Vier verschiedene Neil-Young-Songs innerhalb weniger Tage im Radio – das kommt heute nicht allzu oft vor. Keiner davon stammte allerdings von dem Album, das daraufhin bei mir wieder im Player landete: "Sleeps With Angels" aus dem Jahr 1994. Eine Platte, die neben ihren nachdenklichen und melancholischen Momenten auch überraschend rau und gitarrenbetont daherkommt. Stücke wie das ausufernde Change Your Mind, das druckvolle Driveby oder das düster schleppende Blue Eden zeigen Neil Young und Crazy Horse in starker Form. Für mich eine jener Scheiben, die man viel zu lange nicht hört – und die beim Wiederentdecken sofort daran erinnert, warum sie ihren Platz im Regal verdient hat.