Ich kann alles - ich bin der Eidechsenkönig

 
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Ich kann alles - ich bin der Eidechsenkönig

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Gepostet: 28.04.2017 - 20:51 Uhr  ·  #1
Morgen Abend, 29.04. ab 23:05 Uhr im Deutschlandfunk

Ich kann alles - ich bin der Eidechsenkönig
Die Lange Nacht von Jim Morrison und den Doors
Von Tom Noga
Regie: Sabine Fringes
(Wdh. vom 11./12.5.13)

Mit ihrer Mischung aus Jazz und Rock waren die Doors eine der schillerndsten Bands der 60er-Jahre. Und doch waren sie nichts ohne ihren Sänger. Jim Morrison (1943 - 1971) begriff sich als Dichter, seine Texte als Poesie. Er hatte sich einem ehrgeizigen Projekt verschrieben: Er wollte den Indianer in sich erwecken, sich dem Unbewussten öffnen, zwischen der Welt des Realen und der des Imaginären pendeln. Er sah sich als Schamane, der die Rockgemeinde auf eine Reise in dieses andere Universum führt - „Break on through to the other side“ - wie es in einem seiner Songs heißt. Vier Jahre dauert die Karriere der Doors, vom ersten Album im Jahr 1967 bis zu Morrisons Tod in der Badewanne einer Pariser Mietwohnung. Vier Jahre, in denen die Doors großartige Songs einspielten, zahlreiche Skandale auslösten und zuletzt immer mehr zerfielen: in die Musiker auf der einen Seite und auf der anderen Seite Jim Morrison, der das Scheitern seiner Mission begriff und verzweifelt versuchte, aus der Vermarktungsmaschine des Rockgeschäfts auszusteigen.

Ich kann alles - ich bin der Eidechsenkönig
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Re: Ich kann alles - ich bin der Eidechsenkönig

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Gepostet: 03.07.2021 - 09:11 Uhr  ·  #2
... zum 50 jährigen jahrestag seines Todes lese ich gerade dass der Eidechsenkönig der Sohn eines Marineadmirals war... zudem der jüngste Admiral der Geschichte der US Navy... er befehligte den Zerstörer "Maddox", der solange im Golf von Tonkin kreuzte bis Geheimdienst und Verteidigungsministerium ein Angriff Nordvietnams erfunden und damit ein Kriegsgrund hatten, amerikanische Soldaten nach Vietnam zu schicken... darauf hin blieb Jim wohl nichts anderes übrig als seinen Vater zu "töten" und das ultimative "End" zu zelebriere, was die "Apocalypse Now" eingeleitet hat... die Fußnoten zur Musikgeschichte immer sind wieder überraschend...
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Re: Ich kann alles - ich bin der Eidechsenkönig

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Gepostet: 05.07.2021 - 19:22 Uhr  ·  #3
Es gibt viele Musiker, deren Musik ich liebe, aber nur sehr Wenige, die mich über die Musik (und Lyrics) hinaus faszinieren und die Neugierde in mir wecken auch mehr über den Menschen zu erfahren. Damit meine ich keine Details aus dem Pivatleben, sondern über die Persönlichkeit mit all seinen Facetten.
Dazu gehört Jim Morrison.
Vielseitig sind die Schilderungen von Leuten die ihn kannten und mochten oder eben auch nicht. Ob deren Schilderungen Jim Morrison gerecht werden? Wohl eher schwierig sich aufgrund dessen eine eigene Meinung zu bilden. 2 Dokus, 2 Sichtweisen, viele Interpretationen...

Seine eigenen Texte, Gedichte und einige Interviews erzählen da mehr.

How can I set free anyone who doesn’t have the guts to stand up alone and declare his own freedom? I think it’s a lie – people claim they want to be free – everybody insists that freedom is what they want the most, the most sacred and precious thing a man can possess. But that’s bullshit! People are terrified to be set free – they hold on to their chains. They fight anyone who tries to break those chains. It’s their security… How can they expect me or anyone else to set them free if they don’t really want to be free?

Wo er Recht hat...

Friends can help each other. A true friend is someone who lets you have total freedom to be yourself – and especially to feel. Or not feel. Whatever you happen to be feeling at the moment is fine with them. That’s what real love amounts to – letting a person be what he really is….Most people love you for who you pretend to be….To keep their love, you keep pretending – performing. You get to love your pretense…It’s true, we’re locked in an image, an act – and the sad thing is, people get so used to their image – they grow attached to their masks. They love their chains. They forget all about who they really are. And if you try to remind them, they hate you for it – they feel like you’re trying to steal their most precious possession.

hat er Recht.

Beide Zitate stammen aus einem (für mich außergewöhnlich gutem) Interview mit Lizze James, daß 10 Jahre nach seinem Tod im Creem Magazine (1981) erschien.

https://archives.waiting-forth…sGone.html

Wer kennt diesen Jim Morrison?

und noch ein bischen zum lauschen

spoken word poetry - vertont von den verbliebenen Doors und sieben Jahre nach Jims Tod veröffentlicht

https://www.youtube.com/watch?v=3UdNs2LK7e4
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Re: Ich kann alles - ich bin der Eidechsenkönig

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Gepostet: 05.07.2021 - 20:43 Uhr  ·  #4
Zitat geschrieben von Floyd Pink


Mit ihrer Mischung aus Jazz und Rock waren die Doors eine der schillerndsten Bands der 60er-Jahre. Und doch waren sie nichts ohne ihren Sänger. Jim Morrison.


naja, die musik hat er nicht geschrieben und diese absolut sagenhaften gitarrenläufe und -akkorde waren auch
nicht von ihm.
auch waren es Manzarek und Krieger, die ein tolles stück nach dem anderen schrieben, während ihr pausenlos
besoffener sänger sich auf der bühne entblößte, sich unter tischen im eigenen erbrochenen wälzte
und auch sonst keinem besonders intelligenten lebenswandel frönte.

andernteils: trotz seiner nicht immer appetitlichen eskapaden hatte er eben doch ein charisma, das die ganze
band belebte und in höhere etagen erhob. damit wurden dann auch die 'ja, aber' und anderen einwände
unwichtig; man konnte nicht umhin, doch beeindruckt zu sein.
SEHR beeindruckt.

Densmore, Manzarek und Krieger hatten sicher noch eine tonne guter ideen in petto, sie hätten noch
erstklassige scheiben hinlegen können, aber über Jim's schatten konnten sie nicht mehr springen.

was irgendwie beweist, daß die leute nur selten kommen, um MUCKE zu hören, sondern um sich
irgendwie von einer show/bühnenpräsenz/image einwickeln zu lassen.

und was soll ich sagen, irgendwie gehöre ich auch zu diesen leuten:
hier steht auch alles MIT Jim, aber fast nichts, ohne ihn.......
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Re: Ich kann alles - ich bin der Eidechsenkönig

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Gepostet: 06.07.2021 - 17:18 Uhr  ·  #5
Zitat geschrieben von badger

Zitat geschrieben von Floyd Pink


Mit ihrer Mischung aus Jazz und Rock waren die Doors eine der schillerndsten Bands der 60er-Jahre. Und doch waren sie nichts ohne ihren Sänger. Jim Morrison.


naja, die musik hat er nicht geschrieben und diese absolut sagenhaften gitarrenläufe und -akkorde waren auch
nicht von ihm.
auch waren es Manzarek und Krieger, die ein tolles stück nach dem anderen schrieben, während ihr pausenlos
besoffener sänger sich auf der bühne entblößte, sich unter tischen im eigenen erbrochenen wälzte
und auch sonst keinem besonders intelligenten lebenswandel frönte...


Heiliges Charlottchen...
wie kann man einen Menschen, den man weder persönlich kannte, noch sich - sehr offensichtlich - so gar nicht mit ihm beschäftigt hat, mit einen Satz, so maßlos abwerten und verurteilen?

Ansonsten? Stell ich mal ein Phrasenschwein auf :D
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Re: Ich kann alles - ich bin der Eidechsenkönig

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Gepostet: 06.07.2021 - 17:28 Uhr  ·  #6
Seltsam - mich hat der Jim nie fasziniert...

So haben sich meine Songvorlieben doch tatsächlich damals auf einige wenige Songs konzentriert: The Crystal Ship, Spanish Caravan, Love Her Madly, und als damaliger Single-Konsument die Single-Tracks eben...

Gesanglich konnte mich Morrison damals auch nicht packen, oft hat er mir zu viel geschrien.

Und nicht eine einzige LP hatte ich mir damals gekauft. Heute kann ich sie gut hören, aber selten.

Im Übrigen war für mich Krieger der Star der Band...
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Re: Ich kann alles - ich bin der Eidechsenkönig

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Gepostet: 06.07.2021 - 18:12 Uhr  ·  #7
Zitat geschrieben von Sungrazer

Zitat geschrieben von badger

Zitat geschrieben von Floyd Pink


Mit ihrer Mischung aus Jazz und Rock waren die Doors eine der schillerndsten Bands der 60er-Jahre. Und doch waren sie nichts ohne ihren Sänger. Jim Morrison.


naja, die musik hat er nicht geschrieben und diese absolut sagenhaften gitarrenläufe und -akkorde waren auch
nicht von ihm.
auch waren es Manzarek und Krieger, die ein tolles stück nach dem anderen schrieben, während ihr pausenlos
besoffener sänger sich auf der bühne entblößte, sich unter tischen im eigenen erbrochenen wälzte
und auch sonst keinem besonders intelligenten lebenswandel frönte...


Heiliges Charlottchen...
wie kann man einen Menschen, den man weder persönlich kannte, noch sich - sehr offensichtlich - so gar nicht mit ihm beschäftigt hat, mit einen Satz, so maßlos abwerten und verurteilen?

Ansonsten? Stell ich mal ein Phrasenschwein auf :D


was redest du daher. hast du mein posting überhaupt richtig gelesen?

die Doors (und zwar als GANZE band) stehen hier seit der ersten lp 1967 und zwar komplett.
und daß mich Jim -trotz allem!- noch beeindruckt hat, steht da auch.

aber all die Skandale und Aussetzer, die seit '67 bekannt wurden, die hat man auch wahrgenommen;
einen und noch einen und noch hundert andere.
berichtet, so wie sie geschehen sind, zeitgenau von '67 - '71.
und zwar nicht nur in irgend einer skandalpresse, sondern in seriösen medien.
seriösen musikmagazinen, seriösen radioprogrammen, ja sogar seriösen nachrichtenmagazinen.
und bis heute immer noch in unzähligen publikationen nachzulesen.
z.B. in 'No One Here Gets Out Alive'; schon seit 1980 ein standardwerk zu Morrison.

würde mich nicht wundern, wenn man seine verhaftungen wegen obszöner bühnenpräsenz
sogar bei youtube findet; ich hab jedenfalls einige dvds und alte videos, wo sie drauf sind!

alle, die seit beginn Doors-fans waren, kennen die geschichten. warst du damals dabei?
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Re: Ich kann alles - ich bin der Eidechsenkönig

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Gepostet: 06.07.2021 - 18:29 Uhr  ·  #8
Zitat geschrieben von firebyrd

Seltsam - mich hat der Jim nie fasziniert...

So haben sich meine Songvorlieben doch tatsächlich damals auf einige wenige Songs konzentriert: The Crystal Ship, Spanish Caravan, Love Her Madly, und als damaliger Single-Konsument die Single-Tracks eben...

Gesanglich konnte mich Morrison damals auch nicht packen, oft hat er mir zu viel geschrien.

Und nicht eine einzige LP hatte ich mir damals gekauft. Heute kann ich sie gut hören, aber selten.

Im Übrigen war für mich Krieger der Star der Band...


Wolfgang, diesmal gehe ich nicht so gaaanz mit dir konform. trotz aller skandale, ich habs oben schon
geschrieben, ich war 'nicht unbeeindruckt' von Jim. nur eben KRITISCH.

denn es ist die gesamte band, die für mich genauso zu den absolut unverzichtbaren gehört, wie 'deine'
Byrds oder 'meine' Grateful Dead und noch vielleicht ein dutzend anderer US-bands der gründerzeit.

Densmore und Manzarek waren erstklassige musiker; und wie für dich, war Robbie auch mein
STAR der band. ein weltklasse-gitarrist, bei dem es sogar einen heidenspaß machte, ihm einfach nur
auf die tanzenden finger zu sehen.
hab ihn einmal live gesehen mit einer spätversion der Doors, lange nach Jim's tod, und war natürlich
völlig weggeblasen.

und so kann ich gerne ein dutzend Byrds-scheiben nacheinander hören, auch die Dead oder Allmans,
aber eben auch die Doors!
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Re: Ich kann alles - ich bin der Eidechsenkönig

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Gepostet: 06.07.2021 - 18:31 Uhr  ·  #9
Zitat geschrieben von firebyrd

Seltsam - mich hat der Jim nie fasziniert...

So haben sich meine Songvorlieben doch tatsächlich damals auf einige wenige Songs konzentriert: The Crystal Ship, Spanish Caravan, Love Her Madly, und als damaliger Single-Konsument die Single-Tracks eben...

Gesanglich konnte mich Morrison damals auch nicht packen, oft hat er mir zu viel geschrien.

Und nicht eine einzige LP hatte ich mir damals gekauft. Heute kann ich sie gut hören, aber selten.

Im Übrigen war für mich Krieger der Star der Band...


Kann ich gut nachvollziehen und ja ich stimme dir auch zu, was Morrison und Krieger bzgl. The Doors angeht.

Mich hat Morrison mehr als der Mensch fasziniert, der er eigentlich sein wollte...ein Poet, Dichter... eben nicht der Rockstar.

Seine Performance auf der Bühne hat die Doors geprägt und seine und auch die mit Krieger zusammen geschrieben Lyrics hoben sich deutlich von den damals eher seichten Lyrics der anderen Bands ab.
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Re: Ich kann alles - ich bin der Eidechsenkönig

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Gepostet: 06.07.2021 - 18:37 Uhr  ·  #10
Ich bin da ein wenig bei firebird, finde die Doors aber wie badger unverzichtbar. Mit hat der Jim manchmal „überperformt“ und der Ray Manzarek spielte mir die Orgel manchmal zu eintönig - erinnerte mich oft an eine Kirmesorgel. Aber wenn ich mir eine persönliche „Best Of“ Playliste der Doors erstelle, finde ich sie klasse.
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Re: Ich kann alles - ich bin der Eidechsenkönig

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Gepostet: 06.07.2021 - 19:53 Uhr  ·  #11
Zitat geschrieben von badger

Zitat geschrieben von Sungrazer

Zitat geschrieben von badger

Zitat geschrieben von Floyd Pink


Mit ihrer Mischung aus Jazz und Rock waren die Doors eine der schillerndsten Bands der 60er-Jahre. Und doch waren sie nichts ohne ihren Sänger. Jim Morrison.


naja, die musik hat er nicht geschrieben und diese absolut sagenhaften gitarrenläufe und -akkorde waren auch
nicht von ihm.
auch waren es Manzarek und Krieger, die ein tolles stück nach dem anderen schrieben, während ihr pausenlos
besoffener sänger sich auf der bühne entblößte, sich unter tischen im eigenen erbrochenen wälzte
und auch sonst keinem besonders intelligenten lebenswandel frönte...


Heiliges Charlottchen...
wie kann man einen Menschen, den man weder persönlich kannte, noch sich - sehr offensichtlich - so gar nicht mit ihm beschäftigt hat, mit einen Satz, so maßlos abwerten und verurteilen?

Ansonsten? Stell ich mal ein Phrasenschwein auf :D


was redest du daher. hast du mein posting überhaupt richtig gelesen?

die Doors (und zwar als GANZE band) stehen hier seit der ersten lp 1967 und zwar komplett.
und daß mich Jim -trotz allem!- noch beeindruckt hat, steht da auch.

aber all die Skandale und Aussetzer, die seit '67 bekannt wurden, die hat man auch wahrgenommen;
einen und noch einen und noch hundert andere.
berichtet, so wie sie geschehen sind, zeitgenau von '67 - '71.
und zwar nicht nur in irgend einer skandalpresse, sondern in seriösen medien.
seriösen musikmagazinen, seriösen radioprogrammen, ja sogar seriösen nachrichtenmagazinen.
und bis heute immer noch in unzähligen publikationen nachzulesen.
z.B. in 'No One Here Gets Out Alive'; schon seit 1980 ein standardwerk zu Morrison.

würde mich nicht wundern, wenn man seine verhaftungen wegen obszöner bühnenpräsenz
sogar bei youtube findet; ich hab jedenfalls einige dvds und alte videos, wo sie drauf sind!

alle, die seit beginn Doors-fans waren, kennen die geschichten. warst du damals dabei?


jepp habe ich, habe sogar die Nacht drüber geschlafen, bevor ich einen Satz dazu "daher geredet" habe. ^_^

Du hast für mein Empfinden Morrison mit einem Satz auf einen Menschen reduziert, der außer saufen, kotzen und Obszönitäten nichts drauf hatte. Das relativierst du hinterher, ja...trotzdem finde ich diesen deinen Satz sehr herabwürdigend.

Ernsthaft, was verstehst du unter Obszön? Für damalige Zeiten und die (immer noch) prüden Amis mag ein nackter Oberkörper und vielleicht der ein oder Satz von ihm es gewesen sein.

Welche Rockband hatte damals bzgl. Drogen, Äußerungen und Bühnenauftritte einen wirklich einwandfreien Ruf? :-/

Beziehst du dich auf die Verhaftung, mit späterer Anklage, weil er nicht nur das Hemd ausgezogen haben soll?
Da glaube ich eher den Aussagen u.a. seines Freundes Manzarek, als der "seriösesten" Presse (Musikmagazine?). Selbst wenn Morrison seine Drohung, die Hosen auch noch runterzulassen hätte wahr machen wollen, hätten nicht nur die Jungs der Band es zu verhindern gewußt. Es ließen sich keine Bilder oder Filmschnipsel finden, die Anderes bewiesen hätten. Im übrigen ist Morrisson post mortem von diesen Vorwürfen frei gesprochen worden und das bestimmt nicht, weil man über Tote nicht mehr schlecht redet.
Ich denke, ich habe genug Dokus gesehen, Berichte etc. gelesen, um mir eine eigene Meinung leisten zu können. 8)

Ja, Morrison war Alkoholiker, davor hat er dem LSD gut zugesprochen, dazu wurde er immer depressiver und ein sanfter Engel mit stetem gutem Benehmen ist er auch nie gewesen. Nur Dank dem Rückhalt und der vielstrapazierten Toleranz seiner Freunde = u.a. Bandmitglieder, konnte er so lange mit/bei der Band durchhalten.

Ich zitiere Morrison nochmal

A true friend is someone who lets you have total freedom to be yourself – and especially to feel. Or not feel. Whatever you happen to be feeling at the moment is fine with them. That’s what real love amounts to – letting a person be what he really is….

Frieden? Dann Prost mit nem Bierchen nach Wahl.
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Re: Ich kann alles - ich bin der Eidechsenkönig

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Gepostet: 06.07.2021 - 20:07 Uhr  ·  #12
Ich empfinde es keinesfalls, dass badger den Jim auf das Geschriebene reduziert...

Es war faktisch ein Bestandteil seiner Persönlichkeit, das kann man nicht schön reden.

Und nur als Fakt verstehe ich die Ausführung, nicht als Werturteil.....
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Re: Ich kann alles - ich bin der Eidechsenkönig

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Gepostet: 06.07.2021 - 21:11 Uhr  ·  #13
Zitat geschrieben von firebyrd

Ich empfinde es keinesfalls, dass badger den Jim auf das Geschriebene reduziert...

Es war faktisch ein Bestandteil seiner Persönlichkeit, das kann man nicht schön reden.

Und nur als Fakt verstehe ich die Ausführung, nicht als Werturteil.....


Jaja ist ok, die altgedienten Musik"experten" haben natürlich Recht, einen solchen Satz kann ICH doch nur falsch empfinden (aber wo habe ich etwas schön geredet? Weil ich auch andere Facetten sehe bzw. gelesen, gesehen habe?)
Was maße ich mir überhaupt an Kritik zu äußern. Pfff, einfach unmöglich oder?
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Re: Ich kann alles - ich bin der Eidechsenkönig

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Gepostet: 06.07.2021 - 23:10 Uhr  ·  #14
Zitat geschrieben von Sungrazer

Zitat geschrieben von firebyrd

Ich empfinde es keinesfalls, dass badger den Jim auf das Geschriebene reduziert...

Es war faktisch ein Bestandteil seiner Persönlichkeit, das kann man nicht schön reden.

Und nur als Fakt verstehe ich die Ausführung, nicht als Werturteil.....


Jaja ist ok, die altgedienten Musik"experten" haben natürlich Recht, einen solchen Satz kann ICH doch nur falsch empfinden (aber wo habe ich etwas schön geredet? Weil ich auch andere Facetten sehe bzw. gelesen, gesehen habe?)
Was maße ich mir überhaupt an Kritik zu äußern. Pfff, einfach unmöglich oder?


das ist jetzt Blödsinn!

Hinsichtlich des Begriffs "etwas schön zu reden", war dieses eine allgemeine Aussage, keine auf Deinen Beitrag bezogene...

Ich mag es eben nur nicht, wenn, wie auch badger schon meinte, das einige Musiker fast schon vergöttert werden.

So habe ich Einige kennen gelernt, deren Musik ich sehr mag, aber die dermaßen borniert und hochnäsig waren, dass ich sehr überrascht war. Dennoch höre ich ihre Musik weiter, so auch von The Doors...


und den Begriff der "altgedienten Musikexperten" kannst Du Dir gerne sparen, denn als solcher empfinde ich mich nicht, und dass ich schon so alt bin, dafür kann ich auch nichts.... :D
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Re: Ich kann alles - ich bin der Eidechsenkönig

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Gepostet: 07.07.2021 - 01:30 Uhr  ·  #15
Zitat geschrieben von firebyrd

Zitat geschrieben von Sungrazer

Zitat geschrieben von firebyrd

Ich empfinde es keinesfalls, dass badger den Jim auf das Geschriebene reduziert...

Es war faktisch ein Bestandteil seiner Persönlichkeit, das kann man nicht schön reden.

Und nur als Fakt verstehe ich die Ausführung, nicht als Werturteil.....


Jaja ist ok, die altgedienten Musik"experten" haben natürlich Recht, einen solchen Satz kann ICH doch nur falsch empfinden (aber wo habe ich etwas schön geredet? Weil ich auch andere Facetten sehe bzw. gelesen, gesehen habe?)
Was maße ich mir überhaupt an Kritik zu äußern. Pfff, einfach unmöglich oder?


das ist jetzt Blödsinn!

Hinsichtlich des Begriffs "etwas schön zu reden", war dieses eine allgemeine Aussage, keine auf Deinen Beitrag bezogene...

Ich mag es eben nur nicht, wenn, wie auch badger schon meinte, das einige Musiker fast schon vergöttert werden.

So habe ich Einige kennen gelernt, deren Musik ich sehr mag, aber die dermaßen borniert und hochnäsig waren, dass ich sehr überrascht war. Dennoch höre ich ihre Musik weiter, so auch von The Doors...


und den Begriff der "altgedienten Musikexperten" kannst Du Dir gerne sparen, denn als solcher empfinde ich mich nicht, und dass ich schon so alt bin, dafür kann ich auch nichts.... :D


Ha Ha, sorry das altgedient bezog sich nicht auf dein Alter o) , sondern auf dein langjähriges Artistendasein. Seit 2006 sind ja schon ein paar Jährchen vergangen und etliche Rezis und Beiträge von dir hier verewigt.

Da wir grad bei mögen und nicht mögen sind...ein letzter Kommentar zum Thema :D

Ich mag es nicht, wenn man Menschen nur auf die negativen Seiten ihrer Persönlichkeit reduziert. Morrison z.B. war mehr als nur die Summe seiner Skandale. Jeder Mensch hat es verdient mit all seinen Facetten gesehen zu werden.
Mich nervt es ziemlich an, daß alle paar Jahre, so wie jetzt, immer wieder nur die gleichen Klischees bedient werden, dazu immer noch aus der Sichtweise der erzkonservativen prüden 60/70ger. <_<
Schaut man sich an was so manche Musiker (z.B. Rapper) heutzutage von sich geben, waren die 60ger wohl doch eher sittsam.
Es gibt aktuell durchaus mal einen Bericht, der über die Fakten berichtet ohne vergötternde Verschleierungen, aber eben nicht mehr mit dem moralinsauren erhobenen Zeigefinger längst vergangener Zeiten.
Obszöne Bühnenpräsenz...da fällt mir nur eine Frauenband zu ein, bei der ich die Bezeichnung vor ein paar Jahren als zutreffender in Betrachtung gezogen hätte. :happy:

Menno, Morrison ist jetzt seit 50 Jahren tot, wir haben mittlerweile 2021, Zeit endlich mal das Rad der immer wiederkehrenden gleichen Phrasen zu stoppen und so Einiges zu überdenken und zu hinterfragen.

...und wenn schon olle Kamellen lesen, dann vielleicht mal das von mir verlinkte Interview mit Lizze James.

So Album schon lange durch
Guts Nächtle
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