Mars Red Sky - Dawn Of The Dusk

Eigentlich kann man sich ganz rasch gefangen fühlen in diesem Dickicht von sattem Sound...

 
firebyrd
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Mars Red Sky - Dawn Of The Dusk

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Gepostet: 22.02.2024 - 18:05 Uhr  ·  #1
Mars Red Sky - Dawn Of The Dusk

VORWORT: Ich habe überhaupt keine Ahnung von Stoner Rock oder wie das ganze Zeugs heißt, darum habe ich diese Rezension ganz unbefleckt und mit meinem Nichtwissen gespickt, erstellt:

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Wir begeben uns nach Bordeaux, dort ist die Stoner-Rock-Band Mars Red Sky ansässig. 2007 erfolgte ihre Gründung, und mit "Dawn Of The Dusk" wird das fünfte Studioalbum vorgelegt nach dem Debütalbum aus 2014.

Eigentlich spüre ich sofort den frühen Geist von Black Sabbath, wenn dieser breitflächig dröhnende Gitarrensound auf mich eindringt, nur noch viel tiefer und härter. Aber ganz schleppend und eindrucksvoll, so werde ich von "Break Even" empfangen und hier ist es auch die Stimme von Julien Pras, die in der Gestaltung ein ganz wenig an Ozzy erinnert, aber nur ein wenig, denn er hat letztlich doch einen eigenen Ausdruck, eben auch in einer eher hohen Tonlage, wie sich bei späteren Songs herausstellt, wobei ich bei jenen schon wieder bei Jon Anderson von Yes bin.

Nach gut sechs Minuten hat sich der Song, der tatsächlich über keinerlei wesentliche Höhepunkte verfügte, verabschiedet und macht Platz für "Maps Of Inferno", das genauso weiter macht. Über der breiten Masse des Gitarren-Wall-Of-Sounds erhebt sich eine weitere Gitarre in solierender Manier, bevor dann wieder der hohe Gesang einsetzt. Später setzt ein verdrehtes Fauchen ein über dumpfen Trommeln, als hätte man die Gitarren gewürgt. Ja, nun herrscht bereits ein wenig mehr Abwechslung.

Eigentlich kann man sich ganz rasch gefangen fühlen in diesem Dickicht von sattem Sound, wirkt es mitunter doch ein wenig hypnotisch, und Assoziationen in verschiedene Richtungen purzeln hier und da. "The Final Round" birgt passagenweise die Stimmung der ganz frühen Pink Floyd, hier singt auch Jimmy Kinast, mit einem Hauch von Syd Barrett, aber auch ganz stark orientiert an Troy Petty. Ja, entweder man verweilt in diesem Kosmos, in diesem Dickicht, oder man verabschiedet sich, Jede/r hat die Wahl, vielleicht ist es auch stimmungsabhängig. Ich fühle mich mittlerweile wohl und genieße diesen in die Magengrube zielenden Sound.

Hier sehe ich klare Verknüpfungen diverser Elemente, die bereits erwähnten Black Sabbath, Einflüsse der psychedelischen Szene, Hard Rock, Metal, Gothic, Doom, vereint zu dieser speziellen Mixtur des Genres Stoner Rock im ständigen Fuzz-Modus. Nur "Trap Door" startet dann ganz akustisch mit der Gitarre, bleibt dann auch so, letztlich ist es aber nur ein Zwischenspiel von sechsundvierzig Sekunden Länge, bevor es mit "Slow Attack" wie gehabt weitergeht. Nur auf dem letzten Song des Albums, "Heavenly Bodies", erklingt dann eine Autoharp und bringt gar eine leicht folkloristische Note ein, dazu dann noch das Spiel einer Mundharmonika, so dass ich überrascht bin, dass die Band auch solche Klänge präsentiert

Die Kompositionen, die Arrangements und die Ausführung, alles ist grundsätzlich doch sehr einfach gestrickt und konventionell ausgestattet, dennoch auf eine Art und Weise, die nahe geht und die fesseln kann.

Julien Pras (vocals, guitars, harmonica, broken piano)
Jimmy Kinast (bass, drones, sound effects, lead vocals - #3)
Mathieu Gazeau (drums, percussions, Rhodes)
Helen Ferguson (vocals, backing vocals and autoharpe - #8)

1 Break Even (6:10)
2 Maps of Inferno (7:18)
3 The Final Round (6:22)
4 A Choir of Ghosts (3:22)
5 Carnival Man (7:42)
6 Trap Door (0:46)
7 Slow Attack (4:50)
8 Heavenly Bodies (3:22)

Mr. Upduff
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Re: Mars Red Sky - Dawn Of The Dusk

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Gepostet: 22.02.2024 - 18:52 Uhr  ·  #2
... Firebird und Stonerrock... das ist ja mal was...

... habe schnell mal durchgezappt und bin erstaunt wie abwechslungsreich der Sound ist zwischen schwermetallischen und Aaaas und Akustischem... nachdem was ich kurz gehört und gelesen habe habe ich mir das für morgen auf die durchhörliste gelegt...

... auch ich kenne mich im Stonerock nicht aus .. aber eine Band hat mich total in ihren Band gezogen...und zwar die Urväter des Stoner- oder Desertrocks... da wird man total in de(re)n Energiesog gezogen

frimp
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Re: Mars Red Sky - Dawn Of The Dusk

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Gepostet: 23.02.2024 - 11:47 Uhr  ·  #3
Yes, firebyrd, that‘s Stoner, ganz gut das Album. Ich stehe wie Mr. Upduff auf die frühen Vertreter wie Kyuss, aber auch Bands aus Deutschland wie Colour Haze.
„Heavenly Bodies“ fällt natürlich aus dem Rahmen.
Bei Harp musste ich aber auch an Black Sabbath denken, das geniale „The Wizard“ vom Debüt.
freaksound
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Re: Mars Red Sky - Dawn Of The Dusk

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Gepostet: 26.02.2024 - 07:49 Uhr  ·  #4
erst mal hut ab von Firebyrd, welcher sich eine bewundernswerte stilistische Offenheit bewahrt hat und mit Worten umzugehen weiss, wie wenige hier (neid...)

Ein bischen vereinfachend finde ich jedoch, das Stlmittel "tiefergestimmte Gitarre" sofort als Vergleischsargument zu Back Sabbath heranzuziehen.
Das kommt mir jetzt als sehr stoner-afinen Menschen ein bischen vor, wie die Aussage: da ist ja Sax dabei, das klingt wie Jazz :-)

Nun mein sehr persönlicher Sermon zu der Scheibe.
das ist vorne und hinten kein Stoner. Das ist für mich tiefergelegter anpsychedelisierter Heavy-Rock. (Bitte nicht als Heavy Metal verstehen)

Eigenbeschreibung von der Band-Page:
Hulking trippy brand of heavy psych that will take you on a total and extreme cosmic journey.

In dem Kontext für mich sogar stilistische variabel. Da reiten andere Bands noch mehr auf einem Riff, auf einer Idee rum
ohne sich abzuwechseln.
Nun kommt aber mein persönliches "Aber" : mich vermögen die Jungs nicht zu packen.
Da fehlt mir irgend etwas, wildes, energetisches, urwüchsiges, was die Scheibe über
szenetypisches Mittelmaß hinausheben würde.
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