Mick Flannery - The House Must Win
Die Musik des irischen Musikers Mick Flannery lernte ich erst 2023 kennen mit seinem Album "Goodtime Charlie". Dort fiel mir der ungewöhnlich „andere“ Gesang auf. Dieses „Markenzeichen“ erklingt nun auf der aktuellen Scheibe, The House Must Win, erneut. Es finden sich hier gleich zweiundzwanzig Songs. Es enthält Neuinterpretationen seines Debütalbums aus 2005, „Evening Train“ sowie zehn neue Songs als Ergänzung.
Es geht bei "The House Must Win" um eine Bühnenproduktion, die wohl schon viele Zuschauer*innen im Rahmen einer ausverkauften Tournee begeistert haben soll. Ist das nun eine Art Musical? Jedenfalls soll es sich um eine Geschichte dahinter handeln, die eine Dreiecksgeschichte zweier Brüder, die Beide in die gleiche Frau verliebt sind, erzählt. Und das birgt mit Sicherheit eine Menge Konfliktpotential. Dergestalt nicht unbedingt sofort zugänglich wirkt die Musik, sondern weist sie schon eine Menge Ecken und Kanten auf. So klingt es bisweilen auch ein wenig düster, die eingebrachten melancholischen Prägungen des Gesanges bergen durchaus auch solche Emotionen wie Verzweiflung und Wut, wie sie von verzweifelten Seelen offenbart werden.
So muss ich gelegentlich auch an Musik von Tom Waits denken, vielleicht auch gelegentlich an Nick Cave. Diese Erzählung wird dann auch nicht nur vom Protagonisten allein vorgetragen, sondern wird er unterstützt von den Gaststimmen von Anaïs Mitchell, Jeffrey Martin, Jenn Grant, Susan O’Neill, Tabitha Smyth, Yvonne Daly und Lisa Hannigan. Sie alle sind, inklusive aller Musiker*innen, Garanten dafür, dass hier etwas Ungewöhnliches geschieht. Man fühlt sich quasi wie in einer anderen Welt, und es fühlt sich halt so an, als würde man diese Bühne betreten, auf der diese Geschichten musikalisch erzählt werden. Nachlesen kann man sie gern im separaten Booklet und sich somit noch tiefer in die Gefühlswelt von Flannery einbringen.
Musikalisch erleben wir im Laufe der Songs so manche Überraschung. Klingt es mit „Talk To Me“ noch ganz ruhig, und bestimmt von zarten Klängen der akustischen Gitarre, so donnert es dann gewaltig los mit „Daddy“. Ja, hier werden offensichtlich die jeweiligen Themen auch entsprechend bildgewaltig umgesetzt! So treffe ich auf eine erzählerische Vielfalt mit stark emotionaler Prägung, auf Musik, die ständig fordert, Aufmerksamkeit fordert und dafür belohnt mit ihrer dargestellten Gefühlstiefe, an der man rasch teilhaben kann, weil diese kleinen Geschichten alle sehr einfühlsam umgesetzt wurden in Musik, mit unerwarteten Momenten, mit Gefühlen von Angst bis Wut, von Zartheit und Liebe bis hin zu Darstellungen von Hass und Wut, von Verzweiflung. Ja, mit "The House Must Win" hat Flannery ein „Musical für zu Hause“ geschaffen!
Mick Flannery (vocals, guitar)
Killian Browne (piano, banjo, harmonium, autoharp, mandolin)
Niamh Varian-Barry (violin, viola)
Katherine Veekman (violin - #4, 12)
Domnic Mullan (drums, percussion)
Dan Bodwell (double bass)
Matthew Berrill (clarinet, bass clarinet, tenor sax, baritone sax, hoz horn)
Alan Comerford (electric and acoustic guitars, autoharp)
Liam Robinson (additional instruments and vocals)
Anaïs Mitchell, Jeffrey Martin, Jenn Grant, Susan O’Neill, Tabitha Smyth, Yvonne Daly, Lisa Hannigan (vocals)
1 Overture
2 Creak In The Door (feat. Jenn Grant)
3 Rising Tide (feat. Anaïs Mitchell)
4 When I've Got A Dollar (feat. Yvonne Daly)
5 Take It On The Chin (feat. David, Brian & Eamonn Flannery)
6 Grace’s Waltz (feat. Lisa Hannigan)
7 Tripping O'er His Trousers
8 The Tender
9 Bonnie Rouge
10 Talk To Me (feat. Jeffrey Martin)
11 Daddy
12 I'll Be Out Here (by Tabitha Smyth)
13 The House Must Win
14The Rebel (feat. Susan O'Neill)
15 Take Me With You Then (feat. Yvonne Daly)
16 One Chance (feat. Yvonne Daly)
17 In The Gutter
18 Let Me Be
19 Bags Packed
20 All In (feat. David Flannery)
21 Ride On
22 Evening Train
https://www.mickflannery.com/
Die Musik des irischen Musikers Mick Flannery lernte ich erst 2023 kennen mit seinem Album "Goodtime Charlie". Dort fiel mir der ungewöhnlich „andere“ Gesang auf. Dieses „Markenzeichen“ erklingt nun auf der aktuellen Scheibe, The House Must Win, erneut. Es finden sich hier gleich zweiundzwanzig Songs. Es enthält Neuinterpretationen seines Debütalbums aus 2005, „Evening Train“ sowie zehn neue Songs als Ergänzung.
Es geht bei "The House Must Win" um eine Bühnenproduktion, die wohl schon viele Zuschauer*innen im Rahmen einer ausverkauften Tournee begeistert haben soll. Ist das nun eine Art Musical? Jedenfalls soll es sich um eine Geschichte dahinter handeln, die eine Dreiecksgeschichte zweier Brüder, die Beide in die gleiche Frau verliebt sind, erzählt. Und das birgt mit Sicherheit eine Menge Konfliktpotential. Dergestalt nicht unbedingt sofort zugänglich wirkt die Musik, sondern weist sie schon eine Menge Ecken und Kanten auf. So klingt es bisweilen auch ein wenig düster, die eingebrachten melancholischen Prägungen des Gesanges bergen durchaus auch solche Emotionen wie Verzweiflung und Wut, wie sie von verzweifelten Seelen offenbart werden.
So muss ich gelegentlich auch an Musik von Tom Waits denken, vielleicht auch gelegentlich an Nick Cave. Diese Erzählung wird dann auch nicht nur vom Protagonisten allein vorgetragen, sondern wird er unterstützt von den Gaststimmen von Anaïs Mitchell, Jeffrey Martin, Jenn Grant, Susan O’Neill, Tabitha Smyth, Yvonne Daly und Lisa Hannigan. Sie alle sind, inklusive aller Musiker*innen, Garanten dafür, dass hier etwas Ungewöhnliches geschieht. Man fühlt sich quasi wie in einer anderen Welt, und es fühlt sich halt so an, als würde man diese Bühne betreten, auf der diese Geschichten musikalisch erzählt werden. Nachlesen kann man sie gern im separaten Booklet und sich somit noch tiefer in die Gefühlswelt von Flannery einbringen.
Musikalisch erleben wir im Laufe der Songs so manche Überraschung. Klingt es mit „Talk To Me“ noch ganz ruhig, und bestimmt von zarten Klängen der akustischen Gitarre, so donnert es dann gewaltig los mit „Daddy“. Ja, hier werden offensichtlich die jeweiligen Themen auch entsprechend bildgewaltig umgesetzt! So treffe ich auf eine erzählerische Vielfalt mit stark emotionaler Prägung, auf Musik, die ständig fordert, Aufmerksamkeit fordert und dafür belohnt mit ihrer dargestellten Gefühlstiefe, an der man rasch teilhaben kann, weil diese kleinen Geschichten alle sehr einfühlsam umgesetzt wurden in Musik, mit unerwarteten Momenten, mit Gefühlen von Angst bis Wut, von Zartheit und Liebe bis hin zu Darstellungen von Hass und Wut, von Verzweiflung. Ja, mit "The House Must Win" hat Flannery ein „Musical für zu Hause“ geschaffen!
Mick Flannery (vocals, guitar)
Killian Browne (piano, banjo, harmonium, autoharp, mandolin)
Niamh Varian-Barry (violin, viola)
Katherine Veekman (violin - #4, 12)
Domnic Mullan (drums, percussion)
Dan Bodwell (double bass)
Matthew Berrill (clarinet, bass clarinet, tenor sax, baritone sax, hoz horn)
Alan Comerford (electric and acoustic guitars, autoharp)
Liam Robinson (additional instruments and vocals)
Anaïs Mitchell, Jeffrey Martin, Jenn Grant, Susan O’Neill, Tabitha Smyth, Yvonne Daly, Lisa Hannigan (vocals)
1 Overture
2 Creak In The Door (feat. Jenn Grant)
3 Rising Tide (feat. Anaïs Mitchell)
4 When I've Got A Dollar (feat. Yvonne Daly)
5 Take It On The Chin (feat. David, Brian & Eamonn Flannery)
6 Grace’s Waltz (feat. Lisa Hannigan)
7 Tripping O'er His Trousers
8 The Tender
9 Bonnie Rouge
10 Talk To Me (feat. Jeffrey Martin)
11 Daddy
12 I'll Be Out Here (by Tabitha Smyth)
13 The House Must Win
14The Rebel (feat. Susan O'Neill)
15 Take Me With You Then (feat. Yvonne Daly)
16 One Chance (feat. Yvonne Daly)
17 In The Gutter
18 Let Me Be
19 Bags Packed
20 All In (feat. David Flannery)
21 Ride On
22 Evening Train
https://www.mickflannery.com/