Gary Moore – Blues For Jimi

 
firebyrd
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Gary Moore – Blues For Jimi

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Gepostet: 04.10.2012 - 08:28 Uhr  ·  #1
Gary Moore – Blues For Jimi


Gar viele Stationen durchlief der Gitarrist aus Belfast, angefangen von Skid Row, in deren Anfangstagen noch Phil Lynott dabei war, über die dann logische Zusammenarbeit mit Thin Lizzy , eine kurze Zeit mit Colosseum II und natürlich die seit 1973 veröffentlichten Soloalben.
So durchlief er verschiedene Stationen von Blues über Jazz Rock zu Hard Rock, der mitunter von keltischen Einflüssen geprägt war.

Peter Green war sein Vorbild, aber Platz für Jimi Hendrix hat er sich auch noch gelassen. Dieses ist mit dieser als CD und DVD veröffentlichten Liveaufnahme aus 2007 dokumentiert. Letztlich wurde das mehr als nur ein Brückenschlag zu Jimi, denn – wer es nicht besser wüsste, könnte auf einen weiteren Hendrix-Epigonen tippen, so nah ist er dran am Original. Das ist aus meiner Sicht keine Würdigung mehr mit eigener Interpretation, das kommt mir eher dem Anspruch einer Coverband gleich.
Nun denn, eine ganz hervorragende Coverband ist es dann auf jeden Fall, man kann es kaum besser machen, oder ist Randy Hansen vielleicht noch näher dran?
Genau das ist jedenfalls der knallharte Fakt, der meine Meinung zu diesem Album in zwei Ansichten spaltet.

Denn wenn ich Jimi hören will, dann höre ich mir Jimi an und wenn mir nach Musik nach Gary Moore gelüstet, dann ziehe ich eine seiner Platten aus dem Regal.
Nun könnte ich letztlich froh sein, denn mit dieser Veröffentlichung hätte ich fast Beides.
Zudem kommt, dass zwei ehemalige Mitstreiter des Geehrten dabei sind auf drei Titeln, den Tracks 9 – 11.
Vielleicht nicht so ganz eingespielt wie die Titel mit den anderen Begleitern, haben sie vielleicht durch die Tatsache, hier noch einmal Billy Cox und Mitch Mitchell zusammen zu hören, den Rang des Besonderen.

So steht „Red House“ in meiner Beliebtheitsskala ganz oben, denn einen Blues interpretiert letztlich jeder Gitarrist anders, und hier höre ich eindeutig mehr Moore als Hendrix, und das ist auch gut so, denn, ungeachtet vieler Spötter, schafft es Gary hier, seine Art des Blues Rocks emotional stark ausgeprägt auszudrücken!
Das eigentlich nicht so lange „Hey Joe“ wird hier auf neuneinhalb Minuten ausgedehnt und gefällt mir auch recht gut in dieser Interpretation.

Als möglicher Höhepunkt dieses Konzertes im Londoner Hippodrome vom 25.10.2007 fehlt mir allerdings eine Version von „Little Wing“, hier hätte ich gern gehört, was daraus geworden wäre.
Ach ja, übrigens, obwohl Moore nie ein begnadeter Sänger war, fällt mir auf, dass er diese Aufgabe recht gut gelöst hat.
Na ja, und Gitarre spielen kann er sowieso hervorragend…


Die Tracks:

1 Purple Haze (4:15)
2 Manic Depression (3:48)
3 Foxey Lady (6:14)
4 The Wind Cries Mary (4:19)
5 I Don’t Live Today (5:58)
6 My Angel (0:53)
7 Angel (5:16)
8 Fire (5:38)
9 Red House (11:30)
10 Stone Free (5:45)
11 Hey Joe (9:36)
12 Voodoo Child (Slight Return)(10:11)

Die Band:

Gary Moore (vocals, guitar)
Dave Bronze (bass)
Darrin Mooney: (drums)
Billy Cox: (bass - #9 – 11)
Mitch Mitchell (drums - # 9 – 11)

Wolfgang
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ForbiddenPlanet
 
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Re: Gary Moore – Blues For Jimi

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Gepostet: 04.10.2012 - 08:47 Uhr  ·  #2
Zitat geschrieben von firebyrd

...Denn wenn ich Jimi hören will, dann höre ich mir Jimi an und wenn mir nach Musik nach Gary Moore gelüstet, dann ziehe ich eine seiner Platten aus dem Regal...


Und genau dieser Meinung bin ich. Ich bin Moore-Fan (allerdings nicht Fan seiner Bluesphase, weil er mir das schlicht zu langweilig gemacht hat) und mag sein Gitarrenspiel. Aber einfach nachgespielte Titel ohne Interpretationsansatz interessieren mich nicht.
Leslie
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Re: Gary Moore – Blues For Jimi

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Gepostet: 04.10.2012 - 09:20 Uhr  ·  #3
Zitat geschrieben von firebyrd
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Nun denn, eine ganz hervorragende Coverband ist es dann auf jeden Fall, man kann es kaum besser machen, oder ist Randy Hansen vielleicht noch näher dran?


ich hatte neulich mal reingehört in das Album - ist ja nicht übel aber kaufen würde ich mir das nicht - ich habe jede Menge Tonträger und Dateien von Jimi - das reicht

der Gary macht das ja ganz gut aber ich mochte den Kerl nicht und Blues ala Still got the Blues mochte ich schon gar nicht - seine Sachen wie Empty Rooms oder Out in the Fields dagegen haben mir sehr gut gefallen

was nun Randy Hansen betrifft - das kleine Kerlchen ist einfach nur gut - der spielt den Jimi auf seine eigene Art - ich hab den jetzt achtmal gesehen und jedesmal hat es grossen Spaß gemacht dabei zu sein - vor zwei Jahren in Koblenz lieferte er ein bärenstarkes Konzert ab und machte auch mal einen Salto rückwärts und spielte dabei :8)
frimp
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Re: Gary Moore – Blues For Jimi

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Gepostet: 04.10.2012 - 09:36 Uhr  ·  #4
Danke für die Rezi. Es gibt eine Menge an Blues- und Rockgitarristen, die sich mehr oder weniger erfolgreich an Hendrix versucht haben, u.a. Stevie Ray Vaughan, Popa Chubby und und und.
Für mich ist das Original unerreicht, daher bevorzuge ich neue Interpretationen. Von SRV gibt es z.B. eine ganz tolle, auch nach SRV klingende Version von Little Wing. So sollte es sein.
Moore spielt mir zu stark nach, daher ist m.E.n. dieses Album nur was für Hardcore-Moore-Fans. Schade.
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