Das erste Stück, gleichzeitig Herzstück und Höhepunkt von „Relayer“ ist The Gates Of Delirium, das sich an Tolstois Roman „Krieg und Frieden“ anlehnt. Jon Anderson war mit einer Songidee dazu aufgetaucht, das Stück wurde dann aber von der Band gemeinsam entwickelt. Und was für ein Stück das ist! Sozusagen die Essenz des Prog, mit irrwitzigen Tempowechseln, Haken schlagend, hochkomplex und doch den Hörer wie ein Sog in sich hineinziehend. Nie zuvor klang Yes härter, aggressiver, es gibt Anleihen bei Jazz und Avantgarde (nicht zuletzt durch die Einschübe von Patrick Moraz die der musique concrete entliehen waren). Am Ende wir die Suite aufgelöst durch das sphärisch schwebende Soon, das auch als Single-Edition auf der unbedingt zu bevorzugenden Version des Albums von Rhino enthalten ist.