Proud Flesh Soothseer (Mercury 1968)
Diese band aus Iowa schaffte es nach einem zwischenstop in Chicago bis nach San Francisco,
wo sie dann einige jahre zu den insidertips gehörten und drei alben einspielten, die jedem west-
coast-fan ans herz zu legen sind.
auf ihrem debut von 1968 lieferten sie einen musikalischen mix aus blues-rock, west coast,
jazz und dem was ursprünglich als progressive bezeichnet wurde. Als vergleich kann man
vielleicht Pacific Gas & Electric heranziehen, obwohl Linn County über Flöte und Saxophon
auch in klangwelten vordrangen, die man aus europa von Burnin' Red Ivanhoe oder East Of Eden
kennt, immer wieder gepaart mit den S.F.-üblichen jams. wie üblich bei solchen bands,
kann man über die rhythmusgruppe nur die floskel 'ohne fehl und tadel' abgeben, denn auch bei
Linn County lagen die wahren schwergewichte im 'angriffs-spiel', soll heißen, saxophon, gitarre
und besonders die fette (hammond?)-orgel von Steve Miller stechen hervor.
reinen blues hört man hier nirgends und dealer, die diese platte
als 'psychedelisch' einstufen, hoffen nur darauf, mit diesem
zauberwort große verkäufe zu machen. es ist die kompaktheit aus
den verschiedenen stilen, die P.F.S. so überzeugend macht.
Anspieltips sind das sehr East Of Eden-lastige 'Lower Lemons'
(mit einigen fernöstlichen akkordwechseln) und natürlich der longtrack 'Protect And Serve',
wo in bester Fillmore-manier alle instrumental-register gezogen werden.
Dieser Steve Miller wurde nicht so bekannt, wie der gitarrenheld der gleichnamigen band,
aber die experten unter euch erinnern sich vielleicht an die monumentale schwarz/weiß-blues-
cooperation 'Hooker'n'Steve', die er mit Earl Hooker einspielte und an diverse southern rock-alben
mit Grinderswitch (auch hier mit 'Redwing' und 'Pullin' Together' einige klassiker darunter).
als ich dieses werk vor über 30 jahre in die hände bekam, hat es
mir zunächst nicht gefallen, weil es sich nicht so ohne weiteres in
eine kategorie einordnen ließ. nun, man muß PFS nicht unbedingt
30 jahre lang abnudeln, bis die platte greift, aber es ist wirklich eine scheibe,
die mit jedem hören ein wenig wächst.
Tracks
1. Think (L. Pauling) - 3:31
2. Lower Lemons (S. Miller, L. Easter, F. Walk) - 4:06
3. Moon Food (S. Miller, L. Easter, F. Walk, D. Long) - 6:30
4. Cave Song (S. Miller, B. Miskimen) - 4:28
5. Protect And Serve/Bad Things (S. Miller, L. Easter, F. Walk) - 14:12
6. Fast Days (S. Miller, F. Walk) - 6:44
Linn County
*Stephen Miller - Organ, Vocals
*Fred Walk - Guitar, Electric Sitar
*Dino Long - Bass Guitar
*Larry Easter - Tenor Saxophone, Soprano Saxophone, Flute
*Jerry 'Snake' Mcandrew - Percussion
Diese band aus Iowa schaffte es nach einem zwischenstop in Chicago bis nach San Francisco,
wo sie dann einige jahre zu den insidertips gehörten und drei alben einspielten, die jedem west-
coast-fan ans herz zu legen sind.
auf ihrem debut von 1968 lieferten sie einen musikalischen mix aus blues-rock, west coast,
jazz und dem was ursprünglich als progressive bezeichnet wurde. Als vergleich kann man
vielleicht Pacific Gas & Electric heranziehen, obwohl Linn County über Flöte und Saxophon
auch in klangwelten vordrangen, die man aus europa von Burnin' Red Ivanhoe oder East Of Eden
kennt, immer wieder gepaart mit den S.F.-üblichen jams. wie üblich bei solchen bands,
kann man über die rhythmusgruppe nur die floskel 'ohne fehl und tadel' abgeben, denn auch bei
Linn County lagen die wahren schwergewichte im 'angriffs-spiel', soll heißen, saxophon, gitarre
und besonders die fette (hammond?)-orgel von Steve Miller stechen hervor.
reinen blues hört man hier nirgends und dealer, die diese platte
als 'psychedelisch' einstufen, hoffen nur darauf, mit diesem
zauberwort große verkäufe zu machen. es ist die kompaktheit aus
den verschiedenen stilen, die P.F.S. so überzeugend macht.
Anspieltips sind das sehr East Of Eden-lastige 'Lower Lemons'
(mit einigen fernöstlichen akkordwechseln) und natürlich der longtrack 'Protect And Serve',
wo in bester Fillmore-manier alle instrumental-register gezogen werden.
Dieser Steve Miller wurde nicht so bekannt, wie der gitarrenheld der gleichnamigen band,
aber die experten unter euch erinnern sich vielleicht an die monumentale schwarz/weiß-blues-
cooperation 'Hooker'n'Steve', die er mit Earl Hooker einspielte und an diverse southern rock-alben
mit Grinderswitch (auch hier mit 'Redwing' und 'Pullin' Together' einige klassiker darunter).
als ich dieses werk vor über 30 jahre in die hände bekam, hat es
mir zunächst nicht gefallen, weil es sich nicht so ohne weiteres in
eine kategorie einordnen ließ. nun, man muß PFS nicht unbedingt
30 jahre lang abnudeln, bis die platte greift, aber es ist wirklich eine scheibe,
die mit jedem hören ein wenig wächst.
Tracks
1. Think (L. Pauling) - 3:31
2. Lower Lemons (S. Miller, L. Easter, F. Walk) - 4:06
3. Moon Food (S. Miller, L. Easter, F. Walk, D. Long) - 6:30
4. Cave Song (S. Miller, B. Miskimen) - 4:28
5. Protect And Serve/Bad Things (S. Miller, L. Easter, F. Walk) - 14:12
6. Fast Days (S. Miller, F. Walk) - 6:44
Linn County
*Stephen Miller - Organ, Vocals
*Fred Walk - Guitar, Electric Sitar
*Dino Long - Bass Guitar
*Larry Easter - Tenor Saxophone, Soprano Saxophone, Flute
*Jerry 'Snake' Mcandrew - Percussion