September 2019 - Ceeys - Hiddensee

 
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September 2019 - Ceeys - Hiddensee

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Gepostet: 01.09.2019 - 15:19 Uhr  ·  #1
Ceeys - Hiddensee [/b]| D | 06/2019

Die Idee hinter "Neu im Portal". "...Hier werden, ähnlich wie bei WIEDERENTDECKT einmal pro Monat Rezis zu persönlichen Tipps eingestellt. Der Unterschied: es müssen aktuelle Aufnahmen sein, also nicht älter als 3-4 Monate! ", heißt es im Eröffnungsthread zum "Tipp des Monats". Na, da habe ich aber Glück gehabt: mein angedachter Septembertipp erscheint erst in Kürze - wie gut, dass der Juni noch in die zeitliche Vorgabe passt.

Meine Wahl fällt diesmal auf ein rein akustisches Album. Art-Pop? Avantgarde? Jazz? Ambiente? Kammermusik? Neo-Klassik? Weiß der Teufel, auf jeden Fall Instrumental. Und auf jeden Fall, davon gehe ich aus, ein Experiment für diesen Zirkus. Ob es der ein oder andere schafft, es ohne berauschende Pilze resp. schwer beschaffbarer halluzinogener Mittel durchzuhören - wer weiß, schwere Kost! Also, auf geht's

Ceeys - Hiddensee | D | 06/2019

Ceeys - das sind die Brüder Sebastian und Daniel Selke. Geboren in der "Deutschen Demokratischen Republik", wie das früher einmal hieß. Ihr Album, so ist einem Pressetext zu entnehmen, erzählt nicht nur von der malerischen Insel Hiddensee, sondern eben auch von einem Ort und einer Zeit, die für die Brüder von geistiger Bedeutung sind.

"Im Grunde geht es um das bescheidene Eldorado unserer Kindheit", erklärt Daniel. So darf man das Album möglicherweise auch als eine musikalische Aufarbeitung ihrer Kindheit verstehen? Möglicherweise, aber das zu erkennen oder zu verstehen - hier wären die gefragt, die das Leben in der ehemaligen DDR erlebt haben.

Kann dieses Album überhaupt gehört und verstanden werden, ohne selber dort gelebt zu haben? Aber natürlich! Meiner Meinung nach muss das Album gar nicht verstanden werden. Es reicht völlig aus, sich auf diese Musik einzulassen. Wer das schafft, erlebt 45 entspannte Minuten, während derer man auch ohne oben erwähnte Mittel leicht entrückt in Klangteppichen schwelgen kann.

Klavier (Daniel Selke) und Violincello (Sebastian Selke) sind die tragenden Instrumente dieses Albums. Klangeffekte wurden mittels osteuropäischer Synthesizern beigemischt - alles sollte mit möglichst originalgetreuen Instrumenten und Equipment der damaligen Zeit produziert werden.

In Interviews, so ist zu lesen, verließen die Brüder in den 90er Jahren ihr Zuhause und lernten auf Reisen "den Rest der Welt" kennen. Und vermissten, neben der Dankbarkeit für ihre neue Freiheiten - das Eden ihrer Kindheit. "Bereichert und irritiert von der Vielzahl an neuen Eindrücken, dankbar und doch wehmütig, wünschten wir uns schließlich alle zurück auf unsere kleine Insel mitten in der Ostsee", erinnert sich Daniel

"Erst später haben wir dieses autofreie Paradies wiederentdeckt - ein Ort, der das übliche Konzept des Glamours am Meer mit Einkaufszentren und Ausgehvierteln völlig ablehnt. Wir haben erfahren, dass die Menschen, die zu DDR-Zeiten auf die Insel kamen, sich nicht nur nach einem Blick auf das oft klare Westufer sehnten, sondern es auch als Ausgangspunkt für Fluchtversuche nutzten, die entweder mit Luftmatratzen ausgestattet waren oder einfach nur um ihr Leben schwammen . - CEEYS"

Diese Statements erklären die teilweise in der Musik vorhandene Melancholie und lassen den Wessi letzendlich doch ein wenig den Zusammenhang der Musik mit der Aufarbeitung der Kindheitserinnerungen verstehen. Für mich jedoch, auch ohne tieferes Verständnis der möglichen Zusammenhänge, ein Album von berührender Schönheit.

01 Trabanten 1:54
02 Leaving Wallbook 4:24
03 Sagres 3:23
04 All Airport Delays 1:41
05 Horizont 3:50
06 Helikopter 4:55
07 Lost and Found 3:48
08 Solar Sunny 4:12
09 0991 2:52
10 Wanda 3:27
11 Wanderer 3:09
12 Hiddensee 3:20


Anhörtipps

Helikopter
Leaving Wallbook
Sagres
Lost and Found
Hiddensee


Ceeys im Web:

Im Portrait: Ceeys aus Potsdam
Kritik zum Album "WAENDE"
A Sense Of Place - Hiddensee by Ceeys


Ceeys wird verlegt bei Neue Meister


Ceeys On Tour:

Friday 13 September 2019 Kantine am Berghain, Berlin, Germany
Saturday 14 September 2019 Filmmuseum, Potsdam, Germany
Friday 20 September 2019 Atelier Schwarz, Dresden, Germany
Monday 07 October 2019 Rechenzentrum, Potsdam, Germany
Friday 29 November 2019 Fabrik Potsdam Große Bühne, Potsdam, Germany
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Re: September 2019 - Ceeys - Hiddensee

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Gepostet: 01.09.2019 - 16:16 Uhr  ·  #2
höre ich gerade im Stream, genau was für mich :-) thx für den Tipp, der Warenkorb wird gefüllt für den nächsten Monat.


trurl
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Re: September 2019 - Ceeys - Hiddensee

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Gepostet: 01.09.2019 - 19:11 Uhr  ·  #3
Zitat geschrieben von badMoon

Ceeys - Hiddensee [/b]| D | 06/2019

Die Idee hinter "Neu im Portal". "...Hier werden, ähnlich wie bei WIEDERENTDECKT einmal pro Monat Rezis zu persönlichen Tipps eingestellt. Der Unterschied: es müssen aktuelle Aufnahmen sein, also nicht älter als 3-4 Monate! ", heißt es im Eröffnungsthread zum "Tipp des Monats". Na, da habe ich aber Glück gehabt: mein angedachter Septembertipp erscheint erst in Kürze - wie gut, dass der Juni noch in die zeitliche Vorgabe passt.
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Überflüssige Einleitung. Ich glaube, dass klar ist, was gemeint ist.
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Re: September 2019 - Ceeys - Hiddensee

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Gepostet: 01.09.2019 - 20:01 Uhr  ·  #4
Kurze Antwort: Danke für die Interessante Vorstellung. Die Band kenne ich natürlich NICHT. Auch wenn Steve Reich grüßen lässt, klingt die Musik interessant. Also nachhaken.

radiot grüßt! 8)
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Re: September 2019 - Ceeys - Hiddensee

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Gepostet: 02.09.2019 - 16:00 Uhr  ·  #5
Wolfgang, vielen Dank für diese interessante Presentation einer mir völlig unbekannten Band. Es ist musikalisch allerdings nicht so mein Bereich und insoweit wird dieses Album im Gegensatz zu den bisherigen Postern nicht in meinem Warenkorb landen. Es ist aber immer wieder schön, Vorstellungen von dir zu lesen!
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Re: September 2019 - Ceeys - Hiddensee

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Gepostet: 02.09.2019 - 23:34 Uhr  ·  #6
Mit der Gruppe Ceeys stellst du für mich musikalisches Neuland vor, das ich in dieser Form zuvor noch nie gehört habe. Selbst die Stilbeschreibung der Musik lässt sich nach meinem Empfinden in keiner Weise eingrenzen, dafür ist das Gebotene einfach zu vielschichtig. Insofern kann ich mich bestens mit deinen persönlichen Wahlbeschreibungen anfreunden.

Interessant an deiner Rezi sind auch die umfassenden Hintergrundinformationen über diese beiden Musiker. Es ist schon erstaunlich, wie einige Rezensenten diese Musik bausteinweise erläutern und somit den einzelnen Musikstücken ein Gesicht vermitteln können.

In gewohnter Form ist es dir erneut gelungen, eine Rezi zu dem Thema Neuerscheinungen zu übermitteln, die nicht nur sehr lesenswert, sondern auch äußerst informativ war.
DJ
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Re: September 2019 - Ceeys - Hiddensee

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Gepostet: 08.09.2019 - 18:07 Uhr  ·  #7
Vielen Dank nochmals an badMoon für die Vorstellung von Ceeys‘ „Hiddensee“; die Insel kenne ich schon, gut geeignet, um im Sommer, so er denn wolkenlos und heiß ist, dort in den Ferien zu verbrennen. Kein Baum, kein Strauch, kein Schutz an den Stränden. Und kein Auto. Die Insel ist autofrei und wird es, bis auf die üblichen Ausnahmen, wohl auch bleiben. Früher kurvten da nur die Grenztruppen der DDR rum, der Urlauber muss, auch heute noch, die eigenen Füße oder das (mitgebrachte) Fahrrad bemühen.

Ceeys – also die Gebrüder Selke, kannte ich natürlich nicht. Gesehen habe ich deren CDs aber schon – das Kulturkaufhaus „Dussmann“ in der Friedrichstraße zu Berlin/Mitte hat eine relativ gut bestückte Abteilung „Neoklassik“ und unter dieser Rubrik wird Musik der Gebrüder Selke eingeordnet. Passend zur Insel "segelt" die Musik unter dieser Rubrik. Angehört oder wenigstens in die Hand genommen und angeschaut habe ich die CDs aber nie. Es gibt eben zu viel von all dem, ich kann und will auch nicht alles kennen. Obwohl manchmal dabei etwas verpasst wird, keine Frage.

Die Gebrüder Selke:

„Geboren in der "Deutschen Demokratischen Republik", wie das früher einmal hieß. Ihr Album, so ist einem Pressetext zu entnehmen, erzählt nicht nur von der malerischen Insel Hiddensee, sondern eben auch von einem Ort und einer Zeit, die für die Brüder von geistiger Bedeutung sind.“

Dies ist dann wirklich Pressetext, der Bezug zu Hiddensee dürfte nur im namensgebenden Titel der CD zu finden sein. Und wenn man bedenkt, dass die Gebrüder Selke 1980 und 1983 geboren sind, dann muss man schon fragen, wie viel DDR sie denn erinnern und mitgenommen haben. 1989 fiel die Mauer, sie waren damals also neun bzw. sechs Jahre alt.

"Erst später haben wir dieses autofreie Paradies wiederentdeckt - ein Ort, der das übliche Konzept des Glamours am Meer mit Einkaufszentren und Ausgehvierteln völlig ablehnt…“

Nun ja, der Ort, Teil des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft, lehnt nicht ab sondern muss ablehnen. Glamour und Einkaufszentren auf Hiddensee? Da sind die Jungs ein wenig übers Ziel hinaus, für all das genannte ist die Insel einfach zu klein, war schon immer ein Ruhepunkt und wird es hoffentlich auch bleiben. Und wer die Insel besuchen will, kann nur mit dem Schiff dorthin. Das Auto bleibt auf Rügen stehen, Gepäck darf selbst geschleppt werden. Für viele Besucher schon ein Unding, da reicht es zum Tagestouristen; für einen längeren Urlaub wird es schon schwierig.

„Kann dieses Album überhaupt gehört und verstanden werden, ohne selber (in der DDR) dort gelebt zu haben?“

Da die Frage ausdrücklich gestellt wird – einen Bezug zur DDR (d. gr. d. Welt!) kann ich in der Musik von Ceeys nicht hören, absolut nicht. Da langen die Gebrüder mächtig in die Mottenkiste. Aber es sei ihnen gegönnt, ihre Musik ist gut und Künstlern, zumal Musikern, gesteht man gerne eine Art Legitimation für ihre Werke zu. Otto Normalo fragt kein Mensch und der hängt sich nicht so weit aus dem Fenster. Bei Künstlern, Musikern etc. ist dies anders. Entweder werden sie zu Erklärungsversuchen gedrängt, gut möglich dass sie sich selbst erklären wollen, da sie andauernd gefragt werden, „Background“ und da sie doch in der DDR geboren und aufgewachsen sind, wie kann es denn sein und überhaupt.

„Kann dieses Album überhaupt gehört und verstanden werden, ohne selber dort gelebt zu haben? Aber natürlich! Meiner Meinung nach muss das Album gar nicht verstanden werden. Es reicht völlig aus, sich auf diese Musik einzulassen. Wer das schafft, erlebt 45 entspannte Minuten, während derer man auch ohne oben erwähnte Mittel leicht entrückt in Klangteppichen schwelgen kann.“

Leider, leider: die Stücke, Klangteppiche?, haben Längen(?) von 1:41 bis zu 4:56. Ich komme da auf keinen Klangteppich. Im Original sind die Stücke also recht kurz und zu allem Übel hören sie am Ende einfach auf. Sie klingen nicht aus, es gibt keine Überleitungen, keine Verbindungen, es wirkt wie abgehackt an den Enden. Dem habe ich entgegen gewirkt, in dem ich mir die CD auf den Rechner lud und die Stücke gekürzt, also deren abrupte Enden und die darauf folgende Stille bis zum nächsten Stück zusammen schob. So ergibt sich ein durchlaufendes, wenn auch nicht unbedingt einheitliches Bild.

Erschwert wird dies außerdem noch dadurch, dass die Stücke, acht an der Zahl, leicht abgewandelt oder inspiriert davon, schon auf dem Album „Waende“ zu hören waren, drei „previously unreleased“ sind und eines vom Album „Concrete Fields“ stammt, welches vorher nur als Single veröffentlicht wurde.

Hier komme ich nochmal auf den Bezug zu Hiddensee und der Verbindung zur DDR-Kindheit zurück, auf welche sich die Stücke angeblich beziehen. Im Booklet ist zu den einzelnen Titeln zu lesen, worum es geht. Zum Beispiel:

„Leaving Wallbook“ inspired by the song „Union“ included on Waende, previously unreleased. „One of our favourite movies from the 1980s: Rain Man. The story of two brothers…“ usw. usf.

„Trabanten“ bezieht sich, richtig!, auf eben den Trabant, das DDR-Auto schlechthin. Der Leitspruch dazu, „following a well-known rhyme oft the time…HAST DU ZANGE, HAMMER, DRAHT, KOMMST DU BIS NACH LENINGRAD!“ (Ich kenne den Spruch noch so: „…KOMMST DU BIS NACH STALINGRAD!“) Egal.

Und „Solar Sunny“, genau, dieses Stück bezieht sich auf den Film „Solo Sunny“, den die Gebrüder Selke spät, sehr spät gesehen haben dürften, denn der ist von 1980, da waren sie quasi noch in Planung. Natürlich darf ihnen der Film gefallen, er ist auch sehr gut, aber mit ihrer Kindheit in der DDR und Hiddensee kann er gar nichts zu tun haben.

https://de.wikipedia.org/wiki/Solo_Sunny

Genug bekrittelt die Sache hier. Die Musik ist zweifelsfrei gut, wenn auch nicht überragend. Für mich aber völlig ohne DDR-Bezug, den finde ich sehr weit hergeholt, auch wenn es freilich legitim ist, sich an seine Kindheit so oder so zu erinnern und dies, da eben Musiker, auch musikalisch ausdrücken zu wollen.

Nochmal Pressetext:

„Die Klangeffekte wurden mittels osteuropäischer Synthesizern beigemischt - alles sollte mit möglichst originalgetreuen Instrumenten und Equipment der damaligen Zeit produziert werden.“

Da höre ich auch nichts, absolut nichts. Im Booklet wird auch, wenn ich richtig gelesen habe, nur einmal darauf eingegangen und „two analogue kick and bass synthesizers“ aus DDR-Produktion erwähnt, die ans Cello (?) gekoppelt sind. Aber auch egal.

Fazit: Schöne Musik und ich halte Ausschau nach den Vorgängeralben des Duos Selke. Und vielleicht nehmen wir einen der kommenden Konzerttermine in Potsdam wahr.

Immerhin etwas, oder?

radiot grüßt! 8)
DJ
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Re: September 2019 - Ceeys - Hiddensee

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Gepostet: 12.09.2019 - 19:51 Uhr  ·  #8
Hallo Wolfgang,
danke für die Vorstellung. Die Musik finde ich hörenswert. Allerdings klingen mir die Stücke zu ähnlich. Da fehlt mir die Überraschung, sodass es für den Kauf einer ganzen CD wohl nicht reicht. Ich überlege noch.
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Re: September 2019 - Ceeys - Hiddensee

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Gepostet: 25.09.2019 - 09:27 Uhr  ·  #9
Dear Friends,

...Zeit für "Danke fürs Feedgebacke" ;-). Wie immer das erwartete Ergebnis: Musik, die dem einen gefällt und mit der andere nichts anfangen können. Muss ja auch nicht, allein das Vorstellen einer Scheibe macht Spaß. Und wenn's bemerkt wird natürlich doppelt.

Also, thx in die Runde,
Gruß, -bM-
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