Nicht, dass da schon jemand drauf gewartet hätte, aber das schöne Wetter (doch, doch!) und die viele Arbeit auf Arbeit (anschließend Müdigkeit!) hinderten mich bis heute, Senf™ zu erstellen. Triomusik ohne Gesang war ja auch kein leichtes Thema, trotzdem sind einige gute Stücke zusammen gekommen. Mit Ausnahmen, siehe Nr.1, gleich hier im Anschluss.
radiot - "ELP - Infinite Space"
Na der nun wieder. So ’n Geklimper!
Proggy - ELP - Fanfare For The Common Man
„Herbe Kritik“ nun, extra für Proggy!
1977 waren ELP für mich seit vier Jahren von der Bildfläche verschwunden, nach „Brain Salad Surgery“ von 1973 hatte sich ELP (für mich wohlgemerkt, beinharte mögen aber auch „Love Beach“) erledigt. Selbst „Welcome Back My Friends to the Show That Never Ends“ (1974) habe ich erst im vorigen Jahr (?) als LP erworben. Die Alben „Works Volume I & II“ habe ich mir immer verkniffen; „Fanfare For The Common Man“ ist mir also kein liebes Stück. Musikalisch waren ELP 1977 ad acta gelegt. Und so hört sich auch die Musik an. Die allerdings, von 1977, mag noch ok, wenn auch keinesfalls überragend oder mit Stücken der ersten Alben vergleichbar sein. Die von Proggy eingestellte Aufnahme von 1997 (lockere 19,9 Jahre nach „Works Volume I & II“) zeigt mir aber nur, wie man sich zum Kasper machen kann. Wenn man nicht weiß, wann Schluss sein sollte. Besonders Carl Palmer. Geldverdienen ok, aber um jeden Preis? Am Ende wie immer: Geschmackssache. Trotzdem keinen Punkt!
Trurl - Nils Petter Molvaer Trio - Recoil
Das ist dann doch ziemlicher Krach. Die CD habe ich auch. Gekauft, als sie für 4,99€ oder so zu haben war. Anfreunden konnte ich mich mit ihr bis dato nicht. Aber angehört habe ich sie jetzt wieder. Und einzig der gleichnamige Titeltrack der CD „Baboon Moon“ gefällt mir. Die anderen Stücke sind… nun ja. Ich glaube, Molvaer hat sich lange verzettelt und die „Khmer“ Zeiten (bzw. „Masqualero“) sind lange vorbei. Aber immerhin wird die CD nicht aussortiert.
MusicalBox - Rush - Leave that thing alone
Nicht meine Baustelle (habe von der Band nichts), aber flott gespielt. Guter Bassmann. Der Drummer mit viel Blech über den Trommelfellen, da hat er zu tun. Höre ich aber nicht so raus. Das Publikum hatte aber sichtlich und hörbar Spaß. So muss es sein.
Frimp - Ramsey Lewis Trio - The 'In' Crowd
Aufs erste Ohr klingt das für mich wie „Fly By Night“ von Roland Kirk. Nur ohne Gebläse. Trotzdem ein gutes Stück, wenn auch punktelos in meiner Wertung.
Leslie - Jimmy Page - Writes of Winter
Dieses Stück – auch punktelos bei mir – finde ich ein wenig (oder doch ziemlich?) dahingeschrammelt. Aber immerhin kann Herr Page, im Gegensatz zu mir, Guitarre bedienen.
Maddrax - Medeski, Martin & Wood - Bubblehouse
Wie es der Zufall will, Medeski, Martin & Wood fängt bei mir eine Platte später an, also mit „Combustication“ von 1998. Drei weitere Platten vertreten die Band im Regal und im Player. Für die schöne Triomusik gibt es sogar einige Punkte von mir.
Freaksound: Alex Oriental Experience - Turkish American Blend
Die Band sagt mir – nichts. Das Intro mit der Bauchtänzerin ist bemerkenswert, der restliche Vortrag ok.
Floyd Pink - Scott Henderson Trio - Dolemite
Von Henderson habe ich die 2002er „Well to the Bone“, da frickelt er auch ganz schön auf der Guitarre. Sonst aber habe ich den Mann aus den Augen verloren.
Epikur - The Aristocrats - Louisville Stomp
Gut gespielt, keine Frage, aber, Zitat youtube: „Guthrie, Marco, and Bryan blew us away with "Louisville Stomp“ stimmt nicht ganz.
Triskell - Trace - Galliarde
Ekseption bzw. Rick van der Linden waren nie so mein Fall, in diesem Stück gehen sie aber ordentlich zur Sache. Als „Trace“ natürlich. Bei einem Freund mit sehr dickem Plattenregal bin ich dann auch fündig geworden, er hat „Trace“ aber unter E wie Ekseption eingeordnet. Für das Stück hatte ich sogar Punkte übrig.
Moniek - Meytal Cohen - Toxicity
Bei meiner Bewertung konnte nur Hendrix die drei jungen Damen toppen. Hendrix allerdings auch nur aus alter Verbundenheit. Meytal Cohen ist die Überraschung im doppelten Sinne in diesem Wettbewerb. Das Stück ist flott gespielt und wenn sie es denn je so eingespielt haben, die drei biegsamen jungen Damen, - wie hier ohne Mikrofone, ohne Strippen an den Geigen, keine PA etc. -, vielleicht ist die Aufnahme auch nur ein PR-Gag?, dann ist es gut. Wenn nicht, dann aber… Egal, nicht so pingelig sein. War mir immerhin 10 Punkte wert. Ansonsten: Meytal Cohen zeigt wie es geht in der Welt des Internet und Musicbusiness. Cohen als Internetsternchen, eine Band bzw. Plattenaufnahmen von Cohen gibt es nicht, dafür jede Menge Videos, wo sie zeigt, wie sie spielt und andere es lernen sollen, wie sie spielt. Auf ihrer Website jede Menge Merchandisingzeuchs, sogar eine Drumhead Clock mit einem Bild von ihr für schlappe 59 Dollar, viele Bilder der ansehnlichen jungen Dame, T-Shirts, Videos, die sie beim Nachspielen diverser Stücke diverser Bands zeigen und, und, und… nur keine Musik von ihr. Trotzdem 10 Punkte von mir für die drei „Monkees“.
Street66 - Motörhead - The Game
Wer das Genre mag, ist hier gut aufgehoben. Meine Frau hatte mal ein Motorrad, aber Motörhead hatten wir nie.
Benefit - Ramsey Lewis - Wade In The Water
Das Ramsey Lewis Trio halt. Mit ein paar Bläsern aufgehübscht.
Meister Proper - Earthless - Godspeed
Zieht sich zwar ziemlich in die Länge, aber es hat immerhin für 5 Punkte von mir gereicht. Sonst aber nicht meine Baustelle.
Xanadu - The Brew - A Smile To Lift The Doubt
Wie alte Mucke, fast durchgehend runtergeknüppelt, warum nicht? Allerdings kenne ich die Band nicht, das Stück ist aber gut ausgesucht. 4 Punkte, immerhin!
Tom Cody - Edgar Broughton Band - Untitled Freak Out
Keine Punkte von mir? Warum? Ich hätte besser hinhören sollen. Schade.
Firebyrd - Terje Rypdal Trio - Before
Leider aus dem Konzertzusammenhang herausgerissen. Daher ohne Punkte von mir, weil das Stück dann doch die Wirkung verfehlt. Köstlich der erste Kommentar von „audiotrax2000“ zum Video auf youtube:
Those unbelievably RUDE people in the front should have been taken outside and run over by tanks. IDIOTS - UGH!
Sunny - Jane - Letter To Mariann
Kein schlechtes Stück, etwas gefällig, aber gut. Aber es können ja nur zehn Stücke mit Punkten bepunktet werden. Das ist der wunde Punkt. Punkt.
Caramel - Paco De Lucia, Al Di Meola and John McLaughlin - Mediterranian Sun Dance
Seit vielen Jahren ein Klassiker des Genres. Vom Trio gibt es hier noch die „Passion Grace & Fire“. Und es gab Punkte dafür.
bad Moon - Magic Elf - Visions In Green
Absolut nicht meine Baustelle. Das Stück klingt wie alles und nichts. Sorry – keine Punkte.
35 years after - Santos/Molinari/Moreira - Trouble Tones
Sehr schön, wenn man sein Instrument so beherrscht wie die Jungs in dem Video. Die Musik erreicht mich aber nicht. Es ist Gefrickel. Gut, aber Gefrickel.
Geheimrat Günstig - The Aristocrats - Sweaty Knockers
Derlei Musik ist bei mir nicht vertreten, gibt es nicht im Regal. Schlimmeres schon, aber so etwas eben nicht. Das ist mir dann doch zu langweilig. Und fricklig.
Stattmeister - Van der Graaf Generator - The Hurlyburly
Für den fröhlichen Abschluss meiner Wertung gab es für dieses Stück immerhin 1 Punkt! VdGG ist bei mir nicht vertreten, in der Tat wurde die Band früher gehört, mangels Platten nicht intensiv (Zone halt), aber dann nicht weiter verfolgt. „The Aerosol Grey Machine“ ist mir noch ein Begriff, dann wird’s dunkel…
Krautwickel: Uwe Kropinski Trio – Spanish Way
Uwe Kropinski habe ich bei seinem ersten Solokonzert anlässlich der Jazzwerkstatt Nr. 15 in Peitz im Februar 1977 das erste Mal gehört. Also ziemlich lange her. Die letzte Vorstellung mit ihm hörte ich am 14.3.12 im „Sans Titre“ in Postdam (nein, ein so gutes Gedächtnis habe ich nicht, aber die Eintrittskarte zufällig noch!), zusammen mit Joe Sachse, ebenfalls Gitarre. Dazwischen immer mal wieder rein sporadisch. Seinen spanischen Stil mag ich nicht so, aber gut ist der Mann trotzdem. Wenn nicht sogar sehr gut. Und punktewürdig.
Negerhalle - Russian Circles - 1777
Mehr Metal denn Postrock. So ist das nicht meine Baustelle und bleibt folgen- bzw. punktelos.
Mr. Upduff - Jimi Hendrix, Billy Cox & Buddy Miles - Born Under A Bad Sign
Ein Klassiker par excellence. Play loud! 12 Punkte! (Natürlich spielt da eine gehörige Portion Sympathie mit, aber das Stück ist eben auch gut.)
radiot grüßt!