Jean Michel Jarre studierte klassisches Piano, doch sein Interesse für neuere Musikformen zeigte sich recht früh. So suchte er, kaum zwanzig geworden, die Nähe zu den Großmeistern der elektronischen Musik jener Tage, u.a. Karlheinz Stockhausen in Deutschland und vor allem Pierre Schaeffer in Frankreich. Beim von Schaeffer geleiteten Groupe de Recherches Musicales blieb Jarre knappe drei Jahre, ehe er endgültig eigene Wege einschlug. Bei Schaeffer machte Jarre Bekanntschaft mit der musique concrète, die Schaeffer erfunden hatte. Musique concrète verwendet Tonbandaufnahmen, um daraus Collagen und Verfremdungen zu bilden, die schließlich zu ganz neuen Musikwerken werden.