Shane Alexander - A Life Like Ours

Mithin ein beschauliches Album für Freunde von Ruhe und Übersicht in der Musik, die große Schönheit ausstrahlt einerseits, und andererseits so gar nichts Spektakuläres aufweist.

 
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Shane Alexander - A Life Like Ours

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Gepostet: 25.12.2019 - 18:55 Uhr  ·  #1
Shane Alexander - A Life Like Ours

Shane Alexander aus Kalifornien wurde als Kind musikalisch ganz unterschiedlich geprägt. Schon früh lauschte er Musik von Cat Stevens, Harry Chapin, Simon & Garfunkel, aber auch Band wie The Beatles oder The Moody Blues hatten es ihm angetan. Angeblich soll Neil Young der größte Einfluss gewesen sein. Seit seinem zwölften Lebensjahr ist der Musiker aktiv. Die erste EP erschien im Jahre 2004, ein Jahr später die erste Langspielplatte.

Und nun, etliche Veröffentlichungen später, liegt mir "A Life Like Ours" zur Rezension vor. Die Musik klingt sehr nach jahrelanger Erfahrung, sehr abgeklärt, professionell und ganz entspannt. Mit relativ sanfter Stimme, vielleicht ein wenig in Richtung Jackson Browne, trägt Shane Alexander seine Songs vor. Geholfen haben ihm einige erfahrene Musiker, allen voran der stets umtriebige Bassist Ted Russell Kamp, der Keyboarder Carl Byron oder Jesse Siebenberg, der neben seinem Vater Bob kurz bei Supertramp tätige Jesse Siebenberg.

Zusammen ist etwas entstanden, das zunächst sehr viel Wärme verbreitet. Unter dem Mantel des Begriffes Americana tummeln sich so zahlreiche Einflüsse, hinsichtlich des bereits erwähnten Jackson Browne passt die gelegentliche melancholische Stimmung bei einigen Songs auch genau in diese Richtung. Gefüllt mit viel Harmonie und teilweise hymnisch wirkenden Passagen greift der Musiker damit des Hörers Seele auf angenehme Art und Weise an, so gefühlvoll sind sie vorgetragen.

Besonders die Balladen wie “Slow Goodbye“ sind besonders nahegehend, für Einige vielleicht gar am Rande von Schmacht und Schmalz. Aber schön klingt es allemal. Und hier scheint dann in der Tat möglicherweise ein früher Einfluss von Moody Blues hängen geblieben zu sein. In diesem Zusammenhang hat Shane auch eine Coverversion vorgelegt, “Nights In White Satin“. Eine eigentlich gewagte Angelegenheit, dieses Jahrhundertstück zu covern. Nun, ob es gelungen ist, mag Jede/r selbst beurteilen, im Gegensatz zum beim Original überwiegenden Flötentönen ist hier die Gitarre für das Solo vorgesehen, allerdings flötet Jesse Siebenberg nebenbei auch noch mit gespitzten Lippen. Das Gitarrensolo könnte durchaus auch in Verbindung mit Ennio Morricone zu bringen sein. Das ist insofern schon anders als das Original des Songs, doch wird dessen Dramatik jedoch gut widergegeben.


Shane Alexander ist Buddhist, vielleicht ist es diese innere Einstellung, die diese Ruhe in der Musik fließen lässt. Besonders stark kommt das zum Vorschein, wenn die Instrumentierung noch weiter reduziert wird, wie bei “Fault Line“ mit Aubrey Richmond an der Fiddle, neben den sparsam eingesetzten Keyboards und dem fingerpickenden Alexander, oder beim letzten Titel, “Evermore“, nur Gesang, Gitarre, Piano, Keyboards. Mithin ein beschauliches Album für Freunde von Ruhe und Übersicht in der Musik, die große Schönheit ausstrahlt einerseits, und andererseits so gar nichts Spektakuläres aufweist.

Shane Alexander (vocals, guitars, keyboards)
Austin Beede (drums)
Ted Russell Kamp (bass)
Jesse Siebenberg (keyboards, guitar, lap steel, Dobro, percussion, whistles, backing vocals)
Carl Byron (piano, keyboards)
Josh Grolemund (drums, percussion)
Vic Ruiz (bass -#7)
Aubrey Richmond (fiddle – #8)
Chris Pierce (harmonica, backing vocals)
Justine Bennett (backing vocals)
Eugene Ruffolo (backing vocals)
Jessie Payo (backing vocals -#9)
Cindy Wasserman (backing vocals - #2)

1 Everything As One
2 Lost Road
3 A Life Is Like Ours
4 Taxi Cab
5 Slow Goodbye
6 I‘ll Be Here
7 Nights In White Satin
8 Fault Line
9 Riverbed
10 Evermore

https://www.shanealexandermusic.com/

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