Tschaikowsky-Violinkonzert Op. 35 D-Dur(1878)

 
Mr. Upduff
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Tschaikowsky-Violinkonzert Op. 35 D-Dur(1878)

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Gepostet: 26.02.2009 - 16:23 Uhr  ·  #1
Tschaikowsky-Violinkonzert Op. 35 D-Dur(1878)

Tschaikowsky, der die Violine nicht beherrschte, schrieb dieses Werk in Zusammenarbeit mit seinem Schüler, dem Violinisten Yosif Kotek.

Nachdem der für die Premiere im Jahr 1879 vorgesehene Geiger Leopold Auer die ihm zugesandten Noten studiert hatte, sagte er die Premiere wegen „Unspielbarkeit“ ab, so daß das Konzert erst zwei Jahre später uraufgeführt werden konnte. Ein Premierenkritiker schrieb damals: „Die Violine wurde nicht gespielt, sondern schwarz und blau geschlagen".

Dieses slawisch-volkstümelnde Werk gilt als das schwierigste in der Violinliteratur. Doch das ist nur eine technische Facette, denn es ist nicht „nur“ virtuos, sondern vor allem leidenschaftlich… melancholisch… stürmisch…poetisch… strahlend…drängend…sehnsüchtig… beschwingt…geheimnisvoll… rhythmisch… lyrisch… ungezügelt…romantisch… triumphierend… überschäumend.. .

Eine KLASSEische Empfehlung!

Besetzung:

- Solovioline
- 2 Flöten
- 2 Oboen
- 2 Klarinetten
- 2 Fagotte
- 4 Hörner
- 2 Trompeten
- Pauken
- Streichinstrumente

Sätze (ca. insgesamt 35 Minuten):

1. Allegro moderato (D major)
2. Canzonetta: Andante (G minor)
3. Finale: Allegro vivacissimo (D major)

Anhörlink einer Aufführung vom Violinisten Antal Szalai:

Tschaikowsky-Violinkonzert Op. 35 – 1.Satz Allegro moderato D- Dur

Tschaikowsky-Violinkonzert Op. 35 – 2. Satz Canzonetta: Andante G-Moll

Tschaikowsky-Violinkonzert Op. 35 .- 3. Satz Finale: Allegro vivacissimo D-Dur
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2066atau
 
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Re: Tschaikowsky-Violinkonzert Op. 35 D-Dur(1878)

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Gepostet: 26.02.2009 - 18:04 Uhr  ·  #2
leidenschaftlich… melancholisch… stürmisch…poetisch… strahlend…drängend…sehnsüchtig… beschwingt…geheimnisvoll… rhythmisch… lyrisch… ungezügelt…romantisch… triumphierend… überschäumend.. .

Ja, stimmt, und wenn man's live hört, darf man auch mal ne Träne abdrücken (wenn ich das noch mal schreibe, gelte ich bald als Heulsuse des Forums).
womus-205
 
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Re: Tschaikowsky-Violinkonzert Op. 35 D-Dur(1878)

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Gepostet: 26.02.2009 - 23:05 Uhr  ·  #3
2066atau..... you are not only one !

womus-205
firebyrd
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Re: Tschaikowsky-Violinkonzert Op. 35 D-Dur(1878)

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Gepostet: 27.02.2009 - 08:40 Uhr  ·  #4
welche Einspielung empfiehlt der MISTER?

Ich stehe ja auf solch eruptive Geiger wie KENNEDY, aber der hat sich wohl noch nicht damit befasst.(?)

Ansonsten - her mit den Tipps!
Mr. Upduff
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Re: Tschaikowsky-Violinkonzert Op. 35 D-Dur(1878)

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Gepostet: 27.02.2009 - 09:13 Uhr  ·  #5
Zitat geschrieben von firebyrd
welche Einspielung empfiehlt der MISTER?

Ich stehe ja auf solch eruptive Geiger wie KENNEDY, aber der hat sich wohl noch nicht damit befasst.(?)

Ansonsten - her mit den Tipps!

...kannst schon den Kenndy nehmen ( http://www.amazon.de/Violinkon…71&sr=1-26 - da habe ich auch meine amazongleiche Rezi wie üblich verewigt) ... ich bin leider KEIN Klassikkenner in der Art, daß ich Interpretationen so sehr begutachten könnte ... ich habe eine (und meine erste) auf einer 4erTschaikowskyCD...und DIE ist (weil die erste) es für mich...
firebyrd
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Re: Tschaikowsky-Violinkonzert Op. 35 D-Dur(1878)

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Gepostet: 27.02.2009 - 09:27 Uhr  ·  #6
danke, das ist ja wundervoll..... :roll:
Mr. Upduff
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Re: Tschaikowsky-Violinkonzert Op. 35 D-Dur(1878)

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Gepostet: 05.04.2011 - 20:06 Uhr  ·  #7
Für die klassisch noch unentschlossen Wähler als kleine bzw., was die Musik angeht, große Entscheidungshilfe nach oben...
Klemperer
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Re: Tschaikowsky-Violinkonzert Op. 35 D-Dur(1878)

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Gepostet: 11.06.2013 - 20:57 Uhr  ·  #8
...kann man nach 2 Jahren ja mal wieder was zu schreiben^^. Manche finden das Violinkonzert zu "süßlich", ich gar nicht. In einem feinen Film über den Pianisten Svjatoslav Richter erzählt der, daß, als die Hunnen im 2.WK die UdSSR überfielen, er in einer besonders bombardierten Stadt war. Da spielte man im Radio das Violinkonzert Tschaikowskys, mit dem wunderbaren David Oistrakh (hab zwei Aufnahmen von ihm hier), und das gefiel Richter so wunderbar, daß er es noch 50 Jahre später erzählte.
Oistrakh spielt das Konzert wirklich wunderschön...

Hier mal der link, falls erlaubt, zum kleinen Ausschnitt aus dem Richter-Film, englische Untertitel, während er erzählt

http://www.youtube.com/watch?f…Q4Q4#t=83s
ForbiddenPlanet
 
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Re: Tschaikowsky-Violinkonzert Op. 35 D-Dur(1878)

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Gepostet: 11.06.2013 - 21:02 Uhr  ·  #9
Das habe ich lange lange nicht mehr gehört. Schade eigentlich. Aber ich weiss, dass zumindest eine Aufnahme hier irgendwe steht. Sehr nett übrigens das Foto von Tschaikowsky mit Yosif...hat ein bisschen was von Pat und Patchon.
Mr. Upduff
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Re: Tschaikowsky-Violinkonzert Op. 35 D-Dur(1878)

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Gepostet: 21.03.2016 - 17:16 Uhr  ·  #10
...als Ergänzung zu den "4 Saiten-Contest" als nachträglichen Zaunpfahl...
Maddrax
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Patricia Popatchinskaja

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Gepostet: 29.01.2020 - 09:53 Uhr  ·  #11
Wird Zeit das mal wieder hoch zu holen
Ich mag Violinkonzerte (Beethoven und Mendelssohn habe schöne Werke komponiert, Mozart sowieso, auch Vivaldi)
und ich mag die Art wie Patricia Kopatchinskaja die Violine spielt !
Eine aussergewöhnliche Violonistin aus Moldavien, mit einem aussergewöhnlichen Stil, die schon seit Jahren in der Klassikszene Furore macht.
Sie polarisiert aber auch sehr: Man mag ihren Stil oder eben nicht.

Mit dem Dirigenten Teodor Currentzis ist es ganz ähnlich.
Sehr aussergeöhnliche Art zu dirigieren, die dem Orchester alles abverlangt.

Teodor Currentzis mit dem Orchester MusicAeterna und eben mit Patricia Popatchinskaja haben auch eine Version von Tschaikowsky's Violinkonzert Op. 35 D-Dur eingespielt, die mir persönlich sehr gut gefällt.
Weil sie -vor allem wegen Patricia Popatchinskaja's Art und Weise die Musik zu interpretieren- einfach aussergewöhnlich ist.

"Klemperer" schrieb hier vor einigen Jahren, dass das Werk in manchen Interpretationen etwas "süsslich" daherkommt.
Hier ist das nicht der Fall
Aber, wie schon gesagt, Currentzis und vor allem Patricia Popatchinskaja polarisieren; und jedem/r gefällt das nicht.
In Kritiken habe ich gelesen: Patricia Kopatchinskaja spiele hier frech, gegen den Strich gebürstet, ruppig.
Na ja, ohne Vibrato halt, manchmal klingt es fast 'kratzig' ... oder eben anderst.
Mir gefällt das

Wer Interesse an Klassik und Violinkonzerten hat, sollte mal reinhören

Tchaikovsky: Violin Concerto, op. 35 in D Major: I. Allegro moderato (Currentzis - MusicAeterna - Patricia Popatchinskaja)
https://www.youtube.com/watch?v=Kbdy5Ldeo70


Tchaikovsky: Violin Concerto, op. 35 in D Major: II. Canzonetta: Andante (Currentzis - MusicAeterna - Patricia Popatchinskaja)
https://www.youtube.com/watch?v=jghIunLv5jk

den dritten Satz kann ich leider nicht finden, aber die CD gibt es ja auch zu kaufen
https://www.amazon.de/Violin-C…=8-1-fkmr1
OldMcMetal
 
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Re: Tschaikowsky-Violinkonzert Op. 35 D-Dur(1878)

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Gepostet: 29.01.2020 - 10:04 Uhr  ·  #12
Eine sehr gute Vorstellung. Da das Radioprogramm in unserem Sendebereich immer oder wird habe ich mich auf den Klassikern der spezialisiert. Entspannt beim Autofahren und so ernst ist Klassik nun wirklich nicht. Man muss sich nur darauf einlassen.
Maddrax
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Re: Tschaikowsky-Violinkonzert Op. 35 D-Dur(1878)

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Gepostet: 29.01.2020 - 10:19 Uhr  ·  #13
Zitat geschrieben von OldMcMetal

Eine sehr gute Vorstellung. Da das Radioprogramm in unserem Sendebereich immer oder wird habe ich mich auf den Klassikern der spezialisiert. Entspannt beim Autofahren und so ernst ist Klassik nun wirklich nicht. Man muss sich nur darauf einlassen.


"mein Klassiksender" ist SWR 2 .. oder eben auch youtube (Zuhause) :-)

Nö, die Zeit wo Klassik "ernst" sein musste, und man alt sein musste und mit gesenktem Kopf lauschen musste ist zum Glück schon lange vorbei.

Orchster, Musiker ... viele findet man auf Facebook, Instagram mit accounts ...
Und auch Musiker/innen wie Patricia Popatchinskaja haben bestimmt ein klein bissel dazu beigetragen.

Seit einiger Zeit höre ich fast genauso oft ein klassisches Konzert wie Rockmusik.
Je nach Stimmung.
OldMcMetal
 
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Re: Tschaikowsky-Violinkonzert Op. 35 D-Dur(1878)

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Gepostet: 29.01.2020 - 11:50 Uhr  ·  #14
Wenn ich an meine Schulzeit zurück denke wurde von einem unserer Musiklehrer vieles was zum Interesse an klassischer Musik hätte führen können, kaputt gemacht. Durch seine Ernsthaftigkeit und weniger die Vermittlung einer Begeisterung. Klassische Musik ist ein sehr weites Feld und da das passende finden ist gar nicht so einfach. Ich persönlich kann mit Klavierkonzerten nicht warm werden. Da schalte ich sofort um.
Maddrax
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Re: Tschaikowsky-Violinkonzert Op. 35 D-Dur(1878)

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Gepostet: 29.01.2020 - 12:10 Uhr  ·  #15
ich hatte in der Realschule in den 1970gern einen für damalige Zeit recht "progressiven" Musilehrer.
Leider nur für ein oder zwei (?) Schuljahre, dann musste er gehen. Warum wohl ??
Nun ja, er hat Exception Platten angeschleppt und uns "Pictures" von Mussorsky vorgestellt.
Die ELP Version kannte ich damals schon, aber nicht die Mussorsky Orchester Version, und schon gar nicht die Piano solo Version !
Auch Beethoven's Fünfte wurde als LP angeschleppt.
Leider war ich damals zu sehr im Artrock verwurzelt, als das es bei mir auf fruchtbaren Boden gestossen wäre ... leider.
Du siehstt, auch progressivere Lehrer hatten damals net unbedingt Erfolg !
Klassische Musik eröffnete sich mir selbst erst Jahrzehnte später.
Dann war lange wieder Schluss und seit letztem Jahr höre ich wieder verstärkt Klassik.
Kann den Grund auch net nennen; gefällt mir momentan einfach gut.

Piano Konzerte kann ich i.d.R. auch nur die "älteren" gut hören (Barock bis Mozart, Haydn).
Der dritte Satz vom Beethoven, Piano Concerto No. 3 in C minor ist sehr schön.
Sehr bekannte Melodie !
Mal willkürlich ein Bsp.
Weiss nicht, was da richtig gute Aufnahmen sind, leider
Ashkenazy plays Beethoven Piano Concerto No. 3 , mvt. 3
https://www.youtube.com/watch?v=2VnN5ptP6sQ

Neuere Pianokonzerte sind auch net so mein Ding.
Auch Piano solo gefällt mir recht wenig.
Da höchstens ganz ruhige, melodische Sachen.
OldMcMetal
 
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Re: Tschaikowsky-Violinkonzert Op. 35 D-Dur(1878)

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Gepostet: 29.01.2020 - 12:24 Uhr  ·  #16
"Wenn ihr nicht so wollt wie möchte, mache ich Lehrplan". Einer der Sprüche von dem Musikpädagogen. "Was steht denn im Lehrplan?". "Jazz". Musik die für ihn schon die Ausgeburt der Hölle war. Wenn der gute Mann gewusst hätte, wie stark sich die Klassik in der Rock Musik verankert hat(te), nicht nur durch Orchester/Band Variationen. "Eruption" von Van Halen basiert komplett auf klassischen Skalen aus dem 17. Jahrhundert und manche progressive Band weist klassische Musikstrukturen auf.
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Re: Tschaikowsky-Violinkonzert Op. 35 D-Dur(1878)

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Gepostet: 29.01.2020 - 19:27 Uhr  ·  #17
So einen ernsthaften Musiklehrer, der völlig zerkratzte Klassikscheiben als diktatorisch eingeprügeltes Pflichtprogramm auflegte hatten wir auch. Immer und immer wieder diesen Lehrer. Und wir mussten singen. Schrecklich.
Klassik höre ich ab und an sehr gerne, aber das akademische und betuliche Drumherum ist mir wurscht.
Inzwischen gehe ich auch fast nur noch in klassische Konzerte - bevorzugt in die schicke Elbphilharmonie. Bei Klassik mag ich Konzerte lieber als Konserven.
OldMcMetal
 
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Re: Tschaikowsky-Violinkonzert Op. 35 D-Dur(1878)

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Gepostet: 30.01.2020 - 06:43 Uhr  ·  #18
Wer das Geld für die Elphi hat der oder die hat natürlich das Klangerlebnis. Wenn denn alles funktioniert. Hier vor Ort begnügen wir ins mit dem Symphonieorchester der Uni. In Erinnerung bleibt z.B. eine Aufführung von "Peter und der Wolf" speziell für Schulkinder. Super erklärt welches Instrument welche Funktion hat, um was es in dem Stück geht, so hätte ich mir meinen Unterricht gewünscht.
Maddrax
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Re: Tschaikowsky-Violinkonzert Op. 35 D-Dur(1878)

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Gepostet: 30.01.2020 - 09:11 Uhr  ·  #19
@ frimp
Wie gesagt, bei mir hat auch ein ziemlich fortschrittlicher Musiklehrer in punkto Klassik nix ausrichten können.
Die wenigsten 13 - 15 Jährigen konnte man wohl damals Mitte der 1970ger für Klassik begeistern.

In Klassikkonerte würde ich auch gerne gehen, aber mir fehlt das nötige Kleingeld.


Zurück zum Violinkonzert von Herrn Tschaikowski.

Ich habe mir in den letzten Tagen die ersten beiden Sätze der Version von Teodor Currentzis mit dem Orchester MusicAeterna und mit Patricia Popatchinskaja nochmal angehört und auch mit der Version vom Danish National Symphony Orchestra, mit Vilde Frang an der Violine verglichen (die version gefällt mir auch ausgesprochen gut !)

Vom Gesamtsound ist die Version vom Danish National Symphony Orchestra besser.
Da ist die Violine im Sound mit drinne und wird nicht so hervorgehoben.
Bei der Version mit dem Orchester MusicAeterna steht die Violine soundmässig einen kleinen tucken mehr im Vordergrund.
Das sollte bei einem klassischen Konzert nach meiner Hörmeinung nicht so sein.

Dafür gefällt mir aber die Interpretation der Solovioline bei Patricia Popatchinskaja besser als bei Vilde Frang.
Vilde Frang spielt mehr runder, melodischer (süsslicher?)
Sehr sehr schön anzuhören ist das, aber ich vermute, so klingt das Konzert bei vielen Violinenspielern/innen

Patricia Popatchinskaja spielt eckiger, schneller, aggresiver, kratzbürstiger
Viele mögen das nicht, mir gefällt es gut.

An manchen Stellen im ersten Satz (wenn sie im wahrsten Sinne der Wortes kratzbürstig spielt) erinnert mich das ein wenig an Machin Gun von Hendrix, wenn er bei der Liveaufnahme mit der Gitarre ein Maschinengewehr imitiert.

Der zweite Satz ist ja sehr kurz, und ruhig.
da höre ich kaum Unterschiede zwischen den zwei Versionen.

LEIDER kenne ich den dritten Satz nur von der Vilde Frang version.
Den dritten Satz von der Patricia Popatchinskaja version finde ich im Netz nirgends.
Es wird Zeit, dass ich mir doch die CD (gibt's für nen Zehner gebraucht) mal zulege...
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