008
Betreff:

Re: Devin Townsend-Empath

 · 
Gepostet: 01.04.2019 - 22:05 Uhr  ·  #4
Devin Townsend - mir leider unbekannt, aber von Mike Keneally gibt es bei mir immerhin 5 CDs.

Sonst aber: überschwängliche Beschreibung seiner, Townsends, Musik. Nur kann die Musik mit der Beschreibung wohl nicht mithalten.

Am Ende: immer und immer wieder Geschmackssache.

radiot grüßt! 8)
DJ
Avatar
Geschlecht:
Herkunft: Paderborn(woanders lohnt sich nicht)
Alter: 59
Beiträge: 3157
Dabei seit: 03 / 2018
Betreff:

Re: Devin Townsend-Empath

 · 
Gepostet: 02.04.2019 - 07:16 Uhr  ·  #5
Zitat geschrieben von radiot

Devin Townsend - mir leider unbekannt, aber von Mike Keneally gibt es bei mir immerhin 5 CDs.

Sonst aber: überschwängliche Beschreibung seiner, Townsends, Musik. Nur kann die Musik mit der Beschreibung wohl nicht mithalten.

Am Ende: immer und immer wieder Geschmackssache.

radiot grüßt! 8)


Ist alles relativ und erhebt keinen Anspruch auf allgemeine Zustimmung. Wie im einleitenden Zitat zu lesen ist es DT sowieso egal was andere über seine Musik denken.
DJ
Avatar
Geschlecht:
Herkunft: Meinerzhagen
Alter: 56
Beiträge: 4295
Dabei seit: 04 / 2007
Betreff:

Re: Devin Townsend-Empath

 · 
Gepostet: 04.04.2019 - 22:06 Uhr  ·  #6
Danke für die Vorstellung. Habe selbst auch eine DLP von ihm. Transcendence. Sein Sound ist wirklich starker Tobak. Da dürfen die Ohren nicht zimperlich sein.
Gewählte Zitate für Mehrfachzitierung:   0

Registrierte in diesem Topic

Aktuell kein registrierter in diesem Bereich

Die Statistik zeigt, wer in den letzten 5 Minuten online war. Erneuerung alle 90 Sekunden.