
Workbook ist das erste Solo-Album des Gitarristen und Sängers Bob Mould. Er veröffentlichte es ein Jahr nach dem sich Hüsker Dü 1988 aufgelöst haben. Bob Mould hatte sich seinerzeit mit dem Schlagzeuger und zweiten Haupsongschreiber Grant Hart heillos zerstritten. Auf Workbook schaltete er mehrere Gänge zurück und überraschte mit filigranem Sound, Folk-Anleihen und ruhigen, nachdenklichen Gesang. Zu hören beispielsweise hier ("
Heartbreak A Stranger"). Auch rein Instrumentales wird geboten, (
Sunspots). Das Album verströmt eine Leichtigkeit und Zuversicht, die es angenehm macht es zu hören. Sicherlich ist die rauhe Stimme von Bob Mould nicht jedermans Sache. Aber sie bietet ein gutes Gegengewicht zu seinem knarzigen Gitarrenspiel. Ein glatte Durchschnittsstimme würde da versenkt. Mein persönliches Highlight ist dieser Song (
Wishing Well). Ganz in Singer/Songwriter-Tradition. Ungefähr bis zur Mitte, bevor es dann doch irgendwie aus ihm herausbricht, eingeleitet von einer kräftigen Rückkopplung. Zu guter Letzt lugt hier
“Whichever Way The Wind Blows“ doch noch etwas Hüsker Dü um die Ecke. Aber nur ein bißchen.