...nehme mir nun das dicke Ding vor
STILL IN A DREAM - a story of shoegaze 1988 - 1995
Zitat :
Charakteristisch für das Shoegaze-Genre sind verzerrte Gitarren, Feedback, halliger Gesang und das Ineinanderfließen der verschiedenen Klänge mit dem Ergebnis einer nicht mehr klar zu differenzierenden „Wall of Sound“ – so hat mal jemand versucht, jenes Genre zu definieren, das zu Beginn eigentlich keines war, sondern nur die spöttische Beschreibung der britischen Musikpresse für jene Bands nach Punk und Goth/Wave, die 1988 einen irgendwie neuen Sound spielten, und dabei, so will es die Übertreibung der Legende, auf der Bühne beim Spielen immer nur verschüchtert auf ihre Schuhe starrten.
Bands wie RIDE, SLOWDIVE, COCTEAU TWINS, THE HOUSE OF LOVE, MY BLOODY VALENTINE, SPACEMEN 3, LUSH, CURVE, MOOSE und zig andere tummelten sich in einer kleinen Szene, der vorgeworfen wurde, sich vor allem selbst zu feiern.
Die alten Helden THE JESUS AND MARY CHAIN wurden auch in diesen Topf geworfen, aus den USA kamen MERCURY REV und THE FLAMING LIPS dazu, Grunge kam und ging, und im September 1992 fragte der Melody Maker schließlich „Whatever happened to Shoegaze?“ Und dann kam Britpop ...
John Reed hat versucht, mit diesem fünf CDs, 87 Songs und über sechseinhalb Stunden Spielzeit umfassenden Samplerprojekt das Genre zu seiner Blütezeit allumfassend abzubilden, und ich finde, es ist ihm bestens gelungen.
Die fünf CDs kommen in einem A5-großen Buch, im Textteil lassen sich Neil Taylor und Jack Rabid kundig zum Thema aus, gefolgt von kurzen Artikeln zu allen Bands nebst Coverabbildungen und exakten Angaben zur Herkunft der Tracks
https://www.youtube.com/watch?v=D05_Bz-SEO0
LG - Franz