David Gray - White Ladder

 
badMoon
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David Gray - White Ladder

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Gepostet: 14.10.2026 - 11:24 Uhr  ·  #1
Schon lange steht „White Ladder“ auf meiner Liste der Alben, die ich hier im Forum unbedingt einmal vorstellen möchte. Bisher ist es allerdings bei der guten Absicht geblieben. Dabei hat David Gray mit dieser Scheibe eine Geschichte hingelegt, die man sich kaum besser ausdenken könnte: Erst wollte sich mit seinen ersten drei Alben der große Erfolg partout nicht einstellen, dann nahm er „White Ladder“ mit bescheidenen Mitteln weitgehend selbst in die Hand – und plötzlich stand der Mann mit Songs wie Babylon international im Rampenlicht. Da fragt man sich doch, ob die Plattenbosse damals eigentlich alle auf ihren Ohren saßen.

Nun denn – bei uns im Brezel wird David Gray aus meiner Sicht trotz einiger Vorstellungen bislang sträflich vernachlässigt. Höchste Zeit also, euch den Musiker und seine Musik ein wenig näherzubringen und schmackhaft zu machen. Auf geht’s!

David Gray - White Ladder | 1998 | England | Singer-Songwriter / Folktronica / Pop

Drei Anläufe, wenig Umsatz

Bevor wir zum großen Wurf kommen, lohnt sich ein kurzer Blick zurück. David Gray war nämlich keineswegs ein unbeschriebenes Blatt, als „White Ladder“ erschien. Drei Alben hatte er bereits veröffentlicht, nur wollte sich der Erfolg einfach nicht einstellen.

1993 erschien „A Century Ends“. Ein ordentliches Debüt, auf dem Gray als Singer-Songwriter mit akustischer Gitarre, markanter Stimme und einer ordentlichen Portion Melancholie auf sich aufmerksam machte. Die Kritiken waren durchaus freundlich, die Verkaufszahlen blieben allerdings überschaubar. Man kannte ihn, wenn überhaupt, eher vom Hörensagen.

Debauchery


„Flesh“ folgte 1994. Gray probierte etwas mehr Rock aus und wollte sich nicht auf die Rolle des Mannes mit der Gitarre festnageln lassen. Künstlerisch nachvollziehbar, kommerziell aber kein Befreiungsschlag. Auch die zweite Platte fand nur ein kleines Publikum.

Coming Down



Mit „Sell, Sell, Sell“ ging er 1996 den nächsten Anlauf. Der Titel klingt im Rückblick fast wie ein Kommentar zur eigenen Situation. Das Album war rockiger, doch auch diesmal blieben die erhofften Verkäufe aus. Die Plattenfirma EMI verlor das Interesse, und Gray stand beruflich ziemlich auf dem Schlauch. Drei Alben, einige gute Songs, aber kein Durchbruch. Die Karriere wollte einfach nicht so recht vom Fleck kommen.

Faster, Sooner, Now


In den Neunzigern war eben einiges los: Britpop, Gitarrenbands, Dancefloor und jede Menge neue Gesichter. Ein melancholischer Songwriter, der lieber über die kleinen und großen Krisen des Lebens sang, musste sich da erst einmal durchsetzen. Talent allein bezahlt schließlich keine Miete.

Schlafzimmer statt Tonstudio

Gray ließ sich trotzdem nicht unterkriegen. 1998 begann er, in seiner Londoner Wohnung an neuen Songs zu arbeiten. Ein sündhaft teures Studio mit einem Heer von Technikern konnte er sich nicht leisten. Also mussten Computer, Sampler, Keyboard und eine gute Portion Einfallsreichtum reichen. Sein musikalischer Partner Craig „Clune“ McClune und Produzent Iestyn Polson halfen dabei, aus den bescheidenen Mitteln einen ganz eigenen Sound zu basteln.

Gray blieb seinem Songwriting treu, gab den Stücken aber einen neuen Anstrich. Zu Gitarre und Stimme kamen elektronische Rhythmen, programmierte Beats und Keyboardflächen. Das Ganze klang nach Singer-Songwriter-Musik, die sich nicht zu schade war, auch einmal auf den Dancefloor zu schielen. Heute würde man dafür vermutlich das Etikett Folktronica aus dem Regal ziehen. Damals war es einfach eine Mischung, die funktionierte.

Finanziell war das Ganze allerdings eine ziemlich wackelige Angelegenheit. Nach dem Ende der Zusammenarbeit mit EMI musste Gray die Aufnahmen weitgehend selbst stemmen. Freunde und Weggefährten halfen mit Geld aus, darunter Dave Boyd, sein früherer Chef beim Label Hut Records. Dazu kamen eigene Ersparnisse und Einnahmen aus Konzerten. Zunächst ließ Gray gerade einmal rund 5.000 Exemplare pressen.

„White Ladder“ erschien 1998 auf seinem eigenen Label IHT Records. In Irland, wo Gray bereits eine kleine Fangemeinde hatte, lief es langsam an. In Großbritannien dagegen hielt sich die Begeisterung zunächst in engen Grenzen. Gray spielte Konzerte, verkaufte CDs nach den Auftritten und machte weiter. Glamour sieht anders aus, aber irgendwie muss man ja anfangen.

Plötzlich passte alles zusammen

Der Opener Please Forgive Me zeigt gleich, wohin die Reise geht. Akustische Gitarre, Grays leicht raue Stimme und ein federnder Rhythmus greifen ineinander. Das klingt weder nach reinem Folk noch nach gewöhnlichem Pop. Der Song ist eingängig, besitzt einen schönen Schwung und bleibt trotzdem angenehm unaufdringlich. Gray muss hier nicht dick auftragen, um einen Ohrwurm abzuliefern.

Eingebettetes Medium: https://www.youtube.com/watch?v=uGm5z8sJAFM

Dass ausgerechnet dieses Stück neben Babylon zu einem der großen Hits des Albums wurde, überrascht beim Hören kaum. Die Melodie geht ins Ohr, der Rhythmus hält die Sache in Bewegung, und Grays Stimme verleiht dem Ganzen genau die richtige Mischung aus Wärme und leichter Wehmut. Kein Wunder, dass der Song auch im Radio gut funktionierte.

Gerade bei uns im WDR-Sendegebiet liefen Please Forgive Me und Babylon seinerzeit recht häufig. Wer regelmäßig Radio hörte, dürfte an den beiden Titeln kaum vorbeigekommen sein. Zumindest ging es mir so: Die Songs waren präsent, ohne dass man sich gleich das ganze Album kaufen musste. Damit dürften die Einsätze im Radio einiges dazu beigetragen haben, David Gray auch bei einem größeren Publikum bekannt zu machen. Aus dem Musiker, der seine CDs anfangs nach Konzerten selbst verkaufte, wurde so nach und nach ein Name, den man auch außerhalb der eingefleischten Singer-Songwriter-Gemeinde kannte.

Dann kommt Babylon, der Song, mit dem viele David Gray bis heute verbinden. Dazu gleich mehr. My Oh My setzt auf eine eingängige Melodie und diesen leicht verschatteten Grundton, der sich durch das Album zieht. We're Not Right bringt etwas mehr Unruhe ins Spiel, während Nightblindness die ruhigere, nachdenkliche Seite zeigt.

Mit Silver Lining wird es wieder etwas heller. White Ladder, der Titelsong, lässt sich Zeit und schafft Raum für Stimme und Atmosphäre. Sail Away gehört für mich zu den Stücken, die sich ganz unauffällig im Ohr festsetzen. Man hört zu, denkt an nichts Besonderes – und ertappt sich später dabei, wie man die Melodie vor sich hin summt. So etwas geschieht auch nicht so häufig.

Selbst die Coverversion von Say Hello, Wave Goodbye passt ins Bild. Das Original von SOFT CELL ist ohnehin eine große Nummer, aber Gray macht daraus keine bloße Kopie. Er zieht den Song in seine eigene, melancholische Welt und lässt ihm genügend Platz, um sich zu entfalten.

Natürlich erfindet Gray mit „White Ladder“ die Musik nicht neu. Das muss er auch gar nicht. Entscheidend ist, dass die elektronischen Beats nicht wie nachträglich aufgeklebte Dekoration wirken. Sie geben den Songs Schwung, ohne die Gitarre und die Stimme an die Wand zu drücken. Das Album ist eingängig, aber nicht glattgebügelt. Es kann schieben, zurücknehmen und auch einmal einfach nur vor sich hinträumen.

Babylon – wenn man selbst nicht so genau weiß, wohin

Babylon ist natürlich der große Anker der Platte. Gray war Ende zwanzig, lebte in London und befand sich in einer Phase, in der beruflich und privat längst nicht alles so lief, wie er sich das vorgestellt hatte. Die Karriere steckte fest, die Zukunft war ungewiss, und auch das Leben außerhalb der Musik war nicht unbedingt ein geradliniger Spaziergang.

Eingebettetes Medium: https://www.youtube.com/watch?v=0t2PY_0IHfo

Babylon ist dabei weniger ein konkreter Ort als ein Bild für dieses Gefühl, unterwegs zu sein und trotzdem nicht recht zu wissen, wo man eigentlich hinwill. Beziehungen, Sehnsüchte, das Nachtleben und die Frage, was man aus seinem Leben machen soll – das steckt alles irgendwo in diesem Song. Die Zeile „let go your heart, let go your head“ bringt es ziemlich gut auf den Punkt: Herz und Kopf einmal loslassen, nicht alles zerdenken und sich nicht ständig selbst im Weg stehen.

Musikalisch ist das Stück ein kleines Kunststück. Der Rhythmus schiebt nach vorn, die Gitarre bleibt präsent, und Grays Stimme klingt warm und gleichzeitig ein wenig angeschlagen. Das ist kein ausgelassener Partyhit, obwohl man wunderbar dazu mitwippen kann. Unter der eingängigen Oberfläche steckt eine gewisse Unsicherheit, die dem Song gutsteht.

Auch bei der Aufnahme ging es nicht gerade klinisch sauber zu. Produzent Iestyn Polson arbeitete mit den bescheidenen technischen Möglichkeiten in Grays Wohnung. Draußen wurde die Straße aufgerissen, und der Verkehr machte sich im Aufnahmeraum bemerkbar. Ein vorbeifahrendes Auto ist auf Babylon tatsächlich zu hören. Polson entfernte das Geräusch zunächst, setzte es später aber wieder ein, weil es dem Song offenbar etwas gab. Da hat man nun alle Möglichkeiten moderner Studiotechnik, und am Ende darf ein vorbeifahrendes Auto mit auf die Platte. Das muss man auch erst einmal bringen.

Vom kleinen Club auf die großen Bühnen

Der Durchbruch kam nicht über Nacht. Erst wurde „White Ladder“ in Irland bekannter, dann bekam das Album durch eine Lizenzierung und erneute Veröffentlichung auch in Großbritannien mehr Aufmerksamkeit. Babylon entwickelte sich zum Hit, Please Forgive Me stand ihm dabei kaum nach, und auch Sail Away fand viele Hörer. 2001 erreichte das Album schließlich Platz eins der britischen Charts und verkaufte sich millionenfach.

Aus dem Musiker, der seine CDs nach Konzerten selbst verkaufte, war plötzlich ein international gefragter Künstler geworden. Die Platte hatte also tatsächlich den Weg aus dem Schlafzimmer in die große weite Welt gefunden.

Wer David Gray live erlebt, bekommt allerdings keinen Mann zu sehen, der den Popstar mit großen Gesten und aufgesetztem Dauergrinsen gibt. Er steht meist ziemlich konzentriert auf der Bühne, trägt seine Songs vor und lässt die Musik für sich sprechen. Wobei sein Gesicht durchaus ein Eigenleben entwickelt. Er kneift die Augen zusammen, verzieht den Mund, legt die Stirn in Falten und sieht gelegentlich so aus, als würde er gerade eine besonders knifflige Steuererklärung bearbeiten.

Dazu kommt dieses ständige Hin- und Herwackeln des Kopfes, das sich wie ein eigener Rhythmus durch seine Auftritte zieht. Der Kopf scheint bei Gray manchmal ein wenig schneller unterwegs zu sein als der Rest des Körpers. Wer das einmal gesehen hat, wird es so schnell nicht vergessen. Auf der Live-DVD wird diese Eigenheit übrigens auch in einem Kommentar aufgegriffen, der sich in den Extras findet. Ich bin also nicht der Einzige, dem das aufgefallen ist.

Das Ganze wirkt nicht wie eine einstudierte Bühnennummer. Gray scheint sich beim Singen wirklich in seine Musik hineinzubegeben. Mal schließt er die Augen, mal verzieht er das Gesicht, mal wippt der Kopf im Takt hin und her. Das hat durchaus etwas Eigenwilliges, passt aber zu einem Musiker, der nicht einfach nur seine Songs abspult.

Weniger überzeugend fand ich persönlich allerdings den Wandel seines Kleidungsstils. Anfangs trat Gray eher in Jeanskluft auf, passend zu dem Musiker, der mit Gitarre und überschaubarem Aufwand seine Songs unters Volk brachte. Später waren dann plötzlich Anzug, Weste und Krawatte angesagt. Da stand auf einmal ein ziemlich herausgeputzter Herr auf der Bühne, und ich fragte mich schon, was das eigentlich sollte. Musste das sein? Für mich passte dieser Wechsel nicht recht zu der Musik und zu dem etwas knorrigen, eigenwilligen Typen, den ich vorher auf der Bühne gesehen hatte. Vielleicht gehörte das zum neuen Image, vielleicht wollte man dem inzwischen erfolgreichen Künstler einen erwachseneren Anstrich verpassen. Mir gefiel die Jeansvariante jedenfalls besser. Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten – sogar über den des Künstlers selbst.

Nach dem großen Wurf

Nach einem solchen Erfolg ist die nächste Platte keine ganz einfache Angelegenheit. Das Publikum will am liebsten noch einmal Babylon, die Plattenfirma freut sich über möglichst ähnliche Verkaufszahlen, und der Musiker möchte vermutlich einfach neue Songs schreiben. Das kann schon mal zu einer kleinen Kollision der Interessen führen.

2002 erschien „A New Day at Midnight“. Die Platte fiel dunkler und nachdenklicher aus. Der Tod von Grays Vater hatte ihn schwer getroffen, und das hört man den Songs an. Der ganz große Jubel rund um „White Ladder“ war zwar vorbei, aber auch dieses Album fand ein großes Publikum.

2005 folgte „Life in Slow Motion“, auf dem Gray wieder stärker auf große Melodien und emotionale Songs setzte. Mit The One I Love gelang ihm ein weiterer bekannter Titel. „Draw the Line“ von 2009 ging stellenweise rockiger zu Werke und brachte mit Gästen wie Annie Lennox zusätzliche Farben ins Spiel. „Foundling“ aus dem Jahr 2010 wurde persönlicher und reduzierter, während „Mutineers“ von 2014 erneut mit elektronischen Klängen experimentierte.

Gray versuchte also durchaus, sich weiterzuentwickeln, statt einfach eine Kopie seines größten Erfolgs abzuliefern. Ganz los wurde er den Vergleich mit „White Ladder“ allerdings nie. Wenn eine Platte derart einschlägt, wird sie für viele Hörer zum Maßstab für alles, was danach kommt. Das ist für den Künstler vermutlich nicht immer ein Vergnügen. Schließlich möchte man auch mal etwas anderes machen, ohne bei jeder neuen Veröffentlichung gefragt zu werden, wo denn das nächste Babylon geblieben sei.

Mein Fazit

„White Ladder“ ist für mich eine Platte, bei der die Geschichte hinter der Musik gleich mit dazugehört. Da sitzt ein Musiker in seiner Londoner Wohnung, hat drei Alben ohne großen kommerziellen Erfolg hinter sich, finanziell nicht gerade rosige Aussichten und keinen Plattenkonzern mehr im Rücken. Also macht er sein Ding einfach selbst. Ein paar Jahre später ist genau diese Platte ein Millionenseller. Das hätte man den Herren und Damen in den Plattenfirmen vielleicht schon etwas früher erzählen können.

Musikalisch lebt das Album von der gelungenen Mischung aus akustischem Songwriting, Grays markanter Stimme und elektronischen Rhythmen. Die Songs sind eingängig, ohne völlig glattgebügelt zu wirken. Babylon und Please Forgive Me sind die beiden großen Zugpferde, aber Sail Away und Nightblindness zeigen, dass hier mehr zusammenkommt als zwei Radiohits. Dass die beiden Singles auch bei uns im WDR-Sendegebiet häufig zu hören waren, dürfte ihren Teil dazu beigetragen haben, David Gray einem breiteren Publikum näherzubringen.

Auch wenn ich mit Grays späterem Anzug-und-Krawatten-Auftritt nicht so recht warm werde, bleibt „White Ladder“ eine Platte, zu der ich immer wieder gern zurückkehre. Sie klingt nicht nach einer großen Marketingmaschine, sondern nach einem Musiker, der endlich seinen eigenen Weg gefunden hat.

Was mir an dieser Geschichte besonders gefällt, ist die Haltung dahinter. Hier steht ein Künstler, der an sich und seine Musik glaubt und nach drei kaum beachteten Alben noch einmal alles auf eine Karte setzt. Er investiert Zeit, Geld und jede Menge Arbeit, obwohl ihm niemand garantieren kann, dass sich der Aufwand jemals auszahlt. Das ist schon eine andere Hausnummer, als heute mit ein paar elektronischen Bausteinen schnell etwas zusammenzuschrauben, es auf YouTube hochzuladen und am besten gleich mit dem großen Erfolg zu rechnen. Von dem, was uns inzwischen mithilfe künstlicher Intelligenz in rauen Mengen vor die Füße geworfen wird, ganz zu schweigen.

Natürlich kann auch mit einfachen Mitteln gute Musik entstehen, und neue Technik ist nicht automatisch der Feind der Kreativität. Der Unterschied liegt für mich darin, ob jemand wirklich etwas zu sagen hat, seinen eigenen Weg sucht und bereit ist, dafür auch Durststrecken in Kauf zu nehmen. David Gray hat sich seinen Erfolg jedenfalls nicht über Nacht zusammengeklickt. Er hat drei Anläufe gebraucht, weitergemacht, an seinen Songs gefeilt und das Risiko selbst getragen. „White Ladder“ ist deshalb für mich nicht nur ein gelungenes Album, sondern auch ein schönes Beispiel dafür, was Leidenschaft, Ausdauer und eine gehörige Portion Sturheit bewirken können.

David Gray - Live at The Point, Dublin (2000)

Eingebettetes Medium: https://www.youtube.com/watch?v=94nLsav0Itw

[Die Songs]
01. Please Forgive Me — 5:35
02. Babylon — 4:26
03. My Oh My — 4:37
04. We're Not Right — 3:04
05. Nightblindness — 4:23
06. Silver Lining — 6:00
07. White Ladder — 4:14
08. This Year's Love — 4:05
09. Sail Away — 5:15
10. Say Hello, Wave Goodbye — 8:58

[Die Musiker]
- David Gray – Gesang, Gitarre, Piano, Keyboards
- Craig „Clune“ McClune – Schlagzeug, Bass, Keyboards, Gesang
- Tim Bradshaw – Keyboards
- Simon Edwards – Bass
- Colm Mac Con Iomaire – Violine

[Weiteres]
* Deutschlandfunk: 20 Jahre „White Ladder“ - Der Erfolg war wie eine Zwangsjacke
* SWR 3: Babylon – Die größten Hits und ihre Geschichte
Stattmeister
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Re: David Gray - White Ladder

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Gepostet: 15.10.2026 - 08:04 Uhr  ·  #2
Beeindruckend. Ein Musiker der hier im Zirkus fast gar keine Beachtung findet. Und du widmest ihm (zu Recht!) eine äußerst umfangreiche Retrospektive. An anderer Stelle erwähnte ich bereits, dass dieses Album meine erste Begegnung mit ihm war. Fand ich für 3 oder 4 Euro auf einem Grabbeltisch in einem polnischen Elektronikladen. Und es hat mir direkt nach dem ersten Hören sehr zugesagt. Allerdings habe ich dann, aus welchen Gründen auch immer, nicht um weiteres Material von ihm gekümmert. Und dies, obwohl ich recherchiert hatte, dass er vorher und nachher zahlreiche weitere Alben veröffentlicht hatte. Erst durch deine freundliche Unterstützung im letzten Jahr konnte ich mir weitere Alben erhören. Allerdings reicht bisher keines an dieses hier heran. Das auch von dir erwähnte "A new day..." kommt ihm aus meiner Sicht allerdings sehr nahe. Die Alben vor "White Ladder" haben mich dagegen nicht so angesprochen. Aber du hast es auch erwähnt: bei diesem Album passte irgendwie alles.
Jedoch befürchte ich, dass auch diese perfekte Vorstellung nicht dazu beiträgt die Zuhörerschaft wesentlich zu vergrößern.
badMoon
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Re: David Gray - White Ladder

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Gepostet: 17.10.2026 - 10:53 Uhr  ·  #3
Zitat geschrieben von Stattmeister

...
Jedoch befürchte ich, dass auch diese perfekte Vorstellung nicht dazu beiträgt die Zuhörerschaft wesentlich zu vergrößern.


Tja, wider Erwarten hattest Du wohl recht. Weder der Künstler noch mein Versuch, ihn den offenbar musikinteressierten Brezelianern ein wenig näherzubringen, scheint auf sonderlich großes Interesse gestoßen zu sein. Da fragt man sich schon, ob es nicht doch sinnvoller ist, allseits Bekanntes zum x-ten Mal aufzuwärmen, statt sich die Mühe zu machen, auch mal über den eigenen musikalischen Tellerrand hinauszuschauen. Aber gut, man lernt ja nie aus.
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Re: David Gray - White Ladder

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Gepostet: 17.10.2026 - 12:19 Uhr  ·  #4
frimp
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Re: David Gray - White Ladder

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Gepostet: 17.10.2026 - 14:55 Uhr  ·  #5
Zitat geschrieben von badMoon

Tja, wider Erwarten hattest Du wohl recht. Weder der Künstler noch mein Versuch, ihn den offenbar musikinteressierten Brezelianern ein wenig näherzubringen, scheint auf sonderlich großes Interesse gestoßen zu sein. Da fragt man sich schon, ob es nicht doch sinnvoller ist, allseits Bekanntes zum x-ten Mal aufzuwärmen, statt sich die Mühe zu machen, auch mal über den eigenen musikalischen Tellerrand hinauszuschauen. Aber gut, man lernt ja nie aus.


Warum gleich wieder so eine leicht beleidigte Reaktion?
Ich finde, Deine Rezension hat Stil und ist sehr gelungen - aber meine Musik ist es leider nicht.
Ich schaue gerne über Tellerrand, aber nicht alles dahinter gefällt mir.
badMoon
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Re: David Gray - White Ladder

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Gepostet: 17.10.2026 - 15:49 Uhr  ·  #6
Zitat geschrieben von frimp

Zitat geschrieben von badMoon

Tja, wider Erwarten hattest Du wohl recht. Weder der Künstler noch mein Versuch, ihn den offenbar musikinteressierten Brezelianern ein wenig näherzubringen, scheint auf sonderlich großes Interesse gestoßen zu sein. Da fragt man sich schon, ob es nicht doch sinnvoller ist, allseits Bekanntes zum x-ten Mal aufzuwärmen, statt sich die Mühe zu machen, auch mal über den eigenen musikalischen Tellerrand hinauszuschauen. Aber gut, man lernt ja nie aus.


Warum gleich wieder so eine leicht beleidigte Reaktion?
Ich finde, Deine Rezension hat Stil und ist sehr gelungen - aber meine Musik ist es leider nicht.
Ich schaue gerne über Tellerrand, aber nicht alles dahinter gefällt mir.


@frimp,

nein, beleidigt bin ich wegen der ausgebliebenen Reaktionen nicht. „Enttäuscht“ trifft es vielleicht eher. Ähnlich haben sich in der Vergangenheit auch schon andere Vielschreiber geäußert. Mir geht es dabei weniger um die eigene Rezension als um den Austausch, der ein Forum ja eigentlich ausmacht. Ob jemand eine Musik mag oder nichts damit anfangen kann, spielt dabei gar keine Rolle. Eine kurze Rückmeldung kann schließlich auch einfach bedeuten: gelesen, zur Kenntnis genommen – ist halt nicht meine Baustelle. 😉

Ich will mich damit aber keineswegs über andere stellen. Schließlich gibt es auch Rezensionen von anderen, unter denen mein eigener Kommentar fehlt. Ich bin also selbst nicht frei davon und mache deshalb auch niemandem einen Vorwurf. Schade finde ich es trotzdem, wenn Beiträge ohne jede Resonanz bleiben.

Deine Rückmeldung zeigt ja, dass unterschiedliche Meinungen durchaus ihren Platz haben. Dafür also vielen Dank!

Eine Bitte hätte ich nur noch: Lasst uns daraus bitte keine neue Grundsatzdiskussion machen. Das Thema hatten wir im Forum ja schon mehrfach, und ich denke, die unterschiedlichen Standpunkte sind hinlänglich bekannt. 🙂
Tom Cody
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Re: David Gray - White Ladder

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Gepostet: 17.10.2026 - 17:49 Uhr  ·  #7
Nun, in der Analyse bin ich bei Frimp ! 8) Für mich ist es nicht verwunderlich, daß bis dato relativ wenig Resonanz vorhanden ist. Meinen musikalischen Kern triffst du hier absolut nicht. :-o Möglicherweise sehen das andere Artisten ebenso. :-/ Insoweit finde ich den Hinweis auf den Tellerrand auch völlig überflüssig, ja, eigentlich auch unangebracht. o.o

Meine Kritik bezieht sich natürlich nicht auf die, wie immer, glänzende Vorstellung eines Albums von dir. Well done, Wolfgang ! :-D
Leslie
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Re: David Gray - White Ladder

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Gepostet: 17.10.2026 - 19:45 Uhr  ·  #8
badMoon - deine Beiträge sind einfach Klasse! - du betreibst einen unglaublichen Aufwand, da hätte ich eine Woche für gebraucht ;-)
hab mal reingehört - mit dem David kann ich aber nix anfangen - einige andere wohl auch nicht - dein Freund Stattmeister dagegen fühlt sich wohl angesprochen - zumindest einer....

es ist wie in der Rätselecke - eine Handvoll Quizfreunde ist dabei, andere hören nur mal rein - ist halt so - die Firebyrd Quiz werden bis zu 1000 mal aufgerufen - Interesse ist doch da - auch wenn nix erkannt wird - so auch deine Beiträge - werden doch gelesen - mach weiter...
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