September 2018 - Eric Burdon & the (New) Animals - Winds of Changes

 
Toningenieur
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September 2018 - Eric Burdon & the (New) Animals - Winds of Changes

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Gepostet: 03.09.2018 - 17:22 Uhr  ·  #1
Eric Burdon & the (New) Animals - Winds of Changes


Mit fünfzehnt hatte ich Winds of Changes zum ersten mal gehört und dachte was für ne Kiffermucke. Diesbezüglich konnte ich damals nicht viel damit anfangen, außer halt die Hits „Good Times“ und „San Francisco Nights“.

Im Laufe der Zeit montierte „Paint it Black“ in mein Ohr und nistete sich gleich in meine Gehirngänge ein und wurde zu einem meiner absoluten Lieblingssongs.
Aber der Rest dieses Albums blieb mehr oder weniger ungehört, bis ich vor kurzem durch Zufall auf den mysteriösen Song „Black Plague“ gestoßen bin. Der Song fesselte mich, mit dieser sehr düsteren Stimmung und einem versetzten Glockengeläut. Pro Schlag ein Toter, als wäre man mittendrin im Mittelalter. Die minimale Rhytmussektion und dem choralen Backgroundchor, sowie die gesproche Erzählung durch Burdon, da kann einem schon der Schauer über den Rücken laufen.

Da wiederum hat es mich gepackt und momentan läuft dieses Album des öfteren durch. Die CD ist mit interessanten Bonussen gepackt wie das tolle „Ain`t That so“ oder „Gratefully Dead“, wo Eric Burdon eine wüste elektrizierende Orgie vorantreibt im Sinne von Hendrix und den Grateful Dead.
Diese (New) Animals um Schlagzeuger Barry Jenkins, John Wieder (Gitarre/Violine), Tastenmann Vic Briggs und dem Basser Dany McCulloch haben 1967 ein wegweisendes Album für die Ewigkeit erschaffen.

Der psychedelische Sound wird mit einer Violine verstärkt und bringt den Songs auf Seite 1 einen orientalischen Touch. Seite 2 ist dann eher Blues/Beat orientiert.
Das Album wurde August 1967 veröffentlicht und Produzent war Tom Wilson.

Tracklist:
1. Winds of Change: 4. 00 min.
2. Poem by the Sea: 2. 15 min.
3. Paint It Black: 6. 20 min.
4. The Black Plague: 6. 05 min.
5. Yes I Am Experienced: 3. 40 min.
6. San Franciscan Nights: 3. 18 min.
7. Man - Woman: 5. 25 min.
8. Hotel Hell: 4. 20 min.
9. Good Times: 2. 58 min.
10. Anything: 3. 20 min.
11. It's All Meat: 2. 02 min.
Bonus aus CD:
1. Good Times (Singleversion): 2. 56 min.
2. Ain't That So : 3. 24 min.
3. San Franciscan Nights (Singleversion): 3. 16 min.
4. Gratefully Dead: 3. 59 min.

Bin gespannt wie Ihr auf das Album reagiert habt. Da ich stark annehme dass es doch fast jeder hier kennt !!!
Bringt euch gerne ein .:-)
Toningenieur
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Re: September 2018 - Eric Burdon & the (New) Animals - Winds of Changes

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Gepostet: 03.09.2018 - 17:29 Uhr  ·  #2
Fasziniert haben mich die Alben der new Animals schon immer, nur mittlerweile schon eine Ewigkeit nicht gehört. Wird also mal wieder Zeit dafür. Danke für den Tip.
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Re: September 2018 - Eric Burdon & the (New) Animals - Winds of Changes

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Gepostet: 03.09.2018 - 17:44 Uhr  ·  #3
1967 - das Spitzenjahr der Rockmusik - subjektiv für mich gesehen..

die Animals kannte man schon 1964 mit dem grossartigen Song : The House of the Rising Sun

Winds of Change ging aber in 1967 bei mir unter - bei der Vielzahl der überragenden Bands zu der Zeit kein Wunder - aber die beiden Songs San Franciscan Nights und Good Times waren zwei Knüller die auch in den Discos zu der Zeit aufgelegt wurden...

aber sonst hat mich das Album nicht berührt - vor paar Jahren wanderte das Album zum Türsteher meines Lieblings Rockschuppen - der sammelt alte Sachen - hat schon über 100 Platten abgestaubt <_<
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Re: September 2018 - Eric Burdon & the (New) Animals - Winds of Changes

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Gepostet: 03.09.2018 - 19:24 Uhr  ·  #4
Diese psychedelische Ära von 1967 - 69 ist mir eigentlich die liebste Zeit von Eric Burdon. Soweit mir bekannt, hat er während dieses Zeitraumes etwa 5 - 6 Alben auf den Markt gebracht. Die Einzelwerke stehen bei mir jedoch nicht. Ich habe eine Compilation, die sich "Psychedelic World" nennt und so aussieht:



Die Zusammenstellung beginnt mit den ersten vier genannten Tracks hier. Und ja, "The Black Plague" hat etwas besonderes, das finde ich auch! Mystisch und fesselnd diese Art Sprechgesang. Hätte auch gut auf meinen Forensampler gepaßt! :D

Achim, vielen Dank für diese interessante Vorstellung (Wiederentdeckung)! :)
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Re: September 2018 - Eric Burdon & the (New) Animals - Winds of Changes

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Gepostet: 03.09.2018 - 21:38 Uhr  ·  #5
1967? Was fällt mir dazu ein? Ich konnte gerade ein wenig schreiben, die weisen Älteren schimpften auf Rudi Dutschke und Ho Chi Minh. Überall gingen die Studenten auf die Strasse, den passenden Soundtrack für den Marsch durch die Institutionen lieferten Frank Zappa, Jefferson Airplane, Hannes Wader, Franz Josef Degenhardt, Bob Dylan und sicherlich auch Eric Burdon mit seinen neu formierten Animals. Musikalisch war ich vor 51 Jahren sicherlich nicht reif genug für "Winds of change", wie es auch ziemlich lange dauerte bis sich Eric Burdon in meinem musikalischen Leben einnistete. Im Abstand der Jahrzehnte gehört, natürlich in der Mono Version, mögen die Winde der Veränderung für damalige Verhältnisse sicherlich eine gewisse Relevanz gehabt haben. Heute für "damals nicht dabei gewesene" ganz nett anzuhören. "San Franciscan Nights" in seiner für Eric Burdon bedeutungsvollen textlichen Aussage taugte zum Klammerblues, "Paint it black" als für viele damalige Künstler verpflichtende Coverversion bekannter Originale sicherlich kein Schuss in den Ofen, aber die Version von Jody Grind hatte doch mehr Pfeffer. "Black Plague" mit seinem sakralen schaurigen Unterton hat den Joint ordentlich zum glühen gebracht.

AllMusic described Winds of Change as the band's first real psychedelic rock album(copyright Wikipedia)
Mag sein!

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Re: September 2018 - Eric Burdon & the (New) Animals - Winds of Changes

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Gepostet: 04.09.2018 - 13:13 Uhr  ·  #6
Ein klasse Album, hat auch bei mir erst Jahre später gezündet. Einiges davon wurden Klassiker.
Ja, Alkohol und Zigaretten formten diese Stimme.
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Re: September 2018 - Eric Burdon & the (New) Animals - Winds of Changes

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Gepostet: 04.09.2018 - 14:57 Uhr  ·  #7
Mein animalischer Pulsschlag begann erst recht spät - das muss ca. 1975 gewesen sein. Während meiner BW-Zeit hatte ich einige Tage keinen eigenen PKW zur Verfügung. Ein liebenswerter Mitmensch, dessen Eltern eine Ford-Handlung betrieben, lieh mir an einigen Tagen seinen Wagen. Im Kassettenrecorder steckte - eine Eric Burdon Best-Of Kassette. Es brauchte nicht lange, bis die Animals auch bei mir landeten. Seitdem werden sie nicht nur über die Autolautsprecher, sondern auch in der guten Stube gehört.

Achim,

eine schöne Wiederentdeckung. Die Best-Of ist sofort wieder im Player gelandet :happy:
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Re: September 2018 - Eric Burdon & the (New) Animals - Winds of Changes

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Gepostet: 04.09.2018 - 16:14 Uhr  ·  #8
Nach “Animalism” (1966) und “Eric Is Here” (1967) war der Titel “Winds Of Change” mehr als passend, denn die neue Band war erstens ganz anders besetzt, bis auf den Drummer, und, zweitens, spielte eine ganz andere Musik. Der Sound der alten Animals war vergessen, hier hielt Psychedelic Einzug in den Rock, der die alten Bandstrukturen ablöste. Für Liebhaber der Animals ein kleiner „Schock“, versöhnlich waren allenfalls die Hits "Good Times" and "San Franciscan Nights". Das Album musste bei mir damals erst wachsen und blieb bis heute hinter dem Nachfolger “The Twain Shall Meet“ zurück.
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Re: September 2018 - Eric Burdon & the (New) Animals - Winds of Changes

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Gepostet: 07.09.2018 - 21:48 Uhr  ·  #9
Ich bin schon seit Jahrzehnten Eric Burdon - Fan. Seine Stimme und sein Gefühl sind einmalig. Vor ein paar Jahren habe ich ihn noch auf dem Burg Herzberg - Festival erlebt. Er war fantastisch und spielte auch Songs von diesem Album. Und zwar stilecht mit Violine und Allem was dazugehört. Da stiegen mir wirklich die Tränen in die Augen. Grandios!

Danke für das Hervorheben dieses außergwöhnlichen Sängers!
DJ
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Re: September 2018 - Eric Burdon & the (New) Animals - Winds of Changes

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Gepostet: 09.09.2018 - 13:40 Uhr  ·  #10
Danke für die Vorstellung, Xanadu! Auch für mich ist das mit die spannendste Zeit um Eric Burdon herum, obwohl mir die War-Sachen auch sehr gut gefallen. Ist aber schon irgendwie komplett anders und hat seinen Reiz. Meine erste Anschaffung von Eric Burdon war mal eine Best of Doppel-LP.
Und wie so oft hat das nur dazu geführt, dass ich letztlich doch fast alle Originalalben gekauft habe.
LG, Ziggy
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