Dillinger Escape Plan : Ire Works (USA 2007)

hallo Eisenohr - hier gibt es was zum trainieren

 
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Dillinger Escape Plan : Ire Works (USA 2007)

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Gepostet: 15.11.2019 - 10:03 Uhr  ·  #1
Dillinger Escape Plan : Ire Works
(USA 2007)




Band:
Greg Puciato – vocals, rhythm guitar
Ben Weinman – lead guitar, keyboards
Liam Wilson – bass
Gil Sharone – drums

Tracklist:

1 Fix Your Face 2:42
2 Lurch 2:03
3 Black Bubblegum 4:04
4 Sick On Sunday 2:10
5 When Acting As A Particle 1:23
6 Nong Eye Gong 1:16
7 When Acting As A Wave 1:33
8 82588 1:57
9 Milk Lizard 3:55
10 Party Smasher 1:57
11 Dead As History 5:29
12 Horse Hunter 3:11
13 Mouth Of Ghosts 6:50

Das komplette Album zum anhören (mit Sprungmarken zu den einzelnen Songs)
https://www.youtube.com/watch?v=xJc29xnuJ-8&t=586s

Dillinger Escape Plan (kurz DEP) könnte man wohl am ehesten dem Hardcore
und hier dem Mathcore zurechnen.

13 Songs mit Laufzeiten zwischen 1:16 und 6:50, zwischen brachialem Krach,
elektronischen gezirpe und (man mag´s kaum glauben) beschwingter Melodie.

Der Einsteiger „Fix your face“ archetypisch für den brachialen Teil des DEP-Sounds.
Stakkato artige donnernde Drum und Bass-Gewitter, überlagert von wütend
krachenden Gitarren und bösem Brüllgesang. Das föhnt schon mal die Haare
und Gehirnzellen krass nach hinten.

So geht´s weiter, aber hoppla, schon bei Song 3 wird plötzlich das Tempo und
die Brachialität zurückgenommen. Der Sänger kann also auch singen und nicht
nur brüllen und Melodie können die Jungs auch. Ein wahrer Ohrenschmeichler
nach vorangegangenem.

Damit es nicht langweilig wird mit Song 4 ein Hybrid. Ein verhaltener, von
elektronischen Effekten und leisen, schwebenden Tastentonen bestimmter
Anfang, dann wie aus dem Nichts eine kurze Noiseattake um gleich wieder in
den dezenten Anfangssound zurückzufallen und zum Schluss noch ´ne halbe
Minute „normaler“ Rocksong - echt schräg.

Nr. 5 klingt beginnt eher wie ein nervöser Prog-Jazz-Core um dann in diesen
Kontext Noise-Attacken einzubauen. Kurz aber intensiv.

Nr 6 ist der kürzeste Song, pures Gewitter – heftig

Nr. 7 instrumentales gefrikkel ohne allzu heftig zu werden.

Undsoweiter undsofort, …….. ein Wechselbad der Gefühle.

Experimentell dann wieder Song 11, ruhiger Beginn mit elektronischen Effekten,
in der Mitte ein eher konventionell gehaltener, harter Rock , zum Ende wieder
sphärisch ruhig.

Zum Abschluss der längste Song. Ruhiger Anfang, langsamer Songaufbau,
schon fast als jazzig-beschwingt zu bezeichnen, wächst sich so langsam in
einen gestandene Rocker aus, ohne in Krach abzukippen – sehr fein!

Wahrscheinlich wird für die Mehrmals der Leser hier diese Scheibe unter
absolut unhörbar laufen, aber experimentierfreudige Krachliebhaber
sollten unbedingt ein Ohr riskieren.
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Re: Dillinger Escape Plan : Ire Works (USA 2007)

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Gepostet: 15.11.2019 - 10:40 Uhr  ·  #2
Upps, sehr schwere Kost.
Der letzte Song kann ich sogar anhören, klingt da wie Limp Bizkit.
Aber trotzdem danke
DJ
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Re: Dillinger Escape Plan : Ire Works (USA 2007)

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Gepostet: 15.11.2019 - 11:59 Uhr  ·  #3
Ich bin ein toleranter Mensch und musikalische Vorlieben müssen nicht immer geteilt werden. Aber hier streike sogar ich.

Liam Wilson räumte in einem Interview ein: „Ich glaube, wenn man uns nicht kennt und eines unser Konzerte besucht, kann das schon eine relativ schockierende Erfahrung sein.“[2](Wikipedia)

Hier zu hören

DEP
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Re: Dillinger Escape Plan : Ire Works (USA 2007)

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Gepostet: 15.11.2019 - 15:22 Uhr  ·  #4
ist mir schon klar, das DEP nicht gerade einfache Kost sind.

Zwischendurch mal was abseitiges gehört aber bei mir dazu
und vielleicht gibt es da draussen ja die eine oder den anderen,
der auf so was steht.

Ein´Knaller hab ich noch in der Hinterhand welchen ich in nächster
Zeit mal ins Volk werfen möchte, dann werde ich mich wieder etwas
kompatibleren Themen zu wenden.............................................
DJ
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Re: Dillinger Escape Plan : Ire Works (USA 2007)

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Gepostet: 15.11.2019 - 15:47 Uhr  ·  #5
Ich höre schon seit einigen Jahren Krach und Dröhn. Gerne auch etwas über das gewohnte hinaus. Nur bei DEP bin ich nicht erst heute an meine Grenzen gestossen. Mir fehlt die Struktur die das Chaos zusammenhält. Free Form ist in der Kunst gewollt und auch gewünscht. Aber bitte nicht als wüsten Dilletantismus präsentiert. Das ist jetzt meine Meinung. Die natürlich meinem persönlichen Empfinden entspringt.
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Re: Dillinger Escape Plan : Ire Works (USA 2007)

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Gepostet: 16.11.2019 - 17:09 Uhr  ·  #6
Meine Frau, die über 10 Jahre jünger ist und mit Metal und Alternative gross wurde und dies immer schätzte, sagte nach wenigen Sekunden: „Mach das weg, das sind Geräusche aus der Hölle!“
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Re: Dillinger Escape Plan : Ire Works (USA 2007)

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Gepostet: 16.11.2019 - 18:39 Uhr  ·  #7
Zitat geschrieben von frimp

Meine Frau, die über 10 Jahre jünger ist und mit Metal und Alternative gross wurde und dies immer schätzte, sagte nach wenigen Sekunden: „Mach das weg, das sind Geräusche aus der Hölle!“


Da kann ich Deine Frau seeeehr gut verstehen, herzliche Grüße.
Ich sondere ungerne negative Kommentare ab, aber dieses Rumgegröhle und einfallslose auf die Klampfe eindreschen
ist überhaupt nicht mein Ding!!!
Sorry freaksound......
DJ
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Re: Dillinger Escape Plan : Ire Works (USA 2007)

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Gepostet: 17.11.2019 - 08:47 Uhr  ·  #8
Ach Leute, das ist doch noch harmlos. Ich glaube, ich sollte mal eine Rubrik mit Death und Black Metal aufmachen.
Klar ist alles aus dem Bereich Hardcore für 97% der Weltbevölkerung nicht kompatibel, aber zum Beispiel einfallslos finde ich DEP nun nicht gerade. Mathcore hat doch durchaus komplexe und variable Momente.

Geräusche aus der Hölle ist für mich eher so etwas
DJ
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Re: Dillinger Escape Plan : Ire Works (USA 2007)

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Gepostet: 17.11.2019 - 09:45 Uhr  ·  #9
Death und Black Metal? Ein sehr weites Feld das nicht pauschal mit Krach-Extrem assoziiert werden kann. Da gibt es sehr viele unterschiedliche Nuancierungen.
DJ
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Re: Dillinger Escape Plan : Ire Works (USA 2007)

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Gepostet: 18.11.2019 - 07:30 Uhr  ·  #10
Zitat geschrieben von OldMcMetal

Death und Black Metal? Ein sehr weites Feld das nicht pauschal mit Krach-Extrem assoziiert werden kann. Da gibt es sehr viele unterschiedliche Nuancierungen.


Nö, natürlich ist das nicht Krach-Extrem, da gibt es durchaus Spannendes und Ambitioniertes dabei ebenso wie zahlreiche Unterarten. Aber vielen hier würde dabei die Kinnlade wegfliegen.
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