In kaum einer anderen Musikrichtung geht die Vergreisung derart konsequent voran, wie beim Jazz. Aufgrund von Untersuchungen in den USA betrug 1982 die Anzahl der Besucher von Jazzkonzerten unter 30 noch ca. 57 Prozent – aktuell hat sich deren Anzahl auf ca. 23 Prozent mehr als halbiert. Es sind die gleichen Zuhörer wie damals – nur nunmehr doppelt so alt.
Es kommen keine Jungjazzer dazu - die Fans sterben aus, so daß Fachmagazine wie die „JazzTimes“ mangels Lesern eingestellt wurden, ebenso wie z.B. das legendäre JVC-Festival.
Die Tonträgerumsatzzahlen des Jazz sind dramatisch zurückgegangen. Plattenlabels tauschen darum „Klassikjazzer“ wie Wynton Marsalis gegen vermeintlich (zumindest in Deutschland) umsatzbringende Unterhaltungskünstler wie einen Götz Alsmann aus.
Der alternde Jazzfan hat seine Lieblinge am liebsten tot, so daß neue Talente keine Chance mehr bekommen. Neue Wellness“jazzer“ wie Till Brönner gehen zwar unter dem warmen Deckmäntelchen des Jazz noch ihren Weg, werden aber höchstens als Hintergrundmusik in der Prosecco-Lounge wahrgenommen.
Die Einberufung des „Bundeskonferenz Jazz“ sind letzte Zuckungen des aussterbenden Genres. Es wird dort festgestellt, daß „die gesellschaftliche Bedeutung der Improvisierten Musik für die moderne Gesellschaft in Deutschland bisher nicht in genügendem Maße erkannt“ wurde. Sie fordern nun ein Einschreiten der Politik. Die Antwort der Parteien auf eine entsprechende Anfrage wird wie folgt zusammengefaßt:
„In ihren Antworten betonen alle Parteien ihre kulturpolitische Verantwortung für Jazz und improvisierte Musik.“
„Alle Parteien sprechen sich zudem für den Export von Jazzmusikerinnen und Jazzmusikern aus, dessen Förderung seiner Natur nach Bundesaufgabe ist“
Jazz ist bald Schluß – es fehlen eigentlich nur noch Warnhinweise wie
Es kommen keine Jungjazzer dazu - die Fans sterben aus, so daß Fachmagazine wie die „JazzTimes“ mangels Lesern eingestellt wurden, ebenso wie z.B. das legendäre JVC-Festival.
Die Tonträgerumsatzzahlen des Jazz sind dramatisch zurückgegangen. Plattenlabels tauschen darum „Klassikjazzer“ wie Wynton Marsalis gegen vermeintlich (zumindest in Deutschland) umsatzbringende Unterhaltungskünstler wie einen Götz Alsmann aus.
Der alternde Jazzfan hat seine Lieblinge am liebsten tot, so daß neue Talente keine Chance mehr bekommen. Neue Wellness“jazzer“ wie Till Brönner gehen zwar unter dem warmen Deckmäntelchen des Jazz noch ihren Weg, werden aber höchstens als Hintergrundmusik in der Prosecco-Lounge wahrgenommen.
Die Einberufung des „Bundeskonferenz Jazz“ sind letzte Zuckungen des aussterbenden Genres. Es wird dort festgestellt, daß „die gesellschaftliche Bedeutung der Improvisierten Musik für die moderne Gesellschaft in Deutschland bisher nicht in genügendem Maße erkannt“ wurde. Sie fordern nun ein Einschreiten der Politik. Die Antwort der Parteien auf eine entsprechende Anfrage wird wie folgt zusammengefaßt:
„In ihren Antworten betonen alle Parteien ihre kulturpolitische Verantwortung für Jazz und improvisierte Musik.“
„Alle Parteien sprechen sich zudem für den Export von Jazzmusikerinnen und Jazzmusikern aus, dessen Förderung seiner Natur nach Bundesaufgabe ist“
Jazz ist bald Schluß – es fehlen eigentlich nur noch Warnhinweise wie