StrÄf Vocal Strings - Tread Softly
Es ist stets ein VergnĂŒgen, Musik zu entdecken, die sich nicht dem Massengeschmack beugt, oder von Bands, die nicht dazu beitragen, dass ein sogenannter Massengeschmack erzeugt wird. So kann ich mir gut vorstellen, dass sich auch die schwedische Gruppierung namens StrĂ„f Vocal Strings nicht der MarktgĂ€ngigkeit wird âunterwerfenâ können, weil sie sicher Eingeweihten vorbehalten bleiben wird.
Und gerade dann sollte man solchen âRanderscheinungenâ mehr Bedeutung zumessen, vor Allem auch in der Regel darum, weil die von solchen produzierte Musik meistens besser ist im kĂŒnstlerischen Sinne. Wir treffen hier auf eine sehr interessante Mixtur aus schwedischer Folklore, aus Kammermusik, vielleicht hier und da ein Spritzer Pop, und das Ganze absolut nicht âsteifâ dargeboten, sondern der Improvisation die TĂŒr offenhaltend.
Allein die Auswahl der Fremdkompositionen lĂ€sst darauf schlieĂen, dass man mit Vielseitigkeit rechnen muss. âDon't Explainâ, klar, das stammt von Billie Holiday und Arthur Herzog, und das hat Billie hervorragend interpretiert, der bosnische Musiker Goran BregoviÄ zeichnet verantwortlich fĂŒr âCome, Let Us Goâ, und der Text zum Titelsong des Albums "Tread Softly" stammt von W.B.Yeats!
Das Quartett singt gemeinsam und ebenso spielen sie ihre Saiteninstrumente, zwei Violinen, eine Bratsche und ein Cello. Auf diese Weise gewinnt man rasch den Eindruck, wie sie mĂŒhelos Grenzen ĂŒberschreiten und rasch ihren eigenen Stil prĂ€sentieren, ohne sich in irgendeiner Weise anzubiedern.
Auf drei Songs gibt es dezente und ganz sachte UnterstĂŒtzung durch Schlagzeug und Perkussion.
Nun, es startet, und ich verstehe kein Wort, âDĂ„rskap Ska HĂ„llas Vid Livâ, der Ăbersetzer lĂ€sst mich lesen: âDie Torheit muss am Leben erhalten werdenâ. FĂŒr mich und andere nicht der schwedischen Sprache MĂ€chtigen hat man selbstverstĂ€ndlich auch in den entsprechenden FĂ€llen die englischsprachige Ăbersetzung zusĂ€tzlich abgedruckt, hier also âThat foolishness should be kept aliveâ.
Und ĂŒberhaupt stöĂt man auf eine Welt der Poesie, eingepackt in ungewöhnliche Arrangements, wie man sie möglicherweise nicht von Streichinstrumenten erwarten könnte. Nun gut, es wird natĂŒrlich gestrichen, aber auch gezupft mit einem sehr starken rhythmischen und perkussivem Ausdruck. Die vier unterschiedlichen Stimmen bilden eine betörende Einheit und alles zusammen ergibt ein absolut ungewöhnliches Klangerlebnis! Und dieses ist angereichert und ausgefĂŒllt mit diversen emotionalen AusprĂ€gungen, von Fröhlichkeit bis Traurigkeit, aber stets von groĂer Leichtigkeit. Und mich hat natĂŒrlich, als groĂer Fan der Musik von Billie Holiday, stark interessiert, wie man âDon't Explainâ interpretiert hat.
Ja, diese Dramatik des Originals, aus tiefster Seele von Billie vorgetragen aufgrund eines wahren Vorfalls einer schmerzhaften Erfahrung, erfĂ€hrt hier durchaus eine Bearbeitung mit BezĂŒgen zu dieser dramatischen und emotionalen Erschöpfung im Sinne des Vortrags des Originals. Dennoch wirkt es hier etwas weniger dramatisch, aber ĂŒberzeugend. Doch nicht nur dieser Song atmet viel GefĂŒhl, denn bereits mit âSkymning I Tallinnâ (âTwilight In Tallinnâ) setzt es sich fort. (âPerhaps someone softly whispers a name in the darkness. The night remains in stillness. The city is still asleepâ) Einen Instrumentalsong finden wir mit âBroöppningâ, ich halte ihn fĂŒr ganz hervorragend mit seiner mitreissenden Interpretation.
Der mir aus anderen schwedischen Produktionen gut bekannte Henrik Cederblom zeichnet auch hier verantwortlich, als Produzent, Arrangeur, Techniker und fĂŒr die Einspielung der Aufnahmen im Studio.
à sa Johansson (sÄng, fiol)
Sanna KÀllman (sÄng, cello)
Francis Shaughnessy (sÄng, fiol)
Tobias Edvardson (sÄng, viola)
Michael Andersson (trummor och slagverk - # 2, 4, 9)
1 DÄrskap Ska HÄllas Vid Liv (3:21)
2 This Is How We Walk On The Moon (3:54)
3 The Awakening Of Elza (3:30)
4 Don't Explain (4:31)
5 Skymning I Tallinn (3:38)
6 Memories Look At Me (3:18)
7 Broöppning (6:23)
8 Aven Ivenda (3:36)
9 Himlajorden (3:45)
10 Snurrar Vidare (3:08)
11 Livet Ăr En GĂ„ta (3:56)
12 Tread Softly (5:57)
https://www.straf.se/
Es ist stets ein VergnĂŒgen, Musik zu entdecken, die sich nicht dem Massengeschmack beugt, oder von Bands, die nicht dazu beitragen, dass ein sogenannter Massengeschmack erzeugt wird. So kann ich mir gut vorstellen, dass sich auch die schwedische Gruppierung namens StrĂ„f Vocal Strings nicht der MarktgĂ€ngigkeit wird âunterwerfenâ können, weil sie sicher Eingeweihten vorbehalten bleiben wird.
Und gerade dann sollte man solchen âRanderscheinungenâ mehr Bedeutung zumessen, vor Allem auch in der Regel darum, weil die von solchen produzierte Musik meistens besser ist im kĂŒnstlerischen Sinne. Wir treffen hier auf eine sehr interessante Mixtur aus schwedischer Folklore, aus Kammermusik, vielleicht hier und da ein Spritzer Pop, und das Ganze absolut nicht âsteifâ dargeboten, sondern der Improvisation die TĂŒr offenhaltend.
Allein die Auswahl der Fremdkompositionen lĂ€sst darauf schlieĂen, dass man mit Vielseitigkeit rechnen muss. âDon't Explainâ, klar, das stammt von Billie Holiday und Arthur Herzog, und das hat Billie hervorragend interpretiert, der bosnische Musiker Goran BregoviÄ zeichnet verantwortlich fĂŒr âCome, Let Us Goâ, und der Text zum Titelsong des Albums "Tread Softly" stammt von W.B.Yeats!
Das Quartett singt gemeinsam und ebenso spielen sie ihre Saiteninstrumente, zwei Violinen, eine Bratsche und ein Cello. Auf diese Weise gewinnt man rasch den Eindruck, wie sie mĂŒhelos Grenzen ĂŒberschreiten und rasch ihren eigenen Stil prĂ€sentieren, ohne sich in irgendeiner Weise anzubiedern.
Auf drei Songs gibt es dezente und ganz sachte UnterstĂŒtzung durch Schlagzeug und Perkussion.
Nun, es startet, und ich verstehe kein Wort, âDĂ„rskap Ska HĂ„llas Vid Livâ, der Ăbersetzer lĂ€sst mich lesen: âDie Torheit muss am Leben erhalten werdenâ. FĂŒr mich und andere nicht der schwedischen Sprache MĂ€chtigen hat man selbstverstĂ€ndlich auch in den entsprechenden FĂ€llen die englischsprachige Ăbersetzung zusĂ€tzlich abgedruckt, hier also âThat foolishness should be kept aliveâ.
Und ĂŒberhaupt stöĂt man auf eine Welt der Poesie, eingepackt in ungewöhnliche Arrangements, wie man sie möglicherweise nicht von Streichinstrumenten erwarten könnte. Nun gut, es wird natĂŒrlich gestrichen, aber auch gezupft mit einem sehr starken rhythmischen und perkussivem Ausdruck. Die vier unterschiedlichen Stimmen bilden eine betörende Einheit und alles zusammen ergibt ein absolut ungewöhnliches Klangerlebnis! Und dieses ist angereichert und ausgefĂŒllt mit diversen emotionalen AusprĂ€gungen, von Fröhlichkeit bis Traurigkeit, aber stets von groĂer Leichtigkeit. Und mich hat natĂŒrlich, als groĂer Fan der Musik von Billie Holiday, stark interessiert, wie man âDon't Explainâ interpretiert hat.
Ja, diese Dramatik des Originals, aus tiefster Seele von Billie vorgetragen aufgrund eines wahren Vorfalls einer schmerzhaften Erfahrung, erfĂ€hrt hier durchaus eine Bearbeitung mit BezĂŒgen zu dieser dramatischen und emotionalen Erschöpfung im Sinne des Vortrags des Originals. Dennoch wirkt es hier etwas weniger dramatisch, aber ĂŒberzeugend. Doch nicht nur dieser Song atmet viel GefĂŒhl, denn bereits mit âSkymning I Tallinnâ (âTwilight In Tallinnâ) setzt es sich fort. (âPerhaps someone softly whispers a name in the darkness. The night remains in stillness. The city is still asleepâ) Einen Instrumentalsong finden wir mit âBroöppningâ, ich halte ihn fĂŒr ganz hervorragend mit seiner mitreissenden Interpretation.
Der mir aus anderen schwedischen Produktionen gut bekannte Henrik Cederblom zeichnet auch hier verantwortlich, als Produzent, Arrangeur, Techniker und fĂŒr die Einspielung der Aufnahmen im Studio.
à sa Johansson (sÄng, fiol)
Sanna KÀllman (sÄng, cello)
Francis Shaughnessy (sÄng, fiol)
Tobias Edvardson (sÄng, viola)
Michael Andersson (trummor och slagverk - # 2, 4, 9)
1 DÄrskap Ska HÄllas Vid Liv (3:21)
2 This Is How We Walk On The Moon (3:54)
3 The Awakening Of Elza (3:30)
4 Don't Explain (4:31)
5 Skymning I Tallinn (3:38)
6 Memories Look At Me (3:18)
7 Broöppning (6:23)
8 Aven Ivenda (3:36)
9 Himlajorden (3:45)
10 Snurrar Vidare (3:08)
11 Livet Ăr En GĂ„ta (3:56)
12 Tread Softly (5:57)
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