Im Juni 2007 veröffentlichten Kamelot ihr
nunmehr achtes Studioalbum mit dem Titel “Ghost Opera“.
Trotz dem gewohnt fantastischen Gitarrenspiel von Mr. Youngblood und dem
hervorragenden Gesang von Khan, kommt „Ghost Opera“ nicht annähernd
an ihre Vorgänger heran. Es fehlen einfach die Bombast-Hymnen wie z.B. auf „Epica“.
Weder der groovige Opener „Rule The World“ mit Klassik-Touch, noch der treibende
Titeltrack „Ghost Opera“ oder das orchestrale "Up Through The Ashes" und die
dahinplätschernde Ballade „Anthem“ können wirklich überzeugen.
Zwar sind die 11 (+Bonus) Songs wieder verpackt in einer gewohnt glasklaren und
druckvollen Produktion, doch bleibt auch nach mehrmaligem Hören keiner der Songs
wirklich im Ohr hängen. Einzig die fantastische Stimme von Khan ist wie immer ein Genuss.
Musikalisch jedoch kann (mich) „Ghost Opera“ nicht überzeugen.
Fazit: “Ghost Opera” ist zwar ein gutes “Melodic-Metal-Album”, das der Allgemeinheit
durchaus gefallen kann, doch den eingefleischten “Kamelot-Fans” dürfte der gewohnt
gut portionierte Bombast und die anspruchsvollen (Ohrwurm)-Hymnen fehlen!
Sehr empfehlenswert die im letzten Jahr veröffentlichte DVD 'One Cold Winter's Night'.
Das Konzert wurde am 11. Feb. 2006 in Oslo, Rockefeller Music Hall mitgeschnitten und
bietet eine Auswahl aus den letzten drei qualitativ hochwertigen Alben "Karma", "Epica" und
"The Black Halo". Diverse Gastauftritte u.a. von Simone Simons (als Marguerite Track 10),
Mari Youngblood (als Helena in Track 5,7, 13) und Snowy Shaw (als Mephisto Track 14)
sowie Sascha Paeth in einem Solo (Guitar Track 11).
Perfekter Sound, gute Songauswahl und eine Band in Höchstform dürften Fans - und solche.
die es werden wollen - getrost zugreifen lassen, einfach spitze!
Line-up:
Khan: vocals
Thomas Youngblood: guitars
Glenn Barry: bass
Oliver Palotai: keyboards
Casey Grillo: drums
Gruss LIB