Die US-amerikanische Band SHEARWATER habe ich erst mit ihrem 2022 erschienenen Album "The Great Awakening" für mich entdeckt. Ausschlaggebend waren damals die vielen positiven Vergleiche mit TALK TALKs Jahrhundertwerk "Spirit Of Eden". Also begann ich, mich Album für Album rückwärts durch die Diskographie zu hören. Mittlerweile bin ich bei dem 2008 veröffentlichten Album "Rook" angekommen – und die Spur zu "The Great Awakening" ist bereits deutlich zu erkennen. Auch hier stehen große Melodien, viel Atmosphäre und ein beeindruckendes Gespür für Spannungsbögen im Mittelpunkt. Ruhigere Momente wechseln sich immer wieder mit etwas intensiveren Passagen ab, ohne dass das Album seine Grundstimmung verliert.
Ein schönes Beispiel hierfür ist der grandiose Opener On The Death Of The Waters. Zunächst noch zurückhaltend und fast schwebend, steigert sich das Stück allmählich zu einem kleinen Gitarreninferno, bevor es schließlich wieder in wohltuender Ruhe ausklingt. Überhaupt lebt "Rook" von diesen behutsam aufgebauten Spannungsbögen. Nicht ohne Grund wird das Album von vielen als eines der stärksten Werke der Band bezeichnet. Wenngleich ich hier wahrscheinlich eher ein foreninkompatibles Album vorstelle, könnte ich mir gut vorstellen, dass der ein oder andere Artist an dieser Klangspur Gefallen findet. Ich jedenfalls bin sehr gespannt, wie die noch früheren SHEARWATER-Alben klingen werden – schließlich erwartet mich dort noch ein anderer Sänger.
Zwei weitere Anspieltipps:
Rooks
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