Larry Garner - Embarrassment to the Blues?
Der 1952 in New Orleans geborene Garner gehört noch zu den „Jüngeren“ der Bluesszene.
Gleichwohl hält er sich nicht unbedingt daran, was viele seiner Zeitgenossen heutzutage auszeichnet, nämlich mehr dem Bluesrock denn dem Blues zu frönen.
Garner ist da traditioneller, ruhiger und beschaulicher und sein gefühlvolles Gitarrenspiel ist sehr erfrischend.
2001 aufgenommen und 2002 veröffentlicht, mag dieses Album vielleicht nicht das allerbeste des Bluesmannes sein, aber es veranschaulicht sehr gut, welche Livestärke der Mann hat, und von 5 Sternen vergebe ich locker 4 ½.
Zunächst die Musiker:
Larry Garner . Gesang, Gitarre
Michael van Merwyk, Gitarre
Christian Dozzler, Keyboards, Harmonika, Gesang
Miguel Hernandez, Bass
Stoney Trahan, drums
Wer immer ein Konzert mit Garner erlebt hat, kann hier eine feine “Nachlese” halten, für alle anderen eben ein erster Eindruck und vielleicht ein Anstoß, eines der nächsten und möglichen Konzerte zu besuchen.
Garner ist nicht nur Musiker, er ist auch Geschichtenerzähler(und auch das hat Tradition im Blues), wie auch hier gut nachzuhören.
Immer wieder gibt er „Alltagsweisheiten“ zum besten, dieses und seine Texte sind „am Puls der Zeit“, aktuelles Zeitgeschehen, das, was die Menschen bewegt, verarbeitet er.
Und obwohl seine Musik in der Tradition des Louisiana- und Chicagoblues wurzelt, hat er sich der Gegenwart nicht verschlossen, indem er nicht immer wiederkehrende Muster im Sinne vieler klassischer Stücke der Bluesgeschichte zum Besten gibt. Nein, vielmehr bringt er ausschließlich Eigenkomposition, und zwar:
1 Dreaming Again (4:20 )
2 Had to Quit Drinking (6:17 )
3 Born to Sang the Blues (10:31)
4 Somebody (7:57 )
5 Larryism I/II (1:58 )
6 Where the Blues Turn Back (6:03 )
7 Larryism III/IV (1:41 )
8 Blues Ain't Nothing (12:18 )
9 Keep on Playing the Blues (11:52 )
10 The Haves and the Have Nots (8:28)
Blues für das 21.Jahrhundert also, verwachsen mit der Tradition, eine gelungene Kombination.
Garner’s Musik ist nicht nur erfüllt von Blues, auch Soul- und gar einige wenige Elemente der Popmusik mag man hier finden. (vgl. „Somebody“.
Aber ganz „waschechter“ Blues im Stile des Lousiana Swamp Blues á la Silas Hogan ist das wunderbare „Born to sang the Blues“, mit dem Österreicher Dozzler an der Harp.
Dozzler ist im übrigen ein Keyboarder, der wie kaum ein andere Europäer den Blues des Südens der USA in seinem Spiel aufgesogen hat. Ich konnte mich anlässlich eines Konzertes mit Begeisterung davon überzeugen, übrigens war das genau in dieser Besetzung.
Von den Stücken halte ich für ein weiteres Highlight das sehr elegante und irgendwie „freundlich“ klingende „Where the blues turn black“.(hat irgendwie „Hitcharakter“)
Seine äußerst entspannte Art, zu spielen, ohne laut und druckvoll zu dröhnen, zeigt Garner in dem fantastischen „Keep on playing the Blues“, hervorragend, wie locker das abgeht, und dazu der wirklich gute Bluesschlagzeuger Trahan, der mir anlässlich des hiesigen Konzerts auch bereits sehr angenehm aufgefallen war, schön, wie locker und swingend er spielt.
Also – eine hervorragende Mannschaft, mit der Garner hier auftritt.
„The Blues ain’t nothing but the life’s ups and downs“, dass ist hier die Botschaft auf dem gleichnamigen Stück, das bringt Garner mit kraftvoll-sympathischer Stimme rüber...
Ein Konzert, das gute Stimmung verbreitet, und das ist doch schon eine ganze Menge....
Wolfgang
Der 1952 in New Orleans geborene Garner gehört noch zu den „Jüngeren“ der Bluesszene.
Gleichwohl hält er sich nicht unbedingt daran, was viele seiner Zeitgenossen heutzutage auszeichnet, nämlich mehr dem Bluesrock denn dem Blues zu frönen.
Garner ist da traditioneller, ruhiger und beschaulicher und sein gefühlvolles Gitarrenspiel ist sehr erfrischend.
2001 aufgenommen und 2002 veröffentlicht, mag dieses Album vielleicht nicht das allerbeste des Bluesmannes sein, aber es veranschaulicht sehr gut, welche Livestärke der Mann hat, und von 5 Sternen vergebe ich locker 4 ½.
Zunächst die Musiker:
Larry Garner . Gesang, Gitarre
Michael van Merwyk, Gitarre
Christian Dozzler, Keyboards, Harmonika, Gesang
Miguel Hernandez, Bass
Stoney Trahan, drums
Wer immer ein Konzert mit Garner erlebt hat, kann hier eine feine “Nachlese” halten, für alle anderen eben ein erster Eindruck und vielleicht ein Anstoß, eines der nächsten und möglichen Konzerte zu besuchen.
Garner ist nicht nur Musiker, er ist auch Geschichtenerzähler(und auch das hat Tradition im Blues), wie auch hier gut nachzuhören.
Immer wieder gibt er „Alltagsweisheiten“ zum besten, dieses und seine Texte sind „am Puls der Zeit“, aktuelles Zeitgeschehen, das, was die Menschen bewegt, verarbeitet er.
Und obwohl seine Musik in der Tradition des Louisiana- und Chicagoblues wurzelt, hat er sich der Gegenwart nicht verschlossen, indem er nicht immer wiederkehrende Muster im Sinne vieler klassischer Stücke der Bluesgeschichte zum Besten gibt. Nein, vielmehr bringt er ausschließlich Eigenkomposition, und zwar:
1 Dreaming Again (4:20 )
2 Had to Quit Drinking (6:17 )
3 Born to Sang the Blues (10:31)
4 Somebody (7:57 )
5 Larryism I/II (1:58 )
6 Where the Blues Turn Back (6:03 )
7 Larryism III/IV (1:41 )
8 Blues Ain't Nothing (12:18 )
9 Keep on Playing the Blues (11:52 )
10 The Haves and the Have Nots (8:28)
Blues für das 21.Jahrhundert also, verwachsen mit der Tradition, eine gelungene Kombination.
Garner’s Musik ist nicht nur erfüllt von Blues, auch Soul- und gar einige wenige Elemente der Popmusik mag man hier finden. (vgl. „Somebody“.
Aber ganz „waschechter“ Blues im Stile des Lousiana Swamp Blues á la Silas Hogan ist das wunderbare „Born to sang the Blues“, mit dem Österreicher Dozzler an der Harp.
Dozzler ist im übrigen ein Keyboarder, der wie kaum ein andere Europäer den Blues des Südens der USA in seinem Spiel aufgesogen hat. Ich konnte mich anlässlich eines Konzertes mit Begeisterung davon überzeugen, übrigens war das genau in dieser Besetzung.
Von den Stücken halte ich für ein weiteres Highlight das sehr elegante und irgendwie „freundlich“ klingende „Where the blues turn black“.(hat irgendwie „Hitcharakter“)
Seine äußerst entspannte Art, zu spielen, ohne laut und druckvoll zu dröhnen, zeigt Garner in dem fantastischen „Keep on playing the Blues“, hervorragend, wie locker das abgeht, und dazu der wirklich gute Bluesschlagzeuger Trahan, der mir anlässlich des hiesigen Konzerts auch bereits sehr angenehm aufgefallen war, schön, wie locker und swingend er spielt.
Also – eine hervorragende Mannschaft, mit der Garner hier auftritt.
„The Blues ain’t nothing but the life’s ups and downs“, dass ist hier die Botschaft auf dem gleichnamigen Stück, das bringt Garner mit kraftvoll-sympathischer Stimme rüber...
Ein Konzert, das gute Stimmung verbreitet, und das ist doch schon eine ganze Menge....
Wolfgang