Februar 2021 - Wardruna - Kvitravn | Norwegen 2021 | Nordic Folk

 
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Februar 2021 - Wardruna - Kvitravn | Norwegen 2021 | Nordic Folk

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Gepostet: 01.02.2021 - 17:26 Uhr  ·  #1
Nach der vor 12 Jahren eröffneten "Runaljod-Trilogie" (Gap War Ginnunga (2009) / Yggdrasil (2013) / Ragnarok (2016)) veröffentlichten Wardruna 2018 ein weiteres Album "Skald". Bereits für den Juni 2020 war vorgesehen, dem geneigten Musikpublikum ein Folgewerk vorzustellen. Widrige Umstände, die möglicherweise mit der Corona-Pandemie verbunden waren, verzögerten die Veröffentlichung immer wieder. So war die Freude um so größer, als Multiinstrumentalist Einar Selvik, der Kopf der Gruppe Wardruna, im Januar 2021 endlich das neue Album vorstellte.

Ob Wardruna mit der neuen Scheibe den bisher hohen musikalischen Standard halten kann und die Freude berechtigt war - wir werden sehen - auf geht's.

Wardruna - Kvitravn | Norwegen 2021 | Nordic Folk


Einar Selvik rief Wardruna Anfang der 2000er Jahre zusammen mit Lindy-Fay Hella und dem ehemaligen Mitglied Gaahl ins Leben. Die Band widmet sich seit Erscheinen ihrer ersten Veröffentlichung der musikalischen Interpretation altnordischer sowie nordischer Traditionen. In dieser Tradition knüpft das Album Kvitravn dort an, wo seinerzeit die Runaljod-Trilogie endete. Ebenso diese Tradition fortsetzend, werden auch hier alte historische Instrumente wie Kravik-lyre, Trossingen-lyre, Taglharpa, Sotharpa, Langeleik, Crwth, Goat-horn, Lur, Bronze-lur, flute, Moraharpa eingesetzt.

Die Nutzung dieser alten Instrumente sowie Selviks markante, voluminöse Stimme machen wohl den hauptsächlichen Reiz dieses Albums aus. Kvitravn ("White Raven") ist ein düsteres, hypnotisches Album, welches sich mit der nordischen Kultur und Mythologie beschäftigt, in der Zauberei, Geistertiere und natürlich die Natur ihren Platz haben.

Kraftvoll und opulent schallt die Musik aus den Boxen. Massiv und druckvoll machen die Trommeln dem Tieftöner viel Dampf. Die Fülle an eingesetzten Instrumenten erzeugt eine Klangvielfalt, ein Musikgebräu, aus welchem einzelne Instrumente kaum lokalisierbar sind. Hinzu kommt der ständige Einsatz weiterer Geräusche. Sei es der Wind, das Knarzen eines Baumes, der Laut eines Tieres oder ein anderes Geräusch, welches hier akustisch Einzug hält - einzeln kaum zu erfassen, bietet es im Gesamten eine mystische, homogene Einheit.

Wardrunas Musik fühlt sich beschwörend, oft okkult, meist melancholisch bis düster an. Nicht umsonst wird sie oft als Hintergrundmusik in den in letzter Zeit erscheinenden Wikingerfilmen verwandt. Dieser beschwörenden Stimmung trägt auch bei, dass doch alle Texte in der nordischen Sprache gesungen werden. Wobei "Gesang" ein wenig differenziert werden muss - dies reicht von leisem Flüstern über monotonen Sprechgesang bis hin zu kraftvoll-dunklen Sangestönen. Selviks sonore Stimme wird durch Lindy-Fay Hellas glockenklaren Gesang bestens ergänzt.

Bevor jedoch die ersten kraftvollen Stücke des Albums zu hören sind, beginnt dies ein wenig gedämpft. Auf „Synkverv“ wird zunächst mit wortlosem Gesang eröffnet. Naturgeräusche tauchen auf, allmählich steigert sich der Rhythmus der Trommeln. Der Song gewinnt an Fahrt, die Geschwindigkeit wird durch ein Saiteninstrument vorgegeben, über allem - oder weit dahinter? - schwebt choraler Gesang. Synkverv - ein Opener, der Appetit auf mehr macht.

Mit dem Titelsong geht es weiter. Erstmals flattert der Weiße Rabe durch die Hörstube. Sein Krächzen mischt sich in die beginnenden Windgeräusche, man sieht in fast durch einen düsteren Wald fliegen. Unheilvoll streicht ein Bogen über die Saiten, setzt beschwörender Gesang ein, in den sich monotone Trommelschläge mischen. Kvitravn wäre eines der Stücke, welches ich präsentieren würde, wollte ich das Album jemandem schmackhaft machen. Ebenso wäre Skugge geeignet für eine Erstvorführung. Der mehrstimmige Gesang, begleitet von einer geisterhaften, schamanischen Stimmung hätte das Zeug dazu, das Highlight des Albums zu werden - wären da nicht die anderen Songs auf Augenhöhe.

Wie der Rabe so ist auch der Wolf ein Tier, welches in der (nordischen) Mythologie eine Rolle spielt. Dem wird auf Grá Rechnung getragen. Aus dem Off scheint Lindy-Fay Hellas Stimme zu kommen und über dem Song zu thronen. Selviks klagender Gesang, der monotone Rhythmus der Trommel sowie die kehlige Hintergrundstimme scheinen den Hörer in Trance versetzen zu wollen.

Elf Tracks befinden sich auf dem Album, die allesamt nicht unbedingt als eingängig bezeichnet werden können. Dennoch kann man in der Tiefe jedes einzelnen Songs versinken und sich inmitten der weiten, tiefen Fjörde oder der dunklen Wälder Norwegens wiederfinden.

Der Anfangs erwähnte hohe Qualitätsstandard der vorigen Alben wird hier locker gehalten. Mit Kvitravn ist Wardruna wieder ein großer Wurf gelungen. Ein episches Meisterwerk, welchen Fans mittelalterlicher Musik oder Runenfreunden unbedingt empfohlen sei. Selvik soll in einem Interview gesagt haben, Dies ist das einzige Album, bei dem ich darauf bestehen werde, dass die Leute es mit Kopfhörern hören. Dem kann ich mich - zumindest zeitweise - nur anschließen. Frei von allen Nebengeräuschen, eingeigelt in sich selbst, wäre dies ein doppelter Genuss.


[Die Band]

Einar Selvik - Vocals, Taglharpa, Kravik-lyre, Bukkehorn, Sotharpa, Crwth, Bronselur, Langeleik, Trossingen-Lyre, Hurdy-Gurdy, Drums, Percussion
Lindy-Fay Hella - Vocals
Arne Sandvoll - Percussion, Backing vocals
Eilif Gundersen - Neverlur, Bukkehorn, Lur, Flute, Backing vocals
HC Dalgaard - Drums, Percussion, Backing vocals
John Stenersen - Mora-harp


[Die Songs]

01. Synkverv (Turn-Sight)
02. Kvitravn (White Raven)
03. Skugge (Shadow)
04. Grá (Grey)
05. Fylgjutal (The Speech Of The Fylgja)
06. Munin (Munin)
07. Kvit Hjort (White Stag)
08. Viseveiding (Song-Hunting)
09. Ni (Nine)
10. Vindavlarljod (Song Of The Wind-Bred)
11. Andvevarljod (Song Of The Spirit-Weavers)


[Die Verpackung]

Ein prima Digipack. In der linken Seitenhälfte ist ein umfangreiches Booklet eingeschoben. Hier sind alle Texte in der Originalsprache sowie der englischsprachigen Übersetzung abgedruckt. Die Musiker werden mit den Instrumenten, mit denen sie vertreten sind, erwähnt. Einige Fotografien runden das schöne Booklet ab. Rechts ist, ordentlich entnehmbar, das Booklet in einer Plastikhalterung untergebracht. Auf der Rückseite des Digipack sind noch einmal alle Titel aufgedruckt.


[Im Web]

Wardruna - Offizielle Website
Rezension "Runaljod – Ragnarok"


[Einige Instrumente]

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Re: Februar 2021 - Wardruna - Kvitravn | Norwegen 2021 | Nordic Folk

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Gepostet: 01.02.2021 - 17:30 Uhr  ·  #2
ach, etwas Neues...

Mit bekannt ist eigentlich nur "Skald", die Platte hatte Einar Selvik mehr oder weniger im Alleingang eingespielt....

Hier scheint es ja dann etwas umfangreicher zuzugehen....

Mal schauen, mal hören....
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Re: Februar 2021 - Wardruna - Kvitravn | Norwegen 2021 | Nordic Folk

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Gepostet: 02.02.2021 - 18:13 Uhr  ·  #3
Hallo Wolfgang,
danke für die Vorstellung. Von Wardruna besitze ich das Album Runaljod. Das war seinerzeit ein Tip von dir. Ich glaube, du hattest die CD mal mitgebracht, als du und Christa mich besucht habt. Hat mir damals auf Anhieb gefallen. So wie auch dieses Werk. Habe mir die Stücke angehört und finde vor allem Kvitravn fantastisch. Lange Rede kurzer Sinn: Habe ich auf die EK-Liste gepackt!
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Re: Februar 2021 - Wardruna - Kvitravn | Norwegen 2021 | Nordic Folk

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Gepostet: 03.02.2021 - 20:52 Uhr  ·  #4
Deine Beschreibung ist verlockend, also werde ich jetzt lauschen, mit Kopfhörer.

Kommentar folgt bestimmt. :D
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Re: Februar 2021 - Wardruna - Kvitravn | Norwegen 2021 | Nordic Folk

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Gepostet: 03.02.2021 - 20:54 Uhr  ·  #5
Schon fertig mit lauschen & mal gucken...
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Re: Februar 2021 - Wardruna - Kvitravn | Norwegen 2021 | Nordic Folk

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Gepostet: 04.02.2021 - 10:28 Uhr  ·  #6
Jetzt kommt er...der Kommentar.

Nachdem ich die Hörer aufgesetzt hatte und die Musik begann war ich schnell in der Welt des Nordens versunken. Es fiel nicht schwer in die Zeit zu reisen, in der Geschichten und Legenden bei gemeinsamen Treffen u.a. von Shamanen erzählt oder besungen wurden.
Wardruna gelingt es, auch ohne das man die Texte versteht, eine entsprechende Stimmung zu erzeugen und diese Erzählungen in unsere Zeit zu transportieren.

Danke Wolfgang,

für deine Rezi, die nicht nur sehr informativ ist, sondern auch sehr gut die Stimmung des Albums vermittelt. Ich weiß die Mühe und Zeit eine solche Rezi zu schreiben sehr zu schätzen.

Ich bin irgendwann mal über Wardruna gestolpert, aber irgendwie war ich grad für die Musik nicht empfänglich oder habe den falschen Song erwischt um weiter einzusteigen. Ohne deine Rezi, wäre mir tatsächlich dieses tolle Musikprojekt entgangen.
Werde mir nach und nach auch die anderen Alben anhören und eins wird seinen Platz mit Sicherheit in meinem Regal finden.

Ich schau mal, ob ich Übersetzungen der Lyrics finden kann, dürfte auch interessant sein diese Erzählungen zu verstehen.
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Re: Februar 2021 - Wardruna - Kvitravn | Norwegen 2021 | Nordic Folk

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Gepostet: 05.02.2021 - 15:33 Uhr  ·  #7
Nun, mit "Nordic Folk" habe ich mich bisher nicht befaßt, da ich andere Baustellen habe. Die Hörproben klingen jedoch vielversprechend und vielleicht sollte ich da doch mal tiefer eintauchen.

Die Vorstellung des Albums ist, wie immer, erstklassig, sehr detailliert und informativ. :-D

Wolfgang, vielen Dank dafür!
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Re: Februar 2021 - Wardruna - Kvitravn | Norwegen 2021 | Nordic Folk

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Gepostet: 06.02.2021 - 14:43 Uhr  ·  #8
@all,

Bedankt für eure Antworten,

@Sungrazer,

neben dem Aufwand, eine Rezi zu schreiben weiß ich auch, wie lästig es sein kann, in die Neuvorstellungen des Forums (egal, ob "Tipp des Monats", "Wiederentdeckt" oder "Neu im Portal") reinzuhören und kurz darauf zu antworten. Eigene Eindrücke zu einer Vorstellung wiederzugeben sind noch ein wenig aufwendiger. Von daher freut mich jedes Feedback - egal, ob auf meine oder auf Rezis anderer Artisten :-)
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Re: Februar 2021 - Wardruna - Kvitravn | Norwegen 2021 | Nordic Folk

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Gepostet: 07.02.2021 - 15:42 Uhr  ·  #9
Manchmal kann es ganz spannend sein, in die musikalischen Welten anderer Artisten einzutauchen. Und dieses ist dir mit deiner umfassenden Rezi gelungen, mir dieses Werk sowohl textlich als auch mit den Hörbeispielen näherzubringen. Inwieweit sich diese Einspielung von den Vorgängeralben unterscheidet, vermag ich natürlich nicht einzuschätzen. Auf jeden Fall hat es wieder Spaß gemacht, deinen Zeilen zu folgen ......
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Re: Februar 2021 - Wardruna - Kvitravn | Norwegen 2021 | Nordic Folk

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Gepostet: 07.02.2021 - 16:32 Uhr  ·  #10
@White Bird,

was mich an Wadruna u.a. auch sehr fasziniert, ist die Nutzung dieser alten Instrumente und wie diese sich in die Musik einfügen - bzw. möglicherweise erst zu diesen Klängen führen.

Zurzeit gibt es drei Konzertankündigungen für Wardruna:
  • 02.05.21 Gelsenkirchen - Amphietheater
  • 16.07.21 Dresden - Konzertplatz Weißer Hirsch
  • 18.07.21 München - Tollwood

Das Gelsenkirchener Amphietheater wäre, sowohl von der Location als auch von seiner phantastischen Lage, sehr verlockend. Jedoch behagt mir derzeit die Vorstellung nicht, einer von 4.000 Besuchern zu sein - sofern die Vorstellung ausverkauft sein sollte.
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Re: Februar 2021 - Wardruna - Kvitravn | Norwegen 2021 | Nordic Folk

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Gepostet: 07.02.2021 - 16:44 Uhr  ·  #11
Ich habe mal wegen der Lyrics geschaut, einige Songs (aller Alben) wurden zumindest ins Englische übersetzt, einige wenige sogar ins Deutsche.

https://lyricstranslate.com/en/wardruna-lyrics.html

badMoon,

Mai, bis dahin ist zwar noch viel Wasser den Rhein runtergeflossen, aber mein Optimismus hält sich selbst bei einer Open Air Veranstaltung in Grenzen. Dichtes Aufeinander verursacht mir zu der Zeit bestimmt Unbehagen.
Interesse hätte ich auf jeden Fall an dem Konzert. Schaun mer mal, vielleicht läßt sich das kurzfristig entscheiden.
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Re: Februar 2021 - Wardruna - Kvitravn | Norwegen 2021 | Nordic Folk

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Gepostet: 08.02.2021 - 10:06 Uhr  ·  #12
@Sungrazer,

besten Dank für die detektivische Mühe. Die Übersetzungen lesen sich interessant, meist scheinen sie (wie erwartet) recht mystisch. Bei der Übersetzung der nicht in deutsch vorliegenden Texte war google hilfreich zur Seite. Im Großen und Ganzen jedoch stelle ich fest, dass ich die Sprache und Stimme lieber als Instrument wahrnehme und die Musik im Gesamten genieße.

Gelsenkirchen wird für mich nicht stattfinden. Wie bereits geschrieben, knapp 4.000 Zuschauer sind mir zuviel. Zwei weitere Konzertkarten pinnen noch an der Wand - ob diese (für mich...) stattfinden, ist ebenso zweifelhaft.
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Re: Februar 2021 - Wardruna - Kvitravn | Norwegen 2021 | Nordic Folk

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Gepostet: 18.02.2021 - 23:38 Uhr  ·  #13
Nordic/ Pagan Folk ist schon eine sehr spezielle musikalische Nische, in der ich nicht Zuhause bin. Ich empfinde es aber als sehr positiv, wenn sich junge Menschen mit der Musik und der Mythologie ihrer Vorfahren auseinandersetzen und dieses unter Nutzung alter Instrumente und der Einbindung der heutigen Technik in musikalische Werte umsetzen. Die textlichen Inhalte der Stücke vermag ich natürlich nicht einzuschätzen. Die Songbeispiele entführen den Hörer in eine Welt, die mit der heute herrschenden Hektik nicht zu tun haben: Sie sind fließend, gleitend und zugleich sehr intensiv.

Somit auch von mir vielen Dank für deine äußerst gelungene Rezi.
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