Sylvan – One to Zero

10. Album aus 2021

 
hmc
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Sylvan – One to Zero

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Gepostet: 08.08.2023 - 16:57 Uhr  ·  #1
Sylvan – One to Zero

Die Band begleite ich nun schon einige Jahre. Live konnte ich sie inzwischen drei Mal bestaunen.

Zur Historie schreibt Wikipedia:

„Sylvan ging 1998 aus der im Jahr 1991 gegründeten Band Chamäleon hervor. Der Name soll auf den Waldgott Silvanus zurückgehen. Nach diversen Anläufen kam 1999 die erste CD mit dem Titel Deliverance auf den Markt. Ein Jahr später erschien die zweite CD mit dem Titel Encounters. Die verantwortliche Plattenfirma war in beiden Fällen Angular Records, wo kurz zuvor bereits Lana Lane ein Album veröffentlicht hatte und später u. a. Max Pie folgen sollte. 2002 kam die dritte CD Artificial Paradise auf den Markt, gefolgt von X-Rayed im Jahr 2004. Sylvan spielte Ende 2005 bei Marillion als Vorgruppe.
Im Jahr 2006 wurden zwei Alben aufgenommen, die die verschiedenen Ausprägungen von Sylvan darstellen. Während mit Posthumous Silence ein eher ruhiges Konzeptalbum auf den Markt kam, worin Musik und Text sich einer inhaltlichen Linie unterordnen, um somit ein künstlerisches Gesamtwerk zu schaffen, ist das 2007 erschienene Album Presets mit seinen überwiegend kürzeren Liedern deutlich eingängiger.
2008 erschien die erste Live-DVD von Sylvan, die am 1. September 2007 im Hamburger Kampnagel aufgenommen worden war. Sie enthält einen Mitschnitt der kompletten Posthumous Silence-Show. Parallel dazu erschien die Live-Doppel-CD Leaving Backstage, die neben den Songs der DVD auch das zweite an diesem Abend gespielte Set enthält, das einen Streifzug durch alle bisherigen Sylvan-Alben darstellt. Im August 2009 erschien das lang erwartete siebte Studioalbum.
Zum Weihnachtskonzert 2010 stellten Sylvan das ReRelease ihre Debüt-Albums Deliverance vor. Neben einem veränderten Artwork und einer überarbeiteten Version von A Fairytale Ending wartet die zweite CD mit einem Bonustrack auf. The Lie ist 12½ Minuten lang und stellt eine neue Komposition aus bisher unveröffentlichtem Material der Deliverance-Kompositionsphase dar. Dabei arbeiteten Sylvan bewusst mit damaligen Instrumenten, damit sich der Song klanglich in die anderen Stücke der Deliverance einfügt.
2012 veröffentlichte die Band ein Doppelalbum mit dem Titel Sceneries. Das Konzeptalbum behandelt die Höhen und Tiefen des Lebens sowie das menschliche Streben nach Glück. Nach Fertigstellung der Musik wurde jedes einzelne Kapitel einem Bandmitglied als Patenschaft übergeben. Inhalt und Feinschliff wurden von diesem Moment an vom jeweiligen Bandmitglied bestimmt. 2015 veröffentlichte Sylvan ein weiteres Konzeptalbum mit dem Namen Home. 2021 erschien das Album One To Zero.“

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Heute möchte ich das 2021er Album „One to Zero“ kurz vorstellen. Dass es dieses Werk gibt, hat mich etwas überrascht, da nach dem Album „Home“ für mich ihr Ende gekommen war.

Aufgenommen wurde es unter Gentle Art Of Music, die für einige Alben zuständig waren.

Die Titel sind:

Encoded at heart
Start of your life
Unleashed power
Trust in yourself
On my odyssey
Part of me
Worlds apart
Go viral
Not a goodbye

Musikalisch fast alles beim Alten; Art/Neoprog, allerdings der besseren Sorte.
Das Album beschreibt die Sichtweise und das Eigenleben einer KI und den damit verbundenen Problemen, aber auch Vorteilen.
Es beginnt mit einer 6minütigen Ouvertüre, die nach wenigen Takten aufzeigt, wohin die Reise gehen wird oder könnte.
Sänger Marco Glühmann passt zu Sylvan wie kein anderer, die Brüder Söhl ebenfalls.
Matthias Harder (Drums) und Jonathan Beck (Gitarre) komplettieren die Truppe.

Als Gäste kamen Kalle Wallner (Guitar), Yogi Lang (Keyboards) von RPWL, Katja Flintsch (Violine, Viola) und Bine Heller (Background) hinzu.
Man kennt sich halt, daher der Verbund mit RPWL, mit denen sie auch diverse Weihnachtskonzerte zum Besten gaben und geben werden.

Leider fällt es mir schwer, die Texte von Marco zu verstehen, wenn es in die härtere Richtung geht. Bleibt es balladesk, so kann ich ihm folgen.
Insgesamt ist es ein relativ zurückhaltendes Album, das wohl hohen Wert auf das Storytelling. So bleiben die härteren Riffs

Nun, das gefällt nicht allen, so kann man das auch in einigen Kritiken verfolgen.

Es ist nicht so Pop geprägt wie Home, aber es fehlt ihm die Kraft der Posthumes Silence, das als ihr Über Werk gilt.

Trotzdem ist es Sylvan Album geworden, das mit feinen Melodien und wunderbaren Solis aufwarten kann.

On My Oddysey ist da ein tolles Beispiel. Sanft beginnend; einfühlsam gesungen und später setzt ein Gitarrensolo ein, bei dem ich deutlich eine Gänsehaut spüren konnte.

Davon gibt es einige Passagen und deshalb fällt mein Fazit nicht schlecht aus.

Es ist ein Album, das vielleicht nicht das Gefrickel bietet, dafür entspannte Musik zu einem recht umstrittenen textlichen Inhalt/Thema.

Klanglich sehr ordentlich, was in der heutigen Zeit bei Neo oder Prog doch immer seltener wird.

Musik 11/15
Klang 13/15
badMoon
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Re: Sylvan – One to Zero

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Gepostet: 08.08.2023 - 19:41 Uhr  ·  #2
Dieses Album ist auch hier vorhanden, wie bereits einige andere Alben der Band. Ich zähle es nicht zu deren Highlights, dennoch gefällt es mir ausgesprochen gut.

Etwas ungewohnt für SYLVAN ist auf diesem Longplayer die Kürze der Songs. Während die meisten Stücke sich bei einer Spieldauer von drei bis sieben Minuten einpendeln, sind mit Part Of Me / 09:16 und Not A Goodbye / 10:14 lediglich zwei echte Longtracks vorhanden. Dies jedoch fällt insofern kaum ins Gewicht, als dass die meisten Songs nahtlos ineinander übergehen und der Wechsel manchmal kaum bemerkt wird. Der Longtrack Part Of Me ist einer meiner Favoriten auf diesem Album. Wunderschöne Klavierparts, luftige Keyboardpassagen, gefühlvolles Saitenspiel und immer wieder diese emotionsgeladene Stimme machen diesen Song zu einem weiteren kleinen Highlight des Werkes.

Besten Dank für diese Vorstellung :-)
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