Sodele....mit dem Hörtest der
Klick --> Klipsch RF 82 ging es am Samstag Morgen fixer als erwartet und ich hatte tatsächlich gute 2 1/2 Stunden zur Verfügung.
Meine CDs im Gepäck:
** Joe Cocker "Across From Midnight"...Could You Be Loved wollte ich richtig brettern hören.
** Dire Straits "Brothers In Arms"....die Gitarren mussten warm und klar kommen.
** Annett Louisan "Bohème"....jedes Detail ihrer außergewöhnlichen Stimme wollte ich hören.
** Chris Rea "Blue Guitars"....ohne Worte. :8)
** Ein Orgelkonzert von Bach, welches der Dealer hatte. Fragt mich bitte nicht, welches. Es ging auf jeden Fall tief in den Keller. :shock:
Die Elektronik: ein Harman/Kardon Receiver ähnlich dem, der bei mir schon steht und ein Harman-CD Player. Kein Umschaltpult, sondern fixe Querverkabelung am Receiver.
Ursprünglich sollten es eigentlich die von mir favorisierten RF 62 sein, da ich mir bei 1000 € einfach die Preisgrenze gesetzt hatte. Aber der Dealer hatte beide für ein paar Tage zur Vorführung und machte mir (natürlich) die ca. 200 € teureren RF 82 erst einmal schmackhaft.
Und die hatten gegenüber der "Nummer kleiner" etwas mehr an Gehäusevolumen und 2 größere Bass- Mitteltontreiber zu bieten.
Gegenüber der kleineren Klipsch machten sich die größeren Basstreiber schon ein wenig bemerkbar, insbesondere bei den Orgeln konnte man in den "Kellergewölben" eine gute Spur mehr Druck und Sauberkeit der Bassgewalt ausmachen.
Sogar bei Cocker glaubte ich, etwas mehr Drive vor allem bei den Drums zu hören.
Beide vergaben sich nach meinem Höreindruck bei der wirklich sauberen Darstellung der Stimmen (vor allem bei Annett Louisan) im Grunde nichts. Auch Chris Reas Reibeisen kam sehr schön rüber, detailreich und sehr natürlich, wie ich fand.
Die Gitarren der Dire Straits wie auch die von Chris Rea klangen so, wie ich sie mag. Klar, sehr angenehm und grad bei Reas Blue Guitars waren insgesamt verblüffend viele Feinheiten und Deteils wahrzunehmen. Sogar ne Spur mehr, als ich sie von meinen alten Heresy gewohnt war. Vielleicht lag es daran, daß die Heresy bei mir fast ein "Stockwerk" näher am Boden stehen und ich mich im Sitzen gerade mal so auf Ohrhöhe mit ihnen befinde.
Und vor allem: die RF 82 klangen wirklich im einiges räumlicher als die Heresy. Die klangliche Abbildung der Musik "in der Breite" war deutlicher festzustellen. Bei den Heresy hab ich immer ein wenig das Gefühl, zwischen den Lautsprechern in der Mitte klafft eine kleine Lücke.
Da ich das so gewohnt war, machten die RF 82 hier wirklich mehr Spass. Fast wäre ich geneigt gewesen, von einer Art "Raumklang" zu sprechen, obwohl im reinen Stereobetrieb abgehört wurde.
Extrakt: die RF 82 machen vor allem im Bassbereich mehr Fun gegenüber der RF 62. Und da sind 200 € Mehrpreis in diesem Punkt nicht zuviel investiert.
Richtig interessant wurde es allerdings so in der letzten Viertelstunde, als probehalber noch ein dicker Subwoofer von Klipsch zugeschaltet wurde. :8)
Der kostet nochmal ca. 400 €, aber diesen Bums wollte ich nun wirklich den Nachbarn (irgendwann) nicht zumuten. :roll: Zumal ich auf meinem Parkettboden da wirkliche Probleme bekäme und die halbe Wohnung muss auch nicht unbedingt ein Eigenleben entwickeln. :shock: