Kafabindünya
Vor wenigen Tagen vom Bosporus in Nettetal angekommen, hat diese Scheibe mittlerweile drei Hördurchgänge hinter sich.
„Holla, jetzt wird’s bissig“, suggeriert das Albumcover mit dem dreiäugigen Hund. Die Rückseite sieht auch nicht gerade so aus, als habe man es mit einem Streichquartett plus Rapper zu tun. Also, …neuGierig-erwartungsvolles Warten auf die ersten Takte.
Und in der Tat geht es erst einmal ordentlich zur Sache. Der Opener „Anger Circus“ wird knackig-rockig gespielt und stimmt schon mal auf knappe 60 Minuten feinsten Rocksound ein. Denkt man!!! Denn unvermittelt geht es im zweiten Song „“Bionclerce Özür“ in einen sieben Minuten gitarrenschwelgenden Melancholiker, der durch trocken geklopftes Schlagzeug fein auf Spannung gehalten wird.
Gegen Ende der 60 Minuten wird es mit dem Schlusssong „Yapilabilecek bir sey yoktu“ zunächst schräg-chaotisch-experimentell, bis auch dieses Stückchen versöhnlich-melodisch ausklingt. Und der Silberling gerne ein zweites mal gestartet wird.
So hat mich also, und das ganz zufällig just zu meinem Geburtstag, eine CD erreicht, die randvoll mit fein arrangierter Rockmusik gefüllt ist. Mogwai lassen grüßen, und wer eine Schublade zum Ablegen braucht, dem empfehle ich die Fächer „Postrock“, „MelodicRock“ oder „InstrumentalRock“ zu öffnen. Und zu manchem Film würde der ein oder andere Song als Soundtrack bestens passen, die Spannung zu erhöhen oder die Stille zu untermalen.
Gelauscht werden kann auch, und zwar fünfmal (es befinden sich 11 Songs auf der CD). Das reicht auch völlig aus, um sich einen Gesamteindruck zu dieser Band aus Istanbul zu verschaffen.
http://soundcloud.com/kafabindunya
Also, ran an den Speck. Es lohnt sich.
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