So, heute wurde das letzte der hier vorhandenen MB-Alben durchgehört:
THE MOODY BLUES - The Present
Blue World
Da mit der ganzen Hörerei auch mein (aktuelles, könnte morgen anders sein) persönliches Ranking zementiert werden sollte - hier isses:
1. Days of Future Passed (1967)
Für mich das Album, mit dem die Moody Blues ihren ganz eigenen Sound gefunden haben. Und natürlich ist da dieses Mellotron … genau das Instrument, das ich bei dieser Band so liebe. Dazu „Nights in White Satin“, aber eben nicht nur dieser eine große Song. Ein Album, das auch nach unzähligen Durchläufen nichts von seiner Faszination verloren hat.
2. Every Good Boy Deserves Favour (1971)
Was für ein schönes Album! Vielleicht nicht ganz so spektakulär wie „Days of Future Passed“, dafür unglaublich stimmig. Und das Mellotron ist natürlich wieder mittendrin. „The Story in Your Eyes“ ist der bekannteste Song, aber eigentlich funktioniert das Album am besten als Ganzes. Für mich ganz klar eines der großen Moody-Blues-Alben.
3. In Search of the Lost Chord (1968)
Hier lassen es die Moody Blues richtig krachen – zumindest was die Instrumente betrifft. Sitars, Flöten, Mellotron und jede Menge psychedelische Klangideen. Manches wirkt etwas verspielt und verrückt, aber genau das macht den Reiz aus. Ein Album, bei dem ich immer wieder gerne hängenbleibe.
4. Seventh Sojourn (1972)
Melancholisch, warm und mit diesem ganz eigenen Moody-Blues-Gefühl. „Isn't Life Strange“ gehört für mich zu den schönsten Songs der Band. Und natürlich darf auch hier das Mellotron nicht fehlen. Ein wunderbares Album und gleichzeitig ein ziemlich würdiger Schlusspunkt der großen klassischen Phase.
5. To Our Children's Children's Children (1969)
Ein Album zum Abheben. Viel Mellotron, viel Atmosphäre und manchmal das Gefühl, dass die Musik irgendwo zwischen Erde und Weltraum schwebt. Nicht unbedingt die Platte, die ich jemandem zum ersten Kennenlernen geben würde. Aber wenn man einmal drin ist, hat sie ihren ganz eigenen Zauber.
6. On the Threshold of a Dream (1969)
Wieder diese Mischung aus schönen Melodien, Mellotron und leicht psychedelischer Atmosphäre. Das Album wirkt manchmal fast wie ein musikalischer Tagtraum. Nicht ganz so zwingend wie die ganz großen Favoriten, aber für mich trotzdem eine Platte, die immer wieder gerne unter dem Laser landet.
7. A Question of Balance (1970)
Etwas rockiger und direkter, ohne dass die typische Moody-Blues-Stimmung verloren geht. „Question“ ist natürlich der große Klassiker. Aber auch der Rest macht Spaß. Vielleicht nicht mein Favorit, aber bei diesem Mellotron-Sound kann ich sowieso nur schwer nein sagen.
8. The Magnificent Moodies (1965)
Und jetzt wird es interessant: Mit den späteren Moody Blues hat dieses Album musikalisch kaum etwas gemeinsam. R&B, Beat und Soul statt Mellotron und großer Klanglandschaften. „Go Now!“ ist natürlich großartig. Ein interessantes Zeitdokument und ein schöner Blick darauf, wo die Band einmal angefangen hat.
9. Long Distance Voyager (1981)
Nach der langen Pause zurück und plötzlich sind die Achtziger da. Der Sound ist moderner, aber die Moody Blues bleiben erkennbar. „The Voice“ und „Gemini Dream“ funktionieren für mich ziemlich gut. Kein zweites „Days of Future Passed“, aber ein erstaunlich gelungenes Comeback.
10. The Present (1983)
Die Achtziger lassen sich nicht mehr überhören. Einige schöne Songs gibt es trotzdem. Was mir fehlt, ist diese besondere Magie der alten Alben. Ein ordentliches, aber verzichtbares Album – aber wenn ich Moody Blues hören möchte, greife ich dann doch lieber zu den Klassikern.
Mein Fazit
Was mich bei den Moody Blues immer wieder fasziniert: Diese ersten sieben Alben liegen für mich erstaunlich dicht beieinander. Da kann man die Reihenfolge durchaus einmal verändern, ohne dass es gleich falsch wird.
Und dann ist da natürlich dieses Mellotron. Für mich gehört es zum Sound der Moody Blues wie kaum ein anderes Instrument. Sobald dieser warme, manchmal etwas schwebende Klang einsetzt, weiß ich eigentlich sofort: Jetzt bin ich bei den Moody Blues.