"Mississippi" Fred McDowell wurde in Rossville, Tennessee, in der Nähe von Memphis geboren. Er war als Sänger und Gitarrist ein Vertreter des Delta Blues.
1959 wurde er von Alan Lomax aufgespürt, der auf einem seiner zahlreichen Feldforschungs-Reisen im Norden von Mississippi den Namen Fred McDowell als hörenswerten Geheimtipp erhielt. Lomax traf ihn nach der Feldarbeit zu Hause an und machte an Ort und Stelle ein paar Aufnahmen. Am nächsten Tag verließ er ihn mit dem Versprechen auf eine Karriere im Musikgeschäft.
Er wurde zum ersten Bluesmusiker aus dem Norden von Mississippi der die Aufmerksamkeit eines breiteren Publikums erhielt, er beeinflusste maßgeblich die Musik von Junior Kimbrough und R. L. Burnside.
Für das Slide-Spiel verwendete McDowell anfangs ein Taschenmesser, später fertigte er sich ein Bottleneck aus einer Gordon´s Gin Flasche an. Zum Bottleneck-Slide-Spiel benutzte er seinen Ringfinger oder den kleinen Finger. Neben der Standardstimmung spielte er in diversen offenen Stimmungen (meistens A oder E). Seine Stimmungen waren jedoch relativ, er stimmte die Gitarre nicht nach einem Klavier oder einer Stimmgabel, sondern passend zu seiner Stimme.
In den 1960ern gastierte Fred McDowell auf vielen Festivals, nahm Platten auf und trat in mehreren Dokumentarfilmen auf: u. a. in „Newport Festival, Blues Maker“ (Kurzfilm; University of Mississippi), „Fred McDowell“ (Kurzfilm; Seattle Folklore Society), „Roots of American Music“ (University of Washington School of Music). Zwei 1964 von Chris Strachwitz (Arhoolie Records) aufgenommene Alben verhalfen ihm zu einem hohen Bekanntheitsgrad in der Folk & Blues Szene. McDowell wurde zur Sensation des Newport Folk Blues Festival 1964, in der folgenden Zeit tourte er in Nordamerika und Europa. 1965 und 1969 war er u. a. in England und Deutschland unterwegs.
1969 nahm er mit I Do Not Play No Rock 'n' Roll sein erstes Album mit elektrischer Gitarre auf. Es enthält Teile eines Interviews, in dem er u. a. die Ursprünge des Blues erörtert.
In der zweiten Hälfte der 1960er Jahre hatte McDowell bereits Kontakt zu viel jüngeren Rhythm & Blues und Rockmusikern. Er unterrichtete Bonnie Raitt im Slide-Spiel, die Rolling Stones coverten sein Stück „You Gotta Move“ auf ihrem Album Sticky Fingers.
McDowell verstarb 1972 mit 68 Jahren an Krebs. 1991 wurde er in die Blues Hall of Fame aufgenommen. Als Einstieg in McDowells Musik ist seine letzte Aufnahme „Live in New York“(Oblivion Records) – ein Live-Mitschnitt von 1971 aus dem Gaslight Cafe in Greenwich Village, New York – besonders empfehlenswert.
Ich finde diese Platte herrlich, weil so dermaßen erdig ist. Was der Kerl damals im zarten Alter von 65 zu bieten hatte ist schon bemerkenswert.
Songs
1. Baby Please Don't Go
2. Good Morning Little School Girl
3. Kokomo Me Baby
4. That's All Right Baby
5. Red Cross Store
6. Everybody's Down On Me
7. 61 Highway
8. Glory Hallelujah
9. Jesus Is On The Mainline
10. My Baby She Gonna Jump And Shout
11. Long Line Skinner
12. You Got To Move
13. The Train I Ride
14. You Ain't Gonna Worry My Life Anymore
1959 wurde er von Alan Lomax aufgespürt, der auf einem seiner zahlreichen Feldforschungs-Reisen im Norden von Mississippi den Namen Fred McDowell als hörenswerten Geheimtipp erhielt. Lomax traf ihn nach der Feldarbeit zu Hause an und machte an Ort und Stelle ein paar Aufnahmen. Am nächsten Tag verließ er ihn mit dem Versprechen auf eine Karriere im Musikgeschäft.
Er wurde zum ersten Bluesmusiker aus dem Norden von Mississippi der die Aufmerksamkeit eines breiteren Publikums erhielt, er beeinflusste maßgeblich die Musik von Junior Kimbrough und R. L. Burnside.
Für das Slide-Spiel verwendete McDowell anfangs ein Taschenmesser, später fertigte er sich ein Bottleneck aus einer Gordon´s Gin Flasche an. Zum Bottleneck-Slide-Spiel benutzte er seinen Ringfinger oder den kleinen Finger. Neben der Standardstimmung spielte er in diversen offenen Stimmungen (meistens A oder E). Seine Stimmungen waren jedoch relativ, er stimmte die Gitarre nicht nach einem Klavier oder einer Stimmgabel, sondern passend zu seiner Stimme.
In den 1960ern gastierte Fred McDowell auf vielen Festivals, nahm Platten auf und trat in mehreren Dokumentarfilmen auf: u. a. in „Newport Festival, Blues Maker“ (Kurzfilm; University of Mississippi), „Fred McDowell“ (Kurzfilm; Seattle Folklore Society), „Roots of American Music“ (University of Washington School of Music). Zwei 1964 von Chris Strachwitz (Arhoolie Records) aufgenommene Alben verhalfen ihm zu einem hohen Bekanntheitsgrad in der Folk & Blues Szene. McDowell wurde zur Sensation des Newport Folk Blues Festival 1964, in der folgenden Zeit tourte er in Nordamerika und Europa. 1965 und 1969 war er u. a. in England und Deutschland unterwegs.
1969 nahm er mit I Do Not Play No Rock 'n' Roll sein erstes Album mit elektrischer Gitarre auf. Es enthält Teile eines Interviews, in dem er u. a. die Ursprünge des Blues erörtert.
In der zweiten Hälfte der 1960er Jahre hatte McDowell bereits Kontakt zu viel jüngeren Rhythm & Blues und Rockmusikern. Er unterrichtete Bonnie Raitt im Slide-Spiel, die Rolling Stones coverten sein Stück „You Gotta Move“ auf ihrem Album Sticky Fingers.
McDowell verstarb 1972 mit 68 Jahren an Krebs. 1991 wurde er in die Blues Hall of Fame aufgenommen. Als Einstieg in McDowells Musik ist seine letzte Aufnahme „Live in New York“(Oblivion Records) – ein Live-Mitschnitt von 1971 aus dem Gaslight Cafe in Greenwich Village, New York – besonders empfehlenswert.
Ich finde diese Platte herrlich, weil so dermaßen erdig ist. Was der Kerl damals im zarten Alter von 65 zu bieten hatte ist schon bemerkenswert.
Songs
1. Baby Please Don't Go
2. Good Morning Little School Girl
3. Kokomo Me Baby
4. That's All Right Baby
5. Red Cross Store
6. Everybody's Down On Me
7. 61 Highway
8. Glory Hallelujah
9. Jesus Is On The Mainline
10. My Baby She Gonna Jump And Shout
11. Long Line Skinner
12. You Got To Move
13. The Train I Ride
14. You Ain't Gonna Worry My Life Anymore