The Rolling Stones - Goats Head Soup
1.1 Dancing with Mr. D (4:53)
1.2 100 Years Ago (3:59)
1.3 Coming Down Again (5:54)
1.4 Doo Doo Doo Doo Doo (Heartbreaker) (3:26)
1.5 Angie (4:33)
2.1 Silver Train (4:27)
2.2 Hide Your Love (4:12)
2.3 Winter (5:30)
2.4 Can You Hear the Music? (5:31)
2.5 Star Star (4:25)
das 11. studio-album (in den USA übrigens bereits das 13.); im
November 1972 in den Dynamic Sound Studios, Kingston, Jamaica,
eingespielt und 1973 veröffentlicht wurde. 'Angie' erreichte die Nr. 1
der charts; meines wissens war es der letzte große hit der Stones.
Als die Stones aus ihrer von drogenexzessen und dekadenten orgien
erfüllten Betäubung im französischen exil erwachten, wollten sie sich
mit einer regenerierungskur in Jamaica (ausgerechnet im Ganja-
Mutterland...) wieder ins leben zurückmelden.
trotzdem erhielt die neue lp zunächst nur verhaltenes lob, denn manchen
kritikern war die band ein bißchen zu arriviert geworden; ein bißchen zu
produziert und ausufernd; keine kleine club-band mehr (schon jahrelang
nicht mehr), sondern nun eindeutig ein Stadium-Act, dessen mucke nun
hauptsächlich von AOR-stationen gespielt wurde.
Man bedenke, daß die 'beste Rock'n'Roll-Band Der Welt' (wie sie
damals oft tituliert wurde) mit 'Angie' ein langsames liebeslied
eingespielt hatte, an dem nun überhaupt nichts abrockte. und trotzdem
wurde es zu einem hit, den sich sowohl eingefleischte alte Stones-fans,
als auch kleinbürgerliche massen gemeinsam anhören konnten.
in ähnlich verhaltener manier belegten 'Coming Down Again' oder
'Can You Hear The Music', wie mit souligen verhaltenheit eine
äußerst intensive und emotionale stimmung erzeugt werden konnte.
rocken konnten Mick und seine crew aber immer noch ganz gut;
'Dancing With Mr. D', 'Doo Doo Doo Doo Doo (Heartbreaker)'
waren damals tanzflächenfüller. 'Dancing..' war ein etwas gebremster
stampfer mit in-die-knochen-gehender slide-gitarre (vielleicht von Ry
Cooder eingespielt...?) und auch 'Heartbreaker' explodierte erst im
refrain, dort druckvoll unterstützt durch die hörner von Bobby Keys,
Jim Horn und Chuck Finney.
den von vielen erwarteten reggae-einfluß gab es nicht, jedenfalls nicht,
wenn man die rhythmen und perkussions-arbeit daraufhin untersucht.
dafür endete Goats Head Soup mit einer 'Reiß-Das-Dach-Ab'-nummer
in bester Rolling Stones Manier. 'Starfucker', daß aus verständlichen
gründen immer nur 'Star Star' genannt werden durfte und nie im radio
gespielt werden konnte, belegte wieder einmal, wie gandenlos und kom-
promißlos Mick und seine jungs abrocken konnten.
sobald das schneidend scharfe eingangsriff a la Chuck Berry ertönte,
war in meiner stammdiskotheik die hölle los. die tanzfläche füllte sich in
sekundenschnelle und auch ein junger dachs geriet so in fahrt, daß er
sich das nächstbeste modell griff um diesen heißen tanz auf keinen fall zu
versäumen:
'Legs wrapped around my thighs' und 'Giving Head To Steve McQueen'
sangen wir und schließlich 'Honey, You're A Starfucker, Starfucker,
Starfucker, STAR....'
'Star Star' war damals für uns der ganz große emotionale ausbruch, und
ich werde heute immer noch ganz kribbelig, wenn das intro ertönt.
Die beste Stones-Scheibe-Von-Allen war Goats Head Soup vielleicht
nicht, aber jedes einzelne stück wurde in unserem stammclub und auf
unseren parties gespielt, an jede nummer knüpfen sich erinnerungen an
menschen und situationen. diese platte repräsentiert bei mir den lebens-
abschnitt des jahres 1973 und ist mir, dem sammler von ober-super-
raritäten, deshalb wichtiger als alle obskuren ober-super-raritäten.
Und deswegen ist Goats Head Soup ein klassiker, den ich nicht missen
möchte.
1.1 Dancing with Mr. D (4:53)
1.2 100 Years Ago (3:59)
1.3 Coming Down Again (5:54)
1.4 Doo Doo Doo Doo Doo (Heartbreaker) (3:26)
1.5 Angie (4:33)
2.1 Silver Train (4:27)
2.2 Hide Your Love (4:12)
2.3 Winter (5:30)
2.4 Can You Hear the Music? (5:31)
2.5 Star Star (4:25)
das 11. studio-album (in den USA übrigens bereits das 13.); im
November 1972 in den Dynamic Sound Studios, Kingston, Jamaica,
eingespielt und 1973 veröffentlicht wurde. 'Angie' erreichte die Nr. 1
der charts; meines wissens war es der letzte große hit der Stones.
Als die Stones aus ihrer von drogenexzessen und dekadenten orgien
erfüllten Betäubung im französischen exil erwachten, wollten sie sich
mit einer regenerierungskur in Jamaica (ausgerechnet im Ganja-
Mutterland...) wieder ins leben zurückmelden.
trotzdem erhielt die neue lp zunächst nur verhaltenes lob, denn manchen
kritikern war die band ein bißchen zu arriviert geworden; ein bißchen zu
produziert und ausufernd; keine kleine club-band mehr (schon jahrelang
nicht mehr), sondern nun eindeutig ein Stadium-Act, dessen mucke nun
hauptsächlich von AOR-stationen gespielt wurde.
Man bedenke, daß die 'beste Rock'n'Roll-Band Der Welt' (wie sie
damals oft tituliert wurde) mit 'Angie' ein langsames liebeslied
eingespielt hatte, an dem nun überhaupt nichts abrockte. und trotzdem
wurde es zu einem hit, den sich sowohl eingefleischte alte Stones-fans,
als auch kleinbürgerliche massen gemeinsam anhören konnten.
in ähnlich verhaltener manier belegten 'Coming Down Again' oder
'Can You Hear The Music', wie mit souligen verhaltenheit eine
äußerst intensive und emotionale stimmung erzeugt werden konnte.
rocken konnten Mick und seine crew aber immer noch ganz gut;
'Dancing With Mr. D', 'Doo Doo Doo Doo Doo (Heartbreaker)'
waren damals tanzflächenfüller. 'Dancing..' war ein etwas gebremster
stampfer mit in-die-knochen-gehender slide-gitarre (vielleicht von Ry
Cooder eingespielt...?) und auch 'Heartbreaker' explodierte erst im
refrain, dort druckvoll unterstützt durch die hörner von Bobby Keys,
Jim Horn und Chuck Finney.
den von vielen erwarteten reggae-einfluß gab es nicht, jedenfalls nicht,
wenn man die rhythmen und perkussions-arbeit daraufhin untersucht.
dafür endete Goats Head Soup mit einer 'Reiß-Das-Dach-Ab'-nummer
in bester Rolling Stones Manier. 'Starfucker', daß aus verständlichen
gründen immer nur 'Star Star' genannt werden durfte und nie im radio
gespielt werden konnte, belegte wieder einmal, wie gandenlos und kom-
promißlos Mick und seine jungs abrocken konnten.
sobald das schneidend scharfe eingangsriff a la Chuck Berry ertönte,
war in meiner stammdiskotheik die hölle los. die tanzfläche füllte sich in
sekundenschnelle und auch ein junger dachs geriet so in fahrt, daß er
sich das nächstbeste modell griff um diesen heißen tanz auf keinen fall zu
versäumen:
'Legs wrapped around my thighs' und 'Giving Head To Steve McQueen'
sangen wir und schließlich 'Honey, You're A Starfucker, Starfucker,
Starfucker, STAR....'
'Star Star' war damals für uns der ganz große emotionale ausbruch, und
ich werde heute immer noch ganz kribbelig, wenn das intro ertönt.
Die beste Stones-Scheibe-Von-Allen war Goats Head Soup vielleicht
nicht, aber jedes einzelne stück wurde in unserem stammclub und auf
unseren parties gespielt, an jede nummer knüpfen sich erinnerungen an
menschen und situationen. diese platte repräsentiert bei mir den lebens-
abschnitt des jahres 1973 und ist mir, dem sammler von ober-super-
raritäten, deshalb wichtiger als alle obskuren ober-super-raritäten.
Und deswegen ist Goats Head Soup ein klassiker, den ich nicht missen
möchte.
Das Original ist allerdings auch heute nicht so mein Fall.