...mir ist danach
KRAUTSCHOCK - same
Zitat :
"Fly With Broken Wings" ist durch afrikanische Percussion geprägt. Der Rhythmus entfaltet sich allerdings erst nach einer Weile. Über den ethnischen Rhythmen entwickelt sich eine prägende Gitarrenmelodie. Ein sehr guter, instrumentaler Auftakt.
"Flying" hat eine sehr intime Atmosphäre. Es ist ein düster-schleppender Titel, der zwei Gesangsstimmen enthält. Zudem fällt ein schleichender Bass auf. Man denkt, es kommt irgendwann zum Ausbruch, doch der schleppende Rhythmus bleibt. Nach sieben Minuten kommt auch das Fade-Out. Irgendwie sehr spannend und gar nicht mal enttäuschend.
"Lutscher" besticht durch eine E-Gitarre, die weit im Hintergrund angesiedelt ist. Furiose Flötenklänge treten hinzu, ehe sich Eloy-ähnlicher Gesang dazugesellt. Dann gibt es noch einen Wechsel zu einem Uptempo-Part, ehe rhythmische Gitarren und erneute Flötensoli dominieren. Zum Abschluss gibt es noch ein Gitarrensolo.
Wieder einmal düster und schleppend kommt das instrumentale "Strange Oasis" daher. Ein orgeldominierter Titel, bei dem sich später jedoch die Gitarre nach und nach in den Vordergrund drängt. Drums und Percussion sind dabei stets einfallsreich. Dies gilt jedoch für jeden Titel dieser CD. Überhaupt könnte ich mir vorstellen, dass hier eine einzige Band am Werk ist, wenn ich nicht wüsste, dass es sich um einen Sampler handelt.
Der fünfte Track enthält wieder Gesang. Sitarklänge tun sich hervor. Eigentlich ein eher langweiliger Titel. Bisher der schwächste der Platte.
Das folgende Instrumental "Marching To Obskuria" enthält einen durch Klaus Dinger berühmten, simplen und einprägsamen Drum-Rhythmus. Obskuria haben wohl zu viel Neu! gehört, denn auch die Gitarre klingt nach Michael Rother. Wem Neu! zusagen, dem gefällt auch dieser Titel, solange er nicht als bloßer Abklatsch betrachtet wird.
Lied Nummer sieben wartet mit schrammeligen Rock-Riffs auf. Eine Flöte soliert dazu über dem Schrammelrhythmus, ehe sich eine dominante, jaulend-kratzend-sägende E-Gitarre auftut. Hinzu tritt dreckiger Gesang. Die Orgel wird nur für einige Akkorde verwendet.
"Transmigration" ist von indischer Musik beeinflusst. Hier denkt man wirklich, dass gleich die Schlange aus dem Korb kommt. Einer dezenten Orgelmelodie folgt ein langes E-Gitarrensolo. Dann reist der Hörer mit der dahin schreitenden Musik mit. Ein perlendes E-Piano erklingt, ehe es zu einem Rhythmenwechsel kommt. Schnelle Soli auf E-Piano und eine flinke E-Gitarre treten in den Vordergrund. Das Stück erinnert an dieser Stelle stark an Eloy zu "Inside"/"Floating"-Zeiten. Dann wird es richtig episch, ehe ein typischer Gepolter-Rockschluss kommt und die Fans im Hintergrund klatschen. War das etwa ein Live-Titel?
"Feel Alright" beginnt mit einer Semi-Akustikgitarre und ziemlich unmotiviertem Gesang. Eine Violine macht das ganz Stück interessanter, enthält sie doch einen Hauch Irish Folk.
Track 10 ist wieder ein Instrumental. Es enthält fast nur Rhythmen und kaum Melodien. Das Schlagzeug ist quasi das dominierende Instrument.
Das abschließende "Hey Joe" ist ein Cover des Hendrix-Klassikers. Ein gewisser Chris Hyde hat das Stück mit der aus dem dritten Track bereits bekannten Band Fantasyy Factoryy eingespielt.
Nix in der Tube gefunden
LG - Franz