Richard Thompson - Hippies, Thugs And Heroes
Der 1949 in London geborene Richard Thompson begleitet mein “musikalisches Leben” nun schon recht lange. Fairport Convention, damals noch mit der großartigen Sandy Denny, da waren es die Alben “Unhalfbricking” und “Liege & Lief”, die mich begeisterten, sein letztes Album, dass aus der Zusammenarbeit mit der damaligen Gattin Linda entsprang, ganz hervorragend: “Shoot Out The Lights”, und die damaligen Soloalben “Hand Of Kindness” und auch das rein instrumentale Werk “Strict Tempo!”, alle diese haben mich stets bestens unterhalten können. Und so gab es nachfolgend eigentlich kein Album des Protagonisten, dass man als Flop bezeichnen könnte, vielleicht nicht immer alles Top-Alben, aber stets mit Qualität gesegnet.
Ja, und nun ist es erschienen, das mittlerweile zwanzigste Studio-Album, "Hippies, Thugs And Heroes”. Zwölf selbstgeschriebene Songs, die abermals von der Qualität und Güte seiner Arbeit zeugen.
Mit einer starken Melodik ausgestattet und diesem typisch leicht verspielten Hauch, den er bereits damals mit Fairport Convention vorlegte, immer ein Hauch britischen Folks inklusive, keine simplen Kompositionen, sondern sehr fantasievoll und filigran im Ausdruck, so punktet die neue Scheibe gleich mit dem ersten Song, ”Sorcerer’s Apprentice”! Und so zieht sich diese Qualität durch den ganzen Songreigen, jeder Einsatz sitzt perfekt, und obwohl die Arrangements halt auf den Punkt genau kommen, verbreitet das nie den Eindruck möglicher Sterilität. Dafür sorgt natürlich seine Band, mit der er schon lange tätig ist, so ist man halt bestens aufeinander eingespielt.
Und noch immer klingt der Mann frisch und überzeugend, so empfinde ich seine Musik inzwischen absolut zeitlos, sein typisches Gitarrenspiel dringt auch immer wieder durch, und seine Stimme klingt noch immer auf diese individuelle Weise sehr ausdrucksstark! Dieser Sound hat so gar nichts von seiner Faszination verloren, und man sich gern des beigefügten Booklets bedienen und kann hier einen Bogen schlagen von den Texten zur Musik, sie bilden eine dichte Einheit im jeweiligen Ausdruck. Thompson versteht es blendend, seine Texte in Musik zu kleiden und sie entsprechend überzeugend vorzutragen.
Und was mir auch sehr positiv auffällt, ist, dass sich der Musiker auch immer Zeit dafür nimmt, auch einmal etwas ausgedehnter zu solieren, als gutes Beispiel hierfür nenne ich den vierten Song, ”Unsung Hero””! Und ganz ohne weibliche Background Vocals kommt der Mann auch nicht aus, wir hören hier an den Harmony Vocals Zara Phillips, und diese Sängerin ist Thompson's Ehefrau. Als sehr ansprechend empfinde ich alle Arrangements zwar grundsätzlich, aber jene Songs, die noch mit leichten Bläserarrangements ausgestattet wurden, führen mich gedanklich wieder weit in die Siebziger zur britischen Folklore, als seinerzeit einige Bands der Folk-Rock-Szene dieses auch einführten, inklusive des Protagonisten selbst. Hier vernehme ich dann auch ein wenig von der wenig bekannten Band Home Service, die seinerzeit aus der Albion Band hervorging, das war ein Jahrzehnt später.
Mit einem sehr besonderem Ausdruck hebt sich das eine oder andere Stück darüber hinaus ab, sehr ungewöhnlich und hochinteressant ist dieses mehr akustisch ausgeprägte Arrangement von ”She Burns It All”, und jene mit leicht fröhlichem Hauch ausgestatteten Songs mit dem Einsatz des Akkordeons runden dieses recht vielfältige Programm sehr unterhaltsam ab. Alles in Allem klingt es sehr frisch und unverbraucht, und, man kann es nicht abstreiten, dass die Musik sehr britisch klingt. Kurzum, ein erneutes hervorragendes Werk eines einfühlsamen und innovativen Künstlers, der irgendwie jung geblieben ist!
Richard Thompson (vocals, guitars, mandolin, organ, harmonium, horn arrangements)
Taras Prodaniuk (bass)
Michael Jerome (drums, percussion)
David Mansfield (acoustic and electric guitars, fiddle)
Zara Phillips (harmony vocals)
Steven Bernstein (cornet)
Tony Kadleck (cornet)
Michael Davis (trombone)
Marcus Rojas (tuba)
John Sherman (accordion - #11)
John Kirkpatrick (accordion - #7, 10)
Ensemble (vocals, percussion - #7)
James Frazee (extra percussion)
1 Sorcerer’s Apprentice
2 Cocaine Walking, Booze Talking
3 Pauper’s Grave
4 Unsung Hero
5 Make Believe You Don’t Know Me
6 She Burns It All
7 Everybody’s Stealing
8 The Soul In Me
9 Pipe Dreams
10 The Big Smoke
11 Stringer
12 Siren
https://www.richardthompson-music.com/
Der 1949 in London geborene Richard Thompson begleitet mein “musikalisches Leben” nun schon recht lange. Fairport Convention, damals noch mit der großartigen Sandy Denny, da waren es die Alben “Unhalfbricking” und “Liege & Lief”, die mich begeisterten, sein letztes Album, dass aus der Zusammenarbeit mit der damaligen Gattin Linda entsprang, ganz hervorragend: “Shoot Out The Lights”, und die damaligen Soloalben “Hand Of Kindness” und auch das rein instrumentale Werk “Strict Tempo!”, alle diese haben mich stets bestens unterhalten können. Und so gab es nachfolgend eigentlich kein Album des Protagonisten, dass man als Flop bezeichnen könnte, vielleicht nicht immer alles Top-Alben, aber stets mit Qualität gesegnet.
Ja, und nun ist es erschienen, das mittlerweile zwanzigste Studio-Album, "Hippies, Thugs And Heroes”. Zwölf selbstgeschriebene Songs, die abermals von der Qualität und Güte seiner Arbeit zeugen.
Mit einer starken Melodik ausgestattet und diesem typisch leicht verspielten Hauch, den er bereits damals mit Fairport Convention vorlegte, immer ein Hauch britischen Folks inklusive, keine simplen Kompositionen, sondern sehr fantasievoll und filigran im Ausdruck, so punktet die neue Scheibe gleich mit dem ersten Song, ”Sorcerer’s Apprentice”! Und so zieht sich diese Qualität durch den ganzen Songreigen, jeder Einsatz sitzt perfekt, und obwohl die Arrangements halt auf den Punkt genau kommen, verbreitet das nie den Eindruck möglicher Sterilität. Dafür sorgt natürlich seine Band, mit der er schon lange tätig ist, so ist man halt bestens aufeinander eingespielt.
Und noch immer klingt der Mann frisch und überzeugend, so empfinde ich seine Musik inzwischen absolut zeitlos, sein typisches Gitarrenspiel dringt auch immer wieder durch, und seine Stimme klingt noch immer auf diese individuelle Weise sehr ausdrucksstark! Dieser Sound hat so gar nichts von seiner Faszination verloren, und man sich gern des beigefügten Booklets bedienen und kann hier einen Bogen schlagen von den Texten zur Musik, sie bilden eine dichte Einheit im jeweiligen Ausdruck. Thompson versteht es blendend, seine Texte in Musik zu kleiden und sie entsprechend überzeugend vorzutragen.
Und was mir auch sehr positiv auffällt, ist, dass sich der Musiker auch immer Zeit dafür nimmt, auch einmal etwas ausgedehnter zu solieren, als gutes Beispiel hierfür nenne ich den vierten Song, ”Unsung Hero””! Und ganz ohne weibliche Background Vocals kommt der Mann auch nicht aus, wir hören hier an den Harmony Vocals Zara Phillips, und diese Sängerin ist Thompson's Ehefrau. Als sehr ansprechend empfinde ich alle Arrangements zwar grundsätzlich, aber jene Songs, die noch mit leichten Bläserarrangements ausgestattet wurden, führen mich gedanklich wieder weit in die Siebziger zur britischen Folklore, als seinerzeit einige Bands der Folk-Rock-Szene dieses auch einführten, inklusive des Protagonisten selbst. Hier vernehme ich dann auch ein wenig von der wenig bekannten Band Home Service, die seinerzeit aus der Albion Band hervorging, das war ein Jahrzehnt später.
Mit einem sehr besonderem Ausdruck hebt sich das eine oder andere Stück darüber hinaus ab, sehr ungewöhnlich und hochinteressant ist dieses mehr akustisch ausgeprägte Arrangement von ”She Burns It All”, und jene mit leicht fröhlichem Hauch ausgestatteten Songs mit dem Einsatz des Akkordeons runden dieses recht vielfältige Programm sehr unterhaltsam ab. Alles in Allem klingt es sehr frisch und unverbraucht, und, man kann es nicht abstreiten, dass die Musik sehr britisch klingt. Kurzum, ein erneutes hervorragendes Werk eines einfühlsamen und innovativen Künstlers, der irgendwie jung geblieben ist!
Richard Thompson (vocals, guitars, mandolin, organ, harmonium, horn arrangements)
Taras Prodaniuk (bass)
Michael Jerome (drums, percussion)
David Mansfield (acoustic and electric guitars, fiddle)
Zara Phillips (harmony vocals)
Steven Bernstein (cornet)
Tony Kadleck (cornet)
Michael Davis (trombone)
Marcus Rojas (tuba)
John Sherman (accordion - #11)
John Kirkpatrick (accordion - #7, 10)
Ensemble (vocals, percussion - #7)
James Frazee (extra percussion)
1 Sorcerer’s Apprentice
2 Cocaine Walking, Booze Talking
3 Pauper’s Grave
4 Unsung Hero
5 Make Believe You Don’t Know Me
6 She Burns It All
7 Everybody’s Stealing
8 The Soul In Me
9 Pipe Dreams
10 The Big Smoke
11 Stringer
12 Siren
https://www.richardthompson-music.com/